Kategorie-Archiv: zum Weiterlesen

Helene Klaar im Standard-Interview

Die Anwältin Helene Klaar spricht im Standardt-Interview über Wahrheit vor Gericht, Schuld und Strategien bei Scheidungsverfahren.

Scheidungsanwältin Klaar: ‚Am frechsten gelogen wird beim Geld‘“ In: derstandard.at, vom 05.06.2017.

"Das Gericht generiert eine eigene Wahrheit, indem Aussagen vom Richter protokolliert werden. Das Protokoll macht vollen Beweis über das, was gesagt wurde. Wenn sich die Person nicht so gut ausdrücken kann oder missverstanden wurde und man sich gegen die unrichtige Protokollierung nicht ausspricht, dann pickt das. Im Urteil trifft der Richter Feststellungen. Wenn diese in der Instanz nicht bemängelt werden, dann ist das die neue Wahrheit – egal, was wirklich war. Das ist für viele sehr schwer, sich damit abzufinden. "

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ORF Panorama zeigt Reportagen der 1960er und 1970er Jahre über Sexualität, Ehe und Scheidung

Die ORF-Sendung ‚Panorama‘ zeigte am vergangenen Sonntag einige ORF-Reportagen aus den Jahren 1967-1976 zu Themen rund um Ehe. Die Berichte und Interviews zeigen Einblicke in Auffassungen zu vorehelicher Sexualität, Ehe und Scheidung  in der Zeit um die umfassenden Eherechtsreformen in den 1970er Jahren in Österreich.

ORF Panorama: „Verliebt, verlobt, verheiratet„, gesendet am 07.05.2017,  13:05 Uhr.

Aktuelle Eheschließungs- und Scheidungszahlen der Statistik Austria

Im April 2017 veröffentlichte die Statistik Austria neueste Daten zu Ehescheidungen und Eheschließungen. Der Falter interviewte dazu Konrad Pesendorfer, einen der GeneraldirektorInnen der Statistik Austria, und illustrierte es durch einige Grafiken.

Hier finden Sie den Artikel im Falter vom 26.04.2017 als .pdf:
„Wann heiraten die Österreicher [sic!] am liebsten und wie lange dauert es bis zur Scheidung?“

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Statistik Austria zu den Themen Eheschließungen und Ehescheidungen sowie zu Eingetragenen Partner*innenschaften.

20 Jahre Gewaltschutzgesetz in Österreich

Am 1. Mai 1997 trat das Gewaltschutzgesetz in Kraft.  Das Gesetz war ein großer Erfolg im Opferschutz und ein Meilenstein in der Gewaltprävention. Es ermöglicht, dass Opfer von häuslicher Gewalt in der vertrauten Umgebung bleiben können und die gewalttätige Person die gemeinsame Wohnung verlassen muss.

der Standard berichtet darüber:
20 Jahre Gewaltschutzgesetz: Kinderschutz soll ausgeweitet werden„, In: derstandard.at, vom 27.4.2017.

Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) verfasste einen Artikel zum Thema:

 "20 Jahre Gewaltschutzgesetze – ein klares politisches Bekenntnis gegen Gewalt in der Familie und eine frauenpolitische Errungenschaft", In: ots.at, vom 2.5.2017.

"Das neue Gewaltschutzgesetz ist das Resultat einer langen, unermüdlichen und engen Zusammenarbeit der Frauenhausmitarbeiterinnen mit den Gewaltschutzzentren, den Interventionsstellen, der Polizei, Politik und Justiz. Mitte der 1980er Jahre haben die Frauenhäuser begonnen mit der Polizei zu kooperieren und gemeinsame Schulungen und Fortbildungen abzuhalten...
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Der EGMR zur Frage: Ist Scheidung ein Menschenrecht?

Anfang Januar 2017 urteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) über den Fall eines Mannes, der sich nach polnischem Eherecht nicht von seiner Ehefrau scheiden durfte, da er als der Schuldige am Scheitern der Ehe erkannt wurde und seine Gattin einer Scheidung nicht zugestimmt hatte. Der Mann scheiterte mit seiner Klage nun auch vor dem EGMR: Laut diesem gäbe es kein Recht auf Scheidung und das polnische Gerichtsurteil würde somit das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens nicht verletzen.

Die Frankfruter Allgemeine Zeitung berichtet darüber:
„Pole scheitert mit Scheidungswunsch vor dem Menschenrechtsgericht“, In: FAZ.net, 10.01.2017.

Hier finden sie noch einen juristischen Kommentar vom European Centre for Law and Justice (auf Englisch):
„ECHR: No right to divorce“, In: eclj.org, 11.01.2017.

Wagner’sche Zeitschrift digitalisiert und online

Josef Pauser hat via VÖBBLOG die Angaben und Links zur Zeitschrift für österreichische Rechtsgelehrsamkeit und politische Gesetzkunde (1825-1845), die unter dem Namen Österreichische Zeitschrift für Rechts- und Staatswissenschaft (1846-1849) fortgeführt wurde, aktualisiert:

Die so genannte „Wagner’sche Zeitschrift“, benannt nach ihrem Begründer und Herausgeber Vincenz August Wagner (1790-1833), war die bedeutendste österreichische juristische Zeitschrift des Vormärz. Sie liegt nun über das DFG-geförderte Kooperationsprojekt „Juristische Zeitschriften 1703-1830“ des Max-Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte und der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz digitalisiert vor:

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„Suppe kalt, Herz leer – Der Kampf der Geschlechter“

Heute um 21 Uhr auf Ö1 im Hörspiel-Studio:

"Suppe kalt, Herz leer - Der Kampf der Geschlechter" von Michael Stauffer. In diesem Hörspiel dreht sich alles um Trennungen - bevorstehende, gedachte oder gewesene Trennungen, über Nebenbeziehungen, über Kinderwunsch und Kinderrealität (WDR 2014).

