Baum Vicki, eig. Hedwig Baum
Ps. Frau Lorl, verh. Prels, verh. Lert

Schriftstellerin und Redakteurin

Geb. Wien, 24.1. 1888
Gest. Hollywood, USA, 29.8. 1960. Ihre Asche wurde - ihrem Wunsch entsprechend - über den Redwoods verstreut

Emigrationspfad: ab 1931: USA/Hollywood (andere Quelle1932)

Herkunft, Verwandtschaften:
Vater: Hermann Baum, Beamter, mit 90 Jahren bei einem Pogrom in Novi Sad von einem ungarischen Besatzungssoldaten erschlagen. Mutter: Mathilde Donath (Donat). Die Eltern waren ursprünglich Gutsbesitzer, sie übersiedelten später nach Wien. Die Mutter war ihr ganzes Leben lang kränklich und oft in einem Sanatorium untergebracht. Sie starb mit 41 Jahren. Der Vater war während der Krankheit seiner Frau aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen und überließ die Pflege seiner Tochter. Ihre Kindheit war stark beeinflußt von der Geisteskrankheit der Mutter, für die sie laut ihren Erinnerungen immer wieder verantworlich gemacht wurde. Die Mutter starb schließlich an Krebs

LebenspartnerInnen, Kinder:
Ab 1906 verheiratet mit Max Prels, Dr. jur., Redakteur beim Ullstein-Verlag, 1912 geschieden; setzte teilweise seinen Namen unter die Geschichten seiner Frau. 1917 (andere Quelle 1916) Heirat mit Richard Lert (*1885), Dirigent an der Berliner Staatsoper, Generalmusikdirektor in Mannheim.

Kinder mit dem 2. Ehemann:
Wolfgang (4.3.1917) und Peter (14.1.1921) - beide emigrierten in die Vereinigten Staaten.

Freundschaften:
Zu ihren FreundInnen zählten SchriftstellerInnen, MusikerInnen und zahlreiche Fimschaffende, unter anderem Thomas Mann, Arnold Schönberg, Oscar Straus, Ernst Toch, Salka Viertel, Gina Kaus, Karl Freund, Ernst Lubitsch, Fritz Lang, William Dieterle, Ewald und Grete Dupont, Fe und Walter Slezak und Felix Guggenheim.

Ausbildungen:
Begann mit acht Jahren Harfe zu spielen,1898-1910 Musikstudium am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde Wien (andere Quelle: 1904-1910 Ausbildung als Harfenistin an der Akademie für Musik und darstellende Kunst, Wien), Studium der Pädagogik

Laufbahn:
Vicki Baum besuchte das Pädagogium in Wien. Die Mutter drängte sie Harfe zu spielen und am Wiener Konservatorium Musik zu studieren. Sie wurde eine ausgezeichnete Harfenistin, trat oft auf Hochzeiten und Bar-Mizwas auf und gab Harfenunterricht. 1912 wurde sie am Darmstädter Hoftheater engagiert. 1916-1923 Tanzensembles in Kiel und Hannover. Sie fühlte sich immer mehr zur Schriftstellerei hingezogen und begann schon bald kleine Geschichten zu schreiben, unter anderem auch aus finanziellen Gründen. Ein Kollege machte sie auf einen Literaturwettbewerb aufmerksam. Daraufhin schickte sie eine über Nacht geschriebene Arbeit ein und erhielt den ersten Preis. Auf Wunsch ihres zweiten Ehemannes gab Vicki Baum ihre Karriere als Harfenistin bei ihrer Hochzeit 1917 auf. Während des ersten Weltkrieges war sie als freiwillige Krankenschwester am Hof des Großherzogs von Hessen-Darmstadt tätig. Nach Ende des Krieges zog sie mit ihrem Mann nach Kiel, 1923 weiter nach Hannover, später nach Mannheim und 1926 nach Berlin.

