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Meetings Winter 95

Last update: 15. Mär 1996 at 17:28:32

* 23. Januar 1996

entfallen

* 16. Januar 1996

Besprechung Tagung "The Cultural Roots of Cognitive Science"


Protokoll & Ueberlegungen zum Thema:
"H.v.Foerster Konferenz" im Sept. 1996
Diskussionspapier

Zusammenfassung einer Diskussion von ASoCS-Mitgliedern am 16.1.1996

* moegliches Datum der Tagung:
  in der Woche von 23. bis 27. Sept. 1996
  -> dies ist guenstig, da dadurch auch Studenten/innen angesprochen werden
  koennen
  Dauer: 2 od. 2 1/2 Tage

* Organisation:
  + Kooperation zwischen Inst. Wiener Kreis (F.Stadler) und ASoCS
  + Bereitstellung von Arbeitskraft durch ASoCS
  + Tagungssprache: Englisch

* Titel und Inhalt der Tagung:
  + uspsruenglich intendierter Inhalt: Ehrung H.v.Foersters zu seinem
    "runden" (?) Geburtstag
    -> Vorschlag: Erweiterung, damit dies nicht nur eine "historische Rundschau"
    wird: Verbindung & Untersuchung der Relevanz  "alter" Konzepte fuer
    die moderne CogSci
    -> und da gibt es einiges, was der CogSci ganz gut tun wuerde & ihr auch
    ein oesterreichisches Profil verleihen koennte

  + einige Vorschlaege, die man u.U. synthetisieren, als Ober-/Untertitel
    angeben, etc. sollte:
        * Perception of "Reality"
        * Cultural Roots and Future Trends in Cognitive Science
        * Cybernetic, Systemtheoretic, and Constructivist Approaches to
          Representation (in Cognitive Science)

  + inhaltliche Ziele:
        * Der Beitrag "alter" kybernetischer und konstruktivistischer Konzepte
          von Kognition und Repraesentation zu neueren Ansaetzen i.d. Cognitive
          Science & cognitive/computational neuroscience
        * Interaktion epistemologischer/konstruktivistischer und neurro-
          wissenschaftlicher Konzepte in der Repraesentationsfrage
        * Die Rolle rekursiver Prozesse (& Strukturen) und interner Zustaende
          im Kontext des Problems der Repraesentation (der Welt)

  + bitte um weitere Vorschlaege

* Form der Tagung:
  Eingeladene Gaeste aus dem In- & Ausland;

  + Vorschlag zur Diskussionsform & Vortragsform:
    Verhinderung des "typischen Konferenzeffektes", dass einfach eine
    Aneinanderreihung von Vortraegen stattfindet;
    Focus auf der Erhoehung der Effiezienz, der Diskussion und Interaktion:

        - vormittags: Plenarvortraege, die oeffentlich zugaenglich sind
                -> hier koennen die Positionen abgesteckt werden
        - nachmittags: workshop in einer relativ kleinen Gruppe der Vortragenden
                und interessierter Diskutanten
                -> Ziel ist eine gezielte Auseinandersetzung & Weiterentwicklung
                   theoretischer Standpunkte
        - Abschlussdiskussionsrunde, die durch Moderator moderiert wird
        -> Synthese & Schluss-statement

   + u.U. ausgewaehlte Posters, mit denen sich junge Wissenschaftler/innen
     zum Thema der Tagung vorstellen koennen

* Vorschlag fuer eingeladene Gaeste:
    Ausland:
        - H.v.Foerster (USA)
        - E.v.Glasersfeld (USA)
        - Singer (Frankfurt, neuroscience)
        - G. Roth (Bremen, neuroscience)
        - Pat &/oder Paul Churchland (USA, philosophy/neuroscience)
        - Llinas (USA, neuroscience)
        - Cauller (USA, neuroscience)
        - Pribram (USA)

   Inland:
        - G.Guttmann
        - E.Oeser
        - R.Born
        - A.v.Stein
        - G.Dorffner
        - M.Peschl

        + Bitte um weitere Vorschlaege
        + wer spricht wen an?

