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Arnold
Paula, geb. Kellner
Essayistin, Übersetzerin und Journalistin
Geb. Wien, 8.2. 1885
Gest. Benjamina
(Israel), 5.9. 1968 (auch: Binyamina)
Emigrationspfad: 1936
PAL (andere Quelle 1933)
Herkunft, Verwandtschaften:
Vater: Leon Kellner (Professor an der Universität Czernowitz, Anglist,
Freund Theodor Herzls 1859-1928), Mutter: Johanna (Anna) Weiss, Schwester:
Dora (geb. 1890).
Heiratete 1910
den Rechtsanwalt Max Arnold. Tochter: Hanna (Gehirnchirurgin), wanderte
nach einer Scheinehe in Belgrad ein, betrieb dort Spionage für das feindliche
Rußland und wurde verhaftet. Als sie im Kerker an einer schweren Tuberkulose
erkrankt war, gelang es ihrer Mutter nach zahlreichen Schwierigkeiten,
sie durch gute Kontakte zu befreien und damit zu retten.
Ausbildungen:
Paula Arnold wuchs zweisprachig auf, sie studierte Germanistik und Anglistik
in Wien und London, besuchte die Pädagogische Hochschule für Mädchen und
war Lehrerin am Chajes-Realgymnasium in Wien.
Laufbahn:
Durch ihren Vater zur begeisterten Zionistin geworden, unternahm sie zahlreiche
Reisen nach Palästina und kaufte schließlich 1912 in Erez Israel ein Grundstück.
1936 emigrierte sie schließlich endgültig. Sie lebte in Benjamina und
arbeitete als Journalistin für die Tageszeitungen "The Palestine Post"
(wurde nach der Staatsgründung in "The Jerusalem Post" unbenannt) und
für englische und amerikanische Zeitungen, unter anderem für die "Baltimore
Sun". Neben Buchbesprechungen der englischsprachigen Literatur und Skizzen
über Naturbeobachtungen verfaßte sie besonders für die ausländischen Blätter
Beiträge über Politik und Wirtschaft in Israel.
Nachlaß, Archive,
Quellen:
Literaturhaus-Exilbibliothek (Informationsquelle: Stern),
Tagblattarchiv/AK (Personenmappe)
Werkangaben:
Austria of the Austrians and Hungary of the Hungarians, New York 1914
(Mitverf.)
Complete Hebrew-English Dictionary London 1924 (Mitverf.)
Birds of Israel Nature Notes
Beiträge:
Die Theorie der Lyrik in ihrer englischen Terminologie. In: Baust 1 (1905)
S. 353-419 (unter Paula Kellner)
Ada oto haarez! (Ged.) In: MENORAH 7 (1929), Nr. 5/6, S. 273
Der Fluch des Vorteils. In: MENORAH 9 (1931), Nr. 7/8, S. 307-310
Übersetzungen:
Maxwell, W. B.: Kinder der Finsternis. Wien: Phaidon 1927
Owen, John: Der Glückspilz. Roman aus Liverpool. Berlin, Wien, Leipzig:
Paul Zsolnay 1929
Owen, John: Sein Freund der Schäfer. Berlin, Wien, Leipzig: Paul Zsolnay
1930
Herzl, Theodor: Altneuland 1960 in Old-New Land
A us dem Hebräischen
ins Englische:
Berlinger, Se'ev: Mount Carmjel Flowers Haifa 1958
Berlinger, Se'ev: Flowers of Israel Haifa 1960
Berlinger, Se'ev: Trees and Shrubs in Israel Haifa 1963
Berlinger, Se'ev: Birds of Israel Haifa 1962, 1965
Berlinger, Se'ev: Israel Nature Notes Haifa 1965
Berlinger, Se'ev: Zikhronot beAhavah Jerusalem 1967/68
Literatur:
IWK-EMIGRATION Röder Blumesberger, Susanne / Doppelhofer, Michael / Mauthe,
Gabriele (Bearb.), Handbuch österreichischer Autorinnen und Autoren jüdischer
Herkunft. 18. bis 20. Jahrhundert, Hg. Österr. Nationalbibliothek, 2002,
München, Verlag: K. G. Saur
Autorin der Biografie:
Susanne Blumesberger
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