VO: Women have no fatherland? - Equality, difference and identity in contemporary feminist political theories

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LV Nr. 210095, 2 Stunden
VO: Women have no fatherland? - Equality, difference and identity in contemporary feminist political theories

Gastprof.in Dilek Cinar

Ort: HS D UCW

Beginn: Freitag, 12..10.2006

Zeit: 12.10., 16.11. und 11.12.2007 Di, Fr 10:00-14:00, Sa 17.11.2007 9:30-13:30, Mo 10.12.2007 11:00-15:00

Anrechenbarkeit:
Doktoratsstudium der Sozialwissenschaftlichen Fakultät
und als Wahlfach

Für das Diplomstudium Politikwissenschaft ist die LV anrechenbar für: D1/G8/Diss

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Inhalte des Seminars

"Wir Frauen haben kein Vaterland" - dieses Statement charakterisiert die so genannte "erste Welle" der Frauenbewegung am Ende des 19. Jahrhunderts. Mittlerweile ist die Annahme einer globalen und gleichförmigen Unterdrückung von Frauen von der Frage abgelöst worden, ob es denn "die" Frauen als eine Wir-Gruppe geben kann bzw. sollte. Zugleich haben sich die politischen Prioritäten vervielfältigt: Ist die adäquate Zielsetzung von Gerechtigkeit in unserer Gegenwart die Herstellung von Gleichheit, die Anerkennung von Differenzen oder die Dekonstruktion von Identitäten? Das Spannungsverhältnis zwischen Gleichheit, Differenz und Identität stand immer im Zentrum rivalisierender normativer politischer Theorien und wird auch künftig für Prozesse und Praktiken der Ein- und Ausschließung in der EU maßgeblich sein. So ist heute jede "post-sozialistische" Konzeption von Demokratie - sei es in ihrer radikalen, deliberativen, transnationalen bzw. kosmopolitischen Version - mit der Herausforderung konfrontiert, Gleichheit zu verwirklichen, ohne Differenzen auszulöschen. Die VO greift dieses Spannungsverhältnis aus dem Blickwinkel zeitgenössischer feministischer und politischer Theorien auf, die sich mit Ungleichheiten zum einen aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit und zum anderen aufgrund von herkunftsbezogenen Merkmalen wie Hautfarbe, Ethnizität und Religion sowie der "Überschneidung" dieser Differenz- und Identitätsachsen befassen. Ziel der VO ist die kritische Auseinandersetzung mit ausgewählten theoretischen Konzeptionen von Gleichheit, Differenz und Identität aus einer feministischen wie demokratiepolitischen Perspektive. Die VO soll dabei den TeilnehmerInnen vor allem auch die Möglichkeit bieten, über aktuelle politische Debatten wie über den eigenen Standpunkt systematisch im Kontext einschlägiger theoretischer Ansätze zu reflektieren.


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Ziele und Methoden des Seminars

In der VO steht die kritische Analyse der Grundprämissen, des begrifflichen Instrumentariums und der empirischen Stichhaltigkeit unterschiedlicher theoretischer Ansätze im Vordergrund. Zu diesem Zweck erfolgt in den ersten drei Einheiten eine umfassende inhaltliche und methodische Einführung seitens der LV-Leiterin. Die TeilnehmerInnen werden jeweils eine VO-Einheit protokollieren sowie im Laufe der VO jeweils einen Kommentar zu zwei Texten zu präsentieren (Thesenpapier). Ein erfolgreicher Abschluß der VO setzt daher die kontinuierliche Anwesenheit und aktive Mitarbeit der TeilnehmerInnen voraus; beide Anforderungen werden in der Leistungsbeurteilung berücksichtigt. Erforderlich ist außerdem das Verfassen einer schriftlichen Arbeit auf der Basis des bereits in der VO präsentierten Kommentars.

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Empfohlene Literatur

1. Benhabib, Seyla u.a. (Hg.) (1993): Der Streit um Differenz. Feminismus und Postmoderne in der Gegenwart. Frankfurt a.M.: Fischer Verlag.

2. Fraser, Nancy (2001): Die halbierte Gerechtigkeit, Schlüsselbegriffe des postindustriellen Sozialstaats, Frankfurt a. M.: Suhrkamp Verlag.

3. Philipps, Anne (ed.) (1998): Feminism and Politics, Oxford: Oxford University Press.

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Kontakt

dilek.cinar@univie.ac.at

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