Interdisziplinärer MA Zeitgeschichte und Medien

Aus Studienpläne des Instituts für Geschichte
Wechseln zu: Navigation, Suche
Interdisziplinäres Masterstudium Zeitgeschichte und Medien (066/665)

Das Ziel des interdisziplinären Masterstudiums "Zeitgeschichte und Medien" an der Universität Wien ist es, ausgehend von zeithistorischen Entwicklungen und Fallbeispielen im Bereich internationaler und nationaler Medien im 20. und 21. Jahrhundert einen wissenschaftlich sowohl theoretisch als auch praxisorientierten Zugang zu vielschichtiger und andwendbarer Medienkompetenz zu vermitteln. Auch der Bereich der Wirkungsforschung (Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse, öffentliche gesellschaftliche Debatten etc.) soll Berücksichtigung finden.

Das Masterstudium soll dabei für einschlägige Berufsfelder qualifizieren, ein Doktoratsstudium vorbereiten und mit seinen überdurchschnittlichen theoretischen und anwendungsorientierten Kenntnissen zu Mediengeschichte und -praxis zur Vermittlung von "Medienkritik" befähigen.


Zulassungskriterien und Qualifikationen

Für dieses Studium benötigt es ein abgeschlossenes fachlich infrage kommendes Bachelorstudium, einen Fachhochschul-Bachelorstudiengang oder ein anderes gleichwertiges Studium an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung. BA Geschichte zählt dazu (daneben noch zumindest Europäische Ethnologie, Judaistik, Politikwissenschaft, Publizistik und Kommunikationswissenschaft, Soziologie sowie Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien. Für manche weiteren Studiengänge können zudem noch Ergänzungen von maximal 30 ECTS vorgeschrieben werden).

Für den Unterricht in Deutsch und Englisch sind Sprachkenntnisse auf dem Mindestniveau B2 erforderlich.


Aufbau des Studiums

M1 Pflichtmodulgruppe „Einführung in die Schwerpunkte: Medientheorien und Mediengeschichte”

M2 Pflichtmodulgruppe „Einführung in den Forschungsprozess Design und Methoden”

M3 Pflichtmodulgruppe „Praktische Forschung und Darstellung”

M4 Pflichtmodulgruppe „Wahlbereich - Spezialthemen zu Zeitgeschichte und Medien”

M5 Pflichtmodul Masterseminar

Masterarbeit (Interdisziplinärer MA Zeitgeschichte und Medien)

Masterprüfung (Interdisziplinärer MA Zeitgeschichte und Medien)

zum Seitenanfang↑


Schwerpunkt

Die Studierenden haben die Möglichkeit im Laufe des Studiums einen Schwerpunkt aus diesen drei Disziplinen zu wählen:

  • Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
  • Politikwissenschaft
  • Europäische Ethnologie
  • Soziologie
  • Theater-, Film- und Medienwissenschaft
  • Judaistik

Ein Schwerpunkt gilt als absolviert, wenn auf ihn mindestens 25 ECTS-Punkte sowie die Masterarbeit entfallen.

