Junges Forschungsnetzwerk Frauen- und Geschlechtergeschichte

Archiv der Kategorie:

QuellenArbeit



The Woman with No First Name

Writing about sexualized violence during wartime presents a set of intellectual, ethical, and structural challenges for historians interested in helping women and gender “become visible.”[1]

Die „verschmitzte“ Dienstmagd Crispina Helena

Sie wimmeln überall, haben ununterbrochen Sex, sind ungezogen und unnachgiebig. Sie klauen und sie lügen, sind hoffärtig und gotteslästerlich. Jahrhundertelang stand besonders der weibliche Teil des Gesindes im Brennpunkt diskursiver Öffentlichkeiten. Ein Quellenbeispiel aus den zahllosen Verordnungen, Verurteilungs- und wenigen Verteidigungsschriften aus den Gebieten des Rechts, der Theologie, der Ökonomie und der Trivialliteratur.

Arbeit vor Ort

Von 1867 bis 2005 stand in Hohenau an der March die von der Familie Strakosch gegründete Zuckerfabrik und bot eine große Zahl an Arbeitsplätzen. Das Ortsmuseum übernahm nun die Archivbestände des Unternehmens. Eine regional- und geschlechtergeschichtliche Spurensuche.

Doing Amateur Film – Doing Subject

Filmjournal der Familie Herzstark (Familie Herzstark I, Österreich 1934-1936, 9.5mm, Copyright: Österreichisches Filmmuseum)

Wer kennt sie nicht, die alten Schmalfilmrollen der Familie, die in einer finsteren Ecke des Dachbodens ihr Dasein fristen? Mangels funktionierender Projektoren werden sie heute nur mehr selten hervorgeholt, um die glücklichen Momente der Familiengeschichte in Filmbildern wieder aufleben zu lassen. Doch gerade sie besitzen ein großes Potential für die zeit- und kulturhistorische Forschung im […]

Time and Motion Studies: Die Vermessung von Arbeit

Film-Standbild aus den "Time and Motion Studies" der Gilbreths

Können menschliche Bewegungen rationalisiert und standardisiert werden? Lillian und Frank Gilbreth waren davon überzeugt. Sie machten es sich seit Ende des 19. Jahrhunderts zur Aufgabe, die Bewegungen von Menschen bei der Arbeit auf Film aufzuzeichnen. Im folgenden Problemaufriss wird ein kurzer Einblick in die sogenannten Time and Motion Studies des Ehepaars Gilbreth gegeben.

„So wie ihr euch draußen im Felde hervorgetan, so sollt ihr auch jetzt eueren Mann stellen“*

Verletzte, physisch oder psychisch erkrankte Soldaten der k. u. k. Armee stellten nicht nur die Bilder der Kriegspropaganda in Frage, sondern auch zeitgenössische Vorstellungen von Männlichkeit. Bei ihrer Behandlung ging es um mehr als ihre medizinische Heilung.