IPW - Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis für das Sommersemester 2005

G3-Internationale Politik  


Nächste LV | Vorige LV | Index | Seitenanfang | Seitenende

Konzepte der internationalen Sicherheit (G3) - VO 

Ao. Univ.-Prof. Dr. Heinz GÄRTNER 

Beginn: 2005- 03- 15

Zeit: Di 9- 11h 

Ort: Hs. 33, Uni-Hauptgebäude 

Anmeldung: keine Anmeldung

Ziele, Inhalte und Methoden der Lehrveranstaltung:
Die Vorlesung beleuchtet das neue sicherheits- und geopolitische Umfeld. Nicht mehr große staatliche Armeen sondern nicht-staatliche Akteure, wie Terrorismus, charakterisieren die neuen Herausforderungen. Die wichtigsten Sicherheitskonzepte und Weltordnungsmodelle werden im Hinblick auf die veränderte weltsicherheitspolitische Lage auf ihre Relevanz überprüft: Realismus, Idealismus, Institutionalismus, Geopolitik, kollektive Verteidigung, kollektive Sicherheit, umfassende Sicherheit, kooperative Sicherheit, regionale Sicherheit u.a. Diese Konzepte werden auf einzelne realpolitische Entwicklungen angewendet: US Außen- und Sicherheitspolitik, US Streitkräftereform, Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP), Vereinten Nationen (UN), OSZE, Österreichische Sicherheitspolitik und Bundesheerreform u.a. Die neuen Bedrohungen (Terrorismus, Proliferation von Massenvernichtungswaffen, Konsequenzen aus scheiternden Staaten, transnationale Kriminalität) werden analysiert.

Beurteilungsmaßstäbe der Lehrveranstaltung: 
Klausur, Graphik, Mitarbeit.

Literatur: 

  • Reader im Juni bei Fakultas erhältlich.
  • Heinz Gärtner/Ian Cuthbertson (eds.),  European Security and Transatlantic Relations after September 11 and the Iraq War, (Palgrave-MacMillan: Houndmills), 2005.
  • Heinz Gärtner, Definitionen zur internationalen Theorie und Sicherheit, Nomos, Baden-Baden, 2005.

Erreichbarkeit: nach der VO oder Terminvereinbarung ( Telefon: 01-581 11 06-23)


Nächste LV | Vorige LV | Index | Seitenanfang | Seitenende

Perspektiven der Südosterweiterung der EU (G3) - PS 

Mag. Vedran DZIHIC

Beginn: 2005- 03- 08

Zeit: Di 14- 16h 

Ort: Hs. 2 (A218), NIG 2. Stock 

Anmeldung: 
Beschränkte TeilnehmerInnenzahl. Anmeldung ausschließlich direkt bei LV-Leiter per E-mail: vedran.dzihic@univie.ac.at und bis spätestens 3. März 2005 mit einem Einstiegspaper (siehe unten), das als Auswahlkriterium bei mehr als 50 Anmeldungen für die Teilnahme an der LV dient.

Ziele, Inhalte und Methoden der Lehrveranstaltung: 
Die Länder des sogenannten „Westbalkans“ (Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien-Montenegro mit dem Kosovo, Mazedonien und Albanien) befinden sich im Rahmen des Stabilisierungs- und Assoziierungsprozesses auf durchaus unterschiedlichen Pfaden Richtung EU. Die Schwierigkeiten der potentiellen EU-Kandidaten aus dem ehemaligen jugoslawischen Staatenverband sind unvergleichlich höher als in den zehn Staaten, die letztes Jahr der EU beigetreten sind. Ungelöste Statusfragen, große strukturelle Probleme, mangelnde politische Stabilität, schwache wirtschaftliche Dynamik, enorme Probleme im sozialen Bereich, etc. dokumentieren diese Schwierigkeiten. Im Proseminar sollen die Fragen der Perspektiven der EU-Südosterweiterung aus unterschiedlichen Blickwinkeln diskutiert und analysiert werden. Theoretisch-konzeptuell soll ein Überblick über die unterschiedlichen Strategien der EU im Hinblick auf ihre tatsächliche Anwendbarkeit am Balkan gegeben werden. Die EU-Instrumente wie Stabilisierungs- und Assoziierungsprozess oder der Stabilitätspakt für Südosteuropa sowie Prinzipien wie Konditionalität und Regionalität werden einer kritischen Analyse unterzogen, Vergleiche zu den Erfahrungen der ost- und mitteleuropäischen Staaten angestellt. Weiters soll der erfolgreiche Weg Sloweniens und jetzt scheinbar auch Kroatiens Richtung EU mit dem Weg und den Schwierigkeiten restlicher Staaten (Bosnien, Serbien, Mazedonien, Albanien) kontrastiert werden. Ein wesentlicher Teil des Proseminars soll sich mit der Einschätzung der Situation in den potentiellen Kandidatenländern und ihren Bemühungen um die Annäherung an die EU beschäftigen. Methodologische Grundlage der LV: Impulsvorträge des LV-Leiters; gemeinsame Diskussionen spezifischer Themen der LV; Diskussion mit Gästen; Präsentation und Verfassen von Proseminar-Arbeiten zum Thema, selbständige Recherche der Studierenden

