"Eine Brücke über den Riss der Zeit..."
Das Leben und Wirken der Journalistin und Schriftstellerin Hertha Pauli

Bericht über die IWK-Tagung in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendliteraturforschung (ÖG-KJLF) vom 9. Juni 2006
(Konzeption: Mag. Dr. Susanne Blumesberger und Univ. Doz. Mag. Dr. Ernst Seibert)

Helena Lanzer-Sillèn  bei ihrem Vortrag in WienBegegnungen - Freundschaften - Abschiede. Literarische Vernetzungen im Leben Hertha Paulis
(Susanne Blumesberger)

Hertha Pauli war von der Geburt bis zum Tod von Freunden und bekannten Persönlichkeiten umgeben. Selbst ihr Name - sie hiess mit dem zweiten Vornamen Ernestine - war kein Zufall: Namensgeber war Ernst Mach, ein Freund der Familie Pauli, welche sich aus Künstlerinnen und Wissenschaftlern zusammensetzte.

Hertha Paulis Großvater Friedrich Schütz (1844-1908) war Schriftsteller und Redakteur der "Bohemia", ab 1873 Feuilletonist, politischer Redakteur und Theaterreferent der "Neuen Freien Presse". Die Großmutter Bertha Schütz (1847-1916), geb. Bertha Dillner v. Dillnersdorf, war Hofopernsängerin. In zeitgenössischen Kritiken wurde sowohl ihre Stimme als auch ihre sympathische Bühnenerscheinung gelobt. Hertha Paulis Vater Prof. Wolfgang Josef Pauli (1869-1955) war Arzt und Biochemiker an der Universität Wien. 1919 wurde er ordentlicher Professor und Vorstand des Institutes für physikalisch-chemische Biologie. Ab 1922 und bis zu seiner Emigration in die Schweiz (1938) war er als Vorstand des neu errichteten Institutes für medizinische Kolloidchemie tätig. Hertha Paulis Mutter Bertha Schütz (1878-1927), in einer freisinnigen Familie im Spannungsfeld von Kunst und Politik aufgewachsen, trat als Pazifistin besonders in der "Neuen Freien Presse" sowie als Journalistin einerseits mit theaterkritischen Arbeiten und historischen Essays, etwa zur Französischen Revolution, hervor, andererseits aber auch mit Beiträgen zu politischen Fragestellungen, insbesondere zur Frauenbewegung. Als Sozialistin engagierte sie sich im Wahlkampf des Jahres 1919 und rief in Artikeln der "Arbeiterzeitung" besonders die Frauen zur Wahl der sozialdemokratischen Partei auf, um nicht weiterhin "das gefügige Werkzeug der Reaktion" zu bleiben. Auch für die Kinder, welche besonders von der grossen sozialen Not der 20er Jahre betroffen waren, setzte sie sich in ihren Artikeln ein. Ihr Selbstmord traf die Tochter sehr. Prominentestes Mitglied der Familie aber war Hertha Paulis Bruder Wolfgang Pauli (1900-1958), Kernphysiker, der 1929 zusammen mit Werner Heisenberg die Quantenfeldtheorie geschaffen hatte und 1945 den Nobelpreis erhielt.

Ihr Berufseinstieg brachte Hertha Pauli - sie wollte Schauspielerin werden - erneut mit großen Persönlichkeiten zusammen, so nahm sie bei Hedwig Bleibtreu Schauspielunterricht und wurde nach großen Erfolgen von Max Reinhardt nach Berlin geholt. Aufgrund der politischen Verhältnisse musste sie 1933 von dort wieder nach Wien zurückkehren, wo sie mit Karl Frucht eine literarische Agentur, die "Österreichische Korrespondenz", führte. Ihre abenteuerliche Flucht, die man in ihren Erinnerungen "Der Riß der Zeit geht durch mein Herz", 1970 erschienen, nachlesen kann, brachte sie unter anderem mit Walter Mehring, mit dem sie ebenso wie mit Karl Frucht ihr ganzes Leben verbunden blieb, mit Ödön von Horvath, Joseph Roth, Thomas Adrienne, Alma Mahler Werfel, Franz Werfel und vielen anderen zusammen. Ihre Rettung verdankte sie dem "Menschenfischer" Varian Fry, nachdem sie und einige ihrer Freunde aus dem besetzten Frankreich einen Hilferuf an Thomas Mann geschickt hatten.

