ANGSTFREI:STUDIEREN
Ein Netzwerk für Studierende mit psychischer Beeinträchtigung

Sandra Rabl hat das Netzwerk "Angstfrei Studieren" gegründet, das Studierende mit psychischer Beeinträchtigung vernetzt und unterstützt. Im folgenden Interview erzählt sie uns mehr über Beweggründe und Aufgaben:

 

 

Frau Rabl, Sie haben das Netzwerk "Angstfrei Studieren" gegründet. Was verbirgt sich dahinter?

Ich habe das Netzwerk 2005 gegründet, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, wie psychische Probleme einem den Uni-Alltag schwer machen und dem Studienerfolg im Weg stehen können. Da ich während meines ersten Abschnittes selbst noch massiv an Panikattacken litt, kam mir die Idee, dass es LeidensgenossInnen leichter gemacht werden würde, wenn sie über solidarische Kontakte unter ihren KollegInnen verfügen würden, die ihnen in kritischen Situationen zur Seite stehen und sie unterstützen. Insofern ist „Angstfrei Studieren“ (AFS) ein Netzwerk von und für StudentInnen aller Studienrichtungen, die die gemeinsame Idee von Solidarität und Uneigennützigkeit verbindet.

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Was sind die Ziele des Netzwerks?

Ziel des Netzwerks ist es, möglichst viele engagierte Mitglieder zu haben, die anderen Studierenden vermitteln, dass sie

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Welche Personen(gruppen) sind im Netzwerk vertreten und welche Aufgaben erfüllen sie?

Wir sind ein 7köpfiges Team, das sich um die Beratung per Email kümmert. Die Anfragen gehen bei mir ein und ich verteile sie dann je nach Kompetenz und Interessen der Teammitglieder. Fertige PsychologInnen beraten eigenständig, die, die noch studieren, sind meistens mit einem/r von den Fertigen im 2er Team, um die Beratung genügend zu reflektieren.
Außerdem organisiert das Team regelmäßige Treffen zu verschiedenen Themen – manchmal mit einem Schwerpunkt, manchmal ein offener Abend – und leitet dann die Diskussionen. Auch an der Öffentlichkeitsarbeit und an der Weiterentwicklung von AFS sind die Teammitglieder alle beteiligt.

Die „normalen“ Mitglieder können sich im Forum austauschen und die Beratung in Anspruch nehmen. Es gibt dann noch die besondere Gruppe der „Realos“, das sind Mitglieder, die mindestens einem Teammitglied persönlich bekannt sind – diese haben Einsicht in einen eigenen Bereich im Forum und können sich dort quasi „unter sich“, ohne Einsicht von außen, austauschen.

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Wie wird man Mitglied im Netzwerk?

Es genügt eigentlich, sich zu registrieren. Dann hat man Einblick ins Forum und kann sich an den Diskussionen dort beteiligen. Wenn man sich mal bei einem Treffen blicken lässt, wird man für den „Real-Bereich“ freigeschalten. Sehr am Herzen liegt uns auch, Projekte und Ideen anderer zu unterstützen, sofern sie unserem Leitbild entsprechen. Wenn jemand zb eigene Gesprächsrunden gründen will, Gleichgesinnte oder Leute zum Austauschen sucht, dann bieten wir die Plattform, um die Ideen umzusetzen. Wir unterstützen so auch einige befreundete Vereine und auch Einzelpersonen, die spezielle Angebote für StudentInnen haben (natürlich immer erst nach sorgfältiger Prüfung).

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Gibt es "Angstfrei Studieren" auch außerhalb des www?

Ja, es gibt uns alle auch in Echt ;-) !

Wie kommt man am besten in Kontakt mit dem Netzwerk?

Indem man uns mailt, oder im Forum postet!

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Worin unterscheidet sich "Angstfrei Studieren" von anderen Angeboten für Studierende - beispielsweise der Psychologischen Studentenberatung?

Das Angebot der Studentenberatung ist sehr gut und wichtig. Auch wir bieten professionelle Beratung, aber im Gegensatz zur Psychologischen Studentenberatung keine regelmäßigen therapeutischen Aktivitäten an. Wir setzen auf die Solidarität unter den Studierenden und vor allem auf die Hilfe im Hier und Jetzt, also „wie schaffe ich es, HEUTE zur Prüfung zu gehen“ oder „HEUTE auf die Uni zu kommen“. Dafür treffen wir uns auch mal persönlich oder sind telefonisch erreichbar. Zusätzlich und für langfristige Änderungen empfehlen wir dann meist, die Studentenberatung aufzusuchen oder vermitteln an TherapeutInnen oder andere Einrichtungen.

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Was wünschen Sie sich für die Zukunft für "Angstfrei Studieren"?

… dass wir einen Beitrag dazu leisten, das Tabu der psychischen Erkrankungen ein stückweit aufzubrechen. Wenn man weiß, dass man mit seinen Problemen nicht allein ist und man Ansprechpartner hat, die einem das Gefühl nehmen, irgendwie abnormal zu sein, dann trägt das schon eine Menge zum Wohlbefinden bei. Dazu brauchen wir viele Mitglieder in möglichst vielen Studienrichtungen, die unsere Ideen und unsere Grundsätze nach außen tragen!

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Linktipps

Netzwerk Angstfrei Studieren
www.angstfreistudieren.at

Psychologische Studentenberatung
http://www.studentenberatung.at/

Weitere inneruniversitäre Links
http://www.univie.ac.at/diversity/php/univ_physpsychb.html

Weitere außeruniversitäre Links
http://www.univie.ac.at/diversity/php/ausseruni_psychphys.html#psychotherapie

 

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Stand: 30.06.2008
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