CCEFM - EINE INITIATIVE DER UNIVERSITÄT WIEN, TECHNISCHEN UNIVERSITÄT, WIRTSCHAFTSUNIVERSITÄT UND DER WIENER BÖRSE AG

Das Center for Central European Financial Markets richtet als erste, zentrale Aktivität ein koordiniertes Doktoratsstudium nach anglo-amerikanischen Vorbild ein, jedoch dank der finanziellen und organisatorischen Unterstützung durch die Wiener Börse AG ohne Studiengebühr. Gedacht als Forum für die Förderung von Wissenschaft und Praxis der Finanzmärkte der Region, wird das CCEFM auch eine Plattform für den Austausch zwischen Universitäten, anderen Forschungseinrichtungen und Finanzinstititutionen bieten.

STARTRAMPE FÜR EUROPÄISCHE ROCKET SCIENTISTS Scherzhaft als "Rocket Scientists" bezeichnet werden die Scharen von Physikern und Mathematikern, die sich seit den 70er Jahren anstelle der Raumfahrttechnik die Bewertung komplexer moderner Finanzinstrumente zum Thema machen und anstelle wissenschaftlicher Lorbeeren im angestammten Thema große Summen bei (überwiegend amerikanischen) Investmentbanken verdienen. Auch der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften im vergangenen Jahr ging mit Myron Scholes, Robert Merton und (posthum) Fischer Black an Finanzökonomen, die für ihre bahnbrechende Theorie der Optionspreisbestimmung auf Erkenntnisse der physikalischen Wärmelehre zurückgriffen.Keine ökonomische Theorie, so hört man immer wieder, habe die Praxis in den vergangenen Jahren so stark verändert wie das Black-Scholes-Merton-Modell von 1973. Vielleicht kommt bereits das nächste oder übernächste "Jahrhundert-Modell" aus Wien?!

WISSENSCHAFTLICHE ELITE MIT (LANGFRISTIGER) BREITENWIRKUNG Das CCEFM Doctoral Program wendet sich an Absolventen wirtschaftswissenschaftlicher und/oder mathematisch-naturwissenschaftlicher Studiengänge, die sich auf finanzwirtschaftliche Themen spezialisiert haben und darin bereits überdurchschnittliche Kenntnisse bzw. Erfahrungen vorweisen können. Die Anzahl der Teilnehmer ist auf 20 begrenzt. Die Teilnehmer werden individuell betreut und absolvieren in vier Semestern ein intensives Training, für das jeweils ein führender Experte seines Faches zur Verfügung steht. Mit den Lehrveranstaltungen zu Corporate Finance, Empirical Finance, Asset Pricing, Financial Insititutions, Risk Management, Market Microstructure, Optimization, Advanced Calculus, Econometrics, Stochastic Calculus und Game Theory wird die Grundlage für die künftige Forschungsarbeit gelegt, die mit der Doktorarbeit ab dem 3. Semester beginnt und später im universitären, aber auch Investment Banking Bereich fortgesetzt werden soll. Gerade im deutschsprachigen Universitätssystem mußten sich die angehenden Wissenschaftler die hier auf internationalem Niveau vermittelten Grundlagen häufig mühsam, von Zufälligkeiten und gegenseitigen Anerkennungsproblemen verschiedener Universitäten beeinträchtigt, zusammentragen. Entsprechend dem hohem Niveau des - im übrigen gratis - angebotenen Doktoratsstudiums wird von den Teilnehmern ein hohes Maß an Selbständigkeit, Motivation und Engagement erwartet. Der akademische Abschluß des CCEFM Doctoral Programm ist der Grad eines Dr. rer.soc.oec. der Universität Wien oder Wirtschaftsuniversität Wien. Der Besuch der Lehrveranstaltungen wird zusätzliche durch das CCEFM-Zertifikat dokumentiert.