Auch Hertha Paulis Leben in Amerika, wo ihr der Aufbau eines neuen Lebens gelang, war geprägt vom Umgang mit zahlreichen Persönlichkeiten. All diese Begegenungen beeinflussten ihre Werke und geben dadurch einen interessanten Einblick in die damalige Gesellschaft.

Anhand der folgenden Zeittafel wurde das facettenreiche Leben Hertha Paulis erzählt:
4.9.1906 Geburt in Wien
1925 erstes Engagement am Breslauer Lobe-Theater
1927 von Max Reinhardt nach Berlin geholt
1928 erstes Hörspiel
1929 Heirat mit Carl Behr
1931 Begegnung mit Ödön von Horváth
1932 Scheidung
1933 Rückkehr nach Wien Begegnung mit Karl Frucht Gründung der "Österreichischen Korrespondenz"
1934 erste Anfeindungen durch die Nationalsozialisten
1936 "Toni. Ein Frauenleben für Ferdinand Raimund"
1937 "Nur eine Frau. Bertha von Suttner"
8.3.1938 Suttner-Roman auf der "Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums"
13.3.1938 Flucht über die Schweiz nach Paris
1938 Wiederbegegnung mit Walter Mehring Mitglied der Stammtischrunde um Joseph Roth
1.6.1938 Tod von Ödön von Horváth
1939 Mitglied des europäischen PEN-Clubs Journalistische Tätigkeit Aufenthalt in Clairac Telegramm an Thomas Mann
27.5.1939 Tod von Joseph Roth
1940 Flucht in den Süden Frankreichs
16.6.1940 Ankunft in Orléans Flucht nach Lourdes Begegnung mit Franz Werfel
Mit Mehring Flucht nach Marseille Begegnung mit Adrienne Thomas August
1940 Begegnung mit Varian Fry Flucht über die Pyrenäen nach Spanien und Portugal
3./4. 9.1940 von Lissabon auf der "Nea Hella" Richtung USA
12.9.1940 Ankunft in New Jersey
11.10.1940 "Tagebuch einer Flucht" erschien in vier Folgen im "Aufbau"
1941 mit Walter Mehring nach Hollywood
1942 Niederlassung in New York
1942 "Alfred Nobel. Dynamite King. Architect of Peace"
1943 Heirat mit E.B. Ashton
3.8.1944 Immigration Visa als US-Citizen
1944 "The Story of the Christmas Tree"
1948 "I lift my Lamp -The Way of a Symbol" mit E.B. Ashton, Walter Mehring und dessen Frau Übersiedlung auf eine Tabakfarm in New England
1952 Umzug nach Long Island
1954 "Ein Lied vom Himmel - Die Geschichte von ‚Stille Nacht"
1959 "Jugend nachher"
1961 "The First Easter Rabbit"
1966 "Geheimnis von Sarajevo"
13.9.1976 Tod von Varian Fry
1970 "Der Riß der Zeit geht durch mein Herz"
9.2.1973 Tod im Southside Hospital in Bay Shore auf Long Island


Hertha Pauli als Biografin

(Ilse Korotin)

Hertha Pauli hat sich während ihrer schriftstellerischen Laufbahn auffallend oft mit Biografien bechäftigt. Ihr erster Roman "Toni, ein Frauenleben für Ferdinand Raimund", 1936 erschienen, wurde schon bald gefolgt von "Nur eine Frau. Bertha von Suttner", 1942 mit einem Porträt über Alfred Nobel oder dem 1965 erschienen Werk "Das Geheimnis von Sarajevo". Im Zentrum des Vortrages von Ilse Korotin stand Hertha Paulis Werk über Bertha von Suttner, mit welchem sie ein eindeutiges politisches Signal gesetzt hatte. Dieses Buch über Friedensliebe musste in einer Zeit der Aufrüstung Aufmerksamkeit erregen, wurde schliesslich verboten und am 8.3.1938 auf die "Liste des unerwünschten und schädlichen Schrifttums gesetzt" - zugleich mit Bertha von Suttners "Die Waffen nieder".

