Junges Forschungsnetzwerk Frauen- und Geschlechtergeschichte

Blog Archiv

Judenfeindschaft unter jungen Frauen?

Wenn gegenwärtige Judenfeindschaft thematisiert wird, dann ist vielfach von jungen Männern die Rede, nicht aber von jungen Frauen. Bedeutet dies, dass junge Frauen nicht antisemitisch sind? Ein Beitrag zur Sichtbarkeit und Sichtbarmachung eines gesellschaftlichen Problems.

Geschlechterforschung – interdisziplinär und un/diszipliniert?!

Die Geschlechterforschung versteht sich als interdisziplinär und kokettiert bisweilen mit einem Selbstverständnis als ‚undiszipliniert‘. Was aber bedeuten diese Selbstverortungen für die Integration einer Geschlechterperspektive in die bestehenden Wissenschaftsdisziplinen und für ihre Konstitution als eigenständige Wissenschaft? Der Beitrag geht diesen Fragen aus einer politikwissenschaftlichen Perspektive nach und plädiert für eine gesellschaftskritische Geschlechterforschung, die die gegenwärtigen gesellschaftlichen […]

Orgasmus dank Sozialismus?

Sind Orgasmen nicht immer und überall gleich – ob jetzt oder früher, ob im Kapitalismus oder im Sozialismus? Nein! So hätte die Antwort der DDR-Führung gelautet. Wer wissen will, woher diese Antwort kam und warum dabei vor allem der weibliche Orgasmus eine Rolle spielte, sollte jetzt weiterlesen.

Frauenbewegter Geschichte auf der Spur? Im STICHWORT forschen

STICHWORT, das Archiv der Frauen- und Lesbenbewegung, entstand aus der Neuen Frauenbewegung in Österreich und ist nach wie vor Ort der Bewegung und der Bewegungsgeschichte. Als einziges autonomes Frauen*archiv in Österreich bietet STICHWORT FrauenLesbenTrans eine einmalige Sammlung an Beständen zur Neuen Frauenbewegung.

Von der „Wirtin des weißen Rößls“ zum „Owner of the Dark Horse Inn“

Das „weiße Rößl“ am Central Park – eine österreichische Kultoperette im New York der 40er Jahre? 1941 und 1947 war das in (Migrant_innen)Cafés am Central Park möglich: Das Stück inszenierte ursprünglich eine Liebesgeschichte vor dem traditionellen Hintergrund der Sommerfrische im Salzkammergut. Zwischen unterschiedlichen Traditionen und soziokulturellen wie -politischen Kontexten wurden Versionen des populären Bühnenwerks dann […]

„…the need to redefine and rethink…“ – Die Historikerin Gerda Lerner und der Sprachdenker Karl Kraus

Buchcover "Fireweed" von Gerda Lerner und "Die Sprache" von Karl Kraus

Karl Kraus war kein Befürworter der „Frauenemanzipation“. Dennoch beeinflusste sein Sprachdenken Gerda Lerner, eine der Begründer*innen der Frauengeschichte, in ihrem Bemühen um passende Definitionen, aber auch in ihrer Vision einer gender-neutralen Sprache.

„Weibliche“ und „männliche“ Überlebensweisen im Konzentrationslager? Das Beispiel Hannover-Limmer

Überlebende des Frauen-Konzentrationslagers Hannover Limmer

Liebevoller Trost in „Lagerfamilien“ einerseits, „Einzelkämpfer“ und „Kameradschaft“ andererseits – Vorstellungen über geschlechtsspezifische Weisen des Überlebens finden sich in vielen Erinnerungsberichten ehemaliger Gefangener nationalsozialistischer Konzentrationslager. Die präsentierten geschlechtlichen Identitäten können dabei helfen, angesichts des traumatischen Erlebens ein kohärentes Selbstgefühl zu bewahren.

Das Haus in der Vorgartenstraße 203

Ilona Duczynska Polanyi (1897–1978) – Widerstandskämpferin, Revolutionärin und Historikerin – ist im historischen Gedächtnis Wiens kaum präsent. Am 20. August 2015 wurde schließlich eine Ehrentafel an ihrem ehemaligen Wohnhaus mit der Nummer 203 in der Vorgartenstraße im 20. Wiener Gemeindebezirk angebracht. Allerdings: Auf dieser droht sie hinter ihrem Ehemann Karl Polanyi zu verschwinden.