Junges Forschungsnetzwerk Frauen- und Geschlechtergeschichte

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Sex an der Front: Bordelle der k.u.k. Armee

Im Ersten Weltkrieg wurde die österreichisch-ungarische Armee zum Zuhälter. Die Heeresleitung befürchtete, dass zunehmende Geschlechtskrankheiten große Teile des Volksheers kampfunfähig machen würden. Deshalb verteilte sie Kondome, leistete sexuelle Aufklärung und betrieb sogar eigene Bordelle. Frauen und ihre Körper wurden so zu einem Instrument der Armeepolitik gemacht.

The Woman with No First Name

Writing about sexualized violence during wartime presents a set of intellectual, ethical, and structural challenges for historians interested in helping women and gender “become visible.”[1]

„So wie ihr euch draußen im Felde hervorgetan, so sollt ihr auch jetzt eueren Mann stellen“*

Verletzte, physisch oder psychisch erkrankte Soldaten der k. u. k. Armee stellten nicht nur die Bilder der Kriegspropaganda in Frage, sondern auch zeitgenössische Vorstellungen von Männlichkeit. Bei ihrer Behandlung ging es um mehr als ihre medizinische Heilung.