Review:Elric of Melnibone - Michael Moorcock

Aus elib.at

Rezensionen Bild / Text / Video Crystal Clear app games.png
Rezensionen / Sachtexte / Literatur / Grundwissen
Finde Rezensionen, Bücher (Bibliothek), Artikel (Textdepot) & Fachgebiete (Universität).
"If I had listened to the critics I'd have died drunk in the gutter."
-Anton Pawlowitsch Tschechow / Антон Павлович Чехов,
(1860-1904) russischer Schriftsteller, Novellist und Dramatiker.
Informationen zur Rezension
Titel: Elric of Melnibone
Künstler / Autor: Moorcock Michael
Herausgeber: Orion Paperbacks
Erscheinungsjahr: 2001
Erscheinungsort:
Sprache: English
Werktyp: Buch
Genre: Fantasy
Themen: Literatur
ISBN: 1857983343 (Buchlink DE)
ISSN: (Buchlink DE)
ISBN-13: 9781857983340 (Buchlink US)
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle:
Kurzbeschreibung:
Sonstiges:
eLib Text v1.00
Bild
[[Bild:|180px]]
Links und Bilder


Reviews: Video / Audio / [ Buch]

Inhaltsverzeichnis


Interaktion und Metadaten

Zitierweise: Rezension von "Elric of Melnibone" (2001). in: eLib, Hg. v. eLibrary Projekt, in: literature.at/elib ( 22. Oktober 2014 ). URL: http://www.literature.at/elib/index.php5?title= Lexikon:Elric_of_Melnibone_-_Michael_Moorcock_-_Rezension

Bookmarks & Social Links:

Facebook.gif [ facebook ] Digg.jpg [ digg ] Google.png [ google ] Yahoo.png [ yahoo ] Magnolia.png [ magnolia ] Del.icio.us.jpg [ delicio.us ]
Reddit.gif [ reggit ] Windowslivefavorites.png [ live ] Technorati.png [ technorati ] Wong.gif [ wong ]

This Page contains eLib Bibliographic Data for Use in Bibliographic Program (Informations about COinS ).


Titel


Elric of Melnibone (The tale of the Eternal Champion)


Rezension

Die schönsten Geschichten sind doch immer die düstersten...

Elric of Melnibone von Michael Moorcock, das erste Buch der Elric-Serie.

Vor dem Hintergrund des langsamen Zerfalls eines einst weltbeherrschenden Imperiums von Wesen, die dunkle, intrigante Elfen sein könnten, sucht Elric als Herrscher dieses Reiches seinen Weg. Er ist mehr nachdenklich und zynisch, wo er stolz und agressiv sein sollte. Durch eine schwere Geburt körperlich beeinträchtigt und nur durch Magie und Drogen fähig zu regieren ist er eigentlich mehr ein Anti-Held. Sein Widersacher Yyrcoon scheint manchmal mehr der typische Herrscher zu sein als Elric. Natürlich intrigiert er gegen Elric und versucht auch mehrmals, ihn zu töten, wie vom Leser erwartet. Doch Elric tötet ihn nicht, es gibt kein Happy End im klassischen Sinne und ich nehme die Spannung nicht aus der Geschichte, wenn ich verrate, daß Yyrcoon sein Ziel am Ende des Buches auf seltsame Art und Weise fast erreicht zu haben scheint.

Die Welt von Elric ist düster und herzlos. Elrics Volk wird von den jüngeren Königreichen als Dämonen angesehen und auch dementsprechend gehaßt. Gefangene werden vor dem Herrscher gefoltert und gequält, ohne daß es Elric berühren würde. Sklaven werden getötet und müssen als Strafe verspeist werden. Doch nie hat man den Eindruck, als würde Michael Moorcock die Szenen unnötig grausam gestalten, manchmal werden sie fast klinisch beschrieben, kurz und meist in einigen Sätzen und es wird dem Leser überlassen, sich das Bild in allen Farben auszumalen. Vielmehr dienen sie als Erklärung, wieso Elric seinen Hang zur Unabhängigkeit, dem Bruch mit Traditionen, zu Gefühlen wie Ehre und Vergebung so seltsam findet und wie er trotzdem versucht, diese in seine Welt zu implementieren, ohne auf seine Aufgaben als Herrscher vergessen zu können.

Die Götter und Wesen, die diese Welt bevölkern, sind egoistisch und manipulativ. Ihre Hilfe kostet immer etwas, meist einen Preis, den der Hilfesuchende nie bezahlen würde, wenn er die volle Tragweite erkennen würde und all die Probleme, die es mit sich bringt. Dennoch läßt sich Elric auf einen Handel mit einem der Chaos-Lords ein, um seine große Liebe zu retten. Er weiß, daß er damit etwas beginnt, was viel größere Dimensionen annehmen könnte. Er weiß auch, daß er manipuliert wird. Elric versucht, seine eigenen Entscheidungen zu treffen und sich nicht allzu leicht in eine Richtung drängen zu lassen. Ein weiteres gutes Element, daß in diesem Band anklingt, sind die zwei Schattenklingen, die die Macht haben, selbst Götter zu töten, doch auch ihren Preis fordern. Elric kann eine der Klingen finden, doch die andere verschwindet. Schließlich kommt es zwar zu einem Kampf zwischen Elric und Yyrcoon, doch Elric wählt nicht den offensichtlichen Ausweg, weder für seinen Feind, noch seine große Liebe...

Alles in allem ein sehr gutes Buch, daß durch sein feines Spiel mit der Frage, wer wen manipuliert und durch die Möglichkeit der Identifikation des Lesers mit allen, guten wie bösen Charakteren auf jeden Fall eine spannende Lektüre verspricht.

Bis jetzt gibt es acht Bücher in der Elric-Serie:

  • Elric of Melnibone
  • The Sailor on the Sea of Fate
  • The Weird of the White Wolf
  • The Vanishing Tower
  • The Bane of the Black Sword
  • The Stormbringer
  • Elric at the End of Time
  • The Fortress of the Pearl
Mein Tipp: Kaufen und Lesen...