1920 erschienen ihre ersten Romane "Frühe Schatten" und "Der Eingang zur Bühne". Von da an schrieb sie für den Ullstein-Verlag, zu dem sie durch ihren ersten Mann Kontakt hatte und bei dem sie fast jährlich einen Roman publizierte. Durch die Inflation gezwungen mehr Geld zu verdienen, war sie bald auch als Redakteurin für den Ullstein-Verlag tätig. Schauplätze und Gegebenheiten recherchierte Vicki Baum auf das Genaueste. Bis 1931 war sie Lektorin im Berliner Ullstein-Verlag. Sie verfaßte Artikel zu Lifestyle Themen in der Modezeitschrift "Die Dame" und im kritischen Zeitgeistmagazin "Uhu". Die "Berliner Illustrirte" brachte Vorabdrucke ihrer Romane, außerdem veröffentlichte sie unter dem Pseudonym "Der alte Gärtner" in der "Grünen Post" Gartentips. Daneben schrieb sie auch mehrere Theaterstücke für Kinder, die in Berlin aufgeführt wurden. Durch ihren großen schriftstellerischen Erfolg wurde sie auch für die Reklameindustrie interessant, so warb sie unter anderem für Armbanduhren. Mit ihrem größten Erfolg, dem Roman "Menschen im Hotel" gelang ihr der Durchbruch. Das Buch wurde von Basil Creighton übersetzt und unter dem englischen Titel "Grand-Hotel" ein Broadwayhit (Regie: Herman Shumlin, 1931). Metro-Goldwyn-Mayer erwarb die Filmrechte. Für die Premiere des Greta-Garbo-Films "Menschen im Hotel" (mit Greta Garbo, John Barrymore, Joan Crawford u. a.) reiste sie nach New York.

Von April 1931 an blieb sie 7 Monate in New York und Hollywood. Sie kehrte zwar kurzzeitig nach Berlin zurück, war aber von dem amerikanischen Leben so fasziniert, daß sie kurz darauf nach Amerika zurückkehrte und von Paramount Pictures unter Vertrag genommen wurde. Auf Anregung Ernst Lubitschs verfasste sie zwei Filmtreatments für Maurice Chevalier und Marlene Dietrich, die jedoch abgelehnt wurden. Später begann sie für die Zeitschrift "Good Housekeeping" zu schreiben.

Nach der Reichspräsidentenwahl (1932) entschloss sie sich mit ihrer Familie in die USA (Los Angeles) zu emigrieren. 1938 erlangte sie die US-Staatsbürgerschaft.

Während ihrer ersten Jahre in Hollywood fuhr Vicki Baum fort, ihre Romane auf deutsch zu publizieren, ab 1935 im Amsterdamer Exilverlag Querido. Ab 1941 (andere Quelle ab 1938) schrieb sie nur noch auf englisch.

1935 waren ihre Bücher in Deutschland, wegen ihrer jüdischen Herkunft, verboten worden. Vicki Baum war später bei dem Filmstudio Metro Goldwyn Meyer beschäftigt. Der Durchbruch als Drehbuchautorin gelang ihr allerdings nicht, obwohl sie auch Dokumentarfilme produzierte, unter anderem über die rituellen Tänze der Balinesen. 1949 reiste sie das erste Mal nach dem Krieg wieder nach Europa. Ab 1946 verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand immer mehr. 1960 begann sie ihre Memoiren zu schreiben, konnte sie jedoch nicht mehr selbst vollenden. Sie starb am 29. August 1960 in Hollywood, ihre Asche wurde, ihrem Wunsch gemäß, nördlich von San Francisco über den Redwoods verstreut. Ihre Romane, die oft abwertend zur Trivialliteratur gezählt werden, hatten deshalb so großen Erfolg, weil es so einfach war, sich mit den Hauptfiguren zu identifizieren. Durch ihre peniblen Recherchen und Charakterstudien gelang es Vicki Baum die Figuren sehr real wirken zu lassen. Die LeserInnen werden gefühlsmäßig stark angesprochen. Sie selbst meinte einmal, Mitleid und Humor lassen. seien die Triebkräfte ihrer Literatur.

Ausz., Mitgliedschaften, Kooperationen:
Vicki Baum war Mitglied des Pen-Club und des Verbandes Deutscher Erzähler.

spez. Wirkungsbereich:
Beschäftigte sich häufig mit aktuellen Problemen wie Recht auf Abtreibung, ledige Mütter, Krieg, Exil und Naziterror. Sie gehörte zu ihren Lebzeiten zu den meistgelesenen AutorInnen der Welt.

Nachlaß, Archive, Quellen:
Ihr Nachlaß befindet sich beim Interessensvertreter der Erben, Dr. Felix Guggenheim, in der New York Public Library for the Performing Arts, Edmund Pauker Collection: Guide, 1978, S. 51f, in der State University of New York at Albany, Department of Germanic Languages and Literatures, Vicki Baum Collection (großteils Korrespondenzen mit dem Verlag Doubleday & Co). Leo Baeck Institute in New York: Carl H. Ostertag-Vicki Baum Collection: Briefe an Ostertag.