Beurteilungsmaßstäbe der Lehrveranstaltung: 
Für einen positiven Abschluss der Lehrveranstaltung sind folgende Anforderungen zu erfüllen:

  • Einstiegspaper mit folgenden Punkten (Motivation für den Besuch der LV; Darlegung des inhaltlichen Interesses am an EU-Fragen und an Entwicklungen in Südosteuropa; organisatorische Erwartungen an die Lehrveranstaltung; Kurzdarstellung der eigenen Themenvorstellungen für die Proseminararbeit mit mindestens 5 Literaturhinweisen im Umfang von 2-4 Seiten) - (wird nicht benotet)

  • Regelmäßige Präsenz (Abwesenheit – max. zwei Mal mit Begründung) und aktive Teilnahme an der Lehrveranstaltung

  • Abfassung eines „Positions- und Recherchepapiers“ zu einem der Länder des Westbalkans im Umfang von etwa 10 Seiten (in Gruppen) bestehend aus einem kurzen Überblick über die Beziehungen der EU zu einem ausgewählten Land des Westbalkans, der kritischen Diskussion der EU-Jahresberichte über die Fortschritte im Stabilisierungs- und Assoziierungsprozess (SAP), der Recherche zu einen der wesentlichen Problembereiche  für die Integration eines bestimmten Landes in die EU und einer Internet-Rechercheaufgabe.

  • Abfassung und Präsentation der Abschlussarbeit strukturiert nach folgenden sechs Punkten: Einführung, Fragestellung, Theoriediskussion, Methodendiskussion, empirische Analyse, Literatur (Umfang 12-15 Seiten; für zweier Gruppen 15-20)

  • Termingerechte Abgabe der schriftlichen Arbeiten

Literatur:

  • Melcic, Dunja (Hg.) (1999). Der Jugoslawien-Krieg. Handbuch zur Vorgeschichte, Verlauf und Konsequenzen, Opladen/Wiesbaden

  • Batt, Judy (ed.) (2004). The Western Balkans: moving on, Chaillot Paper Nr. 70, October 2004 (abrufbar unter: www.iss-eu.org/chaillot/chai70.pdf)

  • Kommission der Europäischen Gemeinschaften: Der Stabilisierungs- und Assoziierungsprozess für Südosteuropa. Dritter Jahresbericht, Brüssel 2004 (abrufbar unter: http://europa.eu.int/comm/external_relations/see/sap/rep3/index.htm)

Erreichbarkeit: per E-Mail: vedran.dzihic@univie.ac.at, Telefon: (01)- 4277- 47717, ZimmerNr.: D205, NIG 2. Stock 


Nächste LV | Vorige LV | Index | Seitenanfang | Seitenende

Die EU-Außenbeziehungen mit besonderer Berücksichtigung des Kaukasus (D5/G1/G3) - PS 

Mag. Dr. Georg OBERREITER  Beginn: 2005- 03- 09 Zeit: Mi 16- 18h
Ort: Hs. 2 (A218), NIG 2. Stock 
Anmeldung:
Keine Teilnehmerbeschränkung aber Anmeldung erbeten an georg.oberreiter@univie.ac.at.
Siehe auch Website http://members.e-media.at/neue-nachbarn/

Ziele, Inhalte und Methoden der Lehrveranstaltung: 
Ziel ist es, die Außenbeziehungen der EU als Diplomatie sui generis begreifbar zu machen. Analysiert wird das Zusammenspiel der Player (Mitgliedsstaaten, Institutionen, Drittstaaten) in einem globalen Kontext. Auf die aktuelle institutionelle Entwicklung der Union in diesem Bereich wird besonderes Augenmerk gelegt. Am Beispiel der European Neighbourhood Policy wird die Genese einer EU-Politk samt eigenem Hilfsprogramm analysiert.

