Wie wir arbeiten

#Stv

Wir sind die Studienvertretung Doktorat Philosophie, die im Rahmen der letzten ÖH-Wahl als VertreterInnen der Interessen aller Dok-Studierenden mit dem Abschluss Dr.phil. gewählt wurden.

#Bagru

Die Studienvertretung wird von der von der basisgruppe dok*phil gestellt und bietet Beratung (per Mail oder im Journaldienst), ist aktiv in Gremien- und Förderarbeit involviert und unterstützt dissertationsnahe bzw. -relevante Inhalte und Projekte. Wir diskutieren aktuelle Anliegen und treffen unsere Entscheidungen vor allem auf unserem Plenum.

Unsere Grundsätze:

  • Basisdemokratisch: Basisdemokratie bedeutet für uns den Versuch, Hierarchien abzubauen und beständig zu hinterfragen. Ein wesentliches Element besteht darin, dass sich Entscheidungsfindungsprozesse möglichst breit und konsensual gestalten (offenes Plenum) und nicht, wie in herkömmlichen demokratischen Strukturen, eine Minderheit zwangsläufig immer überstimmt wird.
  • Emanzipatorisch: Wir versuchen den Raum der Universität zu nutzen, um gegen herrschende und ausgrenzende Strukturen aufzutreten, die sich sowohl in der Gesellschaft als auch in der Wissenschaft manifestiert haben. Zudem heißt für uns emanzipatorische, fortschrittliche Politik zu betreiben, uns nicht mit StellvertreterInnenpolitik zu begnügen, sondern Studierende als AkteurInnen der Politik zu sehen und Wege größtmöglicher Partizipation zu eröffnen.
  • Feministisch: Unsere Gesellschaft ist nach wie vor stark patriarchal geprägt. Wie in allen Lebensbereichen gilt auch an Universitäten das Männliche als Norm. Unser Anspruch ist, durch gezielte Maßnahmen wie Frauenförderung, Sichtbarmachen von Frauen in Forschung und Lehre, geschlechtsneutrale Sprache oder bewusste Bevorzugung von Frauen diese Herrschaftsverhältnisse aufzuzeigen und zu überwinden.
  • Anti-Heteronormativ: Im Sinne der Sichtbarmachung und aufgrund der bisher fehlenden Auseinandersetzung innerhalb der Basisgruppen, wollen wir einen Diskussionsprozess starten, der auch die eigenen heteronormativen Strukturen mitreflektiert. Die Gesellschaft ist heteronormativ organisiert, das heißt, die heterosexuelle Zweierbeziehung ist ein privilegierter Lebensentwurf, jegliche anderen Lebensentwürfe werden sanktioniert. Dieses Privileg basiert auf einer binären Geschlechterkonzeption von männlich/weiblich, die mit der Dichotomie öffentlich/privat korrespondiert. Heteronormativität ist gesellschaftsimmanent und strukturell, drückt sich aber auch etwa in Homophobie, Transphobie, Sexismus, Rassismus etc. aus. Antiheteronormative Arbeit enthält die Analyse gesellschaftlicher Machtstrukturen und zielt auf Destabilisierung und Dekonstruktion ebendieser ab.
  • Antirassistisch/Antifaschistisch: Österreich ist geprägt von mehr oder weniger explizit rassistischen und autoritären Strömungen, welche sich auch in der politischen Landschaft widerspiegeln. Dagegen treten wir inner- und außeruniversitär entschieden auf, und bieten antirassistischen und antifaschistischen Organisationen Unterstützung und Raum. Gleichzeitig bedeutet für uns eine kritische Beschäftigung mit Rassismus auch, die eigene Eingebundenheit in strukturelle Rassismen zu problematisieren und damit verbundene Privilegien zu hinterfragen.
  • Unabhängig: Im Gegensatz zu den meisten ÖH-Fraktionen, die Vorfeldorganisationen bestehender Parteien sind, sind die Basisgruppen parteiunabhängig. Das bedeutet, dass wir keinen finanzkräftigen Apparat im Rücken haben, aber auch, dass wir frei von bundespolitischen überlegungen agieren können und uns nicht nach Vorgaben einer übergeordneten Hierarchie richten müssen.