
Der wesentliche Garant für die Forschungs- und Lehrleistungen der Universität Wien sind die WissenschafterInnen innerhalb der 15 Fakultäten und vier Zentren. Derzeit sind 6.700 WissenschafterInnen in Forschung und Lehre tätig, davon sind ca. 1.000 Personen in Projekten beschäftigt, die über Drittmittel finanziert sind. Die WissenschafterInnen betreiben sowohl erkenntnisorientierte Grundlagen- als auch problemlösungsorientierte angewandte Forschung.

Die Forschung an der Universität Wien umfasst ein weites Spektrum an wissenschaftlichen Fächern: von der Katholischen und Evangelischen Theologie und den Rechtswissenschaften über die Wirtschaftswissenschaften und die Informatik, von Philologischen Fächern und den Historischen Kulturwissenschaften über die Sozialwissenschaften und bildungswissenschaftlichen Fächern bis hin zur Psychologie, von den Lebenswissenschaften und Naturwissenschaften bis hin zur Mathematik, Sportwissenschaft und LehrerInnenbildung.

Die Universität Wien hat sich zum Ziel gesetzt, zu den führenden Forschungsuniversitäten Europas zu zählen; sie will ihre Forschenden gezielt unterstützen und optimale Rahmenbedingungen für die Forschung schaffen. Mit disziplinenübergreifendem Forschen setzt die Universität Wien international Akzente für eine nachhaltige Entwicklung.
Um besonders innovative, an der Universität Wien sonst nicht verankerte Forschungsgebiete zu fördern, werden fakultätsübergreifende Forschungsplattformen als organisatorische Einheiten eingerichtet. Über kompetitive Ausschreibungen werden universitäre Mittel gezielt für Projekte in den universitären Forschungsschwerpunkten eingesetzt.
Ein wesentlicher Beitrag, mit dem Forschung auf höchstem internationalen Niveau gesichert werden kann, ist das Einwerben von Drittmitteln. An den Programmen des Wissenschaftsfonds FWF oder den Rahmenprogrammen der EU ist die Universität Wien traditionell mit einer sehr hohen Zahl an Projekten vertreten.
In der Forschung ist sie der höchsten Qualität verpflichtet und ihrem Auftrag entsprechend langfristig orientiert. Mit gezieltem Wissens- und Technologietransfer setzt sich die Universität Wien für die fortlaufende Weiterentwicklung des Innovationspotenzials von und für Gesellschaft und Wirtschaft ein.

Wissenschaftlicher Nachwuchs ist Garant für Erfolg, Innovation und Kontinuität in der Forschung. Die Universität Wien setzt deshalb als innovative Ergänzung zum bisherigen individualisierten Doktoratsstudium mit Einzelbetreuung über die strukturierten Doktoratsprogramme einen ergänzenden Schwerpunkt.
An der Universität Wien gibt es derzeit neben den FWF-Doktoratskollegs elf sogenannte Initiativkollegs (IKs), die aus universitären Mitteln gefördert werden. Mit den Doktorats- und Initiativkollegs werden den internationalen Standards entsprechend junge WissenschafterInnen in ihrer Karriereplanung unterstützt.
Für die Auswahl der Doktorats- und Initiativkollegs und der DoktorandInnen in den Kollegs werden vom FWF und der Universität Wien hohe Qualitätskriterien angelegt. Die Begutachtung erfolgt durch internationale Peers. Mit den strukturierten Doktoratsprogrammen macht die Universität Wien Forschungsfelder sichtbar und entwickelt zukunftsorientiert Profil. Die DoktorandInnen der Kollegs werden als "early stage researchers" in bestehende Forschungsteams integriert.

An der Universität Wien werden verstärkt Initiativen zur Frauenförderung gesetzt. Neben einem budgetären Anreizsystem, das die Einstellung von Wissenschafterinnen fördert, werden unterstützende Maßnahmen zur Karriereplanung von Wissenschafterinnen wie das Coaching-Projekt angeboten. Seit dem Jahr 2000 wurden im Rahmen des Mentoring-Programms 177 Mentees von 49 MentorInnen der Universität Wien betreut.
Um die Qualität der Forschung zu gewährleisten, setzt die Universität Wien zahlreiche Maßnahmen, etwa die Einrichtung von wissenschaftlichen Beiräten (gesamtuniversitär sowie für die einzelnen Fakultäten und Zentren) sowie regelmäßige Evaluationen nach der Methode der "comprehensive evaluation" (an den Fakultäten und Zentren werden Leistungen im Bereich Forschung, Lehre und Administration einer gemeinsamen Qualitätsanalyse unterzogen). Mithilfe der Evaluationen sollen u.a. die wissenschaftlichen Arbeiten verbessert und die wissenschaftliche Kreativität und Innovationsbereitschaft gefördert werden.