Anhand von Zeitungsmeldungen brachte uns Ilse Korotin die Stimmung vor und während der Bücherverbrennungen nahe. So war in der "Breisgauer Zeitung" vom 12.Mai 1933 zu lesen: "[...] Von den Wagen, die das undeutsche Schriftmaterial bis zum Opern-Platz in die Nähe des Scheiterhaufens gebracht hatten, bildete sich eine lange Kette von Studenten, und von Hand zu Hand gingen die Bücher, die dann dem Feuer überantwortet wurden. Unter dem Jubel der Menge wurden dann um 23.20 Uhr die ersten Bücher der mehr als 20.000, die heute auf diesem Scheiterhaufen als symbolischer Akt verbrannt werden, in die Flammen geworfen. [...]"
Am 3. Februar 1946 begann das Sonntagsblatt "Staats-Zeitung und Herold" den Erstabdruck der Neubearbeitung der Suttner-Biografie als Fortsetzungsroman, eingeleitet mit den Worten: "Die letzte Glanzzeit Österreichs und Europas entsteht darin wieder - die Liebe einer Frau und ihr Lebenskampf für den Frieden der Welt - um im Tode der ‚Friedensbertha' und mit den Schüssen von Sarajevo zu erlöschen."

Die Suttner-Biografie sei weniger an historischen Fakten orientiert, so Korotin, sondern eher als Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Grenzen eines selbstbestimmten Lebens unter den gesellschaftlichen Bedingungen des ausgehenden 19. Jahrhunderts zu lesen. Erst 1955 wurde das Werk unter dem Titel "Das Genie eines liebenden Herzens" neu aufgelegt. Ilse Korotin skizzierte kurz den Inhalt, wobei erkennbar wurde, dass Pauli die Suche nach der "wahren Liebe" im Verhältnis zum Standesdünkel jener Zeit und den gesellschaftlichen Konventionen, welche auf die Gefühle der jungen Frauen wenig Rücksicht nahmen und sie in ein enges Korsett von gesellschaftlich akzeptierten Existenzweisen sperrte, thematisierte.

Dieses Thema hatte auch Bertha von Suttners eigenes Leben bestimmt, sie hasste den üblichen Eheschacher ihrer Kreise und heitatete selbst "unstandesgemäß". Auch in ihrem "Sarajevo-Roman" steht die Ehe der Gräfin Sophie Chotek mit dem Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand im Mittelpunkt. Nach der Ermordung der beiden kommentierte der Kaiser, der vergeblich versucht hatte, gegen die Hochzeit einzuschreiten: "Der Allmächtige lässt sich nicht herausfordern! Eine höhere Gewalt hat wieder jene Ordnung hergestellt, die ich nicht zu erhalten vernochte".

Anhand des Bertha-Romans stellte Ilse Korotin die Frage, ob sich Bezüge zu Hertha Paulis Leben darstellen lassen. Einen Hinweis darauf sah die Referentin unter anderem darin, dass sich beide Frauen in ihrer jeweiligen Biografie, aber auch in deren biografischer Behandlung eindeutigen Zuordnungen weitgehend entziehen, bedingt durch gesellschaftlich aufgezwungene Ambivalenzen, welche beiden Frauen keinen sicheren Ort im sozialen Gefüge zustanden ebenso wie in den jeweils daraus entwickelten subjektiven Lebensentwürfen.