zum Seitenanfang↑


Lehrveranstaltungstypen

  • Vorlesungen (VO) (npi) führen in Themenfelder, Forschungsstrategien, Forschungsergebnisse und Methodenlehren ein und stellen die Schwerpunkte vor. Vorlesungen können auch Ringvorlesungen sein. Im Pflichtmodul 1 ist es auch möglich, dass zwei Schwerpunkte in einer gemeinsamen Vorlesung vorgestellt werden. Die Vorlesung wird mit einer mündlichen oder schriftlichen Prüfung abgeschlossen.
  • Kurse (KU) (pi) führen in fachwissenschaftliche Praktiken ein. Dazu zählen in den Geschichtswissenschaften die Praktiken der Quellenkritik, der Interpretation und Analyse von Texten, Bildern, Filmen, Dingen und anderen Artefakten sowie die Praktiken der Darstellung in schriftlichen, mündlichen und computergestützten und audio-visuellen Formen (Aufsatz, Essay, Rezension, Monographie, Abstract; Vortrag und Rede; Videodokumentationen, Präsentationen mit EDV-Unterstützung u.a.). Die Studierenden erhalten dazu begrenzte Arbeits-und Übungsaufträge. In Kursen mit der Bezeichnung Lektürekurs werden rezente bzw. grundlegende Publikationen (Artikel, Bücher) aus dem Schwerpunkt gelesen und diskutiert. Dies orientiert die Studierenden bei der Wahl der eigenen Forschungsthemen. Beurteilt werden die Durchführung der Lektüreaufgaben und die Teilnahme an der Diskussion der wissenschaftlichen Literatur. Kurse mit der Bezeichnung Methodenkurs führen in das Design der Forschung, d. h. in Wahl, Verknüpfung und Anwendung von Methoden im Forschungsprozess ein. Der Methodenkurs informiert über diverse Forschungsmethoden und mögliche Verknüpfungen von Forschungsmethoden. Er zeigt exemplarisch, wie Forschungsfragen und Material bestimmte Methoden erfordern, und erläutert, warum eine Methoden-Ausbildung erforderlich ist. Das Angebot der Methoden-Workshops wird im Kurs vorgestellt. Beurteilt werden die aktive Teilnahme, die Diskussionsbeiträge und durchgeführte Übungen. Kurse mit der Bezeichnung Projektkurs sind idealiter mit dem Forschungsseminar inhaltlich verbunden, wenn sie dessen Forschungsergebnisse zur Darstellung bringen, sie können aber auch andere Forschungsergebnisse aus dem Schwerpunkt aufgreifen und zur Darstellung bringen. Im Projektkurs praktizieren die Studierenden die Präsentation von Forschungsergebnissen in mehreren Formaten. Beurteilt werden diese Präsentationen.
  • Arbeitsgemeinschaften (AR) (pi) werden in der Regel geblockt als Workshops durchgeführt. Sie simulieren ein gängiges Kommunikationsformat der Forschung, das eingeübt wird. Arbeitsgemeinschaften mit der Bezeichnung Methodenworkshop sind geblockte Lehrveranstaltungen, lehren diverse Methoden der Erhebung, Dokumentation, Interpretation und Analyse in praktischer Anwendung; bieten die Möglichkeit, Methoden an ausgewählten Quellen, Artefakten, Überresten, Daten praktisch übend einzusetzen. Beurteilt werden die aktive Teilnahme an den Übungen im Workshop und Übungsaufgaben, die außerhalb des Workshops durchzuführen sind. Arbeitsgemeinschaften mit der Bezeichnung Proposal-Workshop bereiten die erste eigene Forschungsarbeit der Studierenden, die Masterarbeit, vor. Spätestens im Proposal-Workshop ist ein Proposal vorzulegen: Das bedeutet, ein eigenes Forschungsthema für die Masterarbeit zu finden, konzeptuell darzulegen und zu begründen, die voraussichtlich benutzten Materialien und Methoden sind zu bezeichnen, die forschungslogische Abfolge der Arbeitsschritte ist vorläufig festzulegen und ein Zeitplan zu erstellen (Design). Die Wahl des Betreuers/der Betreuerin ist spätestens in diesem Workshop herbeizuführen und zu treffen. Ein Proposal-Workshop wird von Lehrenden aus mehreren Schwerpunkten geleitet. Weitere Lehrende nehmen als potentielle Betreuer/innen von Masterarbeiten nach Bedarf teil. Beurteilt werden die aktive Teilnahme und das Proposal.
