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Vertrag mit Max Reinhardt

Schon am 4. Oktober 1905 hatte Max Reinhardt Bahr eingeladen, als Regisseur für ihn tätig zu sein, aber erst nach der "Münchener Affäre" unterschreibt Bahr am 24. März 1906 einen Vertrag, für 6.000 Mark Saisonhonorar am Deutschen Theater in Berlin zu inszenieren.

Kuraufenthalt Marbach am Bodensee

Gesundheitlich angeschlagen, versucht sich Bahr vom 11. Jänner 1904 weg in Marbach am Bodensee zu kurieren. Er arbeitet auch an seinem neuen Stück "Sanna" weiter. Doch Bahr ist nicht wirklich glücklich und reist am 13. Februar wieder ab.

Griechenland

Am 15. März 1903 besteigt Bahr in Triest das Schiff und reist nach Griechenland. Er verbringt besonders viel Zeit im Nationalmuseum und im Archäologischen Museum Athens. Obzwar seine Antikenrezeption bereits in seine Jugendjahre zurückreicht, intensiviert sich diese nun, wie der in Folge entstandene "Dialog vom Marsyas" bezeugt. Am 4. April betritt er wehmütig wieder das Schiff, am 8. ist er in Triest.

Heirat mit Anna Mildenburg

Im September 1904 lernt Bahr die Mahler-Schülerin und Wagner-Sängerin Anna Mildenburg in Bayreuth kennen. Die in Folge fast schon kindischen Briefe und Tagebücher ("Ich hab' dich lieb, lieb, lieb") zeigen eine anhaltende Begeisterung, die viereinhalb Jahre später zur Scheidung der zivilrechtlich geschlossenen Ehe mit Rosa Jokl führen und am 22. August 1909 in Aigen/Salzburg zur Hochzeit. Sie nimmt den Doppelnamen Anna Bahr-Mildenburg an, Bahr nunmehr offiziell, was er schon in früheren Jahren war: Ihr beruflicher Manager.

Beginn Neue Freie Presse

Ab dem Februar 1902 bis 1932 schreibt Bahr für die erste Zeitung Österreichs, Moritz Benedikts "Neue Freie Presse". Über 200 Artikel sind es, zumeist Feuilletons, aber auch einige Buchbesprechungen und Vorabdrucke, die bis Mai 1932 erscheinen.

Das "Tagebuch" erscheint im Neuen Wiener Journal

Erstmals am 24.12.1916 und in Folge veröffentlicht Bahr bis Ende 1931 an Sonntagen im "Neuen Wiener Journal" sein "Tagebuch", eine fiktive Textsorte, in der er Beobachtungen, Ereignisse und Buchbesprechungen mischt. Die Vorstellung des Projekts durch die Redaktion:

Übersiedlung nach München

Im April 1922 übersiedelt er, nachdem er zuvor öfter gependelt war, endgültig mit Anna Bahr-Mildenburg nach München. Die Übersiedlung ist am 9. Mai abgeschlossen. Die erste Adresse: Barerstr. 50, gegenüber der Alten Pinakothek.

Tod

Bahr stirbt am 15. Jänner 1934 in München an Arteriosklerose. Eine ausführliche Beschreibung der letzten Lebenstage wurde in Manuskriptform vervielfältigt und findet sich im Nachlass Bahrs.

Operation

Die Blinddarmoperation am 26. Jänner 1903 nimmt Arthurs Bruder Julius Schnitzler im Sanatorium Löw vor.

Minna Bahr ✝

Am 15. Mai 1902 stirbt Wilhelmine (Minna) Bahr, geborene Weidlich. Das Neue Wiener Tagblatt schreibt:

* (Frau Minna Bahr) Unser College Hermann Bahr hat einen schweren Verlust erlitten. In Salzburg ist heute seine Mutter, die Notarswitwe Frau Minna Bahr, gestorben.

Bahr selbst in seinem Tagebuch, Camus' "Der Fremde" antizipierend:

"Mama gestorben."

In seinem Selbstbildnis berichtet er, wie sie am Totenbett aussah.

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