Literaturhaus/Exilbibliothek, Tagblattarchiv/AK (Personenmappe), Verbundkatalog Aleph Mai 2001, Datenbank Ariadne Österreichische Nationalbibliothek, Katzoom Nominalkatalog 1931-1992, (urspr. Eintrag: Nachlaß bei Sohn Wolfgang Lert, San Francisco, USA)

Werkangaben:
Frühe Schatten. Das Ende einer Kindheit. Roman. Berlin: Erich Reiss 1914, 1920 Berlin: Egon Fleischel 1919

Der Eingang zur Bühne. Roman. Berlin: Ullstein 1920, 1929, 1931, 1966, 1970 (Amsterdam: Querido 1966,München: Heyne, 1975, 1977, 1978, 1980 (auch als Serie 1920 in der "Vossischen Zeitung" abgedruckt.)

Die Tänze der Ina Raffay. Ein Leben. Roman. Berlin: Ullstein 1921,1930. (Als "Kein Platz für Tränen" Bayreuth: Hestia, 1982 und unter dem Titel "Kein Platz für Tränen" München: Heyne, 1985, 1988)

Schlosstheater. Novellen. Berlin, Stuttgart: Deutsche Verlags Anstalt 1921 (München: Heyne, 1985)

Die anderen Tage. Novelle. Stuttgart: Deutsche Verlags Anstalt 1922, 1931

Die Welt ohne Sünde. Der Roman einer Minute. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1923

Ulle, der Zwerg. Roman. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1924, 1925, 1931

Das Christsternlein. Märchenspiel. 1924

Der Weg. Novelle. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1925.(= Der Falke Bd.26). (New York: F. S. Crofts, 1931.)

Ferne. Bußfahrt einer verirrten Jugend. Berlin: Ullstein, 1926, 1927. (Erschien 1926 als Serie in der "Berliner Illustrirten Zeitung")

Miniaturen. Berlin: Weltgeist-Bücher 1926

Tanzpause. Novelle. Stuttgart: Fleischhauer u. Sohn 1926-1929; Gütersloh: Bertelsmann 1965 (= Kleine Lesering-Bibliothek)

Hell in Frauensee. Ein heiterer Roman von Liebe und Hunger. Berlin: Ullstein 1927, 1928, 1929, München: Droemer 1952, 1977, 1983, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft, 1955, München, Zürich: Droemer-Knaur 1977, 1983

Stud. chem. Helene Willfüer. Berlin: Ullstein, 1928 (Amsterdam: Forum, 1939, München: Droemer, 1951, 1952, Zürich: Büchergilde Gutenberg, 1954; München: Heyne 1960, 1962, 1972, 1975, 1979, 1981, 1983. Erschien 1929 als Serie in der "Berliner Illustrirten Zeitung")

Menschen im Hotel. Ein Kolportageroman mit Hintergründen. Berlin: Ullstein 1929 (Berlin und Frankfurt: Ullstein 1955, 1967, 1976, 1981, 1986; München: Droemer 1951, 1952, 1974; Berlin: Deutsche Buchgmeinschaft 1952, 1978; Wien: Österr. Buchgemeinschaft 1953; Gütersloh: Bertelsmann-Lesering 1957; Hamburg: Constanze-Bücherei, Blüchert 1959; Wien: Buchgemeinschaft Donauland 1951, 1966, 1970, 1971; Klagenfurt: Buchgemeinschaft Alpenland 1972; Berlin: Aufbau-Verlag 1977, Gütersloh: Bertelsmann-Club 1988, Wien: Donauland 1988, Zug, Schweiz: Buch und Schallplattenfreunde 1988, Köln: Kiepenheuer und Witsch 1988 (Als Serie 1929 in der "Berliner Illustrirten Zeitung" abgedruckt. Die Bühnenversion hatte im Jänner 1930 in Berlin Erstaufführung. In der englischen Übersetzung mit dem Titel "Grand Hotel" erschien das Buch erstmals 1930 in London bei G. Bles.)

