KoVo Sommersemester 2012

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Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis (KOVO)
Sommersemester 2012

Stand: 15. März 2012

CS I Grundwissen
CS II Methoden und Techniken
CS III Anwendungen

Gelb markierte Stellen verweisen auf Daten, die noch fehlen oder sich unter Umständen noch ändern können. Roter Text verweist auf Daten, die sich im Vergleich zur ersten Veröffentlichung des Vorlesungsverzeichnisses geändert haben.

Bei folgenden Lehrveranstaltungen wurden Änderungen/Aktualisierungen vorgenommen:

15.3.2012:
NEU: VO Afrohispanische Sprachkontakte im amerikanischen Raum
8.3.2012:
KO Von der Erzählung. Zwischen Literatur und Kultur. - Theorie mit angewandten Beispielen
ABGESAGT: SE Museum als Ort der Wissens- und Wissenschaftskommunikation
1.3.2012:
SE Art & Text
28.2.2012:
NEU: PS Kulturtheorien
NEU: SE Repräsentationen I: Praktiken der Orientalisierung
21.2.2012:
SE Queere Weiblichkeiten im Kino?
20.2.2012:
SE Culture Club II
NEU: FS "Post/kolonialismus, Differenzdiskurse, Reisepraktiken"

 

Hinweise:

Der transdisziplinäre Studienschwerpunkt Kulturwissenschaften / Cultural Studies ist im Rahmen der Freien Wahlfächer anrechenbar. Es können wahlweise 24, 36 oder 48 Semesterwochenstunden (Sst) absolviert werden.
Detaillierte Informationen zum Aufbau des Studienschwerpunktes finden Sie hier

BA-Studierende beachten bitte das eigene KoVo für das Erweiterungscurriculum Kulturwissenschaften / Cultural Studies!

Es werden nur jene Lehrveranstaltungen angerechnet, die in diesem KOVO ausgewiesen sind. Andere LVs können im Rahmen des Schwerpunkts nicht angerechnet werden.

Studieren an anderen Unis:
Für Studierende der Universität Wien gilt: für das Belegen von Lehrveranstaltungen an anderen Universitäten ist eine Anmeldung als MitbelegerIn in den Prüfungsabteilungen der jeweiligen Universität innerhalb der allgemeinen Zulassungsfrist notwendig (Studienausweis mitnehmen!). Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die LV-LeiterIn.

Anmeldung bei beschränkten TeilnehmerInnenzahlen:
Da die Aufnahme in Lehrveranstaltungen nur nach Maßgabe der vorhandenen Plätze erfolgen kann, ist es ratsam, sich möglichst zeitig anzumelden. Falls Sie dennoch (z.B. aufgrund von automatisch reihenden online-Anmeldesystemen) keinen Platz in den von Ihnen gewünschten Lehrveranstaltungen erhalten sollten, empfiehlt es sich, die/den LehrveranstaltungsleiterIn persönlich zu kontaktieren und ihm/ihr Ihre Lage zu schildern.

Anmeldung zu den Lehrveranstaltungen:
Es kann sein, dass für bestimmte Lehrveranstaltungen besondere Aufnahmebedingungen bestehen bzw. Vorkenntnisse verlangt werden. Diese sind gegebenenfalls bei der jeweiligen LV aufgeführt.



CS I – GRUNDWISSEN

110354 VO Kulturwissenschaft und Cultural Studies: Fragen und Theorien
CS I B, 2 Stunde(n), 3,0 ECTS credits
Birgit Wagner , Reinhard Sieder , Mona Singer
DI wtl von 13.03.2012 bis 26.06.2012 18.15-19.45
Ort: Hörsaal 31 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9

Inhalte:
Drei Vortragende dreier verschiedener Disziplinen bestreiten die VO, die von Materialien im Netz begleitet wird.
Ziele: Vertiefter Einblick in gängige Theorien der Kulturwissenschaften/Cultural Studies; Einschulung im transdisziplinären Denken
Art der Leistungskontrolle: Schriftliche Abschlussprüfung mit Fragen zu allen drei Teilen der VO.

Nähere Informationen zu Programm und Ablauf sowie Materialien zum Download


CS II – METHODEN UND TECHNIKEN

Die Wissensgesellschaft: Theorien und Probleme II.
CS II, 2Std. 5 ECTS
Markus Arnold
Ort: IFF – Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung, Uni Klagenfurt, Schottenfeldgasse 29, 1070 Wien

Termine: jeweils Dienstag, 14:00-18:00h: 13.03. (SR 6), 27.03. (SR 3), 24.04. (SR 6), 15.05. (SR 6), 22.05. (SR 6), 12.06. (SR 3), 19.06. (SR 6)

Anmeldung: bei Beate Milkovits beate.milkovits@uni-klu.ac.at

Eine Veranstaltung der Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF). Studierende der Uni Wien müssen sich innerhalb der allgemeinen Zulassungsfrist in der Prüfungsabteilung dieser Universität als MitbelegerIn anmelden (Studienausweis mitnehmen!).

Inhalt:
Die Selbstbeschreibungen der heutigen Gesellschaft betonen in unterschiedlicher Weise die Bedeutung der Wissenschaften im Besonderen und des Wissens im Allgemeinen. Unter dem Namen der „Wissensgesellschaft“ (knowledge society bzw. knowledge based economy) werden unterschiedliche Diskurse miteinander verknüpft: Diskurse über gesellschaftliche Innovationen, Wissenschaftspolitik, Human Capital, aber auch die Notwendigkeit demokratischer Bildung.
Wie eine Gesellschaft sich selbst beschreibt, hat Auswirkungen darauf, welche Prioritäten sie sich setzt und damit welche Art der Gesellschaft sie sein will. In den 70er Jahren knüpfte sich (bei Daniel Bell) an das Konzept einer „post-industriellen“ Wissensgesellschaft die Hoffnung einer Überwindung der industriellen Klassengesellschaft: Wissen sollte als Produktivkraft Kapital und Arbeit ablösen. Als sich diese Hoffnungen zerschlugen, entstanden andere Zukunftsszenarien. Der Diskurs über die „Wissensgesellschaft“ wollte niemals die Gesellschaft nur beschreiben, sondern diese auch gestalten.
Die Reflexion über „Wissen und Macht“ und darüber, in welcher Gesellschaft wir leben, ist traditionell Aufgabe der Sozialphilosophie, der politischen Philosophie, der Bildungswissenschaften wie auch der Kultur- und Sozialwissenschaften. Die Frage ist, was sagt es über unsere Gesellschaft aus, dass sie sich als „Wissensgesellschaft“ beschreibt? Was ist das Spezifische gegenüber anderen gesellschaftlichen Selbstbeschreibungen (z.B. der Risikogesellschaft)? Welche Rolle kommt in dieser der Wissenschaft, dem Wissen im Allgemeinen und den Universitäten zu? Von welcher Art des Wissens ist in diesen Diskursen überhaupt die Rede? Und auf welche Probleme soll „Wissen“ eigentlich die Antwort sein?
Obwohl das Seminar thematisch die Fortsetzung des letzten Semesters ist, ist es möglich neu einzusteigen.
Ziele: Neben dem thematischen Fokus ist es das Ziel des Seminars zu diskutieren, wie Diskurse über die „Wissensgesellschaft“ einerseits zur Reflexion auf gesellschaftliche Veränderungen beitragen, andererseits aber auch zur Steuerung dieser Gesellschaften verwendet werden.
Zeugniserwerb: Anwesenheit, aktive Mitarbeit und Referat zusammen mit einer mündlichen Prüfung oder einer schriftlichen Arbeit.

Literatur:
Zu Beginn des Semesters werden die ausgewählten Texte vorgestellt, welche im Seminar diskutiert werden.
Relevante Literatur:
Daniel Bell: The Coming of Post-Industrial Society (1973). New York 1999
Uwe H. Bittlingmayer / Ullrich Bauer (Hrsg.): Die "Wissensgesellschaft": Mythos, Ideologie oder Realität? VS Verlag: Wiesbaden 2006
Gernot Böhme/Nico Stehr (Hrsg.): The Knowledge Society. The Growing Impact of Scientific Knowledge on Social Relations. Dordrecht/Boston 1986
Michel Foucault: Geschichte der Gouvernementalität. Vorlesungen am Collège de France. 2 Bände. Frankfurt/M 2004
Torsten Junge: Gouvernementalität der Wissensgesellschaft: Politik und Subjektivität unter dem Regime des Wissens. Transcript: Bielefeld 2008
Daniela Rohrbach: The development of knowledge societies in 19 OECD countries between 1970 and 2002. In: Social Science Information 2007 46: 655-689
Nikolas Rose / Peter Miller: Political Power beyond the State: Problematics of Government. In: The British Journal of Sociology, Vol. 43, No. 2 (Jun., 1992), pp. 173-205
Nico Stehr: Arbeit, Eigentum und Wissen. Zur Theorie von Wissensgesellschaften. Suhrkamp: Frankfurt/M. 1994
Peter Weingart: Die Stunde der Wahrheit? Zum Verhältnis der Wissenschaft zu Politik, Wirtschaft, Medien in der Wissensgesellschaft. Velbrück: Weilerswist 2001
Helmut Willke: Smart Governance: Governing the Global Knowledge Society. Campus: Frankfurt/M. 2007

110173 SE Ausgewählte Themenfelder der Kulturwissenschaften / Cultural Studies
CS II, 2 Stunde(n), 6,0 ECTS credits
Ingo Lauggas , Daniela Finzi
Erster Termin: 08.03.2012, Letzter Termin: 28.06.2012.
Teilgeblockt, Donnerstags 18.45-21.30
Ort: Seminarraum ROM 5 (3B-EG-41) UniCampus Hof 8

Verpflichtende Anmeldung per Mail an culturalstudies.romanistik@univie.ac.at
Voraussetzung für die Teilnahme ist ausnahmslos die positive Absolvierung der Einführungsvorlesung CS I A. Geben Sie bei der Anmeldung unbedingt an, an welchem Termin Sie die Prüfung absolviert haben und wofür das SE angerechnet werden soll (EC oder Studienschwerpunkt).

Nähere Informationen zu dieser LV finden Sie hier.


S50972 SE Culture Club II
CS II, 2h
Roman Horak
Zeit: Dienstag, 14.00 Uhr – 17 Uhr (Blocktermine geplant) Vorbesprechung: Dienstag, 13. März 2012, 14.00 Uhr
Ort: Hörsaal 3 (Neubau, Erdgeschoss)

Keine Zugangsbeschränkung vorgesehen.

Eine LV der Universität für Angewandte Kunst. Studierende der Uni Wien müssen sich innerhalb der allgemeinen Zulassungsfrist in der Prüfungsabteilung dieser Universität als MitbelegerIn anmelden (Studienausweis mitnehmen!).

Kurzbeschreibung:
Mit dem Terminus ‚Kultur’ geistert auch eine neue - und zugleich alte - Rede, jene der sog. ‚Kulturwissenschaft/en’ seit geraumer Zeit durch die unterschiedlichsten diskursiven Räume. Klarheit ist hier erwünscht und doch nicht leicht zu kriegen. Die LV will, in Fortführung der im vergangenen Wintersemester begonnenen Arbeit, etwas zur Klärung beitragen. Diese sollte, durch die Auseinandersetzung mit Autoren und Autorinnen aus den Cultural Studies, aus der Kunst- und Kultursoziologie und solchen aus den Kulturwissenschaften im Verlauf der LV gemeinsam geleistet werden. Zusätzlich zu den Texten (diesmal u.a. wohl von und über Roland Barthes, Gilles Deleuze, Jaques Rancière etc.) sollen auch wieder Filme diskutiert werden.

 


CS III – ANWENDUNGEN

Für Studierende des Erweiterungscurriculums (BA):
Sämtliche Lehrveranstaltungen des Abschnitts "CS III", die an der Universität Wien angeboten werden, sind seit dem Wintersemester 2010/2011 auch für das Basismodul des Erweiterungscurriculums Kulturwissenschaften/Cultural Studies anrechenbar. Dies gilt nicht für Lehrveranstaltungen anderer Universitäten (TU, Akademie der bildenden Künste, Universität für Angewandte Kunst, IFF-Uni Klagenfurt etc.). Die drei Vorlesungen, die im Basismodul zusätzlich zur Einführung vorgeschrieben sind, werden von anderen Studienprogrammleitungen der Universität Wien angeboten, weswegen die AG Kulturwissenschaften/Cultural Studies keinen Einfluss auf deren ECTS-Auszeichnung hat. Aus diesem Grund kann es vorkommen, dass diese LVen mehr als die 3 im Curriculum vorgesehenen Punkte haben, und somit die Gesamtzahl der im Basismodul zu erwerbenden Credits 15 übersteigt. Dies entbindet jedoch ausdrücklich nicht davon, insgesamt vier Vorlesungen zu absolvieren.

Bei folgenden Lehrveranstaltungen wurden Änderungen/Aktualisierungen vorgenommen:

15.3.2012:
NEU: VO Afrohispanische Sprachkontakte im amerikanischen Raum
8.3.2012:
KO Von der Erzählung. Zwischen Literatur und Kultur. - Theorie mit angewandten Beispielen
ABGESAGT: SE Museum als Ort der Wissens- und Wissenschaftskommunikation
1.3.2012:
SE Art & Text
28.2.2012:
NEU: PS Kulturtheorien
NEU: SE Repräsentationen I: Praktiken der Orientalisierung
21.2.2012:
SE Queere Weiblichkeiten im Kino?
20.2.2012:
SE Culture Club II
NEU: FS "Post/kolonialismus, Differenzdiskurse, Reisepraktiken"


070493 VO Wissenschaftsgeschichte - Themenfelder, Probleme und Perspektiven - Kulturen des Wissens seit 1900
CS III, 2 Stunde(n), 4,0 ECTS credits
Mitchell Ash
DI wtl von 06.03.2012 bis 26.06.2012 13.15-14.45
Ort: Hörsaal 41 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8

Online-Anmeldung von 16. Februar 2012 bis 26. Februar 2012
Anmeldung zur LV über UNIVIS

Inhalte:
Überblick über Entwicklungen der Wissenschaften im politischen, sozialen und kulturellen Kontext von 1900 bis heute. Die folgenden Themen werden besprochen: Wissenschaftliche Umbrüche und kulturelle Moderne um die Wende zum 20. Jahrhundert; die Wissenschaften im Ersten und im Zweiten Weltkrieg; Wissenschaft, Ideologie, technokratische Modernität und Diktatur; Genetik und Eugenik im internationalen Vergleich; Wissenschaft, Technik und Kultur im Kalten Krieg; Wissenschaft, Technik und Kultur im „Informationszeitalter“; Die Wissenschaften in (Post)kolonialien Verhältnissen; Wissenschaft, Medien und Öffentlichkeit; Wandlungen der Geschlechterrollen und der Repräsentation der Geschlechterverhältnisse in den Wissenschaften.
Methoden: Überblicksvorlesung - Rückfragen erwünscht!
Koordiniert mit dem Kurs "Quellen und Analysen zur Wissenschaftsgeschichte. Kulturen des Wissens seit 1900"
Ziele: Einführung in zentrale Themenfelder der Wissenschaftsgeschichte seit 1900 aus der Perspektive der Geschichts- und Kulturwissenschaften
Art der Leistungskontrolle: Schriftliche Prüfung

Literatur:
Michael Hagner, Ansichten der Wissenschaftsgeschichte. Zur Einführung. In: Ders., Ansichten der Wissenschaftsgeschichte. Frankfurt am Main 2001, S. 7-42.
Ute Daniel, Wissenschaftsgeschichte. In: Dies., Kompendium Kulturgeschichte. Frankfurt a. M. 2002, S. 361-379
Rudolf Stichweh, Der Wissenschaftler. In: Ute Frevert und Heinz-Gerhard Haupt (Hg.), Der Mensch des 20. Jahrhunderts. Frankfurt a. M. 1999 / Essen 2004, S. 163-196.

070223 KU Quellen und Analysen zur Wissenschaftsgeschichte - Kulturen des Wissens seit 1900
CS III, 2 Stunde(n), 4,0 ECTS credits
Mitchell Ash
DI wtl von 06.03.2012 bis 26.06.2012 16.15-17.45
Ort: Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9

Online-Anmeldung von 16. Februar 2012 bis 26. Februar 2012
Anmeldung zur LV über UNIVIS (Information)
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 25

Inhalte:
Vertiefende Einführung in zentrale Fragestellungen der Wissenschaftsgeschichte seit 1900. Thematisiert werden: Gesellschaft, Kultur und wissenschaftliche Umbrüche um 1900; Wissenschaft und Waffentechnik im Ersten und Zeiten Weltkrieg; Genetik, Eugenik und Gentechnik im internationalen Vergleich; Wissenschaft, Ideologie, technokratische Modernität und Diktatur; Wissenschaft, Technik und Kultur im Kalten Krieg; Wissenschaft, Technik und Wirtschaft im Zeitalter der Information; Wissenschaft und Öffentlichkeit; Wandlungen der Geschlechterrollen und der Repräsentation der Geschlechterverhältnisse in den Wissenschaften.
Methoden: Übersichtsbemerkungen des LV-Leiters, gemeinsamer Diskussion ausgewählter Quellentexte und Sekundärliteratur, (optionale) Referate der Studierende zu ausgewählten Themen.
Ziele: Einführung in zentrale Fragestellungen der Wissenschaftsgeschichte seit 1900 vom Standpunkt der Geschichts- und Kulturwissenschaften aus. Einübung im kritischen Umgang mit anspruchsvollen Quellen- und Literaturtexten. Koordiniert mit der Überblicksvorlesung "Kulturen des Wissens" desselben LV-Leiters am selben Tag.
Art der Leistungskontrolle: Aktive Mitarbeit an den wöchentlichen Diskussionen; kurze Auseinandersetzungen mit vorab gestellten Lektürefragen (1x pro Woche). Hausarbeit: Kritische Besprechung und Analyse eines ausgewählten Textes (5-7 Seiten)

Literatur:
Michael Hagner, Ansichten der Wissenschaftsgeschichte. Eine Einführung. In: Ders., Ansichten der Wissenschaftsgeschichte. Frankfurt am Main 2001, S. 7-42.
Ute Daniel, Wissenschaftsgeschichte. In: Dies., Kompendium Kulturgeschichte. Frankfurt a. M. 2002, S. 361-379
Rudolf Stichweh, Der Wissenschaftler. In: Ute Frevert und Heinz-Gerhard Haupt (Hg.), Der Mensch des 20. Jahrhunderts. Frankfurt a. M. 1999 / Essen 2004, S. 163-196.