WIEN ALS ZENTRUM FÜR THEORIE UND PRAXIS DER MITTEL- UND OSTEUROPÄISCHEN FINANZMÄRKTE Mit der CECE-Produktlinie, die derzeit Aktienindex-Futures und -optionen für Rußland, Polen, Tschechien und Ungarn umfaßt und die klassische österreichische Produktpalette zu einem europareifen Paket ergänzt, hat die Wiener Börse viel zur Positionierung Wiens als Finanzdienstleistungsstandort im Zentrum der neuen Marktwirtschaften beigetragen. Gleichzeitig sind die österreichischen Banken und Industrieunternehmen stark in der Region engagiert. Diese real- und finanzwirtschaftliche Positionierung gilt es auch im Hinblick auf den wohl wichtigsten Standortfaktor, die "Human Resources", zu übertragen. Während sich in der faktischen Entwicklung der Finanzmärkte Europa immer mehr von der Dominanz der US-Märkte emanzipieren kann, gibt es im Hinblick auf die finanzwirtschaftliche Theorie noch ein großes Aufholpotential. Eine Bündelung der Kräfte durch die führenden österreichischen Universitäten und die Wiener Börse istauch vor diesem Hintergrund eine der Bedingungen für eine weiterhin wachsende Rolle des Finanzplatzes Wien.

ANERKANNTE EXPERTEN AUS DEM IN- UND AUSLAND In der Startphase wird das CCEFM Doctoral Program von fünf bekannten österreichischen Finanzprofessoren getragen, die im In- und Ausland insbesondere durch ihre Arbeit an den folgenden Themen bekannt wurden: - Prof. Dr. Helmut Uhlir (Technische Universität) führte die Wertpapieranalyse als Thema in die deutschsprachige Finanzwirtschaft ein (Uhlir/Steiner "Wertpapieranalyse" gilt seit Jahren als eines der Standardwerke im deutschen Sprachraum) - Prof. Dr. Engelbert Dockner (Universität Wien) ist unter anderem mit nicht-linearen Modellen auf einen Zweig der empirischen Finanzwirtschaft spezialisiert, der unter dem Begriff "Chaostheorie" zwar griffiger klingt, dem durchschnittlichen Wirtschaftsabsolventen aber häufig genug ein Rätsel bleibt. - Prof. Dr. Josef Zechner (Universität Wien) hat sich seit seiner Lehrtätigkeit an der University of British Columbia in Vancouver insbesondere in der Theorie der Finanzinstitutionen und Corporate Finance in der Fachwelt etabliert. - Prof. Dr. Stefan Bogner (Wirschaftsuniversität) untersucht neben Fragen zur betrieblichen Finanzwirtschaft auch die politisch brisanten Themen Altersvorsorge, Wohnbaufinanzierung und Stromliberalisierung. - Prof. Dr. Alois Geyer (Wirtschaftsuniversität) ist einer der führenden österreichischer Wissenschaftler auf dem Gebiet der Zeitreihenanalyse auf Finanzmärkten.

Für das erste Semester konnten zudem Prof. Paul Pfleiderer (Stanford), Prof. Neal Stoughton (Irvine) und Prof. Peter Björk (Stockholm) als Gastvortragende gewonnen werden.

Alle ins Doktoratsprogramm eingebundenen Spezialisten werden auch für Praktiker-Workshops zur Verfügung stehen.

ERGEBNIS EINES LANGFRISTIGEN AUSTAUSCHPROZESSES Sowohl die ÖTOB als auch die Wiener Börse haben in den vergangenen Jahren auf vielen Gebieten die Vermittlung zwischen Wissenschaft und Praxis gefördert und sich an den entsprechenden Initiativen beteiligt. Zu diesen Aktivitäten zählten etwa einzelne Vorträge und Vortragsreihen, die Mitbetreuung von Diplomarbeiten, Lektorentätigkeit, die Einbeziehung der österreichischen Finanzlehrstühle in Neuentwicklungen und Pflege von Produkten, zum Beispiel im Rahmen der diversen Indexkomitees. Die Fusion der beiden Institutionen und die Initiative der drei Universitäten führten zu einer Bündelung dieser Aktivitäten im Rahmen des Center for Central European Financial Markets (CCEFM).

DETAILS ZUM DOKTORATSTUDIUM ERFAHREN SIE BEI:

CCEFM c/o Institut für Finanzwirtschaft, Technische Universität Wien, Floragasse 7/4, A-1040 Wien Telefon: +43-1-5051973-12 Telefax: +43-1-5051973-17 e-mail: ccefm@pop.tuwien.ac.at Internet: http://info.tuwien.ac.at/ccefm

 

Disclaimer: Die Wiener Börse AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Daten.