Werkbeschreibung

1. Schattenintarsie

Die Schattenintarsie aus anthrazitfarbigem Granit „Nero Assoluto“ ist in den bestehenden Steinboden eingelegt. Sie ist circa 28 Meter lang und 9 Meter breit.

Der Umriss des Schattens wurde aus einer Fotoarbeit entwickelt, in der Mitarbeiterinnen und Studentinnen der Universität Wien auf einem Sockeldummy Haltung zu ihrer Nichtvertretung im Arkadenhof einnahmen und als lebende Denkmäler posierten.

Zusätzlich bezogen sie in Interviews Stellung zu den Versäumnissen bei den Ehrungen von Frauen an der Universität. Anhand dieser Fotos und in Anlehnung an historische und zeitgenössische Darstellungen revolutionärer Frauenfiguren generierte die Künstlerin den Schattenriss. Diese Figur wurde im Innenhof von der Basis des Kastaliabrunnens ausgehend vorgezeichnet, danach aus den vorhandenen Kalksteinplatten ausgeschnitten und mit fugengenau zugeschnittenen Granitplatten in Drainagemörtel verlegt. Dabei hält die Schattenfigur die vorhandene Verlegestruktur des Kalksteins ein, das Fugenbild läuft weiter.

2. Sockel

Ergänzt wird die Arbeit durch zwei mit Inschriften versehene Sockel: Die beiden Quader mit einer Breite von jeweils 1,35 Metern, einer Tiefe von 1,32 Metern und einer Höhe von 38 Zentimetern aus anthrazitfarbigem Granit „Nero Assoluto“ befinden sich an der Freitreppe zum Arkadenhof.

Sockel 1 trägt Titel, Entstehungsjahr, Name der Künstlerin und folgende Inschrift:

ERINNERUNG AN DIE NICHT STATTGEFUNDENEN EHRUNGEN VON WISSENSCHAFTERINNEN
UND AN DAS VERSÄUMNIS, DEREN LEISTUNGEN AN DER UNIVERSITÄT WIEN ZU WÜRDIGEN.

Die Inschrift des zweiten Sockels wird in enger Zusammenarbeit mit MitarbeiterInnen und Studierenden der Universität Wien im Jahr 2010 erarbeitet werden. Näheres dazu finden Sie unter Mitmachen.