Junges Forschungsnetzwerk Frauen- und Geschlechtergeschichte

Sex an der Front: Bordelle der k.u.k. Armee

Im Ersten Weltkrieg wurde die österreichisch-ungarische Armee zum Zuhälter. Die Heeresleitung befürchtete, dass zunehmende Geschlechtskrankheiten große Teile des Volksheers kampfunfähig machen würden. Deshalb verteilte sie Kondome, leistete sexuelle Aufklärung und betrieb sogar eigene Bordelle. Frauen und ihre Körper wurden so zu einem Instrument der Armeepolitik gemacht.

Imaginationen der Natürlichkeit. Vergewaltigungsdiskurse [1] in der bürgerlichen Moderne

Insbesondere in Zeiten des Rechtsrucks zeigt sich, dass feministische Errungenschaften immer wieder verteidigt werden müssen. Dies gilt nicht zuletzt für das Recht von Frauen* auf (sexuelle) Selbstbestimmung über den eigenen Körper und den Schwangerschaftsabbruch, wie etwa die Initiativen #aufschrei und aktuell #metoo oder die Antiabtreibungspolitik Trumps bzw. der PiS in Polen vor Augen führen.

Konferenz „Doing Gender in Exile“, 18.-20.10.2017

Doing Gender in Exile ist die Jahrestagung 2017 der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung, organisiert von deren frauenAG. Mit dem Thema Doing Gender in Exile soll das Exil als Labor für die Transformation von Geschlechtlichkeit und sexuellen Identitäten neu in den Blick genommen werden.

Rezension Perspektivenwechsel: Geschlechterverhältnisse im Austrofaschismus

Im 2016 erschienen Sammelband „Perspektivenwechsel: Geschlechterverhältnisse im Austrofaschismus“ zeigen Veronika Duma, Linda Erker, Veronika Helfert und Hanna Lichtenberger die zentrale Bedeutung von Geschlecht als Bestandteil autoritärer, faschistischer Regime auf.

Kurz und bündig: Werdet mündig!

Am 31. August 2017 ist es endlich soweit! Die interaktive und multimediale Schweizer Homepage «Neue Frauenbewegung 2.0» wird mit einer Website Launch Party in Zürich lanciert und ist ab sofort online. Die Seite zeichnet den Kampf der Frauen für Gleichheit und Gerechtigkeit in der Schweiz nach und eröffnet mit zahleichen Interviews mit Aktivist_innen seit 1968 […]

The Woman with No First Name

Writing about sexualized violence during wartime presents a set of intellectual, ethical, and structural challenges for historians interested in helping women and gender “become visible.”[1]

Blog-Tipp: „Aufbruch der Frauen“

Wer mehr über die frauenbewegte Medienlandschaft in Österreich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erfahren oder aber Kenntnisse über die „Querelle des femmes“ im 15. und 16. Jahrhundert auffrischen möchte, kann auf dem Forschungsblog der Österreichischen Nationalbibliothek wertvolle Anregungen erhalten.

Per Hinrichtung ins Himmelreich?

Um die Chancen auf ein Leben nach dem Tod nicht durch die Sünde des ‚Selbstmords‘ aufs Spiel zu setzen, griffen suizidale Frauen und Männer im frühneuzeitlichen Europa mitunter zu drastischen Mitteln: Sie provozierten bewusst ihre eigene Hinrichtung. Dieser Beitrag erläutert die Logik dieser Form von indirekter Selbsttötung und skizziert mögliche Fragestellungen eines in Vorbereitung befindlichen […]

Die „verschmitzte“ Dienstmagd Crispina Helena

Sie wimmeln überall, haben ununterbrochen Sex, sind ungezogen und unnachgiebig. Sie klauen und sie lügen, sind hoffärtig und gotteslästerlich. Jahrhundertelang stand besonders der weibliche Teil des Gesindes im Brennpunkt diskursiver Öffentlichkeiten. Ein Quellenbeispiel aus den zahllosen Verordnungen, Verurteilungs- und wenigen Verteidigungsschriften aus den Gebieten des Rechts, der Theologie, der Ökonomie und der Trivialliteratur.

Arbeit vor Ort

Von 1867 bis 2005 stand in Hohenau an der March die von der Familie Strakosch gegründete Zuckerfabrik und bot eine große Zahl an Arbeitsplätzen. Das Ortsmuseum übernahm nun die Archivbestände des Unternehmens. Eine regional- und geschlechtergeschichtliche Spurensuche.

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