 

070189 KU Visualisierungsstrategien wissenschaftlicher Theorien und Ansätze
CS III, 2 Stunde(n), 4,0 ECTS credits
Aylin Basaran

Termine:
DI 06.03.2012, 13.03.2012, 17.04.2012 und 15.05.2012 09.00-12.30 Ort: Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1; FR 18.05.2012 10.00-18.00 Ort: Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1; SA 19.05.2012 10.00-18.00 Ort: Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1; FR 08.06.2012 10.00-18.00 Ort: Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1; SA 09.06.2012 10.00-18.00 Ort: Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1; DI 12.06.2012 09.00-12.30 Ort: Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1

Online-Anmeldung von 16. Februar 2012 bis 26. Februar 2012
Anmeldung zur LV über UNIVIS
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 35

Inhalt:
In Studium, Beruf und Alltag sind Historiker_innen heutzutage mit einer Flut von visuellen, insbesondere filmischen Darstellungen von Geschichte konfrontiert.
In der Auseinandersetzung damit liegt die Annahme zugrunde, dass hier, wie bei jeglicher Art von Geschichtsrepräsentation – mitunter subtile – historiographische Vorannahmen zugrunde liegen, die es zu entschlüsseln gilt. Versuche, historische Fakten und Abläufe in dokumentarischer Manier möglichst quellengetreu oder ‚authentisch‘ abzubilden, sollen kritisch hinterfragt werden.
Vielmehr soll der Frage nachgegangen werden, welche besonderen Möglichkeiten der Weitergabe, Aufarbeitung und Reflexion von Geschichte (und deren Verständnis betreffender wissenschaftlicher Theorien) das Medium Film bietet. Wie können vergleichsweise abstrakte, theoretische Gedanken filmisch dargestellt werden und möglicherweise zu einem Diskurs zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit beitragen?
Methoden: Im ersten Schritt werden anhand schriftlicher und visueller Dokumente verschiedene historiographische Ansätze thematisiert und daraufhin untersucht, welche Gesellschaftsverständnisse, Weltanschauungen und Menschenbilder sie implizieren, und welche argumentativen Strategien sie verfolgen. Im Folgenden bekommen die Studierenden die Möglichkeit anhand selbstgewählter historischer Theorien Visualisierungsstrategien zu überlegen und praktisch zu erproben. Jenseits von einem Streben nach ‚Authentizität‘ und Nachbildung von (stets lückenhaften und durch selektive Praktiken der Weitergabe bestimmten) Fakten, soll versucht werden – im eher essayistischen Stil – wissenschaftliche Überlegungen visuell in Szene zu setzen und in einen gesellschaftlichen Diskurs zu tragen. Durch Praxis-Workshops zu Kameraarbeit und Filmschnitt wird den Studierenden das Handwerkszeug gegeben, im Rahmen des Seminars eigene Kurzfilmprojekte zu realisieren.
Ziel: Das Seminar führt die Studierenden heran an einen kritischen Umgang mit historischen Produktionen verschiedener medialer Form. Dabei wird ein Bewusstsein dafür geschärft, dass Wissenschaft stets Partei ergreift. Gleichzeitig soll anhand der eigenen praktischen Arbeit die Erfahrung gemacht werden, was es bedeutet abstrakte wissenschaftliche Überlegungen (visuell) zu repräsentieren und so in einen gesellschaftlichen Diskurs zu überführen.

070024 KU UNIVISUALS - filmische Perspektiven auf den universitären Raum
CS III, 2 Stunde(n), 6,0 ECTS credits
Herbert Posch , Aylin Basaran , Klaudija Sabo

Termine
FR 09.03.2012, 23.03.2012 und 20.04.2012 09.00-13.00 Ort: Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1; FR 27.04.2012 09.00-17.00 Ort: Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1; SA 28.04.2012 09.00-17.00 Ort: Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1; FR 01.06.2012 09.00-17.00 Ort: Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1; SA 02.06.2012 09.00-17.00 Ort: Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1; FR 22.06.2012 09.00-13.00 Ort: Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1

Online-Anmeldung von 16. Februar 2012 bis 26. Februar 2012
Anmeldung zur LV über UNIVIS
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 25

Inhalte:
Das Thema "Universität im Film" verbindet (selbst)reflexive mit analytischen und umsetzungsorientierten Arbeitsschritten. Anhand von Filmen soll visuellen Repräsentationen und Narrativen des Universitären nachgegangen werden, wobei diese kritisch hinterfragt werden sollen.
Die Universität als Ort von Wissensgewinn und Wissensvermittlung ist für Studierende zugleich Teil ihres alltäglichen Lebens und Kommunizierens. Im Zentrum steht die Frage, welche Wechselbeziehungen, zwischen der persönlichen Geschichte und Lebensrealität von Studierenden und der Universität als institutionellem und (zeit)geschichtlichem Raum entstehen, und welche Perspektiven und Blicke auf die Universität sich daraus ergeben. Es werden Strategien ergründet, mit Hilfe textlicher, verbaler und visueller Mittel ein solches situiertes Wissen anderen verständlich zu machen. Dabei stehen Reflexion und Umsetzung mit filmischen Mitteln als Medium wissenschaftlicher Thematiken und Diskurse im Vordergrund.
Methoden: Über die gemeinsame Quellen-, Film- und Textlektüre möchte der Kurs Fragen aufwerfen und die Studierenden zu eigenständigen wissenschaftlichen und filmischen Antworten ermuntern, das erarbeitete theoretisch-methodische Handwerk praktisch zu erproben.
In einem ersten Schritt werden Wissenschafts- und Universitätsgeschichtliche Fragestellungen an Hand von schriftlichen, bildlichen, filmischen und objekthaften Quellen erörtert. Im Folgenden soll vor diesem Hintergrund ein eigener Zugang gefunden werden und in einem reflexiven Prozess in eine präsentierbare Form gebracht werden. Dabei werden verschiedene Schritte wissenschaftlichen Arbeitens und Visualisierens der Reihe nach erprobt: von Literatur- und Quellenrecherche über Mapping zu Gliederung, Essay, Treatment und filmischer Umsetzung. Es werden eigene Dokumentarfilmprojekte in Gruppen zu dem Thema "Univisuals" entwickelt und realisiert werden. In aufbauenden Wochenend-Praxisworkshops können Grundlagen zu Schnitt- und Kameratechnik erworben werden.
Ziele: Der Kurs dient der Reflexion der eigenen akademischen Lebenswelt in gegenwärtigen und historischen, theoretischen und visuellen Dimensionen. Es werden wissenschaftliche Zugänge im Hinblick auf Kontext und Situiertheit hinterfragt; es wird erlernt, eigene Herangehensweisen durch verschiedene diskursive Formen zugänglich zu machen. Eine öffentliche Präsentation der Ergebnisse in verschiedenen Formen ist angedacht und deren Konzeption und Durchführung ebenfalls Teil der Lernerfahrung in dieser Lehrveranstaltung

Literatur:
Zur Geschichte der Universität Wien s. Literaturliste unter www.univie.ac.at/universitaet/forum-zeitgeschichte/literatur/
BOURDIEU, Pierre: Homo academicus. Frankfurt a.M. 1992.
FRIESE, Heidrun/WAGNER, Peter: Der Raum des Gelehrten. Eine Topographie akademischer Praxis. Berlin 1993.
WARNEKEN, Bernd Jürgen (Hg.): Das Outfit der Wissenschaft. Zur symbolischen Repräsentation akademischer Fächer am Beispiel von Jura, Botanik und Empirischer Kulturwissenschaft. Tübingen 1998.
STEINMETZ, Rüdiger: Filme sehen lernen. Grundlagen der Filmästhetik [DVD] Frankfurt am Main 2006

24.0141 SE Medien/Ereignisse: kultur- und medienwissenschaftliche Perspektiven
CS III, 2 Std.
Monika Bernold
Ort der Abhaltung: IKM, Karlsplatz 2/2/9, 1010 Wien (Seminarraum)

Termine:
Mittwoch, 14.03.2012 v. 16.00-20.00 Uhr
Mittwoch, 28.03.2012 v. 14.00-18.00 Uhr
Donnerstag, 03.05.2012 v. 10.00-16.00 Uhr
Freitag, 04.05.2012 v. 10.00-16.00 Uhr

Anmeldung:
Voraussetzung für die Teilnahme ist die schriftliche Anmeldung am Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft (E-Mail an: ikm-lehre@mdw.ac.at) und die Meldung als „MitbelegerIn“ in der Studien- und Prüfungsabteilung der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien). Die Lehrveranstaltung ist für StudentInnen aller Universitäten zugänglich.

Kurzbeschreibung:
Im Zentrum der Lehrveranstaltung stehen Ereignisse, die transmedial und transnational wirksam wurden und sich in die Erfahrungen und kollektiven Bildgedächtnisse westlicher Industriegesellschaften eingeschrieben haben. Bei der Auseinandersetzung mit dem Zusammenhang von Medien, Medienwandel und Ereignisproduktion sollen folgende Fragen reflektiert und weiterentwickelt werden:
Wie werden Ereignisse zu Medien-Ereignissen? Wann sind/werden Medien-Ereignisse? Inwiefern sind transnationale Medienereignisse geschlechtlich kodiert, welche Identitätspolitiken werden wirksam und wie konstituiert sich ihr Publikum? Welche Vorstellungen von Evidenz und Zeugenschaft werden in Medien-Ereignissen effektiv? Wie werden Ereignisse im Kontext ‚neuer‘ Medien konstruiert, wahrgenommen und effektiv?
Paradigmatische Medien-Ereignisse des 20. und 21. Jahrhunderts (u.a. Untergang der Titanic, Mondlandung, Eurovision Songcontest, Olympische Spiele, 9/11, ‚Revolution‘ in Ägypten) werden in Hinblick auf ihre mediale Verarbeitung und Herstellung sowie in Hinblick auf ihre machtpolitische Strukturierung diskutiert. Kultur- und medienwissenschaftliche Ansätze, die sich mit Medienereignissen beschäftigen, werden vorgestellt und gemeinsam erarbeitet. Ziel des Seminars ist es, am Beispiel ausgewählter diskursiver Felder (Politik, Populärkultur, Medien, Sport) mediale Wahrnehmungsmodi und Formen medialer Formatierung (J.Butler) von Ereignissen in kultur- und medienwissenschaftlicher Perspektive zu analysieren.

040.031 SE Kunst im/mit/gegen Kino: Film als Sonderfall der Medieninstallation
CS III, 2 Std.
Sabeth Buchmann
Zeit: mittwochs, 16-19h (14tägig), Beginn: 7. März 2012
Ort: Raum: M13, Schillerplatz 3, 1010 Wien

Eine LV des Instituts für Kunst- und Kulturwissenschaften an der Akademie der bildenden Künste Wien. Studierende der Uni Wien müssen sich innerhalb der allgemeinen Zulassungsfrist in der Prüfungsabteilung dieser Universität als MitbelegerIn anmelden (Studienausweis mitnehmen!).

Inhalt:
Die Vorlesung Kunst in/mit Raum und Zeit: Zur Geschichte und Praxis der Medieninstallation ergänzend, steht der postavantgardistische Experimentalfilm im Zentrum des geplanten Seminars. In Korrespondenz zu einer thematisch verwandten Verstaltungsreihe des MUMOK und zur Ausstellung Morgan Fisher. The Frame and Beyond in der Generali Foundation werden jene Beispiele des Experimentalfilms der fünziger und sechziger Jahre gesichtet und diskutiert, die in Austauschbeziehung mit damaligen künstlerischen Szenen und Praktiken stehen: Darunter Stan Brakhage, Bruce Connor, Tony Conrad, VALIE EXPORT, Morgan Fisher, Kurt Kren, Hélio Oiticica, Marie Menken, Werner Nekes, Michael Snow, Jack Smith, Peter Weibel, Joyce Wieland. Das Seminar fokussiert dabei Verfahren der Manipulation, der Montage und der Appropriation sowie technisch-mediale Erfindungen, die dazu angetan waren/sind, hergebrachte Filmsprachen im Sinne einer zugleich lebendigen und kritischen Bildpraxis umzucodieren. Wie ein Vergleich mit damaligen künstlerischen Werkformen zeigen wird, manifestieren sich im Exerimentalfilm sowohl formalistische Medienbegriffe als auch solche, die im interdisziplinären Ausgreifen auf Theater, Architektur, Malerei, Zeichnung, Fotografie etc. ein kommunikations- und affektorientiertes Modell des (Anti-)Kinos erkennen lassen.
Die Teilnahme ist an die die Bereitschaft zur Lektüre film- und kunsttheoretischer Texte sowie zur Übernahme eines Referats gebunden.
Eine Literaturliste wird zu Beginn des Semesters bereitgestellt.

823.012 SE Berufsfeldorientierung II
CS III, 2 SeWo Std.
Gert Dressel, Silvia Hellmer
Ort: Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF), Schottenfeldgasse 29, 1070 Wien

Termine:
06. März 2012, 9.00 – 13.00 Uhr, SR 4c
20. März 2012, 9.00 – 18.00 Uhr, SR 6
12. Juni 2012, 9.00 – 13.00 Uhr, SR 4c
19. Juni 2012, 9.00 – 13.00 Uhr, SR 6
26. Juni 2012, 9.00 – 13.00 Uhr, SR 6

Anmeldung bis 05. März 2012 bei: LehreIK@uni-klu.ac.at; inhaltliche Rückfragen bei Dr. Silvia Hellmer: silvia.hellmer@uni-klu.ac.at

Eine Veranstaltung der Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF). Studierende der Uni Wien müssen sich innerhalb der allgemeinen Zulassungsfrist in der Prüfungsabteilung dieser Universität als MitbelegerIn anmelden (Studienausweis mitnehmen!).

Inhalt/Methodik/Didaktik:
Die Lehrveranstaltung stellt bewusst eine Verbindung zwischen Studium und (möglicher) Berufspraxis her. Die TeilnehmerInnen sollen - entsprechend ihren bisherigen Erfahrungen, Interessen und Kompetenzen - sich einem spezifischen Berufsfeld annähern. Über die Konkretisierung von Ideen hinaus sollen erste Erfahrungen in entsprechenden Berufsfeldern gesammelt werden: Kontakte mit ExpertInnnen, Institutionen, SubventionsgeberInnen u.a.
Zugrundegelegte Methode ist das biografische Interview. Mit Hilfe dieser Interviews werden Kontakte mit Personen aus Berufsfeldern geknüpft und Informationen über Berufsfelder - die man sich selbst ausgewählt hat – eingeholt. So werden konkret soziale Netzwerke aufgebaut. Diese Erfahrungen bieten eine Grundlage, sich für die nächsten beruflichen Schritte zu entscheiden.
Der Austausch in der Studierendengruppe ermöglicht darüber hinaus eine Vielfalt an Informationen über Berufsfelder und konkrete berufliche Laufbahnen und Organisationen.
Die Lehrveranstaltung ist Teil des Lehrprogramms Interdisziplinäre Kommunikation, Wissensmanagement und soziales Lernen.
AdressatInnen: Sozial-, Kultur- und Naturwissenschaften
Voraussetzung für den Zeugniserwerb: permanente Teilnahme, individuelles Reflexionsprotokoll, Seminararbeit

Literatur:
Alheit, Peter: Transitorische Bildungsprozesse: Das „biographische Paradigma“ in der Weiterbildung. In: Mader, Wilhelm (Hg.): Weiterbildung und Gesellschaft. Theoretische Modelle und politische Perspektiven. 2. erw. Aufl., Bremen 1993, 343-416.
Bolles, Richard Nelson, Durchstarten zum Traumjob, Frankfurt/New York, 4. durchgesehene Auflage 2000.
Dressel, Gert: Erfahrung und Biografiearbeit. In: AK Wien und Iff, verschlungene Wege von der Uni ins Berufsleben. Wien 2006, 29-38.
Forum Sozialforschung (Hg.): Positionierung der außeruniversitären Sozialforschung (= Forum Sozialforschung Schriftenreihe, 4). Wien 1999.
Giegel, Hans-Joachim, Strukturmerkmale einer Erfolgskarriere. In Wolfram Fischer-Rosenthal/Peter Alheit (Hrsg.), Biographien in Deutschland. Soziologische Rekonstruktion gelebter Gesellschaftsgeschichte. Opladen 1995, 213-231.:
IG Externe LektorInnen und Freie WissenschaftlerInnen: Zwischen Autonomie und Ausgrenzung? Zur Bedeutung Externer Lehre und Freier Wissenschaft an österreichischen Universitäten und Hochschulen. Endbericht eines Forschungsprojekts des BM f. Wissenschaft und Kunst. Wien 2000 (siehe auch: http://www.univie.ac.at/IG-LektorInnen).
Hellmer, Silvia: Berufsbiografie und Berufsfeld im Wandel. In: AK Wien und Iff, verschlungene Wege von der Uni ins Berufsleben. Wien 2006, 17-28.
Hermanns, Harry: Interviewn als Tätigkeit. In: Flick, Uwe/Ernst von Kardorff/Ines Steinke (Hg.), Qualitative Forschung, Ein Handbuch. 6. Auflage, Reinbeck bei Hamburg 2008. 360-369.
Ingrisch, Doris/Brigitte Lichtenberger-Fenz: Hinter den Fassaden des Wissens. Frauen, Feminismus und Wissenschaft – eine aktuelle Debatte. Wien 1999.
Ruhe, Hans G.: Methoden der Biografiearbeit. Lebensspuren entdecken und verstehen. 4.akt. Aufl., Weinheim/München 2009.
Schuster, Gabriele (Hg.): Neuland. Berufliche Horizonte für Geistes- und SozialwissenschaftlerInnen. Wien 1994.
Schweighofer-rauer, Annemarie u. a. (Hg.): „Eigentlich lief alles nach Plan, bis ...“ Biographische Texte zu freien Wissenschaftlerinnen in Österreich. Innsbruck 2002.
Senge, Peter u.a.: Das Fieldbook zur Fünften Disziplin. Stuttgart 1994 (darin: David Kantors Kommunikations- und Systemtypen)
Sennet, Richard: Der flexible Mensch. Die Kultur des neuen Kapitalismus. Berlin 1998 (Tb-Ausgabe: 2000).
Völzke Reinhard: Biografisches Erzählen im beruflichen Alltag. Das sozialpädagogische Konzept der biografisch narrativen Gesprächsführung. In: Rekonstruktive Sozialpädagogik, Konzepte und Methoden sozialpädagogischen Verstehens in Forschung und Praxis. Weinheim und München 1997, 271-286.

