Junges Forschungsnetzwerk Frauen- und Geschlechtergeschichte

Strafprozesse zum Schutzalter und die Macht von Bildern

Die Schweiz und Österreich gingen in der Regelung des Schutzalters unterschiedliche Wege. Gleichwohl zeigen sich in Strafprozessen frappante Ähnlichkeiten: Fotografien fungierten in beiden Ländern als wichtiges Beweisstück und entschieden wesentlich über die „Schutzwürdigkeit“ unmündiger Mädchen.

Alte Mythen neu verpackt. Camelia und die Menstruation

Modern, fröhlich, beliebt – diese Attribute versprach die Werbung Frauen bereits in den 1930er und 40er Jahren, um sie zum Kauf der neuen Wegwerfbinde Camelia zu animieren. Ein Beitrag über alte Vorurteile und neue Verheißungen, die auch heutzutage noch nachwirken.

“Hausgehilfe” – Making of einer Verwaltungskategorie

Wer als Hausgehilfin[1] zu definieren war, war im Österreich der Zwischenkriegszeit höchst umstritten. In Verfahren vor dem Verwaltungsgerichtshof wurden Hausbedienstete von gewerblichen und anderen Lohnarbeiter*innen abgegrenzt und die Hierarchien zwischen ihnen festgezurrt. Dies war Teil einer Geschlechterpolitik, die Frauen die Gratifikationen von gewerblicher (Fach-)Arbeit verweigerte.

Tagungsbericht Doing Gender in Exile, 18.-20.10.2017, Wien

Die Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung (ÖGE) beschritt mit ihrem Fokus auf das Doing Gender in Exile inhaltliches Neuland. Mit dem Perspektivenwechsel ermöglichte die FrauenAG der ÖGE, insbesondere aber Irene Messinger und Katharina Prager als Konferenzorganisatorinnen, einen Perspektivenwechsel in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Exil.

Sex an der Front: Bordelle der k.u.k. Armee

Im Ersten Weltkrieg wurde die österreichisch-ungarische Armee zum Zuhälter. Die Heeresleitung befürchtete, dass zunehmende Geschlechtskrankheiten große Teile des Volksheers kampfunfähig machen würden. Deshalb verteilte sie Kondome, leistete sexuelle Aufklärung und betrieb sogar eigene Bordelle. Frauen und ihre Körper wurden so zu einem Instrument der Armeepolitik gemacht.

Imaginationen der Natürlichkeit. Vergewaltigungsdiskurse [1] in der bürgerlichen Moderne

Insbesondere in Zeiten des Rechtsrucks zeigt sich, dass feministische Errungenschaften immer wieder verteidigt werden müssen. Dies gilt nicht zuletzt für das Recht von Frauen* auf (sexuelle) Selbstbestimmung über den eigenen Körper und den Schwangerschaftsabbruch, wie etwa die Initiativen #aufschrei und aktuell #metoo oder die Antiabtreibungspolitik Trumps bzw. der PiS in Polen vor Augen führen.

Rezension Perspektivenwechsel: Geschlechterverhältnisse im Austrofaschismus

Im 2016 erschienen Sammelband „Perspektivenwechsel: Geschlechterverhältnisse im Austrofaschismus“ zeigen Veronika Duma, Linda Erker, Veronika Helfert und Hanna Lichtenberger die zentrale Bedeutung von Geschlecht als Bestandteil autoritärer, faschistischer Regime auf.

Kurz und bündig: Werdet mündig!

Am 31. August 2017 ist es endlich soweit! Die interaktive und multimediale Schweizer Homepage «Neue Frauenbewegung 2.0» wird mit einer Website Launch Party in Zürich lanciert und ist ab sofort online. Die Seite zeichnet den Kampf der Frauen für Gleichheit und Gerechtigkeit in der Schweiz nach und eröffnet mit zahleichen Interviews mit Aktivist_innen seit 1968 […]

The Woman with No First Name

Writing about sexualized violence during wartime presents a set of intellectual, ethical, and structural challenges for historians interested in helping women and gender “become visible.”[1]

Blog-Tipp: “Aufbruch der Frauen”

Wer mehr über die frauenbewegte Medienlandschaft in Österreich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erfahren oder aber Kenntnisse über die „Querelle des femmes“ im 15. und 16. Jahrhundert auffrischen möchte, kann auf dem Forschungsblog der Österreichischen Nationalbibliothek wertvolle Anregungen erhalten.

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