ZENTRUM FÜR TRANSLATIONSWISSENSCHAFT
Gerhard Budin

FRAGENÜBERSICHT

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"VIELFALT" UND "DIVERSITÄT" IM WISSENSCHAFTLICHEN TÄTIGKEITSBEREICH

  1. Wie werden "Vielfalt" bzw. "Diversität" in Ihrem wissenschaftlichen Tätigkeitsbereich definiert?

  2. Welche Bedeutung haben "Vielfalt" bzw. "Diversität" in Ihrem wissenschaftlichen Tätigkeitsbereich?

  3. Welche problematischen Aspekte haben diese Definition/ Bedeutung von Vielfalt Ihrer Meinung nach?

"VIELFALT" UND "DIVERSITÄT" IM ARBEITSUMFELD

  1. Inwiefern spielen Vielfalt und Diversität in Ihrem Arbeitsumfeld eine Rolle (in Ihrem Team oder auch in Kooperationen)?

  2. Auf welche Schwierigkeiten im Umgang mit Vielfalt sind Sie persönlich in Ihrem Arbeitsumfeld gestossen?

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FRAGEN & ANTWORTEN

"VIELFALT" UND "DIVERSITÄT" IM WISSENSCHAFTLICHEN TÄTIGKEITSBEREICH

  1. Wie werden "Vielfalt" bzw. "Diversität" in Ihrem wissenschaftlichen Tätigkeitsbereich definiert?

    Diversität wird im Sinne der UNESCO-Definition ausdrücklich angewendet auf alle Formen kultureller Diversität, d.h. ethnische Herkunft, sprachliche Vielfalt, Gender, sexuelle Orientierung, Alter, alle Formen von geistiger und körperlicher Behinderung, sowie auf die kulturelle Vielfalt in allen Berufen, in der Wissenschaft, im Sozialbereich, etc.
    Der wissenschaftliche Forschungsbereich der Translationswissenschaft und die entsprechenden Berufsgemeinschaften (Übersetzen, Dolmetschen, Interkulturelle Kommunikation, Terminologie, Sprachtechnologien, Globalisierung/Lokalisierung, etc.) widmen sich der Überwindung von Barrieren, die aufgrund kultureller Diversität entstanden sind oder neu entstehen.
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  2. Welche Bedeutung haben "Vielfalt" bzw. "Diversität" in Ihrem wissenschaftlichen Tätigkeitsbereich?

    "Vielfalt" bzw. "Diversität" haben absolut zentrale Bedeutung, sie sind geradezu von konstitutiver Bedeutung!
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  3. Welche problematischen Aspekte haben diese Definition/ Bedeutung von Vielfalt Ihrer Meinung nach?

    Das Problem bisher bestand darin, dass die vielen Formen der Diversität meist SEPARAT voneinander diskutiert und in der Praxis behandelt worden sind. Das Zentrum für Translationswissenschaft tritt für einen INTEGRATIVEN Ansatz im Diversitätsmanagement ein.
    Dabei geht es uns auch um die Entwicklung bzw. Weiterentwicklung spezifischer Methoden für das Diversitätsmanagement, so etwa interkulturelle Kompetenz, translatorische Kompetenz, Kompetenz im Bereich gendersensitive ICT, barrierefreier Zugang zum WWW incl. Fragen der Verständlichkeit von fachlichen Inhalten (inkl. „public understanding of science“), des mehrsprachigen Zugangs zur Information (UNESCO-Initiative IFAP – Information For All Programme). Zu diesen Fragen führen wir auch Projekte durch, z.B. „Knowledge Experts“ (ESF-kofinanziert), INCA (Intercultural Competence Assessment).
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"VIELFALT" UND "DIVERSITÄT" IM ARBEITSUMFELD

  1. Inwiefern spielen Vielfalt und Diversität in Ihrem Arbeitsumfeld eine Rolle (in Ihrem Team oder auch in Kooperationen)?

    Neben der oben beschriebenen Rolle auf der Objektebene ist Diversität auch auf der Metaebene von zentraler Bedeutung: die MitarbeiterInnen des Zentrums für Translationswissenschaft, an dem 14 Sprachen (darunter auch sehr „sensitive“ Sprachgruppen wie Bosnisch/Serbisch/Kroatisch) gelehrt werden, kommen selbst aus aller Welt, für mehr als die Hälfte der Studierenden ist Deutsch nicht die Muttersprache. Interkulturelle Kompetenz ist somit wesentlich mehr als nur ein Forschungsgegenstand, sie ist unverzichtbarere Bestandteil der Kompetenzen ALLER MitarbeiterInnen, sowie integraler Bestandteil der vermittelten Berufsbilder und der entsprechenden Ausbildung (als konstitutiver Bestandteil der Curricula).
    Auch andere Aspekte von Diversität finden am Zentrum für Translationswissenschaft ihre Berücksichtigung:
    Die Entwicklung neuer Sprach- und Lerntechnologien zur Erleichterung eines barrierefreien Zugangs zu Information ist nicht nur Forschungsgegenstand, sondern wichtiger Bestandteil der täglichen Lehre (im Rahmen von E-Learning-Aktivitiäten).
    Traditionell liegt der Anteil der weiblichen Studierenden am Zentrum für Translationswissenschaft über 90%, womit die Genderperspektive eine besondere Bedeutung erlangt. Es geht u.a. um die Verbesserung der z.T. tristen Lage in einem typischen „Frauenberuf“ und den damit leider verbundenen Problemen (Geringschätzung translatorischer Dienstleistungen, schlechte Bezahlung, etc.).
    Diversitätsmanagement als umfassender Ansatz wird deshalb als wichtige Komponente der Arbeit am Zentrum für Translationswissenschaft angesehen.
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  2. Auf welche Schwierigkeiten im Umgang mit Vielfalt sind Sie persönlich in Ihrem Arbeitsumfeld gestossen?

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Stand: 04.05.2007
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