070193 VO Sexualität im 20. Jahrhundert - Globale Perspektiven und internationale Entwicklung
CS III, 2 Stunde(n), 4,0 ECTS credits
Franz Eder
DO wtl von 08.03.2012 bis 28.06.2012 11.30-13.00
Ort: Hörsaal C1 UniCampus Hof 2 2G-O1-03

Online-Anmeldung von 16. Februar 2012 bis 26. Februar 2012
Anmeldung zur LV über UNIVIS (Information)

Inhalte:
Die Vorlesung bringt einen Überblick über wichtige globale und internationale Aspekte und Felder der Sexualitätsgeschichte des 20. Jahrhunderts. Sexualität wird dabei in ihrem jeweiligen kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Kontext dargestellt. Zugrunde gelegt ist ein Sexualitätsbegriff, der alle mit dem Geschlechtsleben zusammenhängenden Erscheinungen - das sind Begriffe, Ideen, Wissen, Symbole, Vorstellungen, Praxis und Erfahrungen - umfasst. Sexuelles wurde und wird demnach immer auf konkrete Art und Weise gelebt, also durch Praxis konstituiert. Menschen bedienen sich dabei vorgeprägter Begriffe, Vorstellungen und Wahrnehmungsformen um den Körper und die Psyche zu erfahren, zu beschreiben und mit Bedeutung und Sinn zu versehen. Allerdings wird das Kulturelle nicht in einen 'leeren' Leib eingeschrieben: Biologische sexuelle Begierde ist von sich aus ein Bestandteil des Sexuellen, wenn auch ein weitgehend "stummer". Mit dem Terminus "sexuelle Begierde" wird das Sexuelle als eine noch unbestimmte interaktive soziokulturelle Art verstanden, die den biologischen Anteil nicht ausklammert.
Themen der VO: Sexualitätskonzepte und -theorie, Historiographie der Sexualität; Europa und USA (Phasen: Zweiter Weltkrieg bis 1950, 1950er und frühe 1960er Jahre, Mitte der 1960er bis 1970er Jahre, Mitte der 1960er bis 1970er Jahre, 1980er Jahre bis heute); USA: neuer sexueller Fundamentalismus? Russlands sexuelle Transition; Sexuelle Entwicklung in Indien; China - Von Mao bis Aids; exemplarische Entwicklung islam. Länder
Methoden: Die Vorlesung wird multimedial aufbereitet. Vortrag und Diskussion
Art der Leistungskontrolle: 3 schriftliche Prüfungstermine

230163 SE Practicing Difference Science, Medicine, and Gender
CS III, 2 Stunde(n), 5,0 ECTS credits
Sandra Eder
MO 05.03.2012, 19.03.2012 und 16.04.2012 09.00-12.00 Ort: Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien; MO 14-tg von 07.05.2012 bis 18.06.2012 09.00-12.00 Ort: Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien

Online-Anmeldung
Anmeldung zur LV über UNIVIS (Information)
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 25

Inhalte:
Cultural processes have profoundly shaped knowledge about humanness, health, and even our understanding of 'nature' itself. This course explores how distinctions between people have been generated in the biological sciences and in biomedicine. Specifically, it investigates how biological differences - construed around an axis of gender, sex, and sexuality have been constructed, employed, practiced and embodied inside and outside the worlds of the laboratory and the clinic.
The course will be structured in three major parts. The first part introduces the historical development of the idea that sex is pervasive and explores the changing sites where sex is thought to be situated in the body (sex glands, hormones, chromosomes, the brain) and how these parts become sexed. The second and third parts relies on specific examples to show how these differences are put into practice, and the effects they have on medical care, public health policies, identity and community, popular conceptions of behavior and on biological citizenship.

24.0124 SE Gefühltes Wissen? Künstlerische Arbeit/Forschung, Wissenschaft und Gender
CS III, 2-stündig
Andrea Ellmeier
Ort der Abhaltung: IKM, Karlsplatz 2/2/9, 1010 Wien (Seminarraum)

Termine:
Freitag, 30.03.2012 v. 10.00-13.00 Uhr
Dienstag, 17.04.2012 v. 14.00-17.00 Uhr
Dienstag, 08.05.2012 v. 14.00-17.00 Uhr
Dienstag, 22.05.2012 v. 14.00-17.00 Uhr
Dienstag, 12.06.2012 v. 14.00-17.00 Uhr
Dienstag, 19.06.2012 v. 14.00-17.00 Uhr

Anmeldung:
Voraussetzung für die Teilnahme ist die schriftliche Anmeldung am Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft (E-Mail an: ikm-lehre@mdw.ac.at) und die Meldung als „MitbelegerIn“ in der Studien- und Prüfungsabteilung der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien). Die Lehrveranstaltung ist für StudentInnen aller Universitäten zugänglich.

Kurzbeschreibung:
Das Seminar ist ein Vertiefungs- und Reflexionsangebot zur Gender-Ringvorlesung „Ratio und Intuition. Wissen|s|Kulturen und Geschlecht in Musik • Theater • Film“. Es bietet eine Kontextualisierung der in der Ringvorlesung angesprochenen Themenfelder und nimmt eine Historisierung der Fragestellung „Ratio und Intuition“ und ihrer Zuordnung zu Wissenschaft und Kunst vor und konfrontiert diese bipolar verhandelten Zugänge mit dem kritischen Wissenschaftsbegriff der Gender Studies.
Dabei wird u.a. nach der Rolle und Bedeutung der Kategorie „Erfahrung“ in künstlerischen, wissenschaftlichen und Gender-Wissensgenerierungsprozessen gefragt. Ziel des Seminars ist eine breite Gender-kritische Besprechung, Reflexion und Hinterfragung der Wissenskulturen, die sich in den Wissenschaften und Künsten herausgebildet haben. Am Beispiel von künstlerischen Projekten, die aus allen Feldern der Kunst – Musik, bildender und angewandter Kunst, Film, Video – kommen können, sollen diese differierenden Wissens(chafts)begriffe selbst zum Gegenstand des kritischen Interesses werden.

Literatur (Auswahl):
Ulrich Bröckling, Das unternehmerische Selbst. Soziologie einer Subjektivierungsform, Frankfurt am Main 2007
Judith Butler, Die Macht der Geschlechternormen und die Grenzen des Menschlichen. Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann und Martin Stempfhuber, Frankfurt am Main 2009 (engl. Original Undoing Gender 2004)
Corina Caduff, Fiona Siegenthaler, Tan Wälchli(Hg.), Kunst und künstlerische Forschung = Art and artistic research, Zürich 2010
Sandra Harding, Sciences from Below. Feminisms, Postcolianlisms, and Modernities, Durham, NC/London 2008
Dieter Mersch, Michaela Ott (Hg.), Kunst und Wissenschaft, München 2007

24.0130 Gender-Ringvorlesung: Ratio und Intuition. Wissen|s|Kulturen und Geschlecht in Musik ∙ Theater ∙ Film
CS III, 2 Std.
Andrea Ellmeier, Doris Ingrisch, Claudia Walkensteiner-Preschl
Ort der Abhaltung: Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien, Fanny-Hensel-Mendelssohn-Saal (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien/mdw,)

Termine:
Donnerstag, 29.03.2012 v. 14.00-17.00 Uhr
Donnerstag, 19.04.2012 v. 14.00-17.00 Uhr
Donnerstag, 26.04.2012 v. 14.00-17.00 Uhr
Donnerstag, 03.05.2012 v. 14.00-17.00 Uhr
Donnerstag, 24.05.2012 v. 14.00-17.00 Uhr
Prüfung: Donnerstag, 14.06.2012 v. 14.00-15.30 Uhr (Ort: IKM, Karlsplatz 2/2/9, 1010 Wien)

Anmeldung:
Voraussetzung für die Teilnahme ist die schriftliche Anmeldung am Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft (E-Mail an: ikm-lehre@mdw.ac.at) und die Meldung als „MitbelegerIn“ in der Studien- und Prüfungsabteilung der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien). Die Lehrveranstaltung ist für StudentInnen aller Universitäten zugänglich.

Kurzbeschreibung:
Welche Wissensbegriffe liegen den Wissenschaften, Künsten und den Gender Studies zugrunde? Die Auseinanderentwicklung der Künste und Wissenschaften seit dem 16. Jahrhundert führte zu sehr unterschiedlichen und getrennt wahrgenommenen Wissensgenerierungsprozessen. Den Wissenschaften wird die Ratio, der Kunst vor allem die Intuition zugeschrieben und damit auch zugewiesen. Wenn selbst die Neurowissenschaften feststellen, dass es diese rigorose Trennung zwischen dem einen und dem anderen Denken - da rationales, dort gefühltes, intuitives Denken in dieser wesentlich voneinander getrennt gedachten Form gar nicht geben kann, dann rücken auch Wissenschaften und Künste wieder enger zueinander.
Die Frauen- und Geschlechterforschung als Vorläuferin der Gender Studies gründete auf der Kritik des herrschenden Wissenschaftsbegriffs, der sämtliche Wissensgenerierungen außerhalb der Natur-und empirischen Sozialwissenschaften zusehends deutlicher marginalisierte.
Eine Neuverhandlung des Konnexes zwischen Kunst, Wissenschaft und Gender ist heute notwendig und diesen Fragen wollen wir in der Gender-Ringvorlesung aus unterschiedlichen Blickwinkeln der Wissenschaften und Künste nachgehen. Vortragende sind Marie-Agnes Dittrich, Simone Heilgendorff, Doris Ingrisch, Heike Klippel, Krassimira Kruschkova, Helene Maimann, Peter Rössler und Andrea Sodomka. Eine Web-site mit detailliertem Programm und Kurzbiografien ist unter http://www.mdw.ac.at/ikm/ratio_und_intuition abrufbar.

Literatur (Auswahl):
Judith Butler, Die Macht der Geschlechternormen und die Grenzen des Menschlichen. Aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann und Martin Stempfhuber, Frankfurt am Main 2009 (engl. Original Undoing Gender 2004)
Corina Caduff, Fiona Siegenthaler, Tan Wälchli(Hg.), Kunst und künstlerische Forschung = Art and artistic research, Zürich 2010
Sandra Harding, Sciences from Below. Feminisms, Postcolianlisms, and Modernities, Durham, NC/London 2008

230152 UK Verkörpertes Wissen
CS III, 2 Stunde(n), 5,0 ECTS credits
Kay Franziska Felder , Theresa Öhler
MI wtl von 09.05.2012 bis 30.05.2012 11.45-14.45 Ort: Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien; MI 13.06.2012 und 20.06.2012 11.45-14.45 Ort: Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien; MI 27.06.2012 11.45-14.00 Ort: Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Zusätzlich zu den LV-Terminen wird am 6. Juni eine Exkursion stattfinden.

Online-Anmeldung
Anmeldung zur LV über UNIVIS (Information)
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 40

Inhalte:
Körper existieren nicht unabhängig von Wissen, und Wissen existiert nicht unabhängig von Körpern. Diese einführende Lehrveranstaltung setzt sich mit dieser wechselseitigen Bedingtheit auseinander. Zum einen werden wir Ansätze diskutieren, welche die Rolle des Körpers in Prozessen der Wissenserzeugung und -anwendung zu fassen suchen. Zum anderen wird es darum gehen, wie Wissen, Erfahrungen oder auch gesellschaftliche Strukturen in Körper eingeschrieben sind und werden.
Der Kurs bietet zunächst einen Überblick über grundlegende Konzepte wie tacit knowledge und embodied knowledge, und setzt sich mit unterschiedlichen Theoretisierungen des Körpers und dessen Einbettung in soziale und kulturelle Umwelten auseinander. Dabei werden Ansätze aus mehreren Theorierichtungen (Wissenschafts- und Technikforschung, Social Studies of Health and Illness, Körpersoziologie) miteinander verglichen und ergänzend gegenübergestellt.
Im Anschluss daran widmen wir uns in vier Blöcken Fragen wie den folgenden: Wie nutzt der Mensch seinen Körper und erweitert ihn mit Hilfsmitteln und Werkzeugen (Mikroskopen, bildgebenden Verfahren, etc.), um Wissen zu produzieren? Wie sind Hören, Sehen und Fühlen an der Arbeit im Labor oder in der Klinik beteiligt, und wie findet die Schulung der Wahrnehmung angehender MedizinerInnen und WissenschaftlerInnen statt? Wie gehen PatientInnen mit medizinischem Wissen um und eignen sich dieses an? Welches Wechselspiel gibt es zwischen wissenschaftlichen Kategorisierungen und sozialen Identitäten? Wie werden Macht und Ungleichheit in den Körpern eingeschrieben? Welche Formen von Wissen sind in Infrastrukturen und Artefakten verkörpert, und wie beeinflussen diese die Handlungsmöglichkeiten menschlicher AkteurInnen?
Methoden: Die Lehrveranstaltung hat einführenden Charakter. Im Kurs wechseln sich Inputs der Lehrveranstaltungsleiterinnen und die gemeinsame Diskussion von (vorab gelesenen) grundlegenden Texten ab. Weiters werden Kurzreferate zur Aufbereitung unterschiedlicher Aspekte bzw. Anwendungsfelder der behandelten Themen vergeben. Ein Schwerpunkt liegt auch auf der gemeinsamen Analyse und Diskussion von Beispielen aus den Medien, verschiedenen Feldern der Wissensproduktion, und eigenen Beobachtungen und Alltagserfahrungen.


24.0108 SE Queere Weiblichkeiten im Kino? Zur Wirkungsweise und Wirkungsmacht binärer Geschlechterbilder und ihrer kritisch-subversiven Aneignung
CS III, 2 Std.
Dagmar Fink, Katja Wiederspahn
Ort der Abhaltung: IKM, Karlsplatz 2/2/9, 1010 Wien (Seminarraum)

Termine:
Donnerstag, 08.03.2012 v. 10.00-11.30 Uhr
Donnerstag, 29.03.2012 v. 10.00-13.00 Uhr
Donnerstag, 19.04.2012 v. 10.00-13.00 Uhr
Donnerstag, 10.05.2012 v. 10.00-13.00 Uhr
Donnerstag, 24.05.2012 v. 10.00-13.00 Uhr
Donnerstag, 14.06.2012 v. 10.00-13.00 Uhr
Donnerstag, 21.06.2012 v. 10.00-13.00 Uhr

Anmeldung:
Voraussetzung für die Teilnahme ist die schriftliche Anmeldung am Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft (E-Mail an: ikm-lehre@mdw.ac.at) und die Meldung als „MitbelegerIn“ in der Studien- und Prüfungsabteilung der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien). Die Lehrveranstaltung ist für StudentInnen aller Universitäten zugänglich.

Kurzbeschreibung:
In ihrem bahnbrechenden Aufsatz "The Technology of Gender" (dt. "Die Technologie des Geschlechts", 1996) stellt Teresa de Lauretis 1987 heraus, dass in einer binären Geschlechterordnung Geschlecht ein Verhältnis herstellt: ein Verhältnis zwischen einer Entität und anderen Entitäten – einer Person mit anderen Personen, einer „Frau“ mit „Frauen“. Auf diese Weise, so Lauretis, können die Unterschiede zwischen Frauen nicht mehr in den Blick genommen werden, werden Frauen vielmehr zu einer homogenen Masse, dem, was Männer nicht sind, schließlich zu DER FRAU. In der feministischen Filmtheoriediskussion ging Lauretis' Aufsatz eine differenzierte Diskussion über die performative "Herstellung" von Weiblichkeiten im Anschluss an Mary Ann Doanes Aufsatz "Film and the Masquerade. Theorizing the Female Spectator" (1982, dt. "Film und Maskerade: Zur Theorie des weiblichen Zuschauers", 1985) voraus. Diese Herstellung oder Inszenierung von Weiblichkeiten, die Doane im Anschluss an Joane Riviere mit dem Begriff der "Maskerade" beschreibt, bewegt sich zwischen den Polen patriarchaler Blickregimes im Kino (zunächst über die Analyse klassischer Hollywoodfilme) einerseits und der performativen, potentiell subversiven Herstellung von Weiblichkeiten seitens "der Frau" auf der Leinwand (Stichwort Femme Fatale) andererseits. Mehr als zwei Jahrzehnte später stehen in Gender Studies und Queer Theory weniger Unterschiede zwischen Frauen als vielmehr zwischen unterschiedlichen Weiblichkeiten – ganz im Sinne ihrer performativen Herstellung - im Zentrum des Interesses. Nach der Dekonstruktion der Kategorie Frau und der daran anschließenden Beschäftigung mit weiblichen Männlichkeiten, Trans-Identitäten und Drag Kings rücken in den letzten Jahren Weiblichkeiten zunehmend ins Blickfeld.
Die Lehrveranstaltung widmet sich anhand der Diskussion ausgewählter Literatur der oben beschriebenen Theorieentwicklung. Herausgearbeitet werden soll auch, wie unterschiedliche Subjekte sich Weiblichkeit aneignen, ob und in welcher Weise (hetero-)normative Weiblichkeit in der jeweiligen Aneignung von Weiblichkeit umgearbeitet wird und schließlich, was die jeweiligen Weiblichkeiten auszeichnet, ob und wie sich Unterschiede und/oder zu anderen Formen von Weiblichkeit und deren Aneignung beschreiben. Eine Auseinandersetzung mit (feministischen Kritiken an) normativer Weiblichkeit - sowie eine kritische Analyse normativer Konzepte von Weiblichkeit in feministischen Ansätzen wird hier unerlässlich sein.
Das Kino ist eines der mächtigsten Produzent_innen von Weiblichkeitsbildern. Anhand ausgewählter Beispiele soll es darum gehen, sich im Anschluss an die diskutierten Texte ein Instrumentarium zur Analyse von Weiblichkeiten im Kino - hinsichtlich ihrer normativen und ihrer kritisch-subversiven Aspekte - zu erarbeiten.