Hell in Frauensee. Eine heiterer Roman von Liebe und Hunger. Berlin: Ullstein 1929.München: Droemer 1952; Berlin, Darmstadt: Deutsche Buchgemeinschaft 1955

Der Eingang zur Bühne. Roman. Berlin: Ullstein 1929, 1931; Amsterdam: Querido 1936

Pariser Platz 13. Wien: Marton, 1930

Zwischenfall in Lohwinckel. Roman. Berlin: Ullstein 1930; München:Droemer 1952; München, Wien, Basel: Desch 1954; Zürich: Büchergilde Gutenberg 1957, München, Zürich: Droemer-Knaur 1974, 1975, 1976, 1977, Sankt Augustin: Richarz 1979, Köln: Kiepenheuer und Witsch 1996

Romane des Herzens. 8 Bde.1931 (= Extrablatt)

Leben ohne Geheimnis. Roman. Berlin: Ullstein 1932, 1959, 1966, 1975, 1979; München: Droemer 1953; Frankfurt/Main: Ullstein Taschenbücher Verlag 1959; Gütersloh:Bertelsmann-Lesering 1963. (Erschien 1932 als Fortsetzungsroman in der "Berliner Illustrirten Zeitung". Unter dem englischen Titel "Falling Star" erstmals 1934 erschienen.)

Das große Einmaleins. Roman. Amsterdam: Querido 1935, 1936. (Als "Rendez-vous" in Paris erstmals 1951 erschienen und unter dem englischen Titel "Men Never Know" 1935.)

Jape im Warenhaus. Novelle. Opracowali objasnieniami zaopatrzyl Alfr. Jesionowski. Lwow: Ksiaz´nica-Atlas 1935

Die Karriere der Doris Hart. Roman. Amsterdam: Querido 1936; Berlin, Frankfurt/Main: S. Fischer 1951; Berlin: Ullstein 1961, 1969, 1976; Kiepenheuer und Witsch 1951, 1994; Frankfurt/M. Berlin, Wien: Ullstein 1961; Wien: Frankfurt/Main: Büchergilde Gutenberg 1980. (Als "Sing Sister Sing" 1936 in New York aufgeführt, unter dem englischen Titel "Career" erstmals 1936 erschienen.)

Liebe und Tod auf Bali. Roman. Amsterdam: Querido 1937, 1949; Zürich: Büchergilde Gutenberg 1946, 1950; Wien: Bermann-Fischer 1949, Frankfurt/Main: Büchergilde Gutenberg 1950, Frankfurt/Main: Fischer 1950, 1951; Köln: Kiepenheuer & Witsch 1954, 1975, 1982, 1984; Berlin: Ullstein 1957, 1973; Wien: Buchgemeinschaft Donauland 1960, 1962; Zürich: Buchclub Ex Libris 1961; Gütersloh: Bertelsmann-Leseting 1968; Klagenfurt: Verlag Buch und Welt 1976, Weimar: Aufblau-Verlag 1988. (Erschien unter den englischen Titeln "Tale of Bali" und "A Tale from Bali".)

Der große Ausverkauf. Roman. Amsterdam: Querido 1937; Köln: Kiepenheuer & Witsch 1983; München: Heyne 1986. (Erschien 1940 unter dem englischen Titel "Central Stores".)

Martha. (Oper von Friedrich Flotow, für die amerikanische Bühne bearbeitet von Ann Ronell und Vicki Baum.) Los Angeles: Presmel 1938

Hotel Shanghai. Roman. Amsterdam: Querido 1939, 1949; Wien: Bermann-Fischer 1949, Stockholm: Bermann-Fischer 1944; Zürich: Büchergilde Gutenberg 1952; Frankfurt/Main: Büchergilde Gutenberg 1953; Köln, Berlin: Kiepenheuer & Witsch 1953, 1960, 1965, 1975, 1985, 1997; Düsseldorf: Deutscher Bücherbund 1960; Gütersloh: Bertelsmann- Lesering 1964; München: Droemer 1966; München: Heyne 1968, 1970, 1971, 1979, 1981, 1987; Darmstadt: Deutsche Buchgemeinschaft 1975, 1976, 1977; Klagenfurt: Kaiser 1983. (Als "Shanghai 37" 1939 erschienen und als "Nanking Road" 1939.)

