LV-Termin 20.11.08, Teil 1: Im Zeichen des Bösen

“Im Zeichen des Bösen” (OT “Touch of Evil”), 1958: Regie: Orson Welles, Darsteller: Orson Welles, Janet Leigh, Charlton Heston, Marlene Dietrich.

berühmte Eröffnungssequenz, dauert 3:30 Minuten bis zum ersten Schnitt
http://www.youtube.com/watch?v=Yg8MqjoFvy4

in dieser Kamerafahrt werden die zentralen Akteure eingeführt: die Bombe, der mexikanische Polizeist Vargas, seine amerikanische Frau Susan, die Grenzstadt las Robles, die Grenze selbst.

Für unser Thema ist dieser Klassiker des film noir in zweierlei hinsicht von Interesse:
Einmal illustriert er die Frage wie weit sich das Medium seiner selbst bewußt ist bzw. sich als Medium in Erinnerung ruft. Die Kranfahrt der Kamera in der Eingangssequenz legt die “Künstlichkeit” des Films deutlich ohne dabei bei den ZuseherInnen die Erfahrung eines Bruches zu erzeugen, sie stellt Spannung her und hält Spannung ohne sie zu brechen.

Zum anderen lässt sich hier verdeutlichen, wie bestehende Bilder - in diesem Fall USamerikanische Wahrnehumngen & Stereotypen des Grenzgebietes zu Mexiko - die Bilderwelt eines Filmes informieren; wie die bewegten Bilder des Kinos immer nur im Rückgriff auf und durch die Transformation von bestehenden Bildern dfunktionieren. Im konkreten Fall ist die Umkehrung von Stereotypen von interesse: der mexikanische Polizist Vargas ist der Vetreter des Rechts, sein Widerpart ist der korrupte Beamte aus den USA. Gleichzeitg funktioniert auch diese Verkehrung über etablierte Bilder, so wird Vargas visuell als Vetreter einer aristokratischen mexikanischen Oberschicht gezeichnet. Der Charakter bleibt exotisch und er bleibt stereotyp.

Leave a comment

XHTML - You can use:<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>