ITM - Innovations- und Technologiemanagement  
     
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VU Innovationsmanagement
(4 SSt/6 ECTS) - SS 2009 - LVA-Nr. 050.032 (Günther, Stummer, Zeppelzauer)

 

Ziele und Aufbau der Lehrveranstaltung

Diese Lehrveranstaltung beschäftigt sich mit Methoden und Verfahren des strategischen, taktischen und operativen Innovations- und Technologiemanagements, deren Einsatz zur Sicherung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens beiträgt. Das Innovationsmanagement selbst zeichnet sich dabei insbesondere durch seine Interdisziplinarität mit Schnittstellen zu allen anderen BWL-, aber auch vielen Nicht-BWL-Bereichen aus.

Zunächst werden theoretische Grundlagen des Innovationsmanagements vermittelt. Ergänzend dazu wird durch die Erstellung einer Fallstudie über ein Innovationsprojekt ein erster exemplarischer Einblick in das Management von Innovationsprojekten in der unternehmerischen Praxis gewährt. Mittels eines Unternehmensplanspiels erhalten die Teilnehmer schließlich die Gelegenheit, die Theorie selbst in die "Praxis" umzusetzen und erste eigene Erfahrung im Rahmen von Managemententscheidungen und deren Auswirkungen zu beobachten. Abgeschlossen wird der Kurs durch eine Klausur.

Terminplan

Vorbesprechung: Mi., 04.03.2009, 14:00-16:00 Uhr, HS 23 (Hauptgebäude)

Grundlagen:
Mi., 11.03.2009, 14:00-17:00, HS 23 (Hauptgebäude)
Mi., 25.03.2009, 14:00-17:00, HS 23 (Hauptgebäude)
Mi., 01.04.2009, 14:00-17:00, HS 23 (Hauptgebäude)
Mi., 22.04.2009, 14:00-17:00, HS 23 (Hauptgebäude)
Mi., 29.04.2009, 14:00-17:00, HS 23 (Hauptgebäude)
Mi., 06.05.2009, 14:00-17:00, HS 23 (Hauptgebäude)

Unternehmensplanspiel:
Mo., 20.04.2009, 09:00-18:00, SR 3 (BWZ)
Mo., 27.04.2009, 09:00-18:00, SR 3 (BWZ)

Fallstudien:
Mo., 18.05.2009, 09:00-15:45, Elise-Richter Saal (Hauptgebäude)
Mo., 18.05.2009, 16:00-18:00, HS 28 (Hauptgebäude)
Mo., 25.05.2009, 09:00-12:00, Elise-Richter Saal (Hauptgebäude)

Klausur:
Mi., 10.06.2009, 14:00-15:30, HS 23 (Hauptgebäude)

Voraussetzungen zum Erwerb eines (positiven) Kurszeugnisses

Erreichen von zumindest 50% des Lehrzieles während des Semesters. Die Beurteilung setzt sich aus drei Blöcken zusammen: Abschlussklausur (45%), Fallstudie (35%) und Unternehmensplanspiel (20%), wobei bei der Abschlussklausur wie bei Fallstudie und Unternehmensplanspiel zusammen je die Hälfte der erreichbaren Punkte erzielt werden müssen, um den Kurs positiv zu absolvieren. Im Detail setzt sich die Beurteilung wie folgt zusammen:

a) Abschlussklausur (45%)
b) Fallstudie (35%)
  • Ausarbeitung (15%)
  • Präsentation (15%)
  • Gruppenbewertung (5%)
c) BW Modellierung/Unternehmensplanspiel (20 %)
  • Erfolg beim Wertungsspiel (10%)
  • Ausarbeitung "Die 10 fatalsten (Entscheidungs-)Fehler" (10%)

Grundlagen

In den Grundlagen wird zunächst ein erster Überblick zu Inhalt und Bedeutung des Innovations- und Technologiemanagements (ITM) im betrieblichen Leistungserstellungsprozess vermittelt. Dazu werden Grundbegriffe (wie z.B. Theorie, Technologie, Technik, Invention, Innovation, Imitation, Forschung und Entwicklung) und Klassifikationsschemata für Innovationen (etwa nach Gegenstandsbereich, Dimension, Veränderungsumfang oder Auslöser) erläutert. Darauf aufbauend werden ausgewählte Fragestellungen des Innovationsprozesses behandelt. Thematisiert werden beispielsweise die Technologiedynamik unter Berücksichtigung von Technologielebenszyklusmodellen, die Identifikation relevanter Technologien oder die Analyse geeigneter Innovationsstrategien. Weitere Lehrinhalte betreffen die Produkt- und Prozessplanung von der Ideengenerierung und -auswahl bis zur Projektprogrammplanung sowie die Produkt- und Prozessrealisierung. Schließlich werden die Markteinführung von Neuerungen, innovationswirtschaftliche Erfolgsfaktoren und ausgewählte Themen aus dem ITM, wie etwa organisatorische Aspekte in Forschung und Entwicklung (Organisationsformen, Kooperationen, Personalführung sowie Information und Kommunikation), gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen, Forschung und Entwicklung im internationalen Vergleich, Förderungen (inkl. Förderungsinitiativen der Europäischen Union) sowie die Internationalisierung von Forschung und Entwicklung diskutiert.
Neben den zahlreichen Beispielen werden einige Methoden in Form eines Workshops aktiv umgesetzt. Darüber hinaus soll ein interaktiver Dialog zwischen den Lehrveranstaltungsleitern und den Studierenden entstehen.