Literaturliste (Auswahl):
Beauvoir, Simone de (1949; 1983): Das andere Geschlecht. Sitte und Sexus der Frau.
Reinbek bei Hamburg: Rowohlt
Doane, Mary Ann (1982; 1985): "Film und Maskerade: Zur Theorie des weiblichen
Zuschauers". In: Frauen und Film, Heft 38, S. 4-20
Fuchs, Sabine (2009): „Femme ist eine Femme ist eine Femme … Einführung in den Femminismus“.
In: Femme! radikal – queer – feminin. Berlin: Querverlag, S. 11-46
Garber, Marjorie (1993): Vested Interests: Cross-Dressing & Cultural Anxiety.
Harmondsworth u.a.: Penguin Books
Irigaray, Luce (1977; 1979): Das Geschlecht, das nicht eins ist. Berlin: Merve
Johnston, Claire (1975; 1990): "Femininity and the Masquerade: Anne of the Indies ". In:
Psychoanalysis and Cinema. Hg. von E. Ann Kaplan. New York: Routledge, S. 64–72.
Riviere, Joan (1966; 1994): „Weiblichkeit als Maskerade.“ In: Weiblichkeit als Maskerade. Hg.
von Liliane Weissberg. Frankfurt a.M.: Fischer, S. 34-47
Serano, Julia (2007): “Dismantling Cissexual Privilege” und “Putting the Feminine Back into
Feminism”. In: Whipping Girl: A Transsexual Woman on Sexism and the Scapegoating
of Femininity. Emeryville, CA: Seal Press
Taylor, Verta und Leila J. Rupp (2004): “Chicks with Dicks, Men in Dresses: What It Means to
Be a Drag Queen.” In: The Drag Queen Anthology: The Absolutely Fabulous but
Queere Weiblichkeiten im Kino? Seite 3/3
Flawless Customary World of Female Impersonators. Journal of Homosexuality, Vol.
46, 3/4 2004, S. 113-133
Tyler, Carole-Anne (1991): Boys Will Be Girls. The Politics of Gay Drag. In: Fuss, Diana
(Hrsg.): Inside/Out. Lesbian Theories, Gay Theories. N.Y., London: Routledge, 32-70
Weissberg, Liliane: "Gedanken zur 'Weiblichkeit'". In: Weiblichkeit als Maskerade. Hg. von
Liliane Weissberg. Frankfurt a.M.: Fischer, S. 7-34


NEU:
070011 FS "Post/kolonialismus, Differenzdiskurse, Reisepraktiken"
CS III, 4 Stunde(n), 10,0 ECTS credits
Johanna Gehmacher
MI wtl von 07.03.2012 bis 27.06.2012 09.00-13.00
Ort: Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1

Anmeldung zur LV über UNIVIS (Information)
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 25

Inhalte:
Ausgangspunkt der Lehrveranstaltung wird die These sein, dass jene globalen Reisepraktiken, die seit der Durchsetzung des Flugzeugs als Massenverkehrsmittel eine enorme Zunahme erfahren haben, nur im Kontext ihrer historischen Verflechtung mit post/kolonialen Machtbeziehungen angemessen thematisiert werden können. Anliegen der LV wird es daher sein, Traditionslinien und Brüche in Konzepten wie etwa jenem der "Orientreise" herauszuarbeiten und die damit verbundenen, Geschlecht, Ethnizität und "Rasse" verknüpfenden Differenzdiskurse zu analysieren. Dabei wird es zwei Schwerpunkte der gemeinsamen Arbeit geben: Zum einen sollen inzwischen kanonisierte Texte wie etwa Gayatri Chakravorty Spivaks "The Rani of Sirmur" oder Eward Saids "Orientalism" einer kritischen Relektüre unterzogen und mit neueren theoretischen Ansätzen konfrontiert werden. Zum anderen sollen exemplarische Analysen zu spezifischen Reisepraktiken - etwa zu Genealogien der "Forschungsreise" zu den sich wandelnden Geschlechterregimen des Reisens oder zur "politischen Reise" - entwickelt werden.
Ziele: Als 4-stündiges Forschungsseminar dient die LV sowohl der Auseinandersetzung mit aktuellen Forschungsdiskussionen als auch der Einübung in die wissenschaftliche Praxis anhand von exemplarischen Fragestellungen.
Art der Leistungskontrolle: Kontinuierliche und aktive Mitarbeit bei Lektüre und Diskussion sowie Entwicklung eines Forschungsprojektes sind Voraussetzung für einen positiven Abschluß der LV.

Literatur:
- Arnd Bauerkämper u.a. (Hg.): Die Welt erfahren: Reisen als kulturelle Begegnung von 1780 bis heute. Frankfurt/Main 2004
- Castro Varela, María do Mar u.a. (Hg.): Postkoloniale Theorie. Eine kritische Einführung Bielefeld 2005
- Gabriele Dietze u.a. (Hg.): Kritik des Okzidentalismus. Transdisziplinäre Beiträge zu (Neo-) Orientalismus und Geschlecht, Bielefeld 2009
- Sebastian Conrad/ Shalini Randeria (Hg.): Jenseits des Eurozentrismus. Postkoloniale Perspektiven in den Geschichts- und Kulturwissenschaften. Frankfurt/Main 2002
- Brigitte Fuchs: "Rasse", "Volk", Geschlecht. Anthropologische Diskurse in Österreich 1850-1960. Frankfurt/Main 2003
- Mary Louise Pratt: Imperial Eyes. Travel Writing and Transculturation. London 2008
-Burkhard Schnepel u.a. (Hg.) Orient - Orientalistik - Orientalismus: Geschichte und Aktualität einer Debatte. Bielefeld 2011

140182 KU Politik und Religion im südlichen Afrika
CS III, 2 Stunde(n), 6,0 ECTS credits
Ingeborg Grau
MI wtl von 14.03.2012 bis 27.06.2012 15.00-17.00
Ort: Inst. f. Afrikawissenschaften, Seminarraum 4 UniCampus Hof 5 2M-O1-10

Anmeldung per UNIVIS; zusätzlich per eMail für Studierende anderer Studienrichtungen als der Afrikawissenschaften und der IE bis Freitag 09.03.12 an: ingeborg.grau@univie.ac.at (unter Angabe von Motivation, Vorkenntnissen, Erwartungen u.ä.).
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 20

Inhalte:
Zum Wandel der Beziehungen zwischen Religion und Politik im 19. Und 20. Jahrhundert im südlichen Afrika (Schwerpunktregionen: Namibia, Republik Südafrika) unter der Genderperspektive:
Analyse der Ursachen für den Beziehungswandel zwischen christlicher Mission und Kolonialismus einerseits und lokaler Initiative andererseits (Entstehung Afrikanischer 'Unabhängiger' Kirchen /AIC/AUK);
Einblick in die Dynamik und Interaktion politischer und religiöser Prozesse unter den Bedingungen von Kolonialismus und (Anti)-Apartheid.
Methoden: Thematische Inputs durch die Vortragende; Präsentationen durch die Studierenden; Gedankenaustausch und Diskussion.
Ziele: Analyse der Rahmenbedingungen für den Wandel der Beziehungen zwischen Religion und Politik unter der Genderperspektive; kritische Rezeption von Fachliteratur.
Art der Leistungskontrolle: Literaturrecherche zur gemeinsamen Lektüre; Verfassen von abstracts (10-15 Zeilen) bzw. kurze Beantwortung von Impulsfragen zur gemeinsamen Lektüre (mit Diskussion);
Konzepterstellung und Präsentation eines Themas; Verfassen einer kurzen schriftlichen Arbeit bis Ende September 2012 (1¿-zeilig, Arial oder Times New Roman, 11- oder 12-Punkt) mit umfassender Bibliographie, im Umfang von ca. 10-12 Seiten (einschließlich Deckblatt, Gliederung, Bibliographie/fremdsprachige Fachartikel); schriftliches inhaltliches Resumée zur LV (ca. 1-2 Seiten) zu LV-Ende.

Literatur: Gemeinsame Lektüre: wird in den ersten Einheiten besprochen;
Literaturhinweise: werden laufend gegeben.

230156 SE The 'Same' Person? Past, Present, and Future of Identification Practices and Techniques
2 Stunde(n), 5,0 ECTS credits
Christoph Musik , Stephan Gruber , Daniel Meßner
DO wtl von 08.03.2012 bis 26.04.2012 16.15-18.00 Ort: Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien; DO wtl von 10.05.2012 bis 21.06.2012 16.15-18.00 Ort: Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Please note: There will be an excursion on May 3, details to be announced.

Online-Anmeldung
Anmeldung zur LV über UNIVIS (Information)
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 25

Inhalte:
Which features constitute individual identity? When is a person 'the same one'? How can authorities verify that someone is who she or he pretends to be? What measures are deemed suitable to prevent identity fraud?
Debates about the identification of individuals, data gatherings established by governmental and non-governmental organizations, registration processes, the surveillance of public and private spaces, and the invasion of privacy have brought forward academic interest in the negotiation, implementation and application of identification practices and techniques (e.g. identity papers, fingerprinting, DNA, face recognition). This interest has gained even more topicality with the ongoing computerization of identification and surveillance practices.
The seminar will address questions of how persons and their (deviant) behavior were identified in the past, how individuals are identified in present scenarios, and how their identification in the future is imagined. The question 'Who is this person?' always involves the question 'What kind of person is this?'. This means that the identification of individuals is closely linked to categorizing them into various collective identities. In this respect, the history of identification practices is also a history of categories and collectivities.
Methoden: We will discuss these topics mainly on the basis of texts from different academic fields such as history, identification and surveillance studies, and science and technology studies (STS). A seminar reader will be provided at the beginning of the semester. Also, we will enrich the discussions with practical exercises (e.g. source analysis).
Ziele: The seminar will focus on different historical and social settings in which identification practices and techniques have been discussed and applied, ranging from the early modern period to the long 19th century to cyberspace identification. Based on a historical long-term perspective, we aim to acquire distinguished explanations for the problem of identification that are often missing from contemporary public debates.
Art der Leistungskontrolle: Participants are expected to read texts in preparation of the weekly classes, to present selected texts once during the semester to the seminar, and to write short statements (1-2 pages) to reflect the mandatory readings and ongoing discussions. At the end of the course we ask for a final reflection paper which arises as a result from the short written statements.

823.013 SE Interdisziplinäre Forschung: Von Projektplanung bis Evaluation
CS III, 2 SeWo Std.
Willi Haas, Barbara Smetschka
Termine: werden noch bekannt gegeben
Ort: IFF, 1070 Wien, Schottenfeldgasse 29

persönliche Anmeldung, barbara.smetschka@uni-klu.ac.at
Zum Lehrprogramm insgesamt: http://www.workinprocess.at/ik_uebersicht.html

Eine Veranstaltung der Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF). Studierende der Uni Wien müssen sich innerhalb der allgemeinen Zulassungsfrist in der Prüfungsabteilung dieser Universität als MitbelegerIn anmelden (Studienausweis mitnehmen!).

Inhalt / Methodik / Didaktik:
Befriedigende interdisziplinäre Forschung zu bewerkstelligen ist beides gleichzeitig: nicht trivial und spannend. Die Spezialisierung der Wissenschaft in Disziplinen hat zu einem systematischen "Ausblenden" der jeweils Anderen geführt. Theoretische Modelle, methodische Werkzeuge und die dabei entwickelte Sprache trennen wissenschaftliche Disziplinen. Problemorientierte Forschung zur Bearbeitung gesellschaftlich relevanter Themen braucht interdisziplinäre Forschung, als Ort, an dem über die Grenzen der Disziplinen hinweg gemeinsam an Lösungen gearbeitet wird. Die Qualität von interdisziplinärer Kommunikation ist dabei entscheidend. Erst durch die Reflexion von Differenzen zwischen den Disziplinen z.B. mit dem Konzept „Wissenschaftskulturen“ und das Erkennen von Kommunikationsbarrieren können Lösungen zu ihrer Überwindung in Forschungsprojekten erarbeitet werden. In diesem Seminar sollen interdisziplinäre Forschungssituationen erlebbar werden und das Interesse für das theoretische Verstehen der Kommunikationsbarrieren und dem produktiven Umgang mit ihnen geweckt werden.
Methodisch bedienen wir uns des Action Learning: d.h. der zyklisch wiederkehrenden Schritte: Planen, Tun und Reflektieren. Angewandt wird das an die verschiedensten Phasen der projektförmig organisierten Forschung in Form eines Mini-Projektes: Entwicklung eines Forschungsdesigns, Arbeiten im Team, interdisziplinäre Forschung, Präsentation, Abschluss bzw. Evaluation. Mit theoretischen Einschüben zu relevanten Themen werden die dabei gemachten Erfahrungen ergänzt und vertieft. Die Lehrveranstaltung wird durch eine Website begleitet. Die gemeinsame Arbeit in räumlich getrennten Projektteams kann in einem „virtual common workspace“ geübt werden.
Voraussetzung für den Zeugniserwerb: aktive Mitarbeit, schriftliche Ausarbeitung und mündliche Präsentation der geforderten Produkte, Semianararbeit

Literatur:
Becher, Tony (1989): Academic Tribes and Territories: Intellectual Enquiry and the Cultures of Disciplines. Buckingham: Open University Press
Arnold, Markus, Fischer, Roland (2004): Disziplinierungen. Kulturen der Wissenschaften im Vergleich. Wien: Turia+Kant
Gibbons, Michael, Limoges, Camille, and Nowotny, Helga (1994): The New Production of Knowledge. The Dynamics of Science and Research in Contemporary Societies. London: Sage
Klein, Julie T. (1996): Crossing Boundaries: Knowledge, Disciplinarities & Interdisciplinarities. Virginia: University Press
Loibl, Marie C., (2005): Spannungen in Forschungsteams. Hintergründe und Methoden zum konstruktiven Abbau von Konflikten in inter- und transdisziplinären Projekten. Heidelberg: Carl-Auer Verlag
Winiwarter, Verena and Wilfing, Harald (2002): Historische Humanökologie: interdisziplinäre Zugänge zu Menschen und ihrer Umwelt. Wien: Facultas
Weingart, Peter (1997): Interdisziplinarität: der paradoxe Diskurs. In: Benseler, Frank (Ed.): Ethik und Sozialwissenschaften: Streitforum für Erwägungskultur. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, pp. 521-528

S51070 Ringvorlesung mit Workshop: Kunstgeschichte/Kulturwissenschaft
CS III, 2h
Leitung: Daniela Hammer-Tugendhat
Termine: Vortrag jeweils Donnerstag Abend 19 Uhr und Workshop am Freitag von 9.30-11Uhr
Ort: Universität für angewandte Kunst Wien, Hs 1(Altbau Erdgeschoss) bzw. Hs 4 (Altbau 1. Stock)

Eine LV der Abt. Kunstgeschichte an der Universität für Angewandte Kunst. Studierende der Uni Wien müssen sich innerhalb der allgemeinen Zulassungsfrist in der Prüfungsabteilung dieser Universität als MitbelegerIn anmelden (Studienausweis mitnehmen!).

Inhalt:
In sechs Vorträgen mit anschließendem Workshop werden Themen, Problemstellungen und Methoden der Kulturwissenschaften zur Diskussion gestellt. Unsere Leitfrage ist: Was ist Kunstgeschichte als Kulturwissenschaft? Was versteht man unter Repräsentation? Wie produzieren Bilder/Kunst Bedeutung? Wie ist das Verhältnis von Bildern zu sprachlichen Diskursen und zu anderen sozialen Praktiken? Wie die Beziehung der Kunst zur ‚Wirklichkeit’? Diese und andere Fragen sollen von unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet werden, welche die Spezifik kunsthistorischer Methoden thematisieren, aber Aspekte der Postcolonial- und Gender Studies, der Geschichte und Medienwissenschaft einbeziehen.

22./23. März 2012:
Prof. Dr. Christina Lutter (Wien): "Kulturwissenschaftlich Arbeiten. Interdisziplinäre Perspektiven"
19./20.April:
Prof. Dr. Verena Krieger (Jena): Ikonologie und Kulturwissenschaft
26./27. April:
Prof. Dr. Viktoria Schmidt-Linsenhoff (Trier/Frankfurt a.M.): Nachbilder der Sklaverei. Psychohistorisches Re-Enactment in Kunst und Religion
10./11. Mai.
Prof. Dr. Karin Gludovatz (Berlin): Gaben der Natur, Güter des Handels, Gewinne der Kolonie. Ordnung und Umordnung Holländischer Stillleben
31.Mai/1.Juni:
Dr. Cornelia Epping-Jäger (Köln/Bochum): Das akustische Regime des NS. Mediengeschichte als Kulturwissenschaft
14./15. Juni
Prof. Dr. Daniela Hammer-Tugendhat (Wien): Mythen als Legitimation der großen Erzählungen von Liebe und Sexualität

Leistungsnachweis und Prüfungsmodalität: Anwesenheit bei den Vorträgen sowie den Workshops und schriftliche Prüfung am Ende des Semesters.

120014 VO Approaching Cultural Studies
CS III, 2 Stunde(n), 5,0 ECTS credits
Sabine Harrer
MO wtl von 19.03.2012 bis 25.06.2012 15.00-16.30
Ort: Hörsaal C2 UniCampus Hof 2 2G-K1-03

Registrierung für E-Learning-LV via eGate (Information)
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 150

Inhalte:
This course lecture explores popular media as an object of cultural studies, introducing students to theoretical approaches, key practices and selected issues relevant to the study of culture/s following the British tradition of Cultural Studies. We will especially look at meaning making in the production and consumption of cultural artifacts, investigate the dynamics of representation, power and knowledge, and relate these issues to questions of race, gender and class. Theoretical models and perspectives will be constantly grounded in practical examples, focused on but not limited to visual cultural material.
Methoden: (interactive) lecture
Ziele: This lecture course will provide students with a theoretical, analytical and historical introduction to the subject of British Cultural Studies. Aim of this interactive lecture programme is to introduce students to the major theoretical approaches to the study of culture/s.
Art der Leistungskontrolle: final 90-minute written examination
Literatur: a reader will be provided via e-learning platform moodle


S50972 SE Culture Club II
Roman Horak

Diese Lehrveranstaltung wurde irrtümlich als CS III geführt. Sie befindet sich nun im Abschnitt CS II.
Informationen siehe dort.


