Junges Forschungsnetzwerk Frauen- und Geschlechtergeschichte

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Verhinderte Scheinehen ins Exil

Porträtfoto von Selma Kahane, untertitelt mit "Smiling Photograph of Myself"

Mehr Frauen als vermutet konnten sich durch eine Scheinehe mit einem Ausländer ins Exil retten. 13 Wienerinnen werden in einer aktuellen Ausstellung im Jüdischen Museum Wien portraitiert. Doch manchmal wurde nur geplant, aber nie geheiratet. Ein Beitrag über Hindernisse.

Spuren sichten. Rezension zu Vida Bakondys „Montagen der Vergangenheit“

Vida Bakondy bespricht anhand der Alben der Wiener Hakoah-Schwimmerin Fritzi Löwy (1910–1994) Erinnerungspraktiken und rekonstruiert die Folgen (gesellschafts-)politischer Entwicklungen auf das einzelne Leben. Angesichts der gegenwärtigen politischen Lage leistet sie damit auch zentrale politische Arbeit.

Alte Mythen neu verpackt. Camelia und die Menstruation

Modern, fröhlich, beliebt – diese Attribute versprach die Werbung Frauen bereits in den 1930er und 40er Jahren, um sie zum Kauf der neuen Wegwerfbinde Camelia zu animieren. Ein Beitrag über alte Vorurteile und neue Verheißungen, die auch heutzutage noch nachwirken.

Tagungsbericht Doing Gender in Exile, 18.-20.10.2017, Wien

Die Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung (ÖGE) beschritt mit ihrem Fokus auf das Doing Gender in Exile inhaltliches Neuland. Mit dem Perspektivenwechsel ermöglichte die FrauenAG der ÖGE, insbesondere aber Irene Messinger und Katharina Prager als Konferenzorganisatorinnen, einen Perspektivenwechsel in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Exil.

„Weibliche“ und „männliche“ Überlebensweisen im Konzentrationslager? Das Beispiel Hannover-Limmer

Überlebende des Frauen-Konzentrationslagers Hannover Limmer

Liebevoller Trost in “Lagerfamilien” einerseits, “Einzelkämpfer” und “Kameradschaft” andererseits – Vorstellungen über geschlechtsspezifische Weisen des Überlebens finden sich in vielen Erinnerungsberichten ehemaliger Gefangener nationalsozialistischer Konzentrationslager. Die präsentierten geschlechtlichen Identitäten können dabei helfen, angesichts des traumatischen Erlebens ein kohärentes Selbstgefühl zu bewahren.