In diesem Hörspiel kommen vier Frauen und vier Männer zu Wort und bieten sich einen wechselseitigen Monolog. Es wird gekämpft Auge in Auge. Und nicht selten Auge UM Auge. Der Kampf der Geschlechter geht tagtäglich in neue Runden. Denn, wie schon Loriot unwiderlegbar formulierte: "Männer und Frauen passen einfach nicht zueinander."

Vier Frauen reden über Männer - abgeklärt, wütend, sehnsüchtig, bissig, polemisch und eloquent. Und vier Männer antworten darauf - erstaunt, befremdet, ausweichend, wortkarg oder wortreich. Ein wechselseitiger Monolog der Unverstandenen.

Als Parallelgeschichte wird über Biber doziert. Die sind nämlich treu und monogam, und leben ein Leben lang glücklich in ein- und demselben Familienverband. …

Mit Toni Bieber, Stefanie Fauwallner, Leopold Gottsauer, Dionysia Karydis, Nikolaus Novak u.a. Regie: Michael Stauffer. Prod. WDR 2014.

„kreuz und quer“ über die katholische Kirche und ihre Wiederverheirateten

Am Dienstagabend (20. Okt.2015, 22:35 Uhr) beschäftigte sich „kreuz und quer“ mit Scheidungen bzw. der unauflöslichen Ehe.

kreuz und quer 
Scheitern nicht vorgesehen - Die katholische Kirche und ihre Wiederverheirateten 

Dieser Tage beraten Bischöfe aus aller Welt bei der Bischofssynode in Rom über Ehe und Familie. Ein zentraler Punkt dabei: Wie soll die Kirche mit Geschiedenen Wiederverheirateten umgehen?
Wer sich nämlich scheiden lässt und mit einem neuen Partner zusammen sein möchte, hat in der römisch-katholischen Kirche einen schweren Stand. Die sakramental geschlossene Ehe gilt als unauflöslich, denn "was Gott verbunden hat, das soll der Mensch nicht trennen". Die Ehe zwischen Mann und Frau gilt solange als geschlossen, bis dass der Tod die Ehepartner scheidet - alles andere gilt als Ehebruch und somit als eine schwere Sünde. Jene, die als "Geschiedene Wiederverheiratete" bezeichnet werden, sind zwar immer noch Mitglieder der Kirche, jedoch offiziell von den Sakramenten - insbesondere von der Eucharistie- ausgeschlossen. Dabei handelt es sich nicht um eine kirchliche Strafe, sondern um eine theologische Konsequenz aus dem offensichtlichen "Verharren in schwerer Sünde". Diese Regelung ist seit langem ein großer Streitpunkt und ein Problem für viele Seelsorgerinnen, TheologInnen, Priester, Bischöfe und auch Kardinäle. Ideal und Wirklichkeit nämlich driften oft auseinander.

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Sakrament oder „Ehe light“? Debatten im Vorfeld der „Bischofssynode“

Johanna Grillmayer fasst auf religion.orf.at Debatten und Auseinandersetzungen zur Unauflösbarkeit der katholischen Ehe zusammen.

Ehe und Scheidung: Vom Umgang mit dem Scheitern

„Das Sakrament der Ehe ist unauflöslich“: Dieser Satz ist vielen Wortmeldungen aus der römisch-katholische Kirche und speziell der derzeit stattfindende Bischofssynode vorangestellt. Aber warum ist das so, und muss es so bleiben?

Derzeit ist es Katholiken, die nach einer Scheidung eine neue Ehe eingehen, nicht erlaubt, die Sakramente der Kommunion und der Buße zu empfangen. Nach Auffassung der Kirche leben sie im permanenten Zustand der Sünde, denn eine kirchlich geschlossene Ehe ist aus deren Sicht unauflöslich. Die katholische Lehre zum Thema Ehe stehe nicht zur Debatte und sei mit der Familiensynode nicht infrage gestellt worden, sagte auch Papst Franziskus neulich zu Beginn der Weltbischofssynode zu den Themen Familie und Ehe. mehr...

Scheidung auf katholisch? Die Ehe-Annullierung

Beitrag in der Ö1-Sendereihe Praxis – Religion und Gesellschaft

Es gilt als eines der "heißen Eisen" in der römisch-katholischen Kirche: Der Ausschluss von wiederverheirateten Geschiedenen von den kirchlichen Sakramenten. Als einziger Ausweg bleibt hier für manche die Annullierung ihrer ersten Ehe. Papst Franziskus hat - kurz vor der vatikanischen Synode zu Themen der Familie und der Sexualmoral - das Procedere für Ehe-Annullierungen vereinfacht. Was bedeutet das nun konkret? Und wem ist so eine Annullierung überhaupt ein Anliegen? - Gestaltung: Maria Harmer