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I.
Workshop
am
Dienstag, dem 17. April 2012,
9.00-19.00h

Der Weg zur beruflichen Gleichstellung. Am Beispiel von Bibliothekarinnen
Projektbegleitende Veranstaltung in Kooperation mit "frida. Verein zur Förderung und Vernetzung frauenspezifischer Informations- und Dokumentationseinrichtungen in Österreich" (gefördert vom Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank) und "biografiA. datenbank und lexikon österreichischer frauen."
Koordination: Ilse Korotin, Edith Stumpf-Fischer

Bibliotheksgeschichte stellte sich lange Zeit als eine Geschichte von Männern – meist Leitern großer Bibliotheken – dar. Dem Anteil der Frauen an der Entwicklung des Bibliothekswesens wurde kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Die Namen der Bibliothekarinnen – wie auch ihre Arbeit – gerieten in Vergessenheit. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde damit begonnen, Frauen in Bibliotheken für wenig qualifizierte Tätigkeiten aufzunehmen. In den 1920er Jahren wurde schließlich der gehobene Fachdienst (MaturantInnen) eingerichtet und zu diesem Zeitpunkt finden sich auch die ersten Frauen auf akademischen Posten.
Im Workshop wird der lange und hindernisreiche Weg zur beruflichen Gleichstellung von Frauen in Österreich am Beispiel der Berufsgruppe „Bibliothekarinnen“ thematisiert. Die Berufsgruppe der Bibliothekarinnen ist dafür besonders geeignet, weil dieser Tätigkeitsbereich ein breit gefächertes Spektrum umfasst: Dieses reicht von öffentlichen Bibliotheken mit kommunaler und kirchlicher Trägerschaft über die Bibliotheken des ÖGB und der Arbeiterkammern bis zu Schulbibliotheken und wissenschaftlichen Bibliotheken. Dementsprechend vielfältig sind die beruflichen Anforderungen und die ausbildungsmäßigen Voraussetzungen. Daraus ergeben sich wiederum zahlreiche Themenkreise, die für die gesellschaftliche, rechtliche und ökonomische Gleichstellung von großer Relevanz sind, wie zum Beispiel die Probleme des Hochschulzuganges, der Zulassung zu akademischen und zu Leitungsposten sowie zu wissenschaftlicher Tätigkeit, die Verdrängung in ehrenamtliche Positionen oder auch die Vertreibung aus politischen Gründen.
Im Rahmen der Veranstaltung diskutieren ForscherInnen und BibliotheksexpertInnen über historische Entwicklungen und geben Einblick in bibliotheksrelevante Fragestellungen.

Programm:
9.00 Uhr - 9.30 Uhr: Begrüßung und Einleitung
9.30 Uhr - 10.00 Uhr: Ingrid Roitner: Das Amt der Bibliothekarin in Frauenklöstern: Eine Spurensuche von den Anfängen bis zu den Klosteraufhebungen unter Joseph II. im Gebiet des heutigen Österreich
10.00 Uhr - 10.30 Uhr: Christine Kanzler: Das „Adressbuch der Bibliotheken der Oesterreich-ungarischen Monarchie" als Quelle
10.30 Uhr - 11.00 Uhr: Pause
11.00 Uhr - 11.30 Uhr: Christina Köstner-Pemsel: Bibliothekarinnen in Wissenschaftlichen Bibliotheken
11.30 Uhr - 12.00 Uhr: Sandra Mann: Bibliothekarinnen an der Universitätsbibliothek Wien
12.00 Uhr - 13.00 Uhr: Mittagspause
13.00 Uhr - 13.30 Uhr: Susanne Blumesberger: Bibliotheken für junge Leserinnen und Leser. Ein Einblick in eine facettenreiche Geschichte
13.30 Uhr - 14.00 Uhr: Sabine Lichtenberger / Barbara Kintaert: Bibliothekarinnen in Bibliotheken von ArbeitnehmerInneninteressenvertretungen
14.00 Uhr - 14.30 Uhr: Monika Löscher: Zur Geschichte der Bibliothek des Kunsthistorischen Museums bis 1945
14.30 Uhr - 15.00 Uhr: Pause
15.00 Uhr - 15.30 Uhr: Veronika Pfolz: Die Administrative Bibliothek des Bundes
15.30 Uhr - 16.00 Uhr: Barbara Unterberger: Frauen in Bewegung. Untersuchungen zur Berufssituation von Bibliothekarinnen in der VÖB
16.00 Uhr - 17.00 Uhr: Aufstiegschancen für Frauen im wissenschaftlichen Bibliothekswesen - ein Rückblick auf die letzten 50 Jahre auf Grund persönlicher Erfahrungen
Podiumsgespräch mit: Ilse Dosoudil (UB Wien), Sigrid Reinitzer (UB Graz), Gertraud Wehrmann (UB WU Wien)
Moderation: Edith Stumpf-Fischer


II.
biografiA-Buchreihe:

biografiA - Neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschung,

hg. v. Ilse Korotin, Wien, Praesens Verlag 2011

Information + Download


Ilse Korotin (Hg.): „Die Zivilisation ist nur eine ganz dünne Decke ...“ Ella Lingens (1908-2002). Ärztin – Widerstandskämpferin – Zeugin der Anklage (biografiA - Neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschung, hg. v. Ilse Korotin; Band 8, ISBN 978-3-7069- 0646-3, geb., 184 S., € [A] 30,00 / € [D] 29,20.

 

Susanne Blumesberger / Ilse Korotin (Hg.):
Frauenbiografieforschung.Theoretische Diskurse und methodologische Konzepte
(biografiA - Neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschung,
hg. v. Ilse Korotin;
Band 9 (2011), ISBN 978-3-7069-0676-0, geb., ca. 580 S., € [A] 40,00 / € [D] 38,90.

 

III.
Gegen den Kahlschlag in der außeruniversitären Forschung!
Der in der Loipersdorfer Regierungsklausur beschlossene Budgetentwurf stellt eine Bedrohung für die außeruniversitäre Forschungslandschaft dar!
Wir ersuchen Sie, sich unter der folgenden Adresse näher zu informieren:
http://wissenschaft.research.at/

biografiA-DOWNLOADS
FRAUENBIOGRAFIEFORSCHUNG, Theoretische Diskurse und methodologische Konzepte

Download des Einladungs-Folders
Download der Abstracts

INSTITUT FÜR WISSENSCHAFT UND KUNST, 1090 Wien, Berggasse 17, Seminarraum 3
Kontakt: Dr. Ilse Korotin, IWK-Dokumentationsstelle Frauenforschung,
Tel. 317 43 42, e-mail: info@biografia.at

Weitere Informationen: Tel. / Fax +43 1 317 43 42 bzw. www.univie.ac.at/iwk/
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