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Merwin
Thekla, geb. Blech Geb.
Riga (Rußland), 13. 4. 1887 (andere Quelle: 25. 4.) Herkunft,
Verwandtschaften: LebenspartnerInnen,
Kinder: Die Tochter, Magda Merwin, kam am 7. 4. 1911 zur Welt. Die Familie Merwin lebte damals im 9. Wiener Bezirk, Glasergasse 5. Die Adresse eines weiteren Wohnsitzes der Merwins war: Wien 19, Reithlegasse. Laufbahn: Die
Tochter Magda besuchte das Bundesgymnasium im 19. Bezirk, Gymnasiumstraße
83, an dem sie 1929 maturierte. Im selben Jahr inskribierte sie als ordentliche
Hörerin an der rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät
der Universität Wien und schloß ihr Studium mit dem Doktorat
ab. Das literarische Werk Thekla Merwins umfaßt zahlreiche Gedichte, kurze Prosawerke, Feuilletons und Dialoge, die in verschiedenen Zeitungen abgedruckt worden sind. Alle ihre Werke spiegeln ein starkes soziales Engagement wieder. Die erste Veröffentlichung war der "Dialog über die Lüge", den "Der Merker" 1913 druckte. Zahlreiche Veröffentlichungen Thekla Merwins finden sich außerdem im Neuen Wiener Tagblatt, der Arbeiterzeitung und in der Neuen Freien Presse. Ein weiterer Bereich im Schaffen der österreichischen Schriftstellerin sind Rezensionen und literaturhistorische Beiträge. Sie schrieb Abhandlungen über die Schriftsteller Oscar Wilde, Heinrich Jung sowie der Schriftstellerin Betti Paoli (Elisabeth Glück). Das Regime, das Thekla Merwin und ihre Tochter grausam ermorden sollte, wurde von der Schriftstellerin Thekla Merwin bereits 1933 treffend eingeschätzt. Sie schreibt in ihrem Beitrag "Bankrott der Kultur" über die Kulturbarbarei der Nazis, sie analysiert die Situation in NS-Deutschland und schreibt über "entmenschte Horden" und einen "krankhaft veranlagten Führer...der reif für die Zwangsjacke" sei. Warum diese klare Sicht der politischen Zustände weder Thekla Merwin noch ihre Tochter Magda zur Flucht aus dem nationalsozialistischen Wien veranlaßt hat, ist ungeklärt. Nachlaß, Archive, Quellen: Tagblattarchiv/AK (Personenmappe) Werkangaben: Dialog über die Lüge. In: Der Merker .1913 Alpons Paquet: Erzählungen an Bord. In: Der Merker.1914 Terzinen an eine Schauspielerin. In: Neue Freie Presse. 12. 4. 1914 Betti Paoli.(Zu ihrem hundertsten Geburtstage.) In: Der Merker. 1915 Jüdisches Theater. In: Der Merker. 1915 Dämmerung. In: Neues Wiener Tagblatt. 15. 5. 1921 Der verlassenen Garten. In: Neues Wiener Tagblatt. 15. 5. 1921 Lied am Abend. In: Neues Wiener Tagblatt. 16. 4. 1922 Bruderherz. In: Arbeiter-Zeitung. 31. 1. 1924 Die große Reise. In: Arbeiterwille .15. 7. 1925 Mainacht. In: Arbeiter-Zeitung. 16. 5. 1926 Eduard Ritter: Und wieder die Liebe. In: Neues Wiener Abendblatt. 1. 6. 1926 Der neue Roman Sudermanns. Hermann Sudermann: Der tolle Professor. In: Neues Wiener Abendblatt. 22. 10. 1926 Keinen gibt´s, der jeden Berg bestiegen. In: Arbeiter-Zeitung. 19. 12. 1926 Erster Mai. In: Arbeiter-Zeitung. 1. 5. 1927 Weg der Armut. In: Arbeiter-Zeitung .1. 1. 1928 Land der Jugend. In: Arbeiter-Zeitung. 3. 6. 1928 Gang der Arbeitslosen. In: Arbeiter-Zeitung.5. 1. 1930 Grabschrift des unbekannten Vagabunden. In: Arbeiter-Zeitung. 28. 9. 1930 Abrechnung. In: Arbeiter-Zeitung. 6. 1. 1931 Ruf der Toten. In: Der Sozialdemokrat. 1931 Wir bringen ihnen das Interessanteste. Blendende Zahnreihen. Der gutsitzende Frack. In: Arbeiter-Zeitung. 7.7.1932 Laßt die roten Fahnen wehn. Text: Thekla Merwin. Musik: Justus Mulle. In: Der jugendliche Arbeiter. Nr. 1 /1933 Bankrott der Kultur. In: Neuer Vorwärts. 23.7.1933 Der Brief. In: Arbeiter-Zeitung. 19.1.1934 Pferdegetrappel. In: Neues Wiener Abendblatt. 15.7.1937 Gestern – Heute. In: Neue Freie Presse. 6.8.1937 Literatur: Autorin der Biografie: Karin Nusko
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