Die große Pause. Roman. Stockholm: Bermann-Fischer 1941; Köln, Berlin: Kiepenheuer und Witsch 1952, 1981; Amsterdam: de Lange 1952; Hamburg, Berlin: Deutsche Hausbücherei 1957; Wien, Darmstadt, Berlin: Deutsche Buchgemeinschaft 1962; Stuttgart, Hamburg: Deutscher Bücherbund 1963; Zürich: Buchclub Ex Libris 1965.München: Heyne 1987. (1942 unter dem englischen Titel "Grand Opera" erschienen. Auszüge dieses Romans wurden 1940 in "Ladies Home Journal" abgedruckt.)

The Christmas Carp. Garden City, N. Y.: Doubleday 1941.

The Ship and the Shore. Garden City, N. Y.: Doubleday 1941. (Unter dem deutsche Titel "Die fremde Nacht" 1951 in Wien erschienen, als "Die Strandwache" 1953 in Köln und als "Es begann an Bord" 1963, 1978, 1979,1981, 1983, 1986 in München: Heyne.)

Marion Alive. Garden City, N. Y.: Doubleday 1942. (Erschien unter dem deutschen Titel "Marion lebt" erstmals 1942 und unter "Marion" 1954.). Stockholm: Bermann-Fischer 1943, Zürich: Büchergilde Gutenberg 1949; Köln, Berlin: Kiepenheuer und Witsch 1951, Wien: S. Fischer 1951, Wien: Büchergilde Gutenberg 1952, Frankfurt/M.: Büchergilde Gutenberg 1954, München, Zürich: Droemersche Verlags-Anstalt 1965, 1974; München: Heyne 1969, 1970, 1978, 1980, 1983, 1985, 1989

The Weeping Wood. Garden City N. Y.: Doubleday 1943. (Als "Kautschuk" erstmals Stockholm: Bermann-Fischer 1945, Zürich: Büchergilde Gutenberg 1947 als "Cahuchu, Strom der Tränen" erstmals 1952 und als "Amerikanisches Familienportrait" erstmals 1965 erschienen.) Köln: Kiepenheuer und Witsch 1943, 1952, 1969, 1975, Frankfurt am Main: Büchergilde Gutenberg 1952, Wien: Büchergilde Gutenberg 1952, Zürich: Buchgemeinschaft Ex libris 1952, Berlin, Darmstadt, Wien: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1962, München, Zürich: Droemersche Verlags-Anstalt Knaur 1965, Basel: Gute Schriften 1965, München: Heyne 1972, 1980, 1983

Hotel Berlin. Garden City N. Y.: Doubleday 1944. (Als "Berlin Hotel" 1943 in "Collier'"s abgedruckt. Deutsch unter dem Titel "Hier stand ein Hotel" 1943 in Amsterdam erschienen. 1975, 1978, 1980, 1983, 1985 unter dem deutschen Titel "Hotel Berlin" in München bei Heyne verlegt.).

Mortgage on Life. Garden City N. Y.: Doubleday 1946. (Als "The Long Denial" 1946 in "Collier's" abgedruckt. Unter dem deutschen Titel "Verpfändetes Leben": Hamburg: Blüchert 1963, Zürich: Buchclub Ex libris 1964, Stuttgart, Zürich, Salzburg: Europäisccher Buchclub 1965, München: Zürich: Droemer-Knaur 1976, 1977

Schicksalsflug. Roman. Amsterdam: Querido 1947; Wien: Desch 1956; München: Heyne 1984. (1945 in "Women's Home Companion" abgedruckt. Als "Flight of Fate" erstmals 1965 erschienen.)

Beyond this Journey Headless Angel. Garden City N. Y.: Doubleday 1948. (Als "Clarinda": Amsterdam: Querido 1949, Zürich: Ex libris 1949, Wien: Büchergilde Gutenberg 1952, Gütersloh: Bertelsmann 1961, München: Heyne 1976, 1978, 1980, 1982, 1983; Köln: Naumann und Göbel 1990 Unter dem Titel "Der kopflose Engel" Köln: Kiepenheuer und Witsch 2000)

Danger from Deer. Garden City N. Y.: Doubleday 1951. (Als "Vor Rehen wird gewarnt": Köln, Berlin: Kiepenheuer und Witsch 1953, 1975, Hamburg, Berlin: Deutsche Hausbücherei 1954, Wien: Buchgemeinschaft Donauland 1956, Frankfurt am Main: Ullstein-Taschenbücher-Verlag 1960, Zürich: Schweizer Druck- und Verlags-Haus 1961, Frankfurt am Main, Wien, Zürich: Büchergilde Gutenberg 1962, München: Heyne 1980, 1983, 1984, München: Bayerischer Rückversicherung ca. 1980 (=Bibliothek Bayerische Rückversicherung in der Literatur 9)