  • Seminare (SE) (pi) sind durch die Abfassung einer längeren schriftlichen Arbeit bestimmt. An die Stelle einer schriftlichen Arbeit kann ein anderes Format (z.B. Radio-Feature, Video, Film, usw.) treten. Dies zuzulassen liegt im Ermessen der Lehrenden. In Seminaren üben die Studierenden anhand eines spezifischen Themas wissenschaftliche Arbeitsweisen, insbesondere das Verfassen und Präsentieren einer wissenschaftlichen Arbeit mittlerer Länge. Beurteilt werden die aktive Teilnahme, die Diskussionsbeiträge sowie die Seminararbeit bzw. das Arbeitsformat, das anstelle einer Seminararbeit von der/dem Lehrenden zugelassen wurde. Seminare mit der Bezeichnung Forschungsseminar haben ein von den Lehrenden vorgegebenes Rahmenthema (vorzugsweise aus der laufenden Forschung des/der Lehrenden). Die Studierenden wählen individuell oder in Kleingruppen innerhalb des Rahmenthemas ein konkretes Forschungsthema. Die praktische Forschung erfolgt an Quellen, Überresten, Artefakten und Daten. Sie umfasst vorläufige Festlegung und Begründung der Fragestellung/en; Auswahl resp. Herstellung und Dokumentation geeigneten Materials; Kritik, Interpretation und Analyse des Materials mit geeigneten Methoden; Formulierung der Forschungsergebnisse in einer Forschungsseminararbeit. Es sind Einzelarbeiten und Gruppenarbeiten möglich. Bei Gruppenarbeiten muss der Anteil jedes/jeder Studierenden ausgewiesen werden. Beurteilt werden die aktive Teilnahme, die Diskussionsbeiträge, praktisches Forschen und die Forschungsseminararbeit. Jeder Schwerpunkt führt Seminare mit der Bezeichnung Masterseminar. Zwei oder mehr Schwerpunkte können ein gemeinsames Masterseminar anbieten. Das Masterseminar ist der Ort, um den Recherche-, Interpretations-und Schreibprozess, in welchem die Masterarbeit entsteht, zu begleiten. Betreuer/innen und Studierende bilden eine „community of scientists”, die den Forschungs-und Schreibprozess jedes/jeder Studierenden begleitet, reflektiert und beratend unterstützt. Seminare unterstützen und begleiten den Prozess des Forschens und des Verfassens der Masterarbeit mittels Diskussion der laufenden Arbeitsberichte und Beratung. Beurteilt werden die aktive Teilnahme und Arbeitsberichte.
  • Proseminare (PS) (pi) vermitteln Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die für den Forschungsprozess unerlässlich sind: Begründung einer Forschungsfrage, Recherche des aktuellen Forschungs-standes, elektronisch unterstütztes Bibliographieren, Fachzeitschriften, Handbücher, Standardwerke, Rezensionen; laufende Diskussionen im Forschungsfeld; Leitideen, Schlüsselkonzepte und anerkannte bzw. stark diskutierte Theorien; Eigenart der Primärquellen und Daten. Das Verfassen einer Proseminararbeit ist obligatorisch. Beurteilt werden die aktive Teilnahme, die Diskussionsbeiträge und die Proseminararbeit.
  • Vorlesung mit Übung (VO+UE) dienen der Einführung in Fachgebiete, fallweise auch deren Vertiefung, und verbinden theoretische Ausführungen und praktische Anwendungsmöglichkeiten. Die Leistungsüberprüfung erfolgt aufgrund von mehreren schriftlichen und/oder mündlichen Leistungen.

npi: nicht prüfungsimmanent
pi: prüfungsimmanent

zum Seitenanfang↑


Akademischer Grad

Absolventinnen bzw. Absolventen des Masterstudiums Zeitgeschichte ist der akademische Grad Master of Arts – abgekürzt MA - zu verleihen. Im Falle der Führung ist dieser akademische Grad dem Namen nachzustellen.

zum Seitenanfang↑


Studienplan in den Mitteilungsblättern

Auf der Seite der SPL Geschichte finden Sie die aktuellen Studienpläne aufgelistet.