Am
5. Dezember 2005 erschien in der österreichischen Tageszeitung „Der
Standard“ ein Interview mit ao.Univ.-Prof.
Dr. Christian Stummer,
der seit April 2005 die Forschungsgruppe „Digital Business
Research and Development (dBiz)“ am E-Commerce
Competence Center (EC3) leitet.
Die dBiz-Gruppe bietet Industrieunternehmen
unter Anderem fundierte quantitative Analysen des Marktumfelds bei
der Einführung innovativer
Produkte. Eine besondere Stärke liegt hier nicht zuletzt in der
fachübergreifenden Zusammensetzung der Experten aus der Gruppe;
neben Betriebs- und Volkswirten, einer Statistikerin, gehören
ihr auch Mitglieder mit dem Fokus auf Marktforschung bzw. Online-Befragungen
an. Durch die enge Verknüpfung mit universitären Forschungsstellen,
wie etwa dem Institut für Betriebswirtschaftslehre der Universität
Wien, ist es zudem möglich, stets auf aktuelle wissenschaftliche
Erkenntnisse zurückzugreifen. Der Einsatz eines solchen Kompetenzen-
und Methodenmixes bietet einen wesentlichen Beitrag, um Misserfolge
bei der bekanntlich riskanten Neuproduktmarkteinführung möglichst
frühzeitig zu vermeiden.
Prof. Stummer berichtet in dem Interview,
das als Wissenschaftler-Porträt
in der Rubrik „Forschung Spezial“ erschienen ist, insbesondere über
die Markteinführung von digitalen Geschäftsformen und nennt
als einen Trend jenen zum Ubiquitious Computing und damit in weiterer
Folge zum U-Commerce. Hierunter wird der flächendeckende Einsatz
von Informationstechnologien verstanden, die eine Vielzahl an Vorgängen
im alltäglichen Leben digital steuern. Zum Beispiel könnten
Sensoren in der Kleidung des Fahrgasts für diesen den Ticketkauf
in der U-Bahn-Station digital anstoßen und ohne die Notwendigkeit
einer physischen Fahrkarte abwickeln.
Dass es in derart neuen Geschäftsfeldern kaum Daten über Präferenzen
und das Verhalten der Zielgruppe gibt, macht die Arbeit von dBiz zwar
anspruchsvoller, aber zugleich auch noch interessanter. Für den
Lehrstuhl für Innovations- und Technologiemanagement ergeben sich
durch die Kooperationsmöglichkeiten sowohl interessante Aspekte
in der Forschung als auch in der Lehre und zwar etwa bei Praktikums-
und Diplomarbeitsthemen.
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