Die fremde Nacht. Wien: Novitas Zeitungs- und Zeitschriften-Verlags-Gesellschaft 1950)

Rendez-vous in Paris. Roman. Köln: Kiepenheuer und Witsch 1951, 1953, Amsterdam: de Lange 1951; St. Gallen: Allgemeiner Verlag 1951, Wien: Verkauf 1951, Frankfurt am Main: Verlag Das goldene Vlies 1955, Wien: Büchergilde Gutenberg 1955, Hamburg, Berlin: Deutsche Hausbücherei 1957, Zürich: Buchclub Ex libris 1960, Hamburg: Blüchert 1961, München, Zürich: Droemer-Knaur 1975, Frankfurt am Main, Berlin: Ullstein 1990, Köln: Naumannn und Göbel 1990

The Mustard Seed. New York: Sun Dial Press 1953. Als "Kristall im Lehm": Berlin,. Köln: Kiepenheuer und Witsch 1953, Frankfurt am Main: Büchergilde Gutenberg 1957, München, Zürich: Droemersche Verlags-Anstalt Knaur 1964, München: Heyne 1970, 1977, 1979, 1980

Die Strandwache. Novellen. Köln, Berlin: Kiepenheuer und Witsch 1953, München: Heyne 1985

Written on Water. Garden City N. Y.: Doubleday 1956. (Erschien auch als "Blood on the Sea" 1960, als "Flut und Flamme": Zürich: Buchclub Ex libris 1957, Frankfurt am Main: Büchergilde Gutenberg 19568, Wien: Buchgemeinschaft Donauland 1958, Zürich: Büchergilde Gutenberg 1959, Gütersloh: S. Mohn 1960, Gütersloh: Signum-Verlag 1963, Berlin, Darmstadt, Wien: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1964, München: Heyne 1967, 1978, 1980, 1981, 1983, Köln: Naumann und Göbel 1985

Theme for Ballet. Garden City N. Y.: Doubleday 1958. (Unter dem zweiten englischen Titel "Ballerina" 1958 erschienen, in Deutsch unter "Die goldenen Schuhe. Roman einer Primaballerina": Köln, Berlin: Kiepenhuer und Witsch 1959, Gütersloh: Bertelsmann-Lesering 1960, Frankfurt am Main, Wien, Zürich: Büchergilde Gutenberg 1963, Frankfurt am Main, Berlin, Wien: Ullstein 1964, Wien: Buchgemeinschaft Donauland 1964, Köln: Lingen 1975, München: Heyne 1988

Es war alles ganz anders. Erinnerungen. Frankfurt/Main, Berlin, Wien: Ullstein 1962; Zürich: Ex Libris 1964; Stuttgart, Hamburg: Deutscher Bücherbund 1965, 1988, Wien: Buchgemeinschaft Donauland 1968, Kiepenheuer und Witsch 1987 (Diese Autobiographie erschien 1964 unter "It Was All Quite Different" und ebenfalls 1964 unter "I Know What I'm Worth".)

Amerikanisches Familienporträt Basel: Gute Schriften 1965

Der Weihnachtskarpfen. Erzählungen Köln: Kiepenheuer und Witsch 1993

Kinderbücher:

Bubenreise. Eine Erzählung für junge Menschen. Berlin: Ullstein 1923. (1934 ins Polnische und 1955 ins Französische übersetzt.)

Halloh, wer fängt Flip und Flap? Oder: Das große Abenteuer von Bastelhans und Quasselgrete Wien: Pfeffer 1929, Berlin: Arcadia Verlag 1929

V. B. Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Sie schrieb außerdem zahlreiche Rezensionen und Artikel für Zeitungen und Zeitschriften, unter anderem für "Die Dame", "Uhu", "Berliner Illustrirte Zeitung", "Wiener Allgemeine Zeitung", "Prager Tagblatt", "Theatre magazine", "Das literarische Echo", "Ladies‘ Home Journal", "Pictorial Review", "Saturday Evening Post", "Welt und Wort" und "The Reader’s Digest".

