Junges Forschungsnetzwerk Frauen- und Geschlechtergeschichte

Archiv der Kategorie:

ForschungsErgebnisse



Alte Mythen neu verpackt. Camelia und die Menstruation

Modern, fröhlich, beliebt – diese Attribute versprach die Werbung Frauen bereits in den 1930er und 40er Jahren, um sie zum Kauf der neuen Wegwerfbinde Camelia zu animieren. Ein Beitrag über alte Vorurteile und neue Verheißungen, die auch heutzutage noch nachwirken.

“Hausgehilfe” – Making of einer Verwaltungskategorie

Wer als Hausgehilfin[1] zu definieren war, war im Österreich der Zwischenkriegszeit höchst umstritten. In Verfahren vor dem Verwaltungsgerichtshof wurden Hausbedienstete von gewerblichen und anderen Lohnarbeiter*innen abgegrenzt und die Hierarchien zwischen ihnen festgezurrt. Dies war Teil einer Geschlechterpolitik, die Frauen die Gratifikationen von gewerblicher (Fach-)Arbeit verweigerte.

Sex an der Front: Bordelle der k.u.k. Armee

Im Ersten Weltkrieg wurde die österreichisch-ungarische Armee zum Zuhälter. Die Heeresleitung befürchtete, dass zunehmende Geschlechtskrankheiten große Teile des Volksheers kampfunfähig machen würden. Deshalb verteilte sie Kondome, leistete sexuelle Aufklärung und betrieb sogar eigene Bordelle. Frauen und ihre Körper wurden so zu einem Instrument der Armeepolitik gemacht.

Orgasmus dank Sozialismus?

Sind Orgasmen nicht immer und überall gleich – ob jetzt oder früher, ob im Kapitalismus oder im Sozialismus? Nein! So hätte die Antwort der DDR-Führung gelautet. Wer wissen will, woher diese Antwort kam und warum dabei vor allem der weibliche Orgasmus eine Rolle spielte, sollte jetzt weiterlesen.

Income and the household: women’s work and wages in early modern Sweden

We often assume that households in the European past relied on men for their income. Long-term historical wage series, which have informed some of the most influential economic history research, are based only on men’s wages. But when we look closer at the relationship between men and women working together, even in typically male industries such […]

Von der “Wirtin des weißen Rößls” zum “Owner of the Dark Horse Inn”

Das „weiße Rößl“ am Central Park – eine österreichische Kultoperette im New York der 40er Jahre? 1941 und 1947 war das in (Migrant_innen)Cafés am Central Park möglich: Das Stück inszenierte ursprünglich eine Liebesgeschichte vor dem traditionellen Hintergrund der Sommerfrische im Salzkammergut. Zwischen unterschiedlichen Traditionen und soziokulturellen wie -politischen Kontexten wurden Versionen des populären Bühnenwerks dann […]

Eurovision Cold War. Geopolitics and Queerness at the Eurovision Song Contest in 2007

The Eurovision Song Contest (ESC) offers a powerful stage for extravagant and queer performances, great visions, exuberant zeitgeist, and so-called trash. And although officially denied, it is of course a place of negotiating and representing national and European politics, (sexual) identities, and culture.

Reden und Schweigen – Deutsche Frauenbewegungen und Homosexualität um 1900

Die Sexualwissenschaft erfand in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts mit der ‚weiblichen Homosexuellen‘ eine sexualpathologische Kategorie, die 1909 auch in das deutsche Strafrecht eingeführt zu werden drohte. Welche Reaktionen rief diese Entwicklung in einem homosozialen Feld wie der deutschen Frauenbewegung hervor?

„Weibliche“ und „männliche“ Überlebensweisen im Konzentrationslager? Das Beispiel Hannover-Limmer

Überlebende des Frauen-Konzentrationslagers Hannover Limmer

Liebevoller Trost in “Lagerfamilien” einerseits, “Einzelkämpfer” und “Kameradschaft” andererseits – Vorstellungen über geschlechtsspezifische Weisen des Überlebens finden sich in vielen Erinnerungsberichten ehemaliger Gefangener nationalsozialistischer Konzentrationslager. Die präsentierten geschlechtlichen Identitäten können dabei helfen, angesichts des traumatischen Erlebens ein kohärentes Selbstgefühl zu bewahren.

Zwischen Verstand und Gefühl

Welche Entwürfe von Weiblichkeit liefern fiktionale und nichtfiktionale Texte im 18. und 19. Jahrhundert? Ist der Konflikt zwischen Verstand und Gefühl ein weibliches Dilemma? Um dieser Frage nachzugehen, lohnt sich ein Blick auf den Begriff des Geschlechtscharakters über das 18. Jahrhundert hinaus.