* Finanzierung:
  F.Stadler vom Inst. Wiener Kreis hat sich bereit erklaert, beim Ministerium
  und anderen Stellen anzusuchen


* Publikation:
  Form der Publikation: nicht -- wie ueblich -- einfach Proceedings
  -> Ziel: Sammelband mit Artikeln, die thematisch eng zusammenhaengen

  am Ende: Zusammenfassung der Abschlussdiskussionsrunde, die durch Moderator
  editiert wird
  -> dies wird an alle Beitragenden versandt
  -> Moeglichkeit des Redigierens, Einfuegens, etc.
  -> letzte Redaktion durch Moderator



dies ist ein DISKUSSIONSPAPIER!!
-> bitte um weitere Vorschlaege, Verbesserungen, etc.

Markus Peschl,          Jan 17, 1996

* 19. Dezember 1995

Nichtlineare Systemtheorie und Kognitionswissenschaft -
ein alternativer Zugang zum Denken am Beispiel der Repraesentationsfrage

Franz-Guenter Winkler
TU Wien

Die nichtlineare Systemtheorie ist leider in der (auch wissenschaftlichen) Oeffentlichkeit recht ungenuegend verstanden. Neben anderen Gruenden ruehrt das auch daher, dass versucht wird, der nichtlinearen Systemtheorie im bestehendes wissenschaftlichen Weltbild einen Platz zuzuordnen. Ich moechte zeigen, dass in nichtlinearen Systemen Phaenomene auftreten, deren Eigenschaften uns eben dieses Weltbild hinterfragen lassen.

Am Beispiel der Repraesentationsfrage werde ich die alternative Sichtweise und deren Erklaerungspotential fuer kognitive Fragestellungen vorstellen ("bedeutungstragende" Repraesentationen).

Je nach Verlauf der Diskussion kann auf einen oder mehrere Punkte aus folgender Liste genauer eingegangen werden:

* 5. Dezember 1995

Architektur, Dynamik und Repraesentation in kortikalen Netzen.
EEG Befunde zu Prinzipien und Dynamik der Informationsverarbeitung im Hirn

Astrid von Stein
Inst. fü Neurophysiologie, Universität Wien

Verschiedene empirische Befunde der Neurowissenschaften haben das Prinzip des single cell coding unwahrscheinlich gemacht. Zu ihnen gehoeren histologische Befunde, elektrophysiologische Befunde, quantitative Ueberlegungen und mehr. Dass ensemble coding die wahrscheinlichere Form von Repraesentation ist, wurde besonders durch die Gray and Singer schen Experimente gezeigt. Die von ihnen gemessene Synchronisierung von Neuronen, die fuer aehnliche Inhalte kodieren, koennte zeigen, dass die Information ueber mehrere Neuronen verteilt, in Hebbschen Ensembles vorliegt. Auch durch voltage sensitive dyes wurde mehrmals gezeigt, dass ganze Populationen von Neuronen an der Repraesentation einfacher Stimuli beteiligt sind, und dass das Aktionspotential, das einzelne Zellen dann aussenden nur "die Spitze des Eisberges ist". Synchrone Aktivierung von Neuronenpopulationen scheint die wesentliche Bedingung fuer Informationsweiterleitung zu sein. Solche Synchronisierung und die Bildung von raum-zeitlichen Mustern der Erregungsausbreitung in Abhaengigkeit von Stimulusmustern koennte durch Hebb'sche Ensemble Bildung waerend des Lernens von Inputmustern garantiert werden.

Die Bedeutung der raum-zeitlichen Dynamik von Erregungsausbreitung und auch Repraesentation werden damit deutlich. Das EEG als die Summe intrazellulaerer Potentialer grosser Populationen erhaelt eine Bedeutung zur Messung der Aktivitaet in Hebbschen Ensembles. Ich werde verschiedene Befunde aus der EEG Forschung sowie den oben erwaehnten Bereichen unter diesen Aspekten integrieren.

(siehe auch Astrids Forschungsaktivitäten)

* 21. November 1995

Kognitionswissenschaft und Philosophie

Georg Schwarz, Ph.D.
Univ. of California, San Diego
Universitaet Linz

Die Philosophie gehoert neben der Psychologie, den Neurowissenschaften und der Sprachwissenschaft zu den Kerngebieten der Kognitionswissenschaft. Diese Situation steht in krassem Widerspruch zum traditionellen Bild vom Verhaeltnis zwischen Philosophie und Naturwissenschaft. Philosophen verstehen sich oftmals im Gegensatz zu den Naturwissenschaften und versuchen, sich in Inhalt und Methoden von diesen abzugrenzen. Wissenschafter wiederum haben oft Schwierigkeiten, einen Zusammenhang zwischen der Philosophie und ihrem jeweiligen Untersuchungsgegenstand zu finden und verlieren daher leicht die Geduld. Warum trifft dieses Muster nicht auf die Kognitionswissenschaft zu?