 

Beurteilungsmaßstäbe der Lehrveranstaltung:
Referat oder schriftliche Ausarbeitung. Erwartet wird keine Fakten oder Literaturkompilation, sondern das Aufstellen und argumentieren von Thesen zum Gegenstand. Die Verteilung eines Thesenpapiers an die anderen PS Teilnehmer wird positiv gewertet. Gruppenreferate oder Referate in englischer Sprache sind möglich

Literatur:  Den Teilnehmern wird laufend Material, v.a. aus Primärquellen per eMail zugänglich gemacht.

Erreichbarkeit: Dr. Georg Oberreiter, Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten, Minoritenplatz 8
                            A-1014  Wien, Telefon: 01- 05 01150 3376, per E-Mail: georg.oberreiter@univie.ac.at


Nächste LV | Vorige LV | Index | Seitenanfang | Seitenende
Konflikte und Kooperation in Ostasien. China, Korea, Vietnam (G3) - PS 

Dr. Helmut OPLETAL 

Beginn: 2005- 03- 07

Zeit: Mo 18- 20h (s.t.)

Ort: Hörsaal 1 (Sin1), Institut tut für Ostasienwissenschaften/Sinologie, Neuer Campus, Hof 2, Spitalgasse 2, 1090 Wien

Anmeldung:
Beschränkte TeilnehmerInnenzahl! Anmeldungen per E-mail an: helmut.opletal@orf.at. Mit kurzer Information über bisher absolvierte Lehrveranstaltungen am Institut für Politikwissenschaft (insb. im Bereich Internationale Politik) und Gründen für das Interesse an dieser Lehrveranstaltung - bis 2. März 2005, 24:00 Uhr. Aufgenommene Studierende werden bis spätestens 6. März per E-mail verständigt (wer keine Benachrichtigung erhält, ist nicht aufgenommen).

Ziele, Inhalte und Methoden der Lehrveranstaltung:
Die Studierenden sollen Grundkenntnisse über die Internationalen Beziehungen in Ost-/Südostasien sowie über zeitgeschichtliche, politische und ökonomische Rahmenbedingungen erwerben und sich mit Zeitschriften- und Fachliteratur sowie Internet-Ressourcen vertraut machen. Neben dem  Schwerpunkt China werden auch Themen wie der Koreakonflikt, der Vietnamkrieg und seine Folgen sowie die Integration im ASEAN-Bündnis behandelt.

Beurteilungsmaßstäbe der Lehrveranstaltung:
Nach einer Einführung in die Gesamtmaterie wählen die Studierenden Referatsthemen zu Einzelaspekten (in Form eines kurzen schriftlichen Exposés incl. Literatur-Vorrecherche). Im Verlauf des Semesters werden die Referate mündlich vorgetragen (begleitet von einem kurzen Thesenpapier) und gemeinsam diskutiert. Im Anschluss wird das Referat schriftlich ausgearbeitet (ca. 30.000 Zeichen + Liste der verwendeten Literatur). Beurteilt werden Exposé und Thesenpapier, das mündliche Referat, die schriftliche Ausarbeitung sowie die aktive Teilnahme an Diskussionen. Kriterium für die Beurteilung ist, wieweit die Studierenden in der Lage sind, mit der zur Verfügung stehenden Fachliteratur die inhaltlichen Grundzüge des Themas zu erfassen, sachgerecht zu analysieren und verständlich zu präsentieren.

Literatur: 

  • BINDERHOFER u. a. (Hrsg.): Das pazifische Jahrhundert? Wirtschaftliche, ökologische und politische Entwicklungen in Ost- und Südostasien (Historische Sozialkunde 10). Wien 1996

  • China nach der Revolution – Transformationsprozesse seit den 80er Jahren. In: Beiträge zur historischen Sozialkunde (Wien) 4/98

  • Ch. Erten/R. Pirker (Hrsg.): Süd-Ost-Asien Wirtschaftsmacht. Wien 2002

Erreichbarkeit: per E-Mail: helmut.opletal@orf.at