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Pflichtmodul, 10 ECTS
Inhaltsverzeichnis |
Übersicht
| Bezeichnung | LV-Typ | ECTS | SSt |
|---|---|---|---|
| Wissenschaftstheorie, Theorien in der Geschichtswissenschaft | VO | 4 | 2 |
| Praxis der wissenschaftlichen Kommunikation | KU | 6 | 2 |
| Summe | 10 | 4 |
VO Wissenschaftstheorie, Theorien in der Geschichtswissenschaft
| Bezeichnung | LV-Typ | ECTS | SSt |
|---|---|---|---|
| Wissenschaftstheorie, Theorien in der Geschichtswissenschaft | VO | 4 | 2 |
Teilnahmevoraussetzungen: Keine
Lehr- und Lerninhalte
Aufbauend auf dem Modul „Wissenschaftliches Denken und Arbeiten“ im Bachelor-Studium sollen in dieser Lehrveranstaltung Fragestellungen der Wissenschaftstheorie und der Wissenschaftsgeschichte sowie Theorien der Geschichtswissenschaft behandelt werden. Insbesondere soll das Verhältnis der Geschichtswissenschaft zu den benachbarten Sozial- und Kulturwissenschaften (auch in wissenschaftshistorischer Perspektive) sowie die Problematik der Verwendung sozial- und kulturwissenschaftlicher Theorien in der Geschichtswissenschaft thematisiert werden. Dabei können u.a. folgende Problemkreise behandelt werden:
Allgemeine Wissenschaftstheorie
- Kulturgeschichte des Wissens und der Wissenschaftstheorie
- Grundlagendebatten in der Wissenschaftstheorie
- Theoretisches Wissen und Erfahrungswissen
- Philosophie und Einzelwissenschaften
- Historische Epistemologie und analytische Wissenschaftstheorie
- Methodendebatten historisiert
- Feministische Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftstheorie
- Grundlagenwissenschaft und Wissenschaften in Anwendungskontexten
Wissenschaftsgeschichte
- Entstehung neuzeitlicher Wissenschaft im interkulturellen Vergleich (Europa-Asien)
- Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftstheorie
- Entstehung und Ausdifferenzierung des modernen Wissenschaftssystems
- Historisierung wissenschaftlicher Grundkategorien (z.B.: Objektivität)
- Wissenschaftliche und gesellschaftliche Revolutionen
- Entwicklung und Verbreitung natur-, sozial- und geisteswissenschaftlichen Wissens
- Wissenschaft als Theorie und Praxis: Was ist eine wissenschaftliche Tatsache?
- Wissenschaft und Macht / Machtwissen
Theorien und Methodik der Geschichtswissenschaft
- Geschichtswissenschaft zwischen Geistes-, Kultur-, Sozial- und Naturwissenschaften
- Inter- und transdisziplinäre Perspektiven in der Geschichtswissenschaft
- Politische, Soziale und Kulturelle Bedeutungen und Verwendungen der Geschichtswissenschaft
- Theorien der Geschichte und Geschichtswissenschaft
- Zeit und Raum als praktische und theoretische Probleme der Geschichtswissenschaft
- Einheit und Pluralität der Zugänge zur Geschichtswissenschaft
- Methodenstreite in der Geschichtswissenschaft: Historismus, Linguistic turn und danach
- Erklären und Verstehen: Kausalität und Hermeneutik
- Erzählen und Beschreiben, Fakten und Fiktionen, Finden und erfinden
- Methodischer Individualismus – methodischer Kollektivismus
- Geschichtswissenschaft und Sozial-/Kulturwissenschaften
- Geschlecht als Kategorie der Geschichtswissenschaft
Studienziele
Fachwissen
- Kenntnis grundlegender und spezieller Fragen der Wissenschaftstheorie
- Verständnis zentraler Theoriefragen der Geschichtswissenschaft
- Kenntnis grundlegender und spezieller theoretischer Ansätze und der mit ihnen verbundenen methodischen Zugänge in der Geschichtswissenschaft
- Kenntnis spezifischer historischer Narrative und ihrer wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Kontexte
Fachliche Methoden
- Fähigkeit, sich mit unterschiedlichen Theorien der Geschichtswissenschaft und historischen Narrativen kritisch auseinanderzusetzen
- Fähigkeit, sich mit geschichtswissenschaftlichen Fragestellungen eigenständig auseinanderzusetzen
- Grundfähigkeit, geschichtswissenschaftliche Fragestellungen zu formulieren
Überfachliche Kompetenzen
- Fähigkeit, Probleme mithilfe von Theorien zu analysieren
- Fähigkeit, Strukturprinzipien und argumentative Verfahren wissenschaftlicher Darlegungen in verschiedener Form zu erkennen
- Erweiterte Fähigkeit, Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung komprimiert, präzise und verständlich darzulegen, in verschiedener schriftlicher und mündlicher Form
- Fähigkeit, die eigene Praxis wissenschaftlichen Kommunizierens kritisch zu reflektieren und zu verbessern
Prüfungsmodalitäten
Die Leistungsbeurteilung erfolgt in einer zweistündigen schriftlichen Schlussprüfung über den Stoff der Lehrveranstaltung, die folgende Komponenten umfasst:
- Wissensfragen
- Verständnisfragen
Der Leiter oder die Leiterin der Lehrveranstaltung kann die Möglichkeit vorsehen, dass die Prüfungsleistung bis zur Hälfte von den Studierenden in einer durch den Leiter oder die Leiterin der Lehrveranstaltung angekündigten Form auf freiwilliger Basis durch Aufgaben wie Rezension, Bild-/Filmanalyse, Quellenkommentar, Essay etc. ersetzt werden kann, die bei der schriftlichen Prüfung fertig vorzulegen sind.
