Junges Forschungsnetzwerk Frauen- und Geschlechtergeschichte

Von der Vereinzelung zum Vereinsjubiläum – fünf Jahre fernetzt

Fernetzt Vereinsvorstand, Juni 2016

Die Dissertant*inneninitiative fernetzt gab es ja schon lange vor dem Launch dieses Blogs. Zum 5-jährigen Vereinsjubiläum blicken wir zurück auf die Anfangszeit, auf unsere Erfahrungen und die Projekte, die aus diesem Netzwerk entstanden sind.

„…the need to redefine and rethink…“ – Die Historikerin Gerda Lerner und der Sprachdenker Karl Kraus

Buchcover "Fireweed" von Gerda Lerner und "Die Sprache" von Karl Kraus

Karl Kraus war kein Befürworter der „Frauenemanzipation“. Dennoch beeinflusste sein Sprachdenken Gerda Lerner, eine der Begründer*innen der Frauengeschichte, in ihrem Bemühen um passende Definitionen, aber auch in ihrer Vision einer gender-neutralen Sprache.

Eurovision Cold War. Geopolitics and Queerness at the Eurovision Song Contest in 2007

Eurovision_andre_claveau200

The Eurovision Song Contest (ESC) offers a powerful stage for extravagant and queer performances, great visions, exuberant zeitgeist, and so-called trash. And although officially denied, it is of course a place of negotiating and representing national and European politics, (sexual) identities, and culture.

„So wie ihr euch draußen im Felde hervorgetan, so sollt ihr auch jetzt eueren Mann stellen”*

Kaiserschuetzen

Verletzte, physisch oder psychisch erkrankte Soldaten der k. u. k. Armee stellten nicht nur die Bilder der Kriegspropaganda in Frage, sondern auch zeitgenössische Vorstellungen von Männlichkeit. Bei ihrer Behandlung ging es um mehr als ihre medizinische Heilung.

Reden und Schweigen – Deutsche Frauenbewegungen und Homosexualität um 1900

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Die Sexualwissenschaft erfand in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts mit der ‚weiblichen Homosexuellen‘ eine sexualpathologische Kategorie, die 1909 auch in das deutsche Strafrecht eingeführt zu werden drohte. Welche Reaktionen rief diese Entwicklung in einem homosozialen Feld wie der deutschen Frauenbewegung hervor?

(Fast) zehn Jahre Salon 21. Redakteurin Li Gerhalter im Interview

Dashboard Salon 21

Im Herbst 2006 wurde der Weblog Salon 21 als Vernetzungs- und Informationsportal innerhalb der Frauen- und Geschlechtergeschichte eingerichtet. Zum (fast) zehnjährigen Jubiläum erzählt Redakteurin Li Gerhalter im Interview über die Gründungsidee, inhaltliche Entwicklungen und – was fernetzt als „Blog-Neuling“ besonders interessiert hat – ihre Arbeit hinter den Kulissen.

Taten statt Worte. Eine Filmkritik

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Am 4. Februar 2016 startete „Suffragette“ auch in den österreichischen Kinos. Der Film wurde in feministischen Publikationsplattformen offline wie online ausführlich besprochen: Die Reaktionen reichten von enthusiastischen Rezensionen über kritische Einwürfe bis hin zu enttäuschten Abrechnungen.

Am 8. März ist Frauen*kampftag!

Frauentag_Plakat_Ausschnitt_klein

1910 war auf der 2. Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz nach Vorbild nordamerikanischer Frauendemonstrationen für das Stimmrecht und nach Vorschlag von Clara Zetkin und Käte Duncker ein Frauentag beschlossen worden. Erstmals durchgeführt wurde dieser in mehreren europäischen Staaten am 19. März 1911 – darunter auch in Österreich-Ungarn. Wir haben einige Veranstaltungstipps für Wiener*innen gesammelt.

„Weibliche“ und „männliche“ Überlebensweisen im Konzentrationslager? Das Beispiel Hannover-Limmer

Überlebende des Frauen-Konzentrationslagers Hannover Limmer

Liebevoller Trost in “Lagerfamilien” einerseits, “Einzelkämpfer” und “Kameradschaft” andererseits – Vorstellungen über geschlechtsspezifische Weisen des Überlebens finden sich in vielen Erinnerungsberichten ehemaliger Gefangener nationalsozialistischer Konzentrationslager. Die präsentierten geschlechtlichen Identitäten können dabei helfen, angesichts des traumatischen Erlebens ein kohärentes Selbstgefühl zu bewahren.

Zwischen Verstand und Gefühl

Gemaelde_Clarissa_Francis_Hayman_1753

Welche Entwürfe von Weiblichkeit liefern fiktionale und nichtfiktionale Texte im 18. und 19. Jahrhundert? Ist der Konflikt zwischen Verstand und Gefühl ein weibliches Dilemma? Um dieser Frage nachzugehen, lohnt sich ein Blick auf den Begriff des Geschlechtscharakters über das 18. Jahrhundert hinaus.

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