NEU:
110152 VO Afrohispanische Sprachkontakte im amerikanischen Raum
CS III, 2 Stunde(n), 4,0 ECTS credits
Karl Ille
DO wtl von 08.03.2012 bis 28.06.2012 19.00-20.30
Ort: Seminarraum ROM 1 (3B-EG-15) UniCampus Hof 8

Inhalte:
Nach Darstellung des Erkenntnisinteresses und des Methodenangebots der Spachkontaktforschung wird sich diese VO der Geschichte und Gegenwart des afrohispanischen Sprachkontakts in Amerika widmen, wobei phonetisch-phonologischen, morph-syntaktischen und lexikalischen Folgen der Kontakte afrikanischer Sprachen mit der spanischen Kolonialsprache nachgegangen wird. Afrikanismen ausgewählter Varietäten des Spanischen in der Karibik, in Zentral- und Südamerika werden hierbei ebenso in die Analyse einbezogen wie die Sprachsysteme der Kreolsprachen Palenquero und Papiamentu, die auf Kommunikationsbedingungen der Sklaverei zurückzuführen sind.
Methoden: Vortrag, Präsentation von Bild- und Tondokumenten, Diskussion von methodischen Angeboten und Interpretationen mit den Studierenden
Unterrichtssprache: Deutsch, Spanisch
Ziele: Erwerb von methodischen Kenntnissen der Sprachkontaktforschung, Verfügung über ein Überblickswissen hinsichtlich des afrohispanischen Sprachkontakts in Geschichte und Gegenwart, Erwerb von Detailwissen zu einem selbst gewählten Aspekt des Darstellungsfeldes
Art der Leistungskontrolle: Schriftliche Abschlussprüfung (Überblickswissen + selbst wählbare Lektüre)

Literatur:
Lipski, John M., 2005. A history of Afro-Hispanic language: five centuries, five continents. Cambridge: Cambridge University Press.
Osl, Andrea, 2003. Papiamentu, Palenquero und Chabacano: zur Verbalmorphologie dreier spanisch-basierter Kreolsprachen. Wien: Diplomarbeit Universität Wien.
Perl, Matthias / Schwegler, Armin (eds.), 1998. América negra: panorámica actual de los estudios lingüísticos sobre variedades hispanas, portuguesas y criollas. Frankfurt am Main: Vervuert / Madrid: Iberoamericana.

S40562 PS FILM- UND MEDIENANALYSE
CS III, 3 Std.
Gabriele Jutz
Mittwoch, 10.00 (pünktlich) bis 12.30 Beginn: 7. März
Universität für angewandte Kunst, Oskar-Kokoschka-Platz 2, HS 4

Eine LV der Universität für Angewandte Kunst. Studierende der Uni Wien müssen sich innerhalb der allgemeinen Zulassungsfrist in der Prüfungsabteilung dieser Universität als MitbelegerIn anmelden (Studienausweis mitnehmen!).

Inhalt
Ziel des Proseminars ist die Vermittlung von film- bzw. medienanalytischer Kompetenz.
Am Beispiel des Early Cinema (ca. 1895–1915), des Classical Hollywood Cinema (ca. 1915–1960) und des Kinos der Moderne (ca. 1960–1980) soll ein Überblick über repräsentative Epochen der Filmgeschichte vermittelt werden. Neben stilgeschichtlichen und narratologischen Ansätzen stehen auch Zugänge aus den Bereichen gender studies und Semiotik auf dem Programm.
Anhand ausgewählter Filme werden filmanalytische Verfahren erprobt und ihr methodischer Hintergrund zur Diskussion gestellt. Gemeinsam wird ein „Leitfaden“ für die Filmanalyse entwickelt, der sowohl dem Film als „Text“ als auch seinem „Kontext“ Rechnung trägt.
Teilnahmevoraussetzungen: Fähigkeit und Bereitschaft, englischsprachige theoretische Texte zu lesen.
Beurteilung: Anwesenheit Mitarbeit Schriftliche Proseminararbeit (Filmanalyse)

040087 VO Die Kritik der Kultur. Einführung in Kultursoziologie, Cultural Studies und Estudios Culturales.
CS III, 2 Std.
Jens Kastner
Dienstags 10-13 Uhr
Ort: Akademie der bildenden Künste Wien, Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften, Raum M13A, Mezzanin, Schillerplatz 3, 1010 Wien

Eine LV des Instituts für Kunst- und Kulturwissenschaften an der Akademie der bildenden Künste Wien. Studierende der Uni Wien müssen sich innerhalb der allgemeinen Zulassungsfrist in der Prüfungsabteilung dieser Universität als MitbelegerIn anmelden (Studienausweis mitnehmen!).

Inhalt:
Die Kritik an einem zu starren und ahistorischen Kulturbegriff ist den verschiedenen kulturtheoretischen Strömungen der letzten Dekaden – der deutschsprachigen Kultursoziologie, den britischen Cultural Studies und den lateinamerikanischen Estudios Culturales – gemeinsam. Nicht mehr nur Werte, Normen und Werke einer (national formierten) Gesellschaft, sondern der Kampf um Bedeutungsproduktion, die Institutionalisierung und Instituierung sowie alltägliche Praktiken gerieten in den Fokus der Kulturtheorien. In der Frage allerdings, ob und/oder inwiefern aus einer Kritik am Kulturbegriff auch eine Kritik mit Kultur an gesellschaftlichen Verhältnissen wurde, differieren die Ansätze oft erheblich. Entlang des Verhältnisses von Kultur und Macht werden in der Vorlesung die Gemeinsamkeiten und Differenzen der verschiedenen Ansätze anhand zentraler Begrifflichkeiten vorgestellt – von „Alltagsverstand“ über „Differenz“, „Hybridität“ und „Identität“ bis „Zeichen“.
Das Seminar rekonstruiert die Ideologiekritik in ihren zentralen Texten seit 1968 und untersucht ihre Rolle innerhalb und außerhalb des Kunstfeldes seit ihrer „historischen Nullrunde“ 1989/91. Gerade im Hinblick auf die Kunst stellt sich die Frage, inwiefern in den 1990er Jahren an einer Neuformulierung ideologiekritischer Positionen gearbeitet wurde – etwa mittels Ausstellungen wie der Havanna Biennale 1989, der documenta X 1997, Global Conceptualism 1999 und der Documenta 11 – und wie diese sich möglicherweise entgegen ihrer Intentionen in ein fetischisierten Gegenstand des Kunstbusiness as usual verwandeln konnten.

110238 PS Différence culturelle et différence sexuelle: maghrébinité et masculinités alternatives dans le cinéma français contemporain
CS III, 2 Stunde(n), 6,0 ECTS credits
Renaud Lagabrielle
MI wtl von 14.03.2012 bis 27.06.2012 17.15-18.45
Ort: Seminarraum ROM 10 (3B-O1-22A) UniCampus Hof 8

Online-Anmeldung
E-Learning (Information)
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 40

Inhalte:
La plus grande présence d’acteurs maghrébins dans le cinéma français depuis les années 1990 s’est accompagnée d’une diversification de leurs rôles. Parmi ces derniers, on observe depuis 2000 des rôles de Maghrébins homosexuels et/ou transgenres. Le Proseminar se propose d’étudier les représentations de ces personnages à l’exemple de quelques films, films d’auteur ou comédies grand public, de réalisateurs « issus de l’immigration » et de réalisateurs « français de souche ». Le corpus envisagé comprend les cinq films suivants : Drôle de Félix (O. Ducastel ; J. Martineau 2000), Vivre me tue (J.-P. Sinapi 2002), Chouchou (M. Allouache 2003), Wild Side (S. Lifschitz 2004) et La folle histoire d’amour de Simon Eskenazy (J.-J. Zilbermann 2009).
Nous nous attacherons à analyser et à interpréter la manière dont, dans ces films, la « masculinité hégémonique » (R. Connell) est remise en question, et ce dans une approche qui souligne les relations entre identités de genre, de sexe et de désir et identités liées à l’ethnicité (post-coloniale). Soucieux de répondre aux enjeux des Cultural Studies, nous travaillerons sur ces notions et concepts dans une approche interdisciplinaire mettant à profit, en plus des méthodes d’analyse filmique, les savoirs développés notamment par la sociologie, les Postcolonial Studies et les Queer Studies.
Methoden: Après une introduction thématique et théorique de l’enseignant, le Proseminar sera organisé autour de trois grands types d’exercices : lecture et discussion de textes théoriques (en groupes), méthodologie de l’analyse filmique, travail (en groupes) sur les films au programme.
Ziele: Voir les descriptifs du plan d´études.
Art der Leistungskontrolle: Préparations des et participation actives pendant les cours; animation d´une séance d´analyse de film; mémoire (Proseminar) à rendre en fin de semestre.

Literatur:
Ashcroft, Bill ; Griffiths, Gareth ;Tiffin, Helen, Post-Colonial Studies. The Key Concepts, London, Routledge, 2000.
Aumont, Jacques ; Marie, Michel, L'Analyse des films, Paris, Armand Colin, 2004.
Bhabha, Homi, Les lieux de la culture. Une théorie postcoloniale, Paris, Payot, 2007.
Cervulle, Maxime; Rees-Roberts, Nick, Homo Exoticus. Race, classe et critique queer, Paris, Armand Colin, 2010.
Corbin, Alain ; Courtine, Jean-Jacques ; Vigarello, Georges (éds), Histoire de la virilité, tome 3, Paris, Seuil, 2001.
Hall, Stuart, Identités et cultures. Politiques des Cultural Studies, Paris, éd. Amsterdam, 2007.
Johnston, Cristina, French Minority Cinema, Amsterdam/New York, Rodopi, 2010.
Le Talec, Jean-Yves, Folles de France. Repenser l’homosexualité masculine, Paris, La Découverte, 2008.
Murat, Laure, La loi du genre. Une histoire culturelle du troisième sexe, Paris, Fayard, 2006.
Swamy, Vinay, Interpreting the Republic. Marginalization and Belonging in Comtemporary French Novels and Films, Lanham, Lexington Books, 2011.
Tarr, Carrie, Reframing Difference. Beur and banlieue filmmaking in France, Manchester, Manchester University Press, 2005.
Vanoye, Francis ; Goliot-Lété Anne, Précis d'analyse filmique, Paris, Nathan (coll. 128), 2009.

070200 SE Gruppen und Konflikte in historiographischen Quellen
CS III, 2 Stunde(n), 6,0 ECTS credits
Maria-Christina Lutter
DI 06.03.2012 und 13.03.2012 13.30-15.00 Ort: Seminarraum Geschichte 1 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 10; DI 20.03.2012 13.30-16.30 Ort: Prominentenzimmer Hauptgebäude, Tiefparterre; DI 17.04.2012 13.30-15.00 Ort: Seminarraum Geschichte 1 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 10; DI 08.05.2012 13.00-17.00 Ort: Seminarraum II Unicampus Hof 1; DI 26.06.2012 13.00-18.00 Ort: Prominentenzimmer Hauptgebäude, Tiefparterre

Online-Anmeldung von 16. Februar 2012 bis 26. Februar 2012
Anmeldung zur LV über UNIVIS (Information)
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 25

Inhalt
Volkssprachliche historiografische Texte, wie sie ab dem 13. Jahrhundert überall in Europa vermehrt entstehen, reflektieren ein breites soziales Spektrum mittelalterlicher Gesellschaft. Zu diesem Zeitpunkt waren geistliche und weltliche Ordnungs- und Organisationsstrukturen grundlegenden Veränderungen unterworfen: Sowohl auf Reichs-, wie auch auf Landesebene, wie zum Beispiel im Herzogtum Österreich, kommt es zu häufigen Herrschaftswechseln. Landesherren gewinnen an politischem Einfluss, Grenzen werden klarer gezogen, ebenso wie sich soziale Gruppen stärker ausdifferenzieren als dies vorher der Fall war. Besonders Städte gewinnen mit ihnen neuen und vergleichsweise vielfältigeren Lebensformen an Bedeutung. Militärische Expansion und Kreuzzugsbewegung, aber auch Handel, Reisen und Entdeckungsfahrten verändern Vorstellungen und Wahrnehmungen von Räumen und Grenzen. Ebenso geraten soziale und funktionale Differenzierungen in Bewegung.
Gerade für Zeiten der politischen Veränderung und sozialen Mobilität ist es lohnend zu fragen, wessen Geschichte niedergeschrieben und überliefert wurde, welche Personen und sozialen Gruppen dabei repräsentiert wurden (und über wen die Quellen schweigen): Eines der zentralen Charakteristika mittelalterlicher Geschichtsschreibung liegt in ihren Gemeinschaft stiftenden und Herrschaft legitimierenden Funktionen: Über das Erzählen und Erinnern von Vergangenem werden gemeinsame Traditionen konstruiert. Ereignisse, wie auch Personen und Gruppen werden als Identifikationsmodelle (exempla) in Szene gesetzt, soziale Positionen im gesellschaftlichen Ordnungsgefüge legitimiert. Geschichtsschreibung kann demnach als eine jener kulturellen Praktiken begriffen werden, über die Formen von Zugehörigkeit auf symbolischer Ebene hergestellt und Macht- und Herrschaftsverhältnisse ausgehandelt werden.
Im Seminar wollen wir anhand des „Fürstenbuchs“ von Jans Enikel von Wien (um 1230/40-1290), der zeitnächsten volkssprachlichen Chronik der Babenberger-Herrschaft in den österreichischen Ländern, der Frage nach solchen Aushandlungsprozessen nachgehen, die anhand von Konfliktdarstellungen besonders gut sichtbar werden. Der Schwerpunkt wird dabei auf der Darstellung von Konfliktsituationen liegen: Wie werden Personen und Gruppen bezeichnet und kategorisiert? Welche Rolle spielen Beziehungen und Bindungen zu anderen (Personen)gruppen, Gegenständen und Orten im Text? Wo kommt es bei Konfliktbeschreibungen zu diskursiven Strategien der Stereotypisierung und Formen des othering?
Historiographische Quellen konfrontieren immer mit spezifischen Wirklichkeitsausschnitten und bleiben in ihren Darstellungen der Vergangenheit an die jeweiligen sozio-kulturellen Hintergründe ihrer AutorInnen gebunden. Daher soll im Seminar der Frage nachgegangen werden, auf welche Weise die in den Texten vorzufindenden Repräsentationen von Zugehörigkeit an die historischen, regionalen und sozio-kulturellen Bedingungen ihrer Entstehungszeit gekoppelt sind.
Methoden und Leistungsnachweis Der erste Teil des Seminars besteht aus mehreren Einheiten zur Textlektüre, in denen anhand eines Fragenkatalogs einige Basistexte von den TeilnehmerInnen vorbereitet und gemeinsam diskutiert werden. Dabei sollen die Studierenden in aktuelle Forschungsdebatten eingeführt werden und lernen, darauf kritisch Bezug zu nehmen.
Nach der gemeinsamen Lektüre und Diskussion der Texte werden anhand ausgewählter Quellenbeispiele mögliche Themenstellungen für die Seminararbeit vorgestellt. Begleitend erfolgt eine Einführung in die Grundlagen der Quellenkritik sowie in textanalytische Methoden. Die Ausarbeitung der Themenstellungen anhand von ausgewählten Quellenbeispielen erfolgt unter kontinuierlicher Rücksprache mit der Lehrveranstaltungsleiterin.
Die Beurteilung erfolgt auf der Basis der regelmäßigen Teilnahme, der gemeinsamen Diskussion, der kontinuierlichen Vorbereitung der Termine, sowie kurzen Präsentationen, die ein Feed Back zu den Prozessen und Ergebnissen der eigenen Arbeit ermöglichen sollen, sowie einer schriftlichen Arbeit im Umfang von 15-20 Seiten Text.
Teilnahmevoraussetzung ist die Bereitschaft und Fähigkeit zur Auseinandersetzung mit mittelhochdeutschen Quellen, die nur teilweise in deutschen bzw. englischen Übersetzungen vorliegen.

410004 SE Vorstellungen von Gemeinschaft - Praxis des Zusammenlebens - Grundlagentexte und Quellen zum Verhältnis von Gruppen und Gemeinschaft im spätmittelalterlichen Österreich und Südosteuropa
2 Stunde(n), 5,0 ECTS credits
Maria-Christina Lutter , Oliver Schmitt
14-tägig Do 9.30-12.30 Uhr, Seminarraum des Inst. f. osteuropäische Geschichte, Univesitätscampus, Spitalgasse 2, Hof 3; Beginn: 9.3.2012

Online-Anmeldung
Anmeldung zur LV über UNIVIS
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 25

Inhalt
Welche Gemeinschaftsvorstellungen hatten verschiedene soziale Gruppen im spätmittelalterlichen Österreich und Südosteuropa? Welche Auswirkungen hatten sie auf den sozialen Zusammenhalt dieser Gruppen und auf die konkrete Praxis des Zusammenlebens? In welcher Weise treten solche Vorstellungen von Gemeinschaft bzw. die Zugehörigkeit zu Gruppen in den Quellen zutage?
Diese Fragen sollen vor dem Hintergrund des SFB Visions of Community (VISCOM) anhand konkreter Quellenbeispiele aus einer problem- und praxisorientierten Perspektive erörtert werden. Die Studierenden sollen Einblick erhalten in Entstehungszusammenhänge spezifischer Beispiele der Überlieferung, in deren soziokulturelle und politische Hintergründe, Forschungstraditionen und Archivsituationen.
Klassische Ordnungskriterien und -kategorien der Beschreibung der Quellen (Gattung, Räume, Entstehungszusammenhang und Chronologie) werden dabei in ihrem räumlichen und zeitlichen Kontext reflektiert und differenziert. Aber auch theoretische und methodische Zugänge werden wissenschaftshistorisch und gesellschaftspolitisch kontextualisiert.
In allen Einheiten werden Themen, Kategorien und Quellengenera inkl. methodischer Diskussionen zur Forschungspraxis präsentiert. Anhand von Beispielen, die auch die Arbeit von SFB-MitarbeiterInnen umfassen, werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede im räumlichen Vergleich herausgearbeitet.

