Am Institut für Analytische Chemie und Lebensmittelchemie wurde mit Jahresbeginn 2002 das Christian Doppler (CD) Labor für Molecular Recognition Materials ("Molekülerkennungs-Materialien") unter der Leitung von Ao.Univ.-Prof. Dr. Michael Lämmerhofer und O.Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Lindner eingerichtet. Die Finanzierung erfolgt prinzipiell zur Hälfte durch die öffentliche Hand (aus dem Budget der Christian-Doppler-Gesellschaft), zur anderen Hälfte durch die beteiligten Unternehmen. Industriepartner sind der schwedische Pharmakonzern AstraZeneca, das deutsche Chemie-Pharma-Unternehmen Merck KGaA, das pharmazeutische Unternehmen Fresenius Kabi Austria, sowie die Grazer Start-Up-Firma piCHEM, welche auf dem Gebiet der Peptid-Chemie tätig ist.
O. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Lindner and Ao. Univ.-Prof. Dr. Michael Lämmerhofer
Im CD-Labor für Molecular Recognition Materials (MRM) wird industrienahe Grundlagenforschung zum Thema molekulare Erkennung und deren Anwendung in den Trennwissenschaften (Separation Science) betrieben. Als ein Hauptziel werden chemisch funktionalisierte Materialien für hochselektive Trennungen und maßgeschneiderte Reagenzien für spezifisches Labeling entwickelt, welche für analytische Anwendungen oder für verbesserte präparative Reinigungschritte von chemischen Wertprodukten insbesondere in pharmazeutisch, biologisch oder medizinisch relevanten Applikationen eingesetzt werden sollen. Durch gezielte Optimierung der Materialeigenschaften für bestimmte Anwendungen sollen neue Trennmedien und Reagenzien mit verbesserten Eigenschaften entstehen. Weiters gilt es entsprechende analytische oder präparative Methoden zu entwickeln, welche die neuen Materialien optimal in gesamtheitliche Verfahren integrieren.