 

Fallstudie

Ziel
Ziel dieses Teils der Lehrveranstaltung ist es, rasch einen Einblick in die Praxis des Innovations- und Technologiemanagement zu erhalten, wozu sich insbesondere Fallstudien über (mehr oder weniger erfolgreiche) reale Innovationsprojekte eignen. Ein Teams (mit bis zu drei Teilnehmern) bekommt am Beginn des Semesters den Auftrag, eine Fallstudie zu einem (aus einer Themenliste) selbstgewählten Thema bei einem selbstgewählten Unternehmen zu erstellen und während des Blocktermins zu präsentieren.

Themen
Eine Ausarbeitung wie eine Präsentation ist aus folgenden Themenkreisen zu verfassen:

  • Entstehung einer erfolgreichen Innovation:
    Geschichte der Entstehung einer erfolgreichen Produkt- Prozeß- oder Sozialinnovation: Ideensammlung (wie, wie oft, ..), Projektauswahl (warum, wie, durch wen, wie viele eigentlich), Projektdurchführung (Ablauf, Schwierigkeiten, Verantwortung, ..) usw. bis zur Markteinführung (evtl. kurzer (!) Ausblick auf den Erfolg). Diese Fallstudien sollen einen detaillierten Einblick in den unternehmensinternen Ablauf beim Zustandekommen von Innovationen anhand eines konkreten Beispiels geben. Den Kern der Arbeit bildet das "Management" der Innovation, das sich u.a. aus Entscheidungen, Entscheidungshintergründen und -auswirkungen zusammensetzt. Eine reine Produktpräsentation würde daher am Thema vorbeigehen!!
  • Ursachen für das Fehlschlagen einer Innovation:
    Anhand eines Fallbeispiels sollen Ursachen des Scheiterns von innovativen Ideen (Projekten, Ansätzen) aufgezeigt werden. Hierbei kommen unterschiedlichste interne Ursachen in Frage (z.B. Management entzieht aus irgendeinem Grund die Unterstützung, zu wenige Ressourcen, wichtiger Mitarbeiter verläßt das Unternehmen, usw.). Da in der Regel mehrere Gründe vorliegen, wie z.B. auch externe (z.B. am Markt "vorbeientwickelt"), ist in diesem Fall von besonderem Interesse, wie mit diesen Umständen im Unternehmen umgegangen wurde. Den Kern der Arbeit bildet wiederum das "Management" der Innovation, das sich u.a. aus Entscheidungen, Entscheidungshintergründen und -auswirkungen zusammensetzt!!

Achtung: Es zählen ausschließlich objektive und radikale Innovationen. Ist eine Innovation lediglich für ein Unternehmen/einen bestimmten Markt neu (aber in anderen Unternehmen/Märkten bereits etabliert) oder weist sie nur eine geringe Innovationshöhe auf, ist sie als Grundlage für Ihre Fallstudie nicht geeignet. Ein gutes Kriterium (das aber natürlich wiederum nicht zwangsläufig erfüllt sein muß) wäre, wenn es für die Innovation ein Patent gegeben hat. Bei einer Themenverfehlung - wenn Sie zum Beispiel keine objektive und radikale Innovation behandeln oder das Innovationsmanagement nicht den Kern Ihrer Arbeit bildet - können in diesem Teilbereich keine Punkte erreicht werden.

Ausarbeitung
Für die Ausarbeitung sind folgende Punkte zu beachten:

  • Umfang ca. 15 bis max. 20 A4-Seiten.
  • Die Form- und Stilvorschriften über das Abfassen wissenschaftlicher Arbeiten des Lehrstuhls sind zu berücksichtigen (inkl. Quellenangaben, Fußnoten etc.)
  • Ergänzung durch Tabellen, Grafiken etc.
  • Entsprechende Form (Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, Verzeichnis der Informationsquellen wie Interviewpartner und Literatur, u.ä.) bzw. Sorgfalt (v.a. Vermeiden von Tipp- und Rechtschreibfehlern) ist Voraussetzung für eine positive Beurteilung.
  • Die elektronische Version der Arbeit soll einen Namen der Form "050032_SS09_IhrName.doc/pdf/ps/zip" haben.
  • BTW: Die wissenschaftliche Redlichkeit gebietet, Textteile, die aus fremden Quellen übernommen worden sind, entsprechend kennzuzeichnen. Alle Arbeiten werden daher dahingehend untersucht werden, ob im jeweiligen Fall ein Plagiat vorliegt oder nicht.

