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10. Jahrestagung 2008

Kirche - Christus - Kerygma.

Profil und Identität evangelischer Kirche(n)

 

25.-27. Februar 2008

Derzeit findet eine intensive Diskussion über das Selbstverständnis und das Profil evangelischer Kirche(n) statt. Man denke nur an das breit diskutierte Positionspapier der EKD "Kirche der Freiheit" und ähnliche Strategiepapiere evangelischer Landeskirchen, aber auch an die Erklärung der römisch-katholischen Glaubenskongregation vom Sommer 2007. Die Tagung möchte die Debatte aus der kirchlichen Tagespolitik auf die theologischen Grundlagen zurückführen. Dabei ist der Begriff des Evangelischen keineswegs konfessionell zu verengen, sondern im Sinne des Evangeliumsgemäßen zu verstehen. 

Was aber macht die Identität der christlichen Kirchen im Kontext der übrigen Weltreligionen wie auch einer säkularen Gesellschaft aus? Genügt der Hinweis auf die vermeintliche Wiederkehr der Religion und das Offenhalten der Gottesfrage, um Auftrag und gesellschaftliche Relevanz der Kirchen zu begründen? Sind es nicht der Christusbezug, das Christusbekenntnis und die Verkündigung des Evangeliums von Jesus Christus, die der Kirche ihr unverwechselbares Profil in einer pluralistischen Gesellschaft und im Vergleich mit den anderen Religionen geben? Wie weit hat die missionarische Dimension die Identität der Kirche(n) in der Geschichte des Christentums bestimmt, und was folgt daraus für die Gegenwart?

Die Tagung stellt diese Fragen im ökumenischen Kontext. Neben dem Selbstverständnis reformatorischer Kirchen werden das Kirchenverständnis evangelischer Freikirchen wie auch die Diskussionslage innerhalb der römisch-katholischen Kirche thematisiert. Das Begründungsverhältnis von Kirche und Glaube, Kirche und christlicher Verkündigung gehört nach wie vor zu den strittigen Fragen im ökumenischen Gespräch. In diesem Zusammenhang soll auch die These Rudolf Bultmanns: „Die Kirche wird durch das Kerygma konstituiert und das Kerygma durch die Kirche“, erneut zur Diskussion gestellt werden.

 

Friedrich Avemarie, Jahrgang 1960, ist Professor für Neues Testament an der Universität Marburg. Forschungsschwerpunkte sind die Apostelgeschichte (Die Tauferzählungen der Apostelgeschichte, 2002), die Theologie des Paulus und die antike rabbinische Literatur.

 

Hanns Christoph Brennecke, Jahrgang 1947, ist Professor für Kirchengeschichte an der Theologischen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg. Zahlreiche Veröffentlichungen vor allem zur Theologie der Kirchenväter und zum neuzeitlichen Christentums.

 

Michael Beintker, Jahrgang 1947, Professor für Systematische Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster. Veröffentlichungen zur Theologie Karl Barths. „Rechtfertigung in der neuzeitlichen Lebenswelt“ (1998).

 

Dorothea Sattler, Jahrgang 1961, ist Professorin für Systematische Theologie und Direktorin des Instituts für Ökumenische Theologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster. Veröffentlichungen u.a. zur Buße im ökumenischen Gespräch und zur Sakramentstheologie.

 

Klaus Schmitz, Jahrgang 1948, ist Pastor der Freikirche der Siebenten-Tags- Adventisten und Lehrbeauftragter für NT an der Theologischen Hochschule Friedensau. Aufsätze zu Ehe und Ehescheidung, Apokalyptik/Enderwartung sowie zum adventistischen Selbstverständnis.

 

 

Empfohlene Literatur zur Tagung:

 

R. Bultmann, Kirche und Lehre im Neuen Testament, in: ders., Glauben und Verstehen I, S. 153-187

G. Ebeling, Dogmatik des christlichen Glaubens, Bd. III, § 36 (bes. S. 334-358: Theologisches und empirisches Reden von der Kirche)

M. Beintker, „Kirche spielen – Kirche sein“. Zum Kirchenverständnis heute, ZThK 93 (1996), S. 243-256

P.-G. Klumbies, Wiedergewinnung des Positionellen, DtPfrBl 95 (1995), S. 177-179

 

 


Evangelische Akademie Hofgeismar

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