240135 VO Einführung in die Anthropologie der Mythen
CS III, 2 Stunde(n), 3,0 ECTS credits
Elke Mader
MI wtl von 23.05.2012 bis 27.06.2012 15.00-18.15
Ort: Hörsaal I NIG Erdgeschoß

Inhalte:
Nach einer generellen Einführung konzentriert sich die Vorlesung auf das Verhältnis von Mythen/Erzählungen mit Natur, Gender und Ritual. Das Spektrum der Beispiele reicht dabei von Ursprungsmythen bis zu Spielfilmen und veranschaulicht Prozesse von Kontinuität und Veränderung im Rahmen der narrativen Kultur. Formen der Repräsentation und gesellschaftliche Kontexte werden auch Zusammenhang mit Veränderungsprozessen im Zuge der Globalisierung diskutiert. Neben einem Schwerpunkt auf indigenen Erzähltraditionen aus Südamerika erörtert die Vorlesung auch Beispiele aus Nord- und Mittelamerika, Süd- und Ostasien sowie Europa.
Ziele: Die Vorlesung vermittelt Einblick in zentrale Fragestellungen und Ansätze der Theorienbildung in der Kultur- und Sozialanthropologie zu Mythen und anderen traditionellen Erzählungen (z.B. soziale Bedeutung; Motive und Figuren; Veränderungsprozesse; Verbindung von Mythen und Spielfilmen). Darüber hinaus werden die multiplen Verflechtungen von Mythen/Erzählungen mit diversen Praktiken (Ritual, Religion, Ökonomie, Migration, visuelle Kultur, Globalisierung) dargelegt. Durch die Inhalte der Vorlesung sollen die Studierenden grundlegende Kompetenzen für das Verständnis von narrativer Kultur und der Konstruktion von Bedeutung in aktuellen gesellschaftlichen Zusammenhängen erwerben.
Art der Leistungskontrolle: MCT und schriftliche Übungsarbeit (5 Seiten)

Literatur:
Mader, Elke 2008: Anthropologie der Mythen. Wien, WUV/Facultas
Weitere Literatur wir auf der Lernplattform Moodle bekannt gegeben

24.0104 SE Einführung in die Kulturwissenschaften II
CS III, SE, 2-stündig
Siegfried Mattl
Ort der Abhaltung: IKM, Karlsplatz 2/2/9, 1010 Wien (Seminarraum)

Termine:
Freitag, 16.03.2012 v. 10.00-12.00 Uhr
Freitag, 23.03.2012 v. 10.00-12.00 Uhr
Freitag, 20.04.2012 v. 10.00-13.00 Uhr
Freitag, 11.05.2012 v. 10.00-13.00 Uhr
Freitag, 01.06.2012 v. 10.00-14.00 Uhr
Freitag, 15.06.2012 v. 10.00-14.00 Uhr
Freitag, 22.06.2012 v. 10.00-14.00 Uhr

Anmeldung:
Voraussetzung für die Teilnahme ist die schriftliche Anmeldung am Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft (E-Mail an: ikm-lehre@mdw.ac.at) und die Meldung als „MitbelegerIn“ in der Studien- und Prüfungsabteilung der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien). Die Lehrveranstaltung ist für StudentInnen aller Universitäten zugänglich.

Kurzbeschreibung:
Die Lehrveranstaltung bietet an Hand von klassischen und aktuellen Grundlagentexten einen Überblick über die Entwicklung der Kulturwissenschaften in Theorie und Praxis. Im Zentrum steht die Erläuterung des Übergangs der Geistes- und Humanwissenschaften zu kulturwissenschaftlichen Disziplinen, die einen hohen methodischen und epistemischen Pluralismus aufweisen. Insbesondere wird der Differenzierung zwischen den anglo-amerikanischen „cultural studies“, die sich auf die Tradition der gesellschaftspolitischen Kulturkritik beziehen, und den Kulturwissenschaften im deutschen Sprachraum, die sich nachhaltiger mit paradigmatischen binnenwissenschaftlichen „turns“ verknüpfen, ein hoher Stellenwert zukommen. Konzeptionelle kulturphilosophische Texte (wie Auszüge aus Raymond Williams „Culture and Society“, Horkheimer/ Adornos „Dialektik der Aufklärung“, Rancières „Aufteilung des Sinnlichen“) werden Fallbeispielen aus einzeldisziplinärer kulturwissenschaftlicher Perspektive (wie Michael P. Steinbergs Cultural Analysis-Studie zu Pfitzner´s Palestrina und Heide Schlüpmanns Studien zur kulturwissenschaftlichen Interpretation der frühen Komödien von Ernst Lubitsch) gegenübergestellt. In der wechselseitig erläuternden Lektüre dieser Texte soll deren theoretischer und methodischer Wert für eigene angewandte kulturwissenschaftliche Forschung bestimmt werden.

VO Einführung in die Visuelle Kultur
CS III, Semesterwochenstunden: 1.5, ECTS: 2.25
Peter Mörtenböck
Beginn: 08.03.2012, 16-20 Uhr
Ort: Karlsgasse 11, Seminarraum 1
Block-LV

Eine Veranstaltung im Rahmen des Moduls Visuelle Kultur an der Technischen Universität Wien. Studierende der Uni Wien müssen sich innerhalb der allgemeinen Zulassungsfrist in der Prüfungsabteilung dieser Universität als MitbelegerIn anmelden (Studienausweis mitnehmen!).

Inhalt
Ziel der Lehrveranstaltung ist die Vermittlung von grundlegenden Kenntnissen und Methoden im Bereich der Visuellen Kultur. Studierende sollen dadurch in der Lage sein, Architektur über die Vielfalt von kulturellen Phänomenen und Effekten zu verstehen, durch die immer neue Bedeutungen und Werte in das komplexe Verhältnis von Körpern, Räumen und Medien eingebracht werden. Dies dient neben einer prinzipiellen Beschäftigung mit kulturgeschichtlichen Fragen auch der Vorbereitung für eine Auseinandersetzung mit kunst- und kulturwissenschaftlichen Fragestellungen im Rahmen des Vertiefungsstudiums.
Die Lehrveranstaltung "Einführung in die Visuelle Kultur" bietet anhand von acht verschiedenen Themenfeldern eine Einführung in die jüngere Kulturgeschichte, wie sie speziell im Wissenschaftsfeld der Visuellen Kultur gelehrt wird: 1. Repräsentation und Visualität 2. Performance und Performativität 3. Archiv und Erinnerung 4. Gender/Körper/Blick 5.
Postkolonialismus und Globalisierung 6. Urbane Taktiken und Strategien 7. Neue Medien, Technologie und Virtualität 8. Klangkultur Zu den einzelnen Themenfelder gibt es speziell für HörerInnen dieser Lehrveranstaltung in der digitalen Mediendatenbank der Fakultät für Architektur und Raumplanung (Mediabase) Literatur-, Bild- und Tonmaterial, das die Hörsaaltermine ergänzt.

130357 UE Einführung in die Kulturtheorie: Konzepte des Narrativen
CS III 2 Stunde(n), 5,0 ECTS credits
Wolfgang Müller-Funk
MI wtl von 07.03.2012 bis 27.06.2012 15.30-17.00
Ort: Dissertantenzi. Inst. f. Finno-Ugristik, UniCampus Hof 7 2L-O1-12

Online-Anmeldung
Anmeldung zur LV über UNIVIS
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 10

Informationen folgen.

130322 KO Gedächtnis und Erinnerung: Das Lager, Gulag und Shoah
CS III, 2 Stunde(n), 4,0 ECTS credits
Wolfgang Müller-Funk
DO wtl von 01.03.2012 bis 28.06.2012 13.00-14.30
Ort: Hörsaal 1 Inst. f. Finno-Ugristik, UniCampus Hof 7 2L-O1-01

Online-Anmeldung
Anmeldung zur LV über UNIVIS
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 50

Informationen folgen.


NEU:
160074 KO Von der Erzählung. Zwischen Literatur und Kultur. - Theorie mit angewandten Beispielen
CS III, 2 Stunde(n), 6,0 ECTS credits
Wolfgang Müller-Funk
MI wtl von 07.03.2012 bis 27.06.2012 10.30-12.00
Ort: Hörsaal 16 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 5

Inhalt:
Die Lehrveranstaltung will einen Einblick in die dynamische Entwicklung von narrativen Theorien im Bereich von Literatur und Kultur geben. Dabei sollen insbesondere Theorien zur Sprache kommen, die einen Übergang von einem rein philologischen zu einem kulturwissenschaftlichen Verständnis von Erzählungen markieren. Die LV wendet sich an Studierende der Komparatistik sowie anderer literaturwissenschaftlicher Fächer, aber auch an Philosophie und Kulturwissenschaft interessierte Studentinnen und Studenten.
Jede Sitzung ist so organisiert, dass ein theoretischer Teil mit einer literarischen oder medialen Anwendung verknüpft wird.

Literatur:
Mieke Bal, Introduction to the Theory of Narrative, 2nd edition, Totonto: TuP 1997.
Mieke Bal, Kulturanalyse, hrsg. Von Thomas Fechner-Smarsly und Sonja Neef. Aus dem Englischen von Joachim Schulte, Frankfurt/Main: Suhrkamp 2002.
Gregory Currie: Narratives and Narrators. A Philosophy of Stories. Oxford: Oxford University Press 2000
Herbert Hrachovec, Wolfgang Müller-Funk, Birgit Wagner (Hg.), Kleine Erzählungen und ihre Medien, Wien: turia&kant 2004.
Martin Mcquillan, The Narrative Reader, London 2000.
Jochen Mecke (Hg.): Medien der Literatur. Vom Almanach zur Hyperfiction. Stationen einer Mediengeschichte der Literatur vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. (machina 2) Bielefeld: transcript 2010.
Wolfgang Müller-Funk, Die Kultur und ihre Narrative, Wien, 2. Erweiterte Auflage New York 2008*
Wolfgang Müller-Funk, Kulturtheorie, 2. Erweiterte Auflage, Tübingen 2010.
Ansgar Nünning/Vera Nünning (Hg.), Neue Ansätze in der Erzähltheorie, Trier 2002.*
Susanna Onega/Jos´A. García Landa, Narratology. An Introduction. London: Longman, 2nd edition 1999.*

Termine:
07.03. Vorstellung des Programms
14.03. Einführung in das Thema. Überblick über die literaturwissenschaftliche Erzählforschung
21.03. Einführung in das Thema: Überblick über den „narrative turn“ in den Kulturwissenschaften.
28.03. Philosophische Annäherungen: Paul Ricoeur
18.04. Philosophische Annäherungen: Jean Francois Lyotard
25.04. Philosophische Annäherungen: Hayden White
02.05. Philosophische Annäherungen: Jacques Derrida
09.05. Literaturwissenschaftliche Annäherungen: Walter Benjamin , György Lukács, Günter Anders.
16.05. Literaturwissenschaftliche Annäherungen: Roland Barthes
23.05. Literaturwissenschaftliche Annäherungen: Gerard Genette
30.05. Literaturwissenschaftliche Annäherungen/Feminismus: Susan L. Lanser
06.06. Literatur und visuelle Kunst: Mieke Bal
13.06. Jenseits der Literatur: Laura Mulvey, Teresa de Lauretis.
20.06. Jenseits der Literatur: Christian Metz
27.06. Zusammenfassung, Abschlussbesprechung.

130217 SE Runeninschriften als Quellen der Kulturgeschichte
CS III, 2 Stunde(n), 8,0 ECTS credits
Robert Nedoma
DI wtl von 06.03.2012 bis 26.06.2012 13.15-14.45 Ort: Hörsaal 29 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7; FR 22.06.2012 13.00-19.00 Ort: Leseraum Skandinavistik Hauptgebäude, Tiefparterre; SA 23.06.2012 11.00-17.00 Ort: Leseraum Skandinavistik Hauptgebäude, Tiefparterre

Anmeldung zur LV über UNIVIS
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 30

Inhalte:
Kenntnis und Gebrauch der Runenschrift waren über die ganze Germania verbreitet - die runenepigraphische Tradition setzt allerdings bei den einzelnen germanischen gentes zu verschiedenen Zeiten ein und erstreckt sich über verschieden große Zeiträume. Sowohl was die Belegdichte als auch was die Belegdauer betrifft, ragt jedenfalls Skandinavien mit seiner langen Kontinuität vom späten 2. Jh. bis in das Hochmittelalter heraus: hier bieten uns tausende Runeninschriften Einblicke in kulturelle 'Milieus', die teilweise beträchtlich vor dem Einsetzen der literarischen Überlieferung anzusiedeln sind. In diesem SE soll die Aussagekraft runenepigraphischer Texte (v.a. aus dem nordgermanischen Bereich) für die 'historische Anthropologie', aber auch für die historische Sprachwissenschaft untersucht werden. *Hinweis:* Bei entsprechender Schwerpunktsetzung ist diese Lehrveranstaltung per Einzelanrechnung auch als SKM112 und SKM212 (Master-SE Sprachwissenschaft) anrechenbar.
LV-Homepage: URL http://www.univie.ac.at/an/lv/runque/ (ab Anfang März).
Art der Leistungskontrolle: Mitarbeit (Lektüre von Primär- bzw. Sekundärliteratur, Diskussion), Referat (plus Exposé), Seminararbeit bis Semesterende (30.6.2012).
Literatur: Klaus Düwel, Runenkunde (= Sammlung Metzler 72; Stuttgart - Weimar, 4. Aufl. 2008).

210300 VO Visualität und Wissen: Zum Verhältnis von Politik und Populärkultur
CS III, 2 Stunde(n), 4,0 ECTS credits
Andreas Pribersky , Petra Bernhardt
MI wtl von 07.03.2012 bis 27.06.2012 18.30-20.00
Ort: Hörsaal 34 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 6

Online-Anmeldung : Prüfungsanmeldung http://spl.univie.ac.at/index.php?id=10228

Inhalte:
Bilder sind in unserer Kultur allgegenwärtig und gewinnen deshalb auch für die und in den Wissenschaften zunehmend an Bedeutung. Dementsprechend war in den vergangenen Jahrzehnten auch wiederholt von iconic, pictorial oder visual turns, also von so genannten "Wenden" zu Bild und Visualität die Rede.
Auch in der Politikwissenschaft ist die Bedeutung des Visuellen (v.a. für politische Kommunikation) wiederholt thematisiert worden.
Die Vorlesung nimmt diese kultur- und sozialwissenschaftlichen Ansätze zum Ausgangspunkt, um einen Überblick zur politischen Funktion visueller Phänomene und ihrer Analyse zu geben. Neben aktuellen Fragestellungen der Bildtheorie werden dabei vor allem das Spannungsfeld von Politik und Populärkultur sowie die vielfältigen Schnittstellen mentaler und materieller Bilder und die damit verknüpften Wissenspraktiken thematisiert. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der beispielorientierten Vermittlung konkreter Anwendungsgebiete im Forschungsbereich der Politikwissenschaft (z.B. Politische Kommunikationsforschung, Visual History, etc.).
Methoden: Vortrag durch die LV-LeiterInnen und Diskussion von ausgewählten Bildbeispielen im Plenum.
Ziele: Die Vorlesung richtet sich an Studierende der Sozial- und Kulturwissenschaften, die sich - gerne mit Vorwissen - einen Überblick über das bildwissenschaftliche Forschungsfeld verschaffen wollen.
Art der Leistungskontrolle: Schriftliche Prüfung

Literatur:
Bernhardt, Petra/Hadj-Abdou, Leila/Liebhart, Karin/Pribersky, Andreas 2009: EUropäische Bildpolitiken. Politische Bildanalyse an Beispielen der EU-Politik, Wien: wuv.
Auf der Lernplattform werden Materialien und weiterführende Texte für die Vorlesung zur Verfügung gestellt.

S51032 PS Kulturgeschichte des Blicks
CS III, 2 SemStd.
Sabine Prokop
Do, 15-18 Uhr: 15.3., 22.3., 26.4., 3.5., 10.5., 24.5., 14.6.2012
Seminarraum Kultur- und Geistesgeschichte (Franz-Josefs-Kai 5/9, 1010 Wien)

Eine LV der Abt. Kultur- und Geistesgeschichte an der Universität für Angewandte Kunst. Studierende anderer Universitäten müssen sich in der Studien- und Prüfungsabteilung (Oskar-Kokoschka-Platz 2, Ferstel-Trakt [Altbau] Erdgeschoß) als MitbelegerIn eintragen, um ein Zeugnis bekommen zu können. Bitte Studentenausweis sowie Studienblatt mit Gültigkeitsvermerk der jeweiligen Uni mitbringen!

Themenstellung der Lehrveranstaltung
Ausgehend von Beispielen aus Alltagsästhetik, Kunst, Medien und Lebenszusammenhängen der Massenkultur werden Phänomene, Theorien und Methoden der Kunst- und Kulturgeschichte, der Soziologie, der Ethnologie sowie der Literatur-, Film- und Medienwissenschaft exemplarisch diskutiert.
Die Studierenden sollen Einblicke und Basiswissen in verschiedene (oben erwähnte) theoretische und methodologische Zusammenhange bezüglich der Repräsentation und Konstruktion von Geschlecht und Differenz im Rahmen der Alltagsästhetik erhalten, deren sozio-historische Konstruiertheit erfassen, diese mit ihren eigenen Alltagserfahrungen in Zusammenhang bringen und beides hinsichtlich der Wirkungsweise und Wirkungsmacht binärer Geschlechterbilde kritisch hinterfragen. Die Wahrnehmungs- und Kommunikationsvorgänge innerhalb der Lehrveranstaltung dienen ebenfalls als Diskussionsmaterial.
Das Proseminar ist in größere inhaltliche Blöcke gegliedert, die von historischen Perspektivemodellen und allgemeineren Aspekten in der Bildenden Kunst und Architektur über speziellere Punkte wie optische Täuschungsmanöver quer durch Kulturgeschichte und Alltagsästhetik und dem eurozentrischen Blick sowie Einblicke in außereuropäische Visualisierungsformen zu grundsätzlichen Fragenstellungen wie der nach dem gerichteten Blick in der hierarchisch strukturierten Gesellschaft, der Möglichkeit weiblicher Perspektiven in eben dieser Gesellschaft bis hin zum Veränderungspotenzial der Digitalisierung in Hinblick auf ein mögliches neues „produktives Schauen“ führt.
Viele praktische Beispiele dienen dazu, die zeichenhafte Bedeutung verschiedenster Bildelemente in diversen Kulturkreisen und Kulturebenen zu diskutieren. Denn durch die Dominanz der (audio)visuellen Medien in unserem Alltag sinkt zwar die Lesefähigkeit, die Fähigkeit Bilder zu dechiffrieren hingegen steigt allerdings nicht ohne dass die RezipientInnen durch die eingeschriebenen ideologischen Hintergründe entsprechend konstruiert werden. Die in hohem Maße fragmentierten Elemente, die sich intendiert mit allen möglichen (und unmöglichen?) anderen mischen, aktivieren die RezipientInnen zu höchsten visuellen Dechiffrierleistungen. Hier kommt zusätzlich der nach männlichen Strukturen medial konstruierte gerichtete Blick ins Spiel, der auch weiblichen ZuschauerInnen im Rahmen der Textproduktion geläufig werden muss(te).
In diesen Zusammenhängen wird der erweiterte Textbegriff, wie er aus der Literaturwissenschaft für die Cultural Studies und die feministischen Medienwissenschaften adaptiert wurde, verwendet. Grundthema sind die sogenannten automatischen, durch die männlich dominierte Gesellschaft generierten Übereinkünfte, auf die man sich bei der Codierung von Inhalten bezieht. Dabei gehe ich besonders auf die historisch bedingten aktuellen Änderungen im gesamtkulturellen Kontext ein.
In all diesen restriktiven Strukturen findet sich trotzdem für weite Bevölkerungskreise die Möglichkeit Bedeutungen zu verhandeln. So könnten (audio)visuelle Texte auch widerständisch ‚gelesen’ werden. Ein großer Stellenwert kommt in der massenmedialen Textproduktion dem Vergnügen zu. Denn mit John Fiske kann festgestellt werden, dass „Leute keine Tätigkeit – ob politisch oder gesellschaftlich oder sonst eine – ausführen, die nicht einen Moment der Lust beinhaltet.“ Und diese Lust (pleasure) sei „als eine als eine Motivation zu verstehen, die zu einem progressiven oder zumindest konfliktbereiten Verständnis der sozialen Ordnung führt (Müller 1993: 9f).
Im Seminar werden u.a.Aufgaben für Kleingruppenarbeit gestellt. Die Ergebnisse der Kleingruppen werden wieder ins Plenum eingebracht, je nach Thematik und Fragestellungen und TeilnehmerInnenzahl von zwei bis drei Gruppen/deren VertreterInnen quasi als Vortrag mit Diskussion – die restlichen Gruppen haben dann die Möglichkeit, mir ihre Ergebnisse schriftlich/per mail abzugeben – oder als Diskussion zwischen den Gruppen.
Sinnbildender Teil jeder Gruppenarbeit (auch der Abschlussarbeit) sind auch die Prozesse unter den Gruppenmitgliedern, jedenfalls hinblicklich Meinungsfindung, Kommunikations- und Präsentationsformen. Die schriftlichen Arbeiten erfolgen in Gruppen, wo es u. a. auch darum geht, die Meinungsfindung innerhalb der Gruppe darzustellen, zu hinterfragen und theoretisch zu untermauern.
Ich erwarte 2/3-Anwesenheit, mehr Fehlstunden können nach Absprache durch „Kompensationsarbeiten“ zu den „versäumten“ Themenkreisen ausgeglichen werden.