aktuelles Lehrangebot
Link zur entsprechenden Modulrubrik im aktuellen Vorlesungsverzeichnis
KU Praxis der wissenschaftlichen Kommunikation
| Bezeichnung | LV-Typ | ECTS | SSt |
|---|---|---|---|
| Praxis der wissenschaftlichen Kommunikation | KU | 6 | 2 |
Teilnahmevoraussetzungen: Keine
Lehr- und Lerninhalte
Die Lehrveranstaltung soll einen Rahmen bieten, die eigenen Fähigkeiten in der Praxis des wissenschaftlichen Kommunizierens zu reflektieren und gezielt zu verbessern. Ausgangspunkt sind dabei Praxisberichte aus bisherigen Erfahrungen des wissenschaftlichen Arbeitens und die kritische Auseinandersetzung mit einer eigenen schriftlichen Arbeit. (z.B. Bachelor-Arbeit). Dabei sollen u.a. folgende Problemkreise behandelt werden:
Wissenschaftliches Schreiben
- Themenfindung
- Thesenbildung
- Fragestellung und Operationalisierung
- Textaufbau
- Wissenschaftlicher Apparat
- Umgang mit spezifischen Textelementen
Wege von Notizheft und Exzerptchaos zum fertigen Text
- Verwaltung des gesammelten Materials
- Entwürfe
- Mut zur Lücke und Lücken füllen
- Textgliederung
- Überarbeitungsschritte
- Endredaktion
- Überwindung von Schreibhemmungen
Wissenschaftliche Textsorten
- Wissenschaftlicher Aufsatz
- Kommentar
- Rezension
- Essay
- Monographie
Präsentieren und Kommunizieren
- Präsentationsformen: Referat/Vortrag/Diskussionsbeitrag/Kommentar
- Lesen oder frei sprechen? Vor- und Nachteile
- Zeitmanagement
- Hilfsmittel: Hand-out, Folien, Power-point u.a.
- Kommunikationsformen wissenschaftlicher Workshops und Tagungen
- Formen und Strategien der wissenschaftlichen Auseinandersetzung
Studienziele
Fachwissen
- Kenntnis grundlegender und spezieller Fragen der Wissenschaftstheorie
- Verständnis zentraler Theoriefragen der Geschichtswissenschaft
- Kenntnis grundlegender und spezieller theoretischer Ansätze und der mit ihnen verbundenen methodischen Zugänge in der Geschichtswissenschaft
- Kenntnis spezifischer historischer Narrative und ihrer wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Kontexte
Fachliche Methoden
- Fähigkeit, sich mit unterschiedlichen Theorien der Geschichtswissenschaft und historischen Narrativen kritisch auseinanderzusetzen
- Fähigkeit, sich mit geschichtswissenschaftlichen Fragestellungen eigenständig auseinanderzusetzen
- Grundfähigkeit, geschichtswissenschaftliche Fragestellungen zu formulieren
Überfachliche Kompetenzen
- Fähigkeit, Probleme mithilfe von Theorien zu analysieren
- Fähigkeit, Strukturprinzipien und argumentative Verfahren wissenschaftlicher Darlegungen in verschiedener Form zu erkennen
- Erweiterte Fähigkeit, Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung komprimiert, präzise und verständlich darzulegen, in verschiedener schriftlicher und mündlicher Form
- Fähigkeit, die eigene Praxis wissenschaftlichen Kommunizierens kritisch zu reflektieren und zu verbessern
Prüfungsmodalitäten
Die Leistungsbeurteilung erfolgt anhand folgender Komponenten:
- aktive Mitarbeit
- regelmäßige Aufgaben
- schriftliche zweistündige Prüfung über den Stoff der Lehrveranstaltung mit Wissens- und Verständnisfragen oder Abschlussarbeit
aktuelles Lehrangebot
Link zur entsprechenden Modulrubrik im aktuellen Vorlesungsverzeichnis