"Silent Night" and "Christmas Tree". Der Beginn von Hertha Paulis Karriere als Kinder- und Jugendschriftstellerin in den Vierzigerjahren

(Rahel Rosa Neubauer)

Neubauer leitete ihren Vortrag mit einer Einteilung der jüdischen Kinder- und JugendbuchautorInnen in Gruppen ein: in jene, die politisch engagiert waren, unter anderem Alex Wedding, jene, die zum Nachdenken anregen möchten, dazu zählte sie Anna Maria Jokl, Adrienne Thomas und auch Mira Lobe mit ihrem Frühwerk, eine dritte Gruppe, welche sich eher allgemeineren Themen widmeten, wie zum Beispiel Felix Salten, Vicki Baum oder Joe Lederer und eine vierte Gruppe von jüdischen KinderbuchautorInnen, welche sich mit jüdischer Thematik beschäftigte und Auskunft gibt über jüdische Bräuche und Feste. Dazu zählt Neubauer Siegfried Abeles, Irma Singer und Ilse Herlinger. Eine fünfte Gruppe ist durch die Beschäftigung mit christlichen Themen gekennzeichnet. In diese Gruppe gehört Hertha Pauli mit ihren Darstellungen des Weihnachts- und Osterfestes. Hertha Pauli gilt heute als katholische Autorin, sie selbst fühlte sich immer als "Halbchristin", die Nationalsozialisten machten aus ihr eine "Halbjüdin" - ihre Familie väterlicherseits hatte einen jüdischen Hintergrund - mit allen Konsequenzen!

Neubauer stellte in ihrem Vortrag das Buch "Silent Night" vor, welches 1943 in englischer Sprache erschienen war und 1954 im Zsolnay Verlag auf Deutsch verlegt wurde. Sie wies darauf hin, dass es sich dabei aber um keine Übersetzung handelt, sondern um zwei Bearbeitungen. Viele Details - so Neubauer - sind völlig unterschiedlich ausgearbeitet und es sei deutlich erkennbar, dass Hertha Pauli neu recherchiert hat.


Hertha Pauli als Journalistin

(Petra Herczeg)

Hertha Pauli war nicht nur schriftstellerisch erfolgreich tätig, sie arbeitete auch immer wieder als Journalistin. In ihrem Nachlass in der Handschriftensammlung der Österreichischen Nationalbibliothek kann man zurückverfolgen, wie akribisch Hertha Pauli für ihre Arbeiten recherchiert hat. Interessanterweise hat Pauli weder in ihrem Erinnerungsbuch noch in sonstigen Aussagen jemals auf ihre journalistische Tätigkeiten Bezug genommen, sie sah sich selbst als Schriftstellerin.

Deutlich wird auch, dass Pauli mit ihren Themen sehr gut "gewirtschaftet" hat. Es gelang ihr, Auszüge aus ihren Büchern oder Fortsetzungsromane zu veröffentlichen, sie hat also sehr synergetisch gearbeitet. An ihren Zeitungsartikeln erkennt man nicht nur die genaue Beobachterin, sondern auch fast eine Hellsichtigkeit. Sie war - laut Herczeg - ein Kind ihrer Zeit. Begabt war sie auch darin, Wissenslücken zu sehen und mit Büchern und Artikeln darauf zu reagieren. So machte sie nicht nur das Lied "Stille Nacht", von dem in den USA angenommen wurde, dass es sich um ein amerikanisches Volkslied handelt, zum Gegenstand eines Buches, sondern sie schrieb auch die Geschichte der Freiheitsstatue auf. Hertha Pauli ging auch an ihre Romane, in denen die Themen Exil, Fremdheit und Österreich - ihre Lebensthemen - immer wieder aufgegriffen werden, sehr journalistisch heran.
Ohne parteipolitisch zu sein, war Pauli ein sehr politischer Mensch, stellt Herczeg fest. Ausserdem, das wurde auch in den anderen Vorträgen deutlich, hatte sie eine große kommunikative Begabung, die ihr besonders in den USA gute Dienste leistete.


Hertha Pauli in der Emigration
(Sonja Niederacher)

Sonja Niederacher behandelte das Buch Hertha Paulis "Der Riß der Zeit ging durch mein Herz" als historische Quelle und wies darauf hin, dass sich die Autorin immer wieder auf politische Ereignisse bezog. Die Autobiografie ist wie ein Roman konzipiert, stellte Niederacher fest, eine Unterscheidung zwischen Fiktion und wahren Begebenheiten ist nicht immer möglich.