210140 SE Zur politischen Theorie der Cultural Studies
CS III, 2 Stunde(n), 10,0 ECTS credits
Hans Pühretmayer
DO wtl von 15.03.2012 bis 28.06.2012 16.45-18.15
Ort: Hörsaal 1 (A212), NIG 2.Stock

Online-Anmeldung : http://spl.univie.ac.at/index.php?id=27932
Anmeldung zur LV über UNIVIS (Information)
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 40

Inhalte:
Inhalt dieses Seminars ist es, ausgewählte bedeutende VertreterInnen der Cultural Studies, einer Theorietradition zur Analyse des Verhältnisses von Politik, Macht und Kultur, vorzustellen: Stuart Hall, Angela McRobbie, Lawrence Grossberg und Linda McDowell. Ihre Texte werden analysiert, in ihrem theoretischen wie gesellschaftlich-historischen Kontext verortet sowie ihre Relevanz für die Analyse politischer Prozesse diskutiert. Cultural Studies haben für die Politikwissenschaften wichtige Impulse gesetzt, indem sie nicht nur die herkömmlichen Politik-, Kultur-, Subjekt- und Identitätsbegriffe dekonstruiert, sondern vor allem auch die kulturellen Elemente jeder Form von Politik und Staat sowie die politischen Aspekte des Kulturellen aufgezeigt haben. Kultur wird dabei verstanden als Feld der Auseinandersetzung um politisch-gesellschaftlich konstitutive und wirksame Bedeutungsproduktionen, als Ort und Mittel der Grenzziehung, der Inklusion und Exklusion.
Stuart Hall ist einer der wenigen Vertreter der Cultural Studies, welche sich auch explizit mit staatstheoretischen Fragen auseinandergesetzt haben (anknüpfend an Nicos Poulantzas), insbesondere anhand kritischer Analysen sowohl des thatcheristischen Politik-Modells als auch der Politik von New Labour. Weitere Themen seiner Studien sind Multikulturalismus, Globalisierung, Identität, Rassismus und Antirassismus, Ideologie (ua zu Louis Althusser) und Hegemonie sowie eine Kritik postmoderner Philosophien. McRobbie und McDowell beschäftigen sich aus feministischer Perspektive mit den Prozessen neoliberaler Globalisierung und den damit verbundenen neuen Bedingungen für politisches Handeln. Lawrence Grossberg reflektiert vor allem die Auswirkungen von Neoliberalismus und Post-Fordismus auf das Verhältnis zwischen Politik und Popularkultur. Eine zentrale Fragestellung ist dabei jeweils die nach Politiken bzw. Regimen der Repräsentation (d.h. wer wird in welchen Medien und Diskursen mit welchen Mitteln in welchem Interesse wie dargestellt) und deren Auswirkungen auf Partizipationsmöglichkeiten und Veränderungsstrategien.
Art der Leistungskontrolle: Regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit (Lesen eines Basistexts für jede Einheit).
Schriftlicher Kommentar zu zwei Basis-Texten.
Kurze schriftliche Vorbereitung (Abstract) auf jede einzelne Einheit (3-4 Thesen zum jeweiligen Basistext).
Einzel- oder Gruppen-Referat (incl. 1-2seitiges Thesenpapier) und
schriftliche Fassung (ca. 20 Seiten);
Diskussionsbereitschaft.

Literatur: Eine erste Auswahl:
McRobbie, Angela 2010: Top Girls. Feminismus und der Aufstieg des neoliberalen Geschlechterregimes. Wiesbaden.
Grossberg, Lawrence 2010: Cultural Studies in the Future Tense. Duke Univ. Press.
Hall, Stuart 2000-2004: Ausgewählte Schriften. Band 1-4. Hamburg: Argument Verlag.
McRobbie, Angela 1997: Back to reality: social experiences and cultural studies. Manchester Univ. Press.
McDowell, Linda 1997: Capital Culture: Gender at work in the city. Oxford: Blackwell.
Dean, Jodi (ed.) 2000: Cultural Studies and Political Theory. Cornell University Press.
Grossberg, Lawrence 2010a: We gotta get out of this place. Popular Conservatism and Postmodern Culture.
Winter, Rainer (Hg.) 2009: Die Zukunft der Cultural Studies. Theorie, Kultur und Gesellschaft im 21. Jahrhundert. Bielefeld: transcript.
Morley, David/ Chen, Kuan-Hsing (eds.) 1996: Stuart Hall. Critical Dialogues in Cultural Studies. London: Routledge.

S51066 SE Österreichische Avantgarden nach 1945 (Cultural Studies)
CS III, 2 SemStd.
Johanna Schwanberg
Termin: Montag, 13:00-14:30 Uhr Beginn: Montag, 5. März 2012
Hörsaal 4 (Altbau, 1. Stock)

Eine LV der Abt. Kunstgeschichte an der Universität für Angewandte Kunst. Studierende der Uni Wien müssen sich innerhalb der allgemeinen Zulassungsfrist in der Prüfungsabteilung dieser Universität als MitbelegerIn anmelden (Studienausweis mitnehmen!).

Inhalt:
Literarische Cabarets“ (1958/59), „Verschimmelungsmanifest“ (1958), „Uni-Aktion“ (1968). Während sich die historische Avantgarde der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Österreich auf einen kleinen Kreis beschränkt, kommt es ab etwa 1950 zu einer Explosion avantgardistischer Kunst, Literatur und Architektur. Diese virulente und produktive Epoche mit häufig interdisziplinär ausgerichteten ProtagonistInnen wie Oswald Wiener, Günter Brus, VALIE EXPORT, Peter Weibel, Birgit Jürgenssen, u.a. wird im Zentrum der Lehrveranstaltung stehen.
Die Lehrveranstaltung eignet sich sowohl aufgrund der behandelten transdisziplinären Ansätze der Künstler und Künstlerinnen und dem Ins-Zentrum-Stellen von Hybriden (Grenzbereiche zwischen bildender Kunst, Litertaur, Musik, Architektur und Theater) für den Studienschwerpunkt Cultural Studies als auch durch die Beleuchtung der kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen im Österreich der Nachkriegszeit.
Dabei geht es darum, die unterschiedlichen Positionen – von gegenständlichen über abstrakte bis zu performativen – in ihren historischen, politischen, gesellschaftlichen und kunstimmanenten Zusammenhängen zu untersuchen. Wichtige künstlerische Events, kulturpolitische Ereignisse, Institutionen, Ausstellungen und Örtlichkeiten („Artclub“, „Strohkoffer“, „ZOCK“, „Galerie Junge Generation“, „Kunst und Revolution“, „MAGNA“, „Galerie im Griechenbeisl“, „INTAKT“) kommen genauso zur Sprache wie die spezifische kulturpolitische Situation in Österreich. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die derzeit international stark rezipierte Aktionskunst (Wiener Gruppe, Wiener Aktionismus, feministische Aktionskunst) gelegt werden.
Zugleich möchte die Lehrveranstaltung neben renommierten Positionen auch auf die Spur von wichtigen, in der Rezeption marginalisierten Künstlern und vor allem Künstlerinnen gehen und aufzeigen, inwieweit sich damals herausgebildete Tendenzen bis in die heutige Gegenwartskunst fortschreiben bzw. von dieser kritisch reflektiert werden.
Neben der Arbeit im Hörsaal wird der Besuch von Archiven und das Gespräch mit ProtagonistInnen der damaligen Szene einen wichtigen Stellenwert in dieser Lehrveranstaltung haben.

Literatur zur Einführung
Weibel, Peter und Valie Export (Hrsg.), wien. bildkompendium wiener aktionismus und film, frankfurt am main 1970.
Breicha, Otto (Hrsg.), Der Art Club in Österreich. Zeugen und Zeugnisse eines Aufbruchs, Wien, München 1982.
Fleck, Robert. Avantgarde in Wien. Die Geschichte der Galerie nächst Sankt Stephan 1954-1982. Kunst und Kunstbetrieb in Österreich, Wien 1982.
Klocker, Hubert (Hrsg.), Wiener Aktionismus 1960–1971, Klagenfurt 1989.
Werkner, Patrik, Kunst in Österreich. 1945—1995, Wien 1996.
Eder, Thomas und Klaus Kastberger (Hrsg.), Schluß mit dem Abendland! Wien 2000.
Schmied, Wieland (Hrsg.), Geschichte der bildenden Kunst in Österreich, Bd. 6: 20. Jahrhundert, hrsg. von Wieland Schmied, München 2002.
Künstlerinnen – Positionen 1945 bis heute. Mimosen – Rosen – Herbstzeitlosen, Krems 2003.
Schmied, Wieland (Hrsg.), Österreich 1900–2000. Konfrontationen und Kontinuitäten, Klosterneuburg 2000.


NEU:
080073 PS Kulturtheorien
2 Stunde(n), 6,0 ECTS credits
Alexandra Schwell
MO wtl von 05.03.2012 bis 25.06.2012 12.45-14.15
Ort: Seminarraum 2 (4.Stock) EE Hanuschgasse

Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 25

Inhalte:
Kultur ist eines der Schlüsselkonzepte der Europäischen Ethnologie, das Gegenstand dauernder Diskussion und zugleich disziplinär konstitutiv ist. Die Lehrveranstaltung bietet eine Einführung in ausgewählte Theorien zu Kultur und Gesellschaft und vermittelt wissenschaftshistorische wie auch neuere kulturtheoretische Positionen und Perspektiven, u.a. Cultural Studies, praxeologische Kulturtheorie, Writing Culture, ANT, Diskursanalyse etc.
Methoden: Vortrag durch die Dozentin, Referate, Diskussion in Kleingruppen und Plenum; Tutorium (Termine folgen).
Ziele: Einführung in Kultur- und Gesellschaftstheorien, Umgang mit zentralen Begriffen und Thesen sowie Diskussion und Kritik.
Art der Leistungskontrolle: Die Lehrveranstaltung ist prüfungsimmanent; kontinuierliche Anwesenheit, aktive Mitarbeit, schriftliche Fragen zu den Pflichttexten; Referat mit Thesenpapier, zwei schriftliche Arbeitsaufgaben.
Literatur: Die Literatur zur Lehrveranstaltung wird zu Semesterbeginn im Handapparat in der Bibliothek bereitgestellt.
Böhme, Hartmut: Vom Cultus zur Kultur(wissenschaft). Zur historischen Semantik des Kulturbegriffs. In: Renate Glaser; Matthias Luserke (Hg.): Literaturwissenschaft – Kulturwissenschaft. Positionen, Themen, Perspektiven. Opladen 1996, S. 48-68.


NEU:
080121 SE Repräsentationen I: Praktiken der Orientalisierung
2 Stunde(n), 10,0 ECTS credits
Alexandra Schwell
DI wtl von 06.03.2012 bis 26.06.2012 11.00-12.30
Ort: Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse

Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 25

Inhalte:
Der Orient ist eher ein Konstrukt des Westens als eine eigenständige geographische Einheit. Für Edward Said ist "Orientalismus" ein Set diskursiver Praktiken, mit deren Hilfe der Westen den Osten imaginiert. Das Konzept ist von zahlreichen Autoren aus dem Bereich der Postkolonialismus/Postsozialismus-Theorien aufgegriffen und auch zur Analyse von Machtbeziehungen und Strukturen innerhalb Europas genutzt worden.
So konstruierten Westeuropäer bereits im 18. Jahrhundert das Bild eines rückständigen "Osteuropas", um sich selbst in ein besseres Licht zu rücken. Die Vorstellung vom rückständigen und gleichzeitig bedrohlichen Staatssozialismus schloss hier fast nahtlos an. Das Konzept vom "Balkan" ist ebenso eine Konstruktion Südosteuropas im und durch den Westen.
Das kulturelle Konzept des Westens vom Osten/Balkan ist ein Narrativ, das sich um Rückständigkeit, Unsicherheit, Ungewissheit und Angst, gleichzeitig jedoch auch um Faszination dreht. Diese Diskurse und Praktiken der Orientalisierung innerhalb Europas stehen im Zentrum der Lehrveranstaltung.
Die Lehrveranstaltung führt in die Debatte um Orientalismus ein und betrachtet unterschiedliche Wege, hegemoniale Praktiken und Diskurse in Europa zu untersuchen, sowohl zwischen unterschiedlichen Regionen zu verschiedenen historischen Zeitpunkten, als auch innerhalb von Gesellschaften als Konstruktion sozialer Alterität.
Methoden: Lektüre und Diskussion der Pflichttexte, studentische Präsentationen, Diskussion in Kleingruppen und/oder Plenum.
Art der Leistungskontrolle: Kontinuierliche Anwesenheit, aktive Mitarbeit, schriftliche Diskussionsbeiträge, Gruppen-, bzw. Einzelpräsentation, Hausarbeit.
Literatur: Ein Reader wird zu Beginn des Semesters in der Bibliothek des Instituts für Europäische Ethnologie bereitgestellt.

130361 VO Zur Mediengeschichte der Literatur: Von der Schriftlichkeit zum Internet
CS III, 2 Stunde(n), 5,0 ECTS credits
Wolfram Seidler
MO wtl von 05.03.2012 bis 25.06.2012 16.30-18.00
Ort: Hörsaal 1 Inst. f. Finno-Ugristik, UniCampus Hof 7 2L-O1-01

Online-Anmeldung
Anmeldung zur LV über UNIVIS
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 50

Informationen folgen.

070319 KU Praxis der wissenschaftlichen Kommunikation
CS III, 2 Stunde(n), 6,0 ECTS credits
Reinhard Sieder
FR wtl von 09.03.2012 bis 29.06.2012 14.00-16.00
Ort: Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß

Anmeldung zur LV über UNIVIS
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 25

Informationen folgen.

70232 VO Qualitative Methoden der Sozial-und Kulturwissenschaften
CS III, 2 Stunde(n), 4,0 ECTS credits
Reinhard Sieder
FR wtl von 09.03.2012 bis 29.06.2012 09.45-11.15
Ort: Hörsaal 7 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 7

Online-Anmeldung
Anmeldung zur LV über UNIVIS

Informationen folgen.

S51080 SE Frankfurter Schule und Karl Marx: Kunsttheorie
CS III, 2 SemStd.
Gretchen Simms
Termin: Dienstag, 15:00-16:30 Uhr Beginn: Dienstag, 6. März 2012
Universität für Angewandte Kunst, Hörsaal 5 (Neubau, 1. Stock)

Eine LV der Abt. Kunstgeschichte an der Universität für Angewandte Kunst. Studierende der Uni Wien müssen sich innerhalb der allgemeinen Zulassungsfrist in der Prüfungsabteilung dieser Universität als MitbelegerIn anmelden (Studienausweis mitnehmen!).

Inhalt:
Die Frankfurter Schule...und Gegenwartskunst;...und die aktuelle Kunstkritik
Theodor W. Adorno sagte: „...jegliche Theorie der Kunst“ sei „zugleich Kritik an ihr“
Fragestellung des Seminars: Ist es möglich, Gegenwartskunst mit den Ideen und dem Gedankengut der Frankfurter Schule zu verbinden?
Wir schauen uns die wichtigsten Arbeiten der Hauptvertreter der Frankfurter Schule in Bezug auf Kunst an. Diese sind: Marcuse, Theodor Adorno und Walter Benjamin.
Wir besprechen die wichtigsten Essays.
Wir schauen uns Gegenwartskunst an und versuchen diese durch die Ideen und Gedanken der Frankfurter Schule zu analysieren. Werke wie etwa: Erwin Wurm‘s „Adorno was wrong with his ideas about art“ 2005 werden unter die Lupe genommen.
Wir werden uns mit Aesthetik, Medienkunst, Reproduktionen in der Kunst, Kunst und Kunstmarkt, Kapitalismus und Kunst sowie Kritische Theorie beschäftigen.

