In seiner Laudatio hob Universitätsprofessor Hermann
Suida hervor, dass Sittes Leistungen im gesamten
deutschsprachigen Raum hohe Anerkennung erfahren haben. „Durch
seine innovativen Ideen konnte der Unterricht in den Fächern
Geographie und Wirtschaftskunde an Österreichs Schulen
modernisiert werden und gewann insgesamt stark an Bedeutung“,
so Suida. An der Universität Salzburg initierte Sitte 1988 die
erste internationale Großtagung, den Deutschen
Schulgeographentag mit 900 Teilnehmern an der
Naturwissenschaftlichen Fakultät. Als Lehrerausbildner
engagierte sich Sitte seit den sechziger Jahren zunächst an
der Lehrerbildungsanstalt der Marianisten. Seit 1968 lehrte er
Fachdidaktik an der Universität Wien.

v.l.n.r. Rektor
Heinrich Schmidinger, Dr. h.c. Wolfgang Sitte, Professor
Hermann Suida
Wolfgang Sitte wurde 1925 in Wien geboren
und studierte dort Geographie und Geschichte und war von 1952
bis 1975 an verschiedenen Gymnasien als Lehrer tätig. Er
arbeitete maßgeblich an den neuen Lehrplänen für das
Unterrichtsfach „Geographie und Wirtschaftskunde“ mit und ist
Autor unzähliger Publikationen. Gemeinsam mit seinem früheren
Schüler, dem heutigen Wiener Universitätsprofessor Hannes
Wohlschlägl gab er 1975 das richtungweisende Buch
„Schulgeographie im Wandel“ heraus und 2001 gaben wiederum
Sitte und Wohlschlägl mit den Beiträgen zur Didaktik des
„Geographie und Wirtschaftskunde“-Unterrichts das erste
umfassende Standardwerk zur Fachdidaktik heraus.
v.l.n.r. Rektor Heinrich Schmidinger, Dr. h.c. Wolfgang
Sitte und Professor Hermann Suida