
Die Vorträge finden als informelle Präsentationen mit anschließender Möglichkeit zur Diskussion statt.Ort: SE-Raum des Inst. f. Wissenschaftstheorie & -forschung, Sensengasse 8, Erdgeschoß
Potentielle Vortragende bitte ein Email mit Inhalt des Vortrags an Markus Peschl, franz-markus.peschl@univie.ac.at schicken.
Dr. Thomas RAAB (Wien)
7 December 1999, 18:00 Uhr
Why 2 K? Körperintentionalität und KognitionswissenschaftMit der Wiedereinführung von Kategorien des Diskurses über den Körper und sein Verhältnis zum "Geist" hat die Kognitionswissenschaft ihre rein idealistische Konzeption aufgegeben. Neuronale Modelle nehmen allerdings nur eine oberfl& auml;chliche anatomische Struktur des Körpers an, ohne auf epistemologische Probleme, die sich aus o.a. Wiedereinführung ergeben. Wie in der heute pejorativ bewerteten "Gofai" wird abermals grundlegende phänomenologische Arbeit vernachl&aum l;ssigt bzw. die schon vorhandende Literatur lässig quergelesen. In diesem Vortrag skizziere ich das Konzept der Körperintentionalität bei Merleau-Ponty, seine Wiederaufnahme in der AI-Kritik von Hubert Dreyfus und Querverbindungen zu These n der Maturana/Varela-Tradition.
Dr. Matthias Scheutz
12 January 2000, 18:00 Uhr
Computationalismus versus Dynamizismus--Gedanken zur gegenwärtigen Grundsatzdiskussion in der Cognitive ScienceNach einer kurzen Skizze beider Positionen (der computationalistischen als auch der dynamischen) werde ich anhand von ein oder zwei Beispielen (aus Linguistik bzw. Psychologie) zu zeigen versuchen, dass sich die oft als Gegensatz und daher miteinander unvereinbar dargestellten Positionen in gewissen Faellen nicht kontraer, sondern vielmehr komplementaer verhalten. Als Folgerung werde ich dann argumentieren, dass befriedigende Erklaerungsmodelle in der Cognitive Science notwendigerweise beide Komponenten beinhalten muessen.
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