Präsentation
Für die Präsentation ist zu beachten:

  • Die Präsentation soll zwischen fünfzehn und zwanzig Minuten dauern. Dies wird überprüft!
  • Unterstützung der Präsentation durch diverse Medien (Beamer, Overhead-Projektor, Video, Tafel, Plakaten etc.). Für einen Beamer ist gesorgt; alle weiteren Unterstützungen sind selbst zu organisieren!
  • Zu den Kriterien für die Beurteilung der Präsentation zählen (i) der Inhalt (wie gut wird das gestellte Thema abgedeckt), (ii) die Präsentationstechnik (wie sehr scheint der Vortragende mit rhetorischen Mitteln bemüht, seine Fallstudie den Zuhörern zu vermitteln) und (iii) die visuelle Aufbereitung der Präsentation (Gestaltung der Präsentations-"folien"). Es geht dabei primär darum, die Zuhörer für das Thema zu interessieren und effektiv Informationen zu vermitteln.
  • Diskussion!

Gruppenbewertung
Im Anschluss an die letzte Präsentation gibt jeder Übungsteilnehmer anonym eine Liste mit jenen n/2 (n...Zahl der Übungsteilnehmer) Fallstudien ab, die ihm am besten gefallen haben (die eigene Fallstudie sollte darin jedenfalls auch enthalten sein). Aufgrund dieser Listen werden zwischen 0 und 5 Punkten vergeben.

Gewichtungsfaktoren für die einzelnen Themen
Die Wahl des Themas ist freigestellt. Allerdings wird ein aufwendigeres Thema und seine erfolgreiche Bewältigung gegenüber der leichteren Variante positiv diskriminiert. Ähnliches gilt für Arbeiten, die auf persönlich geführten Interviews basieren, im Gegensatz zu jenen, die Informationen primär aus anderen Quellen (etwa dem Internet) bezogen haben. Dazu wird das Ergebnis der Ausarbeitung und der Präsentation (in Punkten) abschließend mit einem Faktor multipliziert, der mit dem Schweregrad korreliert (BTW: Zwischenabstufungen, wie z.B. 0.9 oder 1.1, sind möglich):

Persönliche Interviews haupts. andere Quellen
Erfolgreiche Innovation
Faktor: 1,0
Faktor: 0,8
Fehlgeschlagene Innovation
Faktor: 1,2
Faktor: 1,0

Num. Bsp.: Eine Arbeit zum Thema "Entstehung einer erfolgreichen Produktinnovation", die ohne Gewichtung 30 Punkte erhält, bekommt - wenn sie noch dazu im wesentlichen auf einer Internetrecherche basiert, letztlich eine gewichtete Punktzahl von 30*0,80=24. Eine vergleichbare Arbeit über eine erfolglose Innovation basierend auf persönlichen Interviews bringt dagegen 30*1,2=36 Punkte, also um 50% (!) mehr.

 

Unternehmensplanspiel

Ziel
Mittels eines Unternehmensplanspiels werden Kompetenzen zur (strategischen) Investitionsplanung in Forschung und Entwicklung vermittelt.

Anwesenheit
Durchgehende Teilnahme der beiden Tage des Unternehmensplanspiels. Auf Grund des speziellen Charakters der Lehrveranstaltung gilt unbedingt Anwesenheitspflicht!

Erfolg bei den Wertungsspielen
Das Wertungsspiel endet nach Zeitablauf (plus zwei Entscheidungen) bzw. wird solange verlängert, bis zumindest 12 Runden gespielt worden sind. Entscheidungskriterium ist das am Ende verfügbare Eigenkapital, wobei der Sieger 10 Punkte und die Nächstplazierten 8, 6, 5, 4, 3, 2, 1 bzw. 0,5 Punkte erhalten (Konkursteams bekommen 0 Punkte). Zusätzlich gibt es 2 Punkte für das Unternehmen mit der am weitesten entwickelten Technologie (Summe von Verwendbarkeit und Qualität für die jeweils am weitesten entwickelte Technlogie).

Ausarbeitung "Die 10 fatalsten (Entscheidungs-)Fehler"
In einer Einzelarbeit sind die größten Entscheidungsfehler während der Spiele zu beschreiben und analysieren und die Möglichkeiten zur Vermeidung dieser darzulegen.

 

Abschlussklausur
Prüfungsrelevant für die Abschlußklausur sind:

  • Stummer C., Günther M., Köck A., Grundzüge des Innovations- und Technologiemanagement, 2. Aufl., WUV: Wien 2008
  • Fallbeispiele, Beispiele und Zusatzthemen aus dem Kurs
  • Unternehmensplanspiel
  • Fallstudien

Diese Lehrveranstaltung verwendet die Lernplattform der Uni Wien.
elearning

Teilnehmeranzahl
25 Teilnehmer

Kurssprache
Deutsch

Prüfungsergebnisse
Werden nach Verfügbarkeit auf Fronter veröffentlicht.

Weiterführende Links

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  Zu den allgemeinen Informationen des Moduls
   

 
       

Universität Wien - Institut für Betriebswirtschaftslehre
Innovations- und Technologiemanagement
Brünner Straße 72; A-1210 Wien