Literatur:
Die Permanenz der Kunst. Wider eine bestimmte marxistische Ästhetik von Herbert Marcuse von Hanser, Carl GmbH + Co. (Broschiert - März 1988)Neomarxistische Ästhetik II. Adorno, Marcuse von Heinz Paetzold von Cornelsen Verlag GmbH + Co (Broschiert - September 1994)
Ästhetische Theorie von Theodor W. Adorno, Gretel Adorno und Rolf Tiedemann von Suhrkamp Verlag (Taschenbuch - 2010)
Kunst als Statthalter unbeschädigten Lebens: Einführung in Adornos Ästhetik von Michael Niehaus von Grin Verlag (Taschenbuch - August 2008)Einführung in die Ästhetik Adornos von Karol Sauerland von Gruyter (Broschiert - 1979)
Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit: Drei Studien zur Kunstsoziologie (suhrkamp taschenbuch) von Walter Benjamin von Suhrkamp Verlag (Taschenbuch - 20. September 2010)
Aura und Reflexion: Schriften zur Kunsttheorie und Ästhetik (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) von Walter Benjamin von Suhrkamp Verlag (Taschenbuch - 27. August 2007)

180107 SE Multikulturalismus
CS III, 2 Stunde(n), 5,0 ECTS credits
Mona Singer
MI 14-tg von 14.03.2012 bis 20.06.2012 14.00-17.00
Ort: Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien

Anmeldung zur LV über UNIVIS
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 25

Inhalte:
Ausgehend von der Auseinandersetzung mit der philosophischen Begründung einer Politik des Multikulturalismus durch Charles Taylor (Multikulturalismus und die Politik der Anerkennung, 1993) und der Kritik an seinen Voraussetzungen und Thesen sollen in diesem Seminar unter anderem folgende Fragen diskutiert werden: Von welchem Kulturbegriff wird ausgegangen? Was sind für die Argumentation von Kulturen oder kulturellen Kollektiven als unterscheidbare Entitäten die Kriterien dieser Unterscheidung? Wie wird die Verknüpfung von individueller Identität mit einer kollektiven kulturellen Identität argumentiert? Welchen Stellenwert haben soziale Ungleichheiten in der Philosophie des Multikulturalismus, inwiefern wird überhaupt zwischen Sozialem und Kulturellem unterschieden?
Art der Leistungskontrolle: Pflichtlektüre, Präsentationen, Essays

Literatur:
Taylor, Charles: Multikulturalismus und die Politik der Anerkennung, Frankfurt/Main 1993.
Hall, Stuart: Die Frage des Multikulturalismus, in: Ideologie, Identität, Repräsentation, Hamburg 2004.
Kymlicka, Will: Multikulturalismus und Demokratie, Hamburg 1999.
Malik, Kenan: Against Multiculturalism, New Humanist, 2002
Okin, Susan Moller: Is Multiculturalism Bad for Women? Princeton 1999.
Philipps, Ann: Multiculturalism without Culture, Princeton/Oxford 2007.
Wieviorka, Michel: Der Multikulturalismus, in: Kulturelle Differenzen und kollektive Identitäten, Hamburg 2003.
Zizek, Slavoj: Ein Plädoyer für die Intoleranz, Wien 1998.

180173 SE Science & Fiction
CS III, 2 Stunde(n), 5,0 ECTS credits
Mona Singer
DI 14.00-17.00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock 14 tägig, Beginn ist der 13.03.2012

Anmeldung zur LV über UNIVIS
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 25

Inhalte:
Thema dieses Seminars ist die Vermehrung von Cyborgs, Hybriden und Quasi-Objekten in den Labors der Biotechnologien und das - utopische oder dystopische - Weiterdenken technowissenschaftlicher Entwicklungen in der Science-Fiction.
Im ersten Teil des Seminars sollen grundlegend technikphilosophische Überlegungen angestellt und das theoretische Instrumentarium erarbeitet werden: Wie ist das Verhältnis von Wissenschaft, Technik und Fiktion zu verstehen? Was heißt Technowissenschaft? Was wird mit Cyborgs benannt und worauf zielen Cyborg-Theorien?
Im zweiten Teil des Seminars sollen vor diesem Hintergrund ausgewählte Filme analysiert werden, die die Frage nach der Zukunft der Menschen als technologisch modifizierte Cyborgs aufwerfen.
Art der Leistungskontrolle: Pflichtlektüre, Präsentationen, Essays


S51035 SE Art & Text
CS III, 2 SemStd.
Anna Margareta Spohn
Donnerstag, 13.00-14.30 Uhr, Seminarraum Kultur- und Geistesgeschichte, Abteilung Kultur- und Geistesgeschichte, Franz-Josefs-Kai 5, 1.Stock, Tür 9, A-1010 Wien

Vorbesprechung am Donnerstag, 15. März 2012 um 13:00 Uhr

Eine LV der Abt. Kultur- und Geistesgeschichte an der Universität für Angewandte Kunst. Studierende anderer Universitäten müssen sich in der Studien- und Prüfungsabteilung (Oskar-Kokoschka-Platz 2, Ferstel-Trakt [Altbau] Erdgeschoß) als MitbelegerIn eintragen, um ein Zeugnis bekommen zu können. Bitte Studentenausweis sowie Studienblatt mit Gültigkeitsvermerk der jeweiligen Uni mitbringen!

Inhalt:
In der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts sind verstärkt medienübergreifende, interdisziplinäre, medienreflexive und kritisch attackierende Erweiterungen der konventionellen Techniken/Medien zu beobachten. Ein Aspekt ist dabei die Integration von Text, Schrift oder Sprache in die bildende Kunst.
In der Lehrveranstaltung werden Möglichkeiten der Überschneidung von Schrift, Text und bildender Kunst anhand zeitgenössischer Beispiele besprochen:
- Schrift als visuell präsentes Medium, Sprach-Bilder, Chiffren, Visuelle Poesie
- Schrift als Geste, skripturale Malerei
- Kombinationen von Text und Bild, schriftsprachliche und visuelle Information
- Schrift als Code, (Um-)Codierung und Transformation, Struktur
- System und Archiv: das spezifische Ordnungssystem der verschriftlichten Sprache
- Schrift und Monument, Text als Intervention im öffentlichen Raum
- Signatur und Kennzeichnung
- Re-Lektüre und Zitat

070047 VU Quellen, Methoden und Theorien der Zeitgeschichte
CS III, 2 Stunde(n), 4,0 ECTS credits
Frank Stern
MI wtl von 14.03.2012 bis 27.06.2012 12.00-13.30
Ort: Hörsaal D Unicampus Hof 10 Hirnforschungzentrum Spitalgasse 4

Anmeldung zur LV über UNIVIS (Information)
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 100

Inhalte:
Die kulturgeschichtliche Lehrveranstaltung widmet sich der wechselseitigen Einwirkung von gesellschaftlichen, kulturellen und medialen Praktiken, diskutiert die hegemonialen und subversiven Bedeutungen unterschiedlicher Repräsentationsformen von Religion und Krisenerfahrung im internationalen Film. Der Schwerpunkt liegt auf widersprüchlichen Visualisierungen der christlichen, jüdischen und islamischen Religionen im Spielfilm, im Dokumentar- und Animationsfilm, die in unterschiedlichen nationalen Kulturen und politischen Herrschaftssystemen im 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts produziert worden sind. In der Analyse der visuellen Quellen geht es sowohl um historische und globale Kontextualisierungen als auch um narrative und ästhetische Repräsentationen monotheistischer Religionen, um Bilderverbot, Fundamentalismus, Geschlechterbeziehungen, Geschichtsbewusstsein und säkularisierte Religion.
Grundlage für die Benotung: Regelmäßige Teilnahme, eine kleinere (max. 4 Seiten) Hausarbeit, welche die in der Einführung zur LV genannten Texte themenspezifisch zusammen fasst und eine Abschlussklausur, die zur Hälfte aus einer schriftlichen Hausarbeit (max. 8 Seiten) besteht, die bei der Klausur abgegeben wird. Die Themen der Hausarbeiten müssen per e-mail von Veranstaltungsleiter oder TutorIn bestätigt sein. Die Lesematerialien werden über Moodle verwaltet.

070107 KU Europa seit 1989
CS III, 4 Stunde(n), 6,0 ECTS credits
Frank Stern
DI wtl von 06.03.2012 bis 26.06.2012 15.00-19.00
Ort: Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1

Anmeldung zur LV über UNIVIS
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 25

Inhalte:
Geschichtswissenschaftliches und geschichtspädagogisches Arbeiten mit neuen Medien im Unterricht. Im Zentrum der Analyse stehen Kurzfilme, welche die Transformationsprozesse in Europa seit 1989 thematisieren. Deren didaktisch-analytische Aufbereitung für wissenschaftliche Forschung sowie ihr Einsatz in der Schul- und Erwachsenenbildung werden im Kurs behandelt.
Ziele: Kritische Verarbeitung der visuellen Materialien, Vertiefung der zeitgeschichtlichen wissenschaftlichen Recherche. Kritische Reflexion visueller Quellen und individuelle Vorbereitung einzelner Lehreinheiten mit Filmen für Schule und politische Bildung.
Methoden: Der Kurs basiert auf interaktiven Lehr- und Lernformen. Auf der Grundlage systematischer historisch kontextualisierter Filmanalyse im Kurs erarbeiten die TeilnehmerInnen Instrumentarien zur didaktischen Aufbereitung visueller Materialien.

190274 SE Der Islam im internationalen Spielfilm
CS III, 2 Stunde(n), 5,0 ECTS credits
Frank Stern
MI wtl von 07.03.2012 bis 27.06.2012 15.00-17.00
Ort: Seminarraum 5 Sensengasse 3a 1.OG

Die Anmeldung für die Lehrveranstaltung erfolgt über UNIVIS.
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 25

Inhalte:
Über die Analyse des filmischen Materials wird eine Verbindung islamischer und europäischer Kulturgeschichte diskutiert. Der Islam und die durch ihn geprägten Gesellschaften sind seit über 100 Jahren Gegenstand des internationalen Filmschaffens. Das reicht von religiösen Themen über Mythen und Legenden, über den Orientalismus und die Dämonisierung des Islam bis zu visuellen Repräsentationen, die den Islam als eine der monotheistischen und europäischen Religionen darstellen. Einen besonderen Schwerpunkt bilden Spielfilme, die in muslimischen Ländern produziert oder koproduziert worden sind und Fragen der Filmvermittlung an Bildungseinrichtungen.
Methoden: Historische und ästhetische Filmanalyse, Formen historischer Kontextualisierung visuellen Materials, Verbindung von text- und Filmanalyse.
Ziele: Neben didaktischen Hilfestellungen bei der Analyse von visuellem Material geht es um solche Themen wie historische Kontextualisierung von der Zeit des Propheten bis ins 21. Jahrhundert, Probleme der kulturellen Akzeptanz, interreligiöse Kompetenz im Hinblick auf die drei monotheistischen Religionen Islam, Christentum, Judentum, Kulturtransfer, kolonialistische und antikolonialistische Tendenzen im aktuellen Spielfilmschaffen, gender-spezifische Thematisierungen und die Medialisierung von Unterrichtsformen.
Art der Leistungskontrolle: Regelmäßige Mitarbeit, Schriftliche Hausarbeit
Literatur: Wird beim ersten Treffen diksutiert.

080131 VO+UE Kultur und Gesellschaft: Arbeitswelten im Wandel
CS III, 2 Stunde(n), 5,0 ECTS credits
Ove Sutter
MI wtl von 07.03.2012 bis 27.06.2012 12.45-14.15, Sitzungstermine: 14.3., 21.3., 28.3., 18.4., 25.4., 2.5., 9.5., 16.5., 23.5., 30.5., 6.6., 13.6, 20.6., 27.6.
Ort: Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse

Anmeldung zur LV über UNIVIS (Information)

Inhalte:
Lohnabhängige Arbeit ist das zentrale Signum gegenwärtiger kapitalistisch verfasster Gesellschaften. Was wir sind und wie wir uns im Alltag verhalten, ist grundlegend mit der Art verknüpft, wie wir arbeiten und damit auch, wie die Produktionsverhältnisse der Gesellschaft, in der wir leben, verfasst sind.
Seit den 1970er Jahren wird für dabei disziplinenübergreifend ein grundlegender Wandel der Arbeitsverhältnisse in westlichen Industrienationen diagnostiziert. Viele von uns erleben am eigenen Leib, dass die Art, wie sie selbst arbeiten, welche sozialen Sicherheiten und welche langfristigen Perspektiven ihnen ihre Arbeit bietet, sich grundlegend von den Arbeits- und Lebensverhältnissen ihrer Eltern unterscheidet.
Das Seminar wird einige der zeitgenössischen Wandlungsprozesse der Arbeitswelt, die auch als Entgrenzungs-Prozesse bezeichnet werden können, anhand von theoretischen Konzepten und konkreten Forschungsberichten aus der Europäischen Ethnologie und ihren Nachbardisziplinen studieren.
Schlagwortartig seien hier einige Fachbegriffe genannt, deren erstes Verständnis im Semester erarbeitet werden soll: Fordismus/ Postfordismus, De-Institutionalisierung des Lebenslaufs, Immaterielle Arbeit/ Affektive Arbeit, Alltägliche Lebensführung, Arbeitskraftunternehmer/ Arbeitskraftmanagerin, Prekarisierung, Flexibilisierung, Subjektivierung von Arbeit.
Dabei werden wir immer wieder die Frage stellen, wie eine spezifisch volkskundlich-kulturwissenschaftliche Perspektive auf den Wandel der Arbeit verfasst ist. Die volkskundlich-kulturwissenschaftliche Arbeitskulturenforschung zeichnet sich durch ihre spezifischen Forschungsperspektiven und ihren dementsprechenden methodischen Zugang aus: Sie richtet den Fokus auf die kulturellen und sozialen Praxen der Akteure, sie untersucht damit einhergehend die Verortung der Arbeit im Alltag und die Beziehungen der Sphären von Arbeit und Nicht-Arbeit, sie fragt insbesondere nach den subjektiven Erfahrungen, den Wahrnehmungen sowie Deutungen der Arbeitwelt, sie argumentiert nicht zuletzt mit Blick auf historische Entwicklungsprozesse.
Methoden: Textlektüre, Arbeitsgruppen, Diskussion, Gruppen- & Einzelpräsentation
Ziele: Es soll ein erstes Verständnis des theoretischen und methodischen Zugangs der volkskundlich-kulturwissenschaftlichen Arbeitskulturenforschung und ihrer Nachbardisziplinen zu gegenwärtigen Wandlungsprozessen der Arbeitswelt erarbeitet werden.
Art der Leistungskontrolle: Prüfungsimmanente LV, d.h. bewertet werden Teilleistungen wie mündliche Mitarbeit, Gruppen- / Einzelpräsentation, Hausübungen.

Literatur:
Schönberger, Klaus: Widerständigkeit der Biographie. Zu den Grenzen der Entgrenzung neuer Konzepte alltäglicher Lebensführung im Übergang vom fordistischen zum postfordistischen Arbeitsparadigma In: Seifert, Manfred/ Götz, Irene/ Huber, Birgit (Hg.): Flexible Biographien. Horizonte und Brüche im Arbeitsleben der Gegenwart. Frankfurt/M. u. a. 2007, S. 63-97.

S50811 UE Kulturwissenschaftliches Englisch 2
CS III, 2 SemStd.
Peter Waugh
Monday 10.30 a.m.-12.00 a.m.
Franz Josefs-Kai, 1. Stock, A-1010 Wien

Eine LV der Abt. Kultur- und Geistesgeschichte an der Universität für Angewandte Kunst. Studierende anderer Universitäten müssen sich in der Studien- und Prüfungsabteilung (Oskar-Kokoschka-Platz 2, Ferstel-Trakt [Altbau] Erdgeschoß) als MitbelegerIn eintragen, um ein Zeugnis bekommen zu können. Bitte Studentenausweis sowie Studienblatt mit Gültigkeitsvermerk der jeweiligen Uni mitbringen!

Inhalt:
A level of at least school English is required for this course.
Da neue Inhalte angeboten werden, kann der Kurs 'Kulturwissenschaftliches Englisch 2' als Fortsetzung der Lehrveranstaltung 'Kulturwissenschaftliches Englisch 1' oder als Neukurs besucht werden.
The end-of-semester evaluation is based on a combination of class attendance and written work done at home.
Themenstellung der Lehrveranstaltung
1) Conversation: discussion of art works, written texts, videos, projects and exhibitions. Assistance with vocabulary and pronunciation.
2) Reading: examination of a range of specialist texts relevant to those fields of the applied arts in which students are working, as well as general texts on the visual and applied arts, art history, art theory and cultural studies. Assistance with vocabulary. Advice and correction will be also given in grammar and pronunciation.
3) Writing: short text production (free form) on set topics, art works, texts read, current projects (whether pursued at the university or outside), work in other courses of university study, exhibitions visited. Also abstracts, applications and CVs. Correction and evaluation of submitted work.
The course also includes possible visits to art and design exhibitions currently showing in Vienna, with a view to notemaking and subsequent text production.

090003 VO Das römische Bürgerrecht
CS III, 2 Stunde(n), 3,0 ECTS credits
Ekkehard Weber
DI wtl von 06.03.2012 bis 26.06.2012 11.30-13.00
Ort: Hörsaal 34 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 6

Online-Anmeldung
Anmeldung zur LV über UNIVIS
Beschränkte Teilnehmerzahl, max. 100

Inhalte:
Ausgehend von der Tatsache, dass 212 n. Chr. mit der sogenannten Constitutio Antoniniana eine allgemeine Bürgerrechtsverleihung an die Bevölkerung des Imperium Romanum erfolgte, soll in dieser VO die Entwicklung und Ausweitung des römischen Bürgerrechts behandelt werden: von der Gliederung Italiens nach 338 v. Chr. über den "Bundesgenossenkrieg", der ganz Italien das römische Bürgerrecht brachte, bis eben zu dieser Constitutio Antoniniana, die die gesamte Reichsbevölkerung einbezog.
Methoden: Frontalvorlesung mit ständigem Bezug auf die antike Überlieferung; Lektüre und Interpretation relevanter antiker Texte.
Ziele: Kenntnis des Wesens des römischen Bürgerrechtes und seiner historischen Entwicklung, auch wesentlicher Faktor einer erfolgreichen Integrationspolitik.
Art der Leistungskontrolle: Mündliche Prüfung ab dem Semesterende mit individueller Vereinbarung der Termine. Die Kenntnis und das Verständnis der in der VO behandelten Texte wird vorausgesetzt.
Literatur: A. N. Sherwin-White, The Roman Citizenship (Oxford 1973). Sonstige Literatur wird in der VO jeweils genannt werden.


819019 SE Museum als Ort der Wissens- und Wissenschaftskommunikation
Roswitha Muttenthaler, Mag. Regina Wonisch
Ort: IFF, 1070 Wien, Schottenfeldgasse 29 sowie in Ausstellungen in Wien

Abgesagt!