Auch in diesem Werk sind die Lebensthemen Paulis - Frieden, Exil und Österreich zu erkennen, wobei patriotische Akzentuierung nicht ihr vorrangiges Anliegen war, sondern der Kampf gegen den Nationalsozialismus im Vordergrund stand. Mit ihrer Autobiografie schließt Pauli ihr Lebenswerk ab und betont zugleich die tiefgreifende Bedeutung der Jahre 1938 bis 1940 in ihrem Leben. Die Jahre in den USA sind kein Thema mehr in der Autobiografie. Niederacher beleuchtete noch einmal im Detail die zahlreichen Begegnungen Hertha Paulis mit zahlreichen Persönlichkeiten aus dem künstlerischen Bereich und beschäftigte sich vor allem mit Paulis Wirken in den USA. So arbeitete sie nicht nur für das Emergency Rescue Committee sondern setzte sich unter anderem auch für die Menschenrechte der Schwarzen ein.


Hertha Pauli und ihr Roman "Jugend nachher"
(Ernst Seibert)

Ernst Seibert beschäftigte sich in seinen Ausführungen mit dem 1959 erschienenen Roman "Jugend nachher". Anhand mehrerer Rezensionen, welche im Nachlass von Pauli archiviert sind, konnte Seibert zeigen, dass der Ablehung des Werkes allmählich Akzeptanz und kritische Auseinandersetzung folgte und dass über die Autorin selbst nur sehr wenig bekannt war.

Seibert wies darauf hin, dass die Entstehungszeit von "Jugend nachher" durch eine gewisse "Horváth-Renaissance" geprägt war. Er setzt Paulis Buch mit "Jugend ohne Gott" von Horváth, erschienen 1937, in Bezug und findet zahlreiche Gemeinsamkeiten, unter anderem den Vornamen Irene, den beide Protagonistinnen tragen. In beiden Werken wird festgestellt, dass eine Jugend kriminell werden muss, wenn sie unter einem totalitären System erzogen wurde, das plötzlich zusammenbricht. Seibert merkt auch an, dass es sich bei "Jugend nachher" um einen Jugendroman handelt, also um ein Werk, das von Jugendlichen handelt und nicht unbedingt für die Jugend verfasst wurde. "Jugend nachher" ist auch eines der ersten Werke, das sich mit der Teilung Deutschlands auseinandersetzt. Bemerkenswert ist ausserdem - so Seibert - dass in diesem Roman Zeitgeschichte thematisiert wird. In den vorgestellten Rezensionen, die selbstverständlich nur eine kleine Auswahl umfassen, kommen diese Aspekte kaum zur Sprache. Es handelt sich meist um werkimmanente Rezensionen, die, wie wir heute wissen, leicht in eine hermeneutische Sackgasse führen können. Interessant ist auch, dass es von diesem Roman unter dem Titel "Jugend vor Gericht" auch eine dramatisierte Version gibt und dass dieses Stück auch zur Aufführung gelangte. Alles in allem ist laut Seibert die Erzählweise des Werkes von Ungewißheit und Unbestimmtheit geprägt. So ist nicht nur das Lebensalter unklar, auch das Geschlecht der Hauptfigur wird erst relativ spät preisgegeben.

Die Tagung zeigte, dass das Leben und Wirken Hertha Paulis - nicht zuletzt wegen ihrer zahlreichen Kontakte - aus mehreren Perspektiven interessant ist und zum Teil auch heute noch nicht wirklich aufgearbeitet ist. Zum Bespiel steht eine intensive Beschäftigung mit der Schauspielerin Hertha Pauli noch aus. Ein erweiterter Tagungsband in der Reihe "biografiA - Neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschung" ist geplant.


Die detaillierte Biografie von Herttha Pauli wird in Kürze auf unserer Homepage nachzulesen sein.

 

Alle weiteren Semestertermine auf einen Blick auf der IWK-Homepage: http://homehobel.phl.univie.ac.at/~iwk