Junges Forschungsnetzwerk Frauen- und Geschlechtergeschichte

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Per Hinrichtung ins Himmelreich?

Um die Chancen auf ein Leben nach dem Tod nicht durch die Sünde des ‚Selbstmords‘ aufs Spiel zu setzen, griffen suizidale Frauen und Männer im frühneuzeitlichen Europa mitunter zu drastischen Mitteln: Sie provozierten bewusst ihre eigene Hinrichtung. Dieser Beitrag erläutert die Logik dieser Form von indirekter Selbsttötung und skizziert mögliche Fragestellungen eines in Vorbereitung befindlichen […]

Die „verschmitzte“ Dienstmagd Crispina Helena

Sie wimmeln überall, haben ununterbrochen Sex, sind ungezogen und unnachgiebig. Sie klauen und sie lügen, sind hoffärtig und gotteslästerlich. Jahrhundertelang stand besonders der weibliche Teil des Gesindes im Brennpunkt diskursiver Öffentlichkeiten. Ein Quellenbeispiel aus den zahllosen Verordnungen, Verurteilungs- und wenigen Verteidigungsschriften aus den Gebieten des Rechts, der Theologie, der Ökonomie und der Trivialliteratur.

Zwischen Verstand und Gefühl

Welche Entwürfe von Weiblichkeit liefern fiktionale und nichtfiktionale Texte im 18. und 19. Jahrhundert? Ist der Konflikt zwischen Verstand und Gefühl ein weibliches Dilemma? Um dieser Frage nachzugehen, lohnt sich ein Blick auf den Begriff des Geschlechtscharakters über das 18. Jahrhundert hinaus.