Das Thema meines Votrags ist das Verhaeltnis zwischen Philosophie und Kognitionswissenschaft. In erster Linie werde ich zusammenfassen, warum die Philosophie zum integralen Bestandteil der Kognitionswissenschaft befoerdert wurde, wie es also moeglich ist, dass Gedankenexperimente im "Lehnstuhllabor" zu einer Naturwissenschaft des Geistes beitragen koennen. Umgekehrt wird eine erfolgreiche Kognitionswissenschaft zur Beantwortung von Fragen beitragen, die bisher in erster Linie von der Philosophie behandelt wurden. Im zweiten Teil meines Vortrags skizziere ich moegliche Auswirkugen einer Naturwissenschaft des Geistes fuer bestimmte Probleme in Erkenntnistheorie, Metaphysik und Ethik.

* 3. November 1995

PROTOKOLL


(1) Scope der ASoCS:
    * es wurde beschlossen, dass die ASoCS als ein offenes
    Formum/Platform der kognitionswissenschaftlichen Dikussion in
    Oesterreich dienen soll;

    * in der Startphase geht in erster Linie darum, ein moeglichst
    umfassendes Bild der CogSci fuer alle Beteiligten & Interessierten zu
    schaffen (-> siehe Punkt 3)

    * bezueglich der Aktivitaeten & Oeffentlichkeitsarbeit wird folgende
    Strategie verfolgt:
    (i)   Einrichtung eines "internen Kreises", der sich etwa alle 14 Tage
          trifft -> *"CogSci Lab meeting"*
          Ziel: interne Diskussion & Erlernen der Positionen der CogSci
                u.U. [i.e., wenn Geld vorhanden] Einladung auslaendischer
                Wissenschaftler/innen

    (ii)  Einbindung von Studenten/innen z.B. in Form einer Ringvorlesung
          (realistisch ab WS 96/97)
          Ziel: breitere Dikussion der CogSci in einem weiteren Forum
                Anrechenbarkeit dieser LVA in diversen Studienrichtungen

    (iii) Veranstaltung einer Konferenz, Tagung, etc. (u.U. zu einem
          bestimmten Thema, das in (i) als wichtig erachtet wurde)
          Ziel: Einladung auslaendischer Forscher/innen
                Ansprechen einer weiteren Oeffentlichkeit
                Abhaltung von workshops als "Intensivseminare" zu bestimmten
                Themen

    (iv)  Podiumsdiskussion zum Thema d. CogSci in Oesterreich
          Ziel: nach Konsolidierungsphase (i) & (ii) das Feld nach weiteren
                Disziplinen & Wissenschaftler/innen, die sich fuer CogSci
                interessieren abtasten

    (v)   Gastprofessuren: muessen von den einzelnen Instituten beantragt
          werden

    ** Gottlob bietet 10.000.- oeS fuer die Bezahlung eines Vortrages aus
    den Mitteln des Christian Doppler Labors an (DANKE !!!!!)


(2) Georg SCHWARZ uebernimmt die Aufgabe, einen Text fuer den
    Programmfolder der ASoCS zu verfassen (bitte bis Mitte/Ende November
    fertigstellen, damit wir z.B. in LVAs etwas zum "Vorzeigen" haben)
    Text bitte an A.Riegler uebermitteln


(3) "CogSci Lab Meeting" (that's the name; is it o.k.?)

[Wie waere es mit "A.L.M."-"ASoCS Lab Meeting"   -- A.R.]

