Mit den Augen hören? Faszination Gehörlosenkultur!

Ein Resümee zum Sensibilisierungsworkshop

Am Anfang des neues Jahres, am 14. Jänner, führte Paulina Sarbinowska (Tutorin im Projekt Diversity Management) mit frischem Elan einen Sensibilisierungsworkshop durch. Dieser fand im Rahmen des Projekts Diversity Management der Universität Wien in Kooperation mit dem Behindertenbeauftragten Leo Schlöndorff statt. Nach der Eröffnung des Workshops gab es zwei Einführungsvorträge, „Diversity Management an der Universität Wien“ von Mag.a Birgit Virtbauer und „Zur Situation gehörloser Studierender“ von Leopold Schlöndorff. Danach begann der eigentliche Workshop, dieser dauerte insgesamt drei-einhalb Stunden.

Paulina Sarbinowska gab einen Einblick in die Gebärdensprachkultur, um damit den Horizont der Studierenden der Universität Wien zu erweitern. Die Idee entstand aus den persönlichen Erfahrungen der Workshopleiterin, da der Kontakt, die Zusammenarbeit und der Austausch unter Studierenden eine hohe Relevanz für ein erfolgreiches Studium hat, und daher viele gehörlose/schwerhörige Studierende in diesem Fall stark benachteiligt sind.

Oftmals ist eine adäquate Kommunikation zwischen gehörlosen/schwerhörigen und hörenden Studierenden beeinträchtigt. Im Workshop erhalten die interessierten TeilnehmerInnen eine Möglichkeit, sich mit diesem Thema bewusst durch Sensibilisierung zu konfrontieren und die Faszination der Gebärdensprache zu erleben und Gehörlosenkultur kennenzulernen.

Der Workshop wurde wie geplant und erwartet umgesetzt. Die TeilnehmerInnen waren sehr interessiert und bekamen ein umfassendes Bild über diese Sprache und Kultur vermittelt. Die Vermittlung basierte nicht nur auf den Fakten, sondern den TeilnehmerInnen wurde auch bewusst gemacht, wie sie mit gehörlosen Studierenden in Kontakt treten und eine Beziehung aufbauen können (ohne die Gebärdensprache beherrschen zu müssen). Durch diesen Sensibilisierungsworkshop wurde eine interkulturelle Annäherung geschaffen.

Der Workshop war sehr interaktiv gestaltet, damit auf die aufkommenden Fragen eingegangen werden konnte, z.B. durch den Erfahrungsaustausch der TeilnehmerInnen. Es wurden zwei Aspekte gezeigt: der medizinische und der soziolinguistische Aspekt. Des Weiteren gab es einerseits einen „Lippenablesekurs“, um bewusst zu machen, wie eingeschränkt das Lippenablesen in Wirklichkeit ist, und andererseits einen Gebärdensprachkurs, wo einige Basisgebärden und das Fingeralphabet gezeigt wurden.

Aus der Sicht der Workshopleiterin gab es ein großes Interesse und es zeigte sich, dass der Bedarf an Sensibilisierung besteht. Besonders die Gebärdensprache weckte als eine andere Form der Kommunikation die Neugierde der TeilnehmerInnen. Generell konnte das Informationsbedürfnis der Interessierten mit großer Zufriedenheit erfüllt werden.

Ein paar Eindrücke von den TeilnehmerInnen:

„Ich freue mich über dieses Angebot und hoffe, dass vielleicht in Zukunft noch mehr Infos über Gehörlosigkeit und Gehörlosenkultur öffentlich zugänglich gemacht werden.“

„Danke vielmals für den tollen, wenn auch anstrengenden Nachmittag!“

„Ich hoffe, dieser Workshop kann wiederholt werden und andere Menschen können davon profitieren.“

nach oben

Links:

Link zum Veranstaltungshinweis

Allgemeine Informationen zum Thema "Gebärdensprache und Gehörlosenkultur" auf der Diversity Management - Homepage

Zum Überblick Gehörlos:Studieren

© Diversity Management - Universität Wien | Universitätsring 1 | A-1010 Wien
XHTML 1.0 transitional
DiM Header

SUCHE:

  Impressum | Home
Stand: 05.02.2009


 
   Österreichische Gebärdensprache

Schriftgrad: größer kleiner