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14. Jahrestagung 2012

 

Der Text der Bibel

Interpretation zwischen Geist und Methode

 

 

27.-29.2.2012

Der Text der Bibel ist hoch bedeutsam und strittig zugleich. Der Text der Bibel ist in vielen und ganz unterschiedlichen Bereichen präsent. Bereits diese Beobachtung legt es nahe, dass es zum Text der Bibel verschiedene Zugänge geben muss.

Der Text der Bibel ist Gegenstand von Predigt und persönlicher Lektüre, er ist Objekt historisch-kritischer Forschung und er findet Resonanz im Raum Philosophie, der Literatur, der Kunst und der Kultur überhaupt. Die Vielfalt des Umgangs mit dem Text der Bibel macht die Frage dringlich, ob und wie eine angemessene Interpretation des Bibeltextes beschrieben werden kann. 

Die Dynamik der Interpretation des biblischen Textes verdankt sich bereits seiner Entstehung. Der Text der Bibel ist in seiner geschichtlichen Entwicklung selbst das Resultat von Rezeptionsvorgängen und Interpretationen, er ist Produkt von Auseinandersetzungen und zufälligen oder initiierten Überlieferungsprozessen. Bereits innerhalb der biblischen Texte sind kontroverse und umkämpfte Auslegungstraditionen zu beobachten. Die Konflikte über die Deutung biblischer Texte sind in diesen bereits angelegt und setzen sich bis in die Gegenwart fort. Durch diese Interpretationsvorgänge werden wiederum Texte generiert, deren Deutung strittig ist.

Methode und Geist markieren zwei Pole, die in der Auslegungsgeschichte bis heute ins Spiel der Interpretationen gebracht werden. Wie sie in welchen Bereichen aufeinander zu beziehen sind, wo sie von Gewicht oder zu vernachlässigen sind, wo sie sich entgegenstehen oder ergänzen, soll auf der 14. Jahrestagung der Rudolf-Bultmann-Gesellschaft für Hermeneutische Theologie untersucht und diskutiert werden. Der bewusste Umgang mit dem Text der Bibel erfordert eine genaue Beobachtung der Entstehung, der Wahrnehmung und der Interpretation dieser Texte in den Bereichen der Exegese, der Homiletik und der Theologie überhaupt und darüber hinaus im Raum der Kultur.

 

Bernd Auerochs, Jahrgang 1960, Professor für Neuere deutsche Literatur/Literaturwissenschaft an der Universität in Kiel. Forschungsschwerpunkte: Literatur und Religion, Aufklärung, moderne Lyrik und deutsch-jüdische Literatur, Mitherausgeber des Kafka-Handbuchs.

Ulrich Heckel, Jahrgang 1958, Professor für Neues Testament in Tübingen, Oberkirchenrat im Dezernat für Theologie, Gemeinde und weltweite Kirche in der Württembergischen Landeskirche. Publikationen zu Themen des Neuen Testaments und zu Kirchen- und Gemeindefragen.

Doris Hiller, Jahrgang 1968, Privatdozentin für Systematische Theologie an der Universität in Bochum, Pfarrerin in Ittlingen und Richen, Publikationen zu dogmatischen und hermeneutischen Themen.

Jörg Jeremias, Jahrgang 1939, Professor em. für Altes Testament an der Universität in Marburg. Zahlreiche Publikationen zu zentralen Themen des Alten Testaments mit einem Schwerpunkt bei den Propheten.

Thomas Söding, Jahrgang 1956, Professor für Neues Testament an der Universität in Bochum. Zahlreiche Publikationen zu zentralen Themen des Neuen Testaments mit einem Schwerpunkt zur Hermeneutik.

Birgit Weyel, Jahrgang 1964, Professorin für Praktische Theologie an der Universität in Tübingen. Zahlreiche Publikationen zu zentralen Themen der Praktischen Theologie mit einem Schwerpunkt in der Homiletik. 

 

Eine Retrospektive finden sie hier.

 

Interessenten an einer Mitgliedschaft
werden freundlich gebeten, sich an den Vorsitzenden zu wenden:

Professor Dr. Christof Landmesser
Evangelisch-Theologische Fakultät der
Eberhard Karls Universität Tübingen
Liebermeisterstr. 12, D-72076 Tübingen

Weitere Informationen:
www.bultmann-gesellschaft.net

 

 

 

 

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