    *INTERNE* Diskussion der Kerngruppe (siehe Punkt 4) ueber
    grundsaetzliche Probleme der CogSci;
    es geht darum, dass wir voneinender etwas in einer informellen
    Atmosphaere lernen & uns mit einer interdisziplinaeren Sicht der CogSci
    auseinandersetzen
    -> Ziel ist die Schaffung eines gemeinsamen Wissnes, einer gemeinsamen
    Sprache/Basis & Entwicklung eines Begriffs von CogSci

    Methode: 14-taegige Treffen waehrend der Vorlesungszeit, bei denen
    eine/r aus der Kerngruppe (-> Pkt. (4)) einen informellen Vortrag als
    Diskussionsgrundlage zu seinem/ihrem CogSci relevanten Forschungsgebiet
    haelt & im Anschluss daran darueber diskutiert wird
    -> die Hauptstossrichtungen: (a) informelle Wissensvermittlung zu
    "Grundthemen" der CogSci, (b) Diskussion dieser Themen & (c) Abklaerung
    der eigenen Standpunkte

    * die Teilnehmer/innen kommen aus der Kerngruppe (in diesem Sinne ist
    dies keine "oeffentlich zugaengliche Veranstaltung")

    * Termine: etwa alle 14 Tage am Dienstag um 17.00 im SE-Raum des Inst.
    f. Neurophysiologie, 1090 Wien, Waehringerstr. 17, 1.Stock

    21.11. Georg SCHWARZ: Erklaerungsmodelle i.d. Kognitionswissenschaft
    5.12.  Astrid v.Stein: wird nich bekannt gegeben

    weitere Termine bis Ende des WS 95/96:
    9.1.96, 23.1.96

    voraussichtliche Termine f.d. SS96 (im SE-Raum d. Inst. f. Wiss.theorie)
    12.3., 26.3., 23.4., 1.5., 21.5., 4.6., 18.6. (bitte vormerken)
    -> bitte um (freiwillige) Vortragende fuer diese Termine!!!!!


(4) Definition der Kerngruppe
    zur Kerngruppe gehoeren all jene, die sich bei dem in Punkt 3
    angfuehrten CogSci Lab meeting *aktiv* und regelmaessig beteiligen.
    A.v.Stein & Alex Riegler haben die Aufgabe uebernommen, diese Gruppe
    zusammenzustellen (nach Disziplinen ausgewogen)
    Diese Gruppe hat ihre eigene mailing list: ASOCS-C

(5) Konto des Vereins
    Rainer BORN uebernimmt die Kontofuehrung & Buchhaltung (!!thank you,
    Rainer!!)
    Konto bei der HYPO Bank
    Rainer: bitte Zahlscheine drucken lassen

    Markus Peschl, Wien, 3.11.95

ASOCS KERNLISTE

KONNEKTIONISMUS

Georg Dorffner, Inst. f. med. Kybernetik & Artifical Intelligence, Uni Wien
Markus Peschl, Inst. f. Wissenchaftstheorie, Uni Wien
Georg Schwarz, Inst. Cognitive Science San Diego

ARTIFICIAL INTELLIGENCE

Rainer Born, Inst. f. Philosophie und Wissenschaftstheorie, Uni Linz
(Georg Gottlob, Inst. f. Expertensysteme, TU Wien)

ARTIFICAL LIFE

Alexander Riegler, Inst. f. Zoologie, Uni Wien

KOGNITIONSPSYCHOLOGIE

Rainer Maderthaner, Inst. f. Psycholgie, Uni Wien
*Erich Vanecek, Inst. f. Psycholgie, Uni Wien
*Giselher Guttmann, Inst. f. Psycholgie, Uni Wien

ENTWICKLUNGSPSYCHOLOGIE

*Adi Heschl, ? *Manfred Wimmer, Konrad Lorenz-Inst. f. Evolution und Kognition

WAHRNEHMUNGSPSYCHOLOGIE

*, ?

NEUROWISSENSCHAFT

Astrid v.Stein, Inst. f. Neurophysiolgie
*Wolfgang Klimesch, Inst. f. experimentelle Psycholgie, Uni Salzburg

LINGUISTIK

Brigitte Roemmer, Studentin, Uni Wien
*Martin Prinzon, Inst. f. Sprachwissenschaft, Uni Wien
*Hanna Risku, Doktorandin, Uni Wien

PHILOSOPHIE/ WISSENSCHAFTSTHEORIE

Markus Peschl, Inst. f. Wissenchaftstheorie, Uni Wien
Rainer Born, Inst. f. Philosophie und Wissenschaftstheorie, Uni Linz Georg Schwarz, Inst. Cognitive Science San Diego

SYSTEMTHEORIE

F.G. Winkler, Doktorand, TU Wien

Erläuterungen:

* muss noch gefragt werden => (noch) nicht auf mailing list ASOCS-C
? unknown affiliation
() ist nicht auf mailing list ASOCS-C


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