Literatur:
Apropos Vicki Baum. Mit einem Essay von Katharina von Ankum., 1998, Frankfurt am Main, Verlag: Neue Kritik
BLÖF
Kürschners Deutscher Literaturkalender. Nekrolog 1936-1970, 1973
Lexikon der Frau. Bd. 1, 1953
Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft Bd. 1., 1930
Röder
Wer ist wer? 12. Ausgabe von Degeners Wer ist's?, 1955
www.aeiou.at
Bamberger, R.; Maisen-Bruck, F. (Hg.):, Österreich-Lexikon. 2 Bde., 1966, Band 1, München
Blimlinger, Eva, 100 Österreicherinnen des 20. Jahrhunderts. In: Dr. Karl-Renner-Institut (Hg.): Zukunft. 2/1999. Frauen. Körper. Macht., 1999, S. 40-43, hier S.41, Wien, Verlag: Echo Ges.m.b.H.
Blumesberger, Susanne / Doppelhofer, Michael / Mauthe, Gabriele (Bearb.), Handbuch österreichischer Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft. 18. bis 20. Jahrhundert, Hg. Österr. Nationalbibliothek, 2002, München, Verlag: K. G. Saur
Bolbecher, Siglinde / Kaiser, Konstantin, Lexikon der österreichischen Exilliteratur., 2000, S. 66-68, Wien-München, Verlag: Deuticke
Bruckmann, Ernst, Personenlexikon Österreichs, Wien, Verlag: Buchgemeinschaft Donauland
Degener, A. L., Wer ist's? Unsere Zeitgenossen., 1928, 9. Ausgabe
Giebisch, H., Gugitz, G., Bio-bibliographisches Literaturlexikon Österreichs von den Anfängen bis zur Gegenwart., 1964, S. 19, Wien, Verlag: Brüder Hollinek
Guida-Laforgia, Patrizia, Invisible Women Writers in Exile in the U.S.A. In: Writing About Women: Feminist Literary Studies Vol. 12., 1995, S. 198, New York u. a., Verlag: Peter Lang
Gürtler, Christa; Schmid-Bortenschlager, Sigrid, Erfolg und Verfolgung. Österreichische Schriftstellerinnen 1918-1945, 2002, S. 115-132, Wien, Verlag: Residenz
Hechtfischer, Ute; Hof, Renate; Stephan, Inge; Veit-Wild, Flora (Hg.):, Metzler Autorinnen Lexikon., 1998, S. 42-43, Stuttgart-Weimar, Verlag: J. B. Metzler
Heuer, Renate, Archiv Bibliographia Judaica. Lexikon deutsch-jüdischer Autoren, München, Verlag: Saur
Internationales Institut für Jugendliteratur und Leseforschung (Hg.), Die österreichische Kinder- und Jugendliteratur von den Anfängen bis zur Gegenwart, 1999 (CD-ROM)
King, Linda J., Best-Sellers by design. Vicki Baum and the House of Ullstein., 1988, Detroit, Verlag: Wayne State University Press
Kurzbach, Karl August, Autorenlexikon der Gegenwart., 1950
Lorenz, Dagmar C. G., Keepers of the Motherland. German Texts by Jewish Women Writers, 1997, S. 172ff, Lincoln, London, Verlag: University of Nebraska Press
Schmid-Bortenschlager, Sigrid; Schnedl-Bubenicek, Hanna, Österreichische Schriftstellerinnen 1880-1938. Eine Bio-Bibliographie., 1982, Stuttgart, Verlag: Akademischer Verlag Hans-Dieter Heinz
Spiel, Hilde (Hg.):, Kindlers Literaturgeschichte der Gegenwart. Die zeitgenössische Literatur Österreichs., 1976, Zürich, München
Teichl, R., Österreicher der Gegenwart., 1951, Wien
Wall, Renate, Lexikon deutschsprachiger Schriftstellerinnen im Exil 1933 bis 1945. 2 Bde., 1995, 1. Bd., S.32-36, Freiburg i. Br., Verlag: Kore Verlag
Wende, Waltraud (Hg.), Nora verläßt ihr Puppenheim. Autorinnen des zwanzigsten Jahrhunderts und ihr Beitrag zur ästhetischen Innovation, 2000, Stuttgart, Weimar, Verlag: Metzler
Wininger, Salomon, Große Jüdische National-Biographie., Band 6, S. 443, Czernowitz

Autorin der Biografie: Susanne Blumesberger