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Das "Tagebuch" erscheint im Neuen Wiener Journal

Erstmals am 24.12.1916 und in Folge veröffentlicht Bahr bis Ende 1931 an Sonntagen im "Neuen Wiener Journal" sein "Tagebuch", eine fiktive Textsorte, in der er Beobachtungen, Ereignisse und Buchbesprechungen mischt. Die Vorstellung des Projekts durch die Redaktion:

Übersiedlung nach München

Im April 1922 übersiedelt er, nachdem er zuvor öfter gependelt war, endgültig mit Anna Bahr-Mildenburg nach München. Die Übersiedlung ist am 9. Mai abgeschlossen. Die erste Adresse: Barerstr. 50, gegenüber der Alten Pinakothek.

Tod

Bahr stirbt am 15. Jänner 1934 in München an Arteriosklerose. Eine ausführliche Beschreibung der letzten Lebenstage wurde in Manuskriptform vervielfältigt und findet sich im Nachlass Bahrs.

Operation

Die Blinddarmoperation am 26. Jänner 1903 nimmt Arthurs Bruder Julius Schnitzler im Sanatorium Löw vor.

Minna Bahr ✝

Am 15. Mai 1902 stirbt Wilhelmine (Minna) Bahr, geborene Weidlich. Das Neue Wiener Tagblatt schreibt:

* (Frau Minna Bahr) Unser College Hermann Bahr hat einen schweren Verlust erlitten. In Salzburg ist heute seine Mutter, die Notarswitwe Frau Minna Bahr, gestorben.

Bahr selbst in seinem Tagebuch, Camus' "Der Fremde" antizipierend:

"Mama gestorben."

In seinem Selbstbildnis berichtet er, wie sie am Totenbett aussah.

Wechsel zur Steyrermühl

Dass Bahr bei der "Zeit" kündigte, weil er bereits ein Folgeangebot hatte, geht aus einem Brief an seine Mutter hervor. Am 3. Juli 1899 schreibt er ihr,dass er zum Medienhaus "Steyrermühl" wechselt, das das "Wiener Tagblatt" und die "Österreichische Volkszeitung" herausgibt. Er begründet das damit, dass er mehr verdienen soll und durch die gedruckten 70-80.000 Exemplare eine deutlich größere Leserschaft erreichen werde.
Ab 1. Oktober und bis ins Frühjahr 1906 wird der Großteil von Bahrs journalistischer Tätigkeit in den beiden Blättern veröffentlicht.

Alois Bahr ✝

Am 5. September 1898 Tod des Vaters, Alois Bahr, in Salzburg.

Secessionisten

Im Mai 1897 lösten sich die "Secessionisten" vom Künstlerhaus. Aus Anlass der ersten Ausstellungseröffnung blickt Bahr in einem Brief an seinen Vater auf seinen Anteil an dem Auszug zurück:

als ich vor einem Jahre die jungen Maler aus der Genossenschaft hinaus hetzte, hieß ich in ganz Wien ein Narr und wie diese Ausstellung angekündigt wurde, hofften meine Feinde, dass ich mich damit einmal gründlich blamieren würde.

Im Herbst intensivierte Bahr seine Beratertätigkeit, die auch durch seinen programmatischen Einfluss in "Ver Sacrum" Ausdruck fand.

Scheidung

Am 14. Mai 1909 werden Bahr und Rosa Jokl im Wiener Landesgericht geschieden. Bahr wird aber weiterhin mit ihr in Kontakt stehen. Möglicherweise einen Grund für die Scheidung verzeichnet das Tagebuch Josef Redlichs am 30. April 1909:

Frau Bahr hat vor zwei Jahren ein Kind geboren, obgleich Hermann Bahr seit acht Jahren nicht mehr mit ihr lebt. Dennoch hat er zu diesem Kind sich als Vater bekannt.

Heirat mit Rosa Jokl

Am 5. Mai 1895 Zivilehe mit Rosa Jokl, in Wien[1]. Da sie Jüdin war, trat Bahr aus der katholischen Kirche aus und wird als "O. B.", ohne Bekenntnis geführt. Rosa Jokl selbst trat in Vorbereitung der Hochzeit 1895 aus der IKG (Isrealischen Kultusgemeinde) aus. In der Austrittsmeldung[2] wird sie als Rosalia Jokl, Schauspielerin, geführt, geboren 1872 in Prag, Alter 23. (Traditionell wird in der Bahr-Forschung ihr Geburtsjahr mit 1871 angeführt.) - Trauzeugen waren Adalbert von Goldschmidt und Dr. Heinrich Müller, Advokat.[3]

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