Global History

Forschungsschwerpunkt an der Universität Wien

Month: October 2017

Präsentation und Diskussion: Sozialismen in Entwicklung: Marx und der Globale Süden

Sozialistische Theorien von „Entwicklung“ und die Versuche ihrer praktischen Realisierung waren historisch äußerst wirkmächtig, nicht nur im globalen Norden, sondern auch im globalen Süden. Zahlreiche Länder in Asien, Lateinamerika und Afrika versuchten, sozialistische Modelle an regionalspezifische Bedingungen und dynamische Machtverhältnisse auf globaler Ebene anzupassen. Das brachte eine Vielzahl verschiedener Sozialismen hervor, von denen sich manche auf Marx beriefen, andere jedoch explizit vom Marxismus und insbesondere dem Marxismus-Leninismus abgrenzten. Zwischen den verschiedenen Sozialismen in Ost und Süd lassen sich daher nicht nur Transfers und Kooperationen, sondern auch Konkurrenzbeziehungen feststellen. Wieso war Sozialismus für viele Regierungen im globalen Süden ein attraktives Modell – und welche Akteure im globalen Süden greifen heute auf Marx zurück? Was leisten marxistische Theorien, die bisweilen als veraltet und eurozentristisch kritisiert werden, zum Verständnis aktueller Umwälzungsprozesse?

Diese Fragen sollen anlässlich des Hundertjahresjubiläums der Oktoberrevolution sowie vor dem Hintergrund zweier Neuerscheinungen diskutiert werden: „Marx und der globale Süden“ (Hg. Felix Wemheuer) sowie „Socialisms in Development“ (Hg. Eric Burton), die neue Ausgabe des Journal für Entwicklungspolitik (JEP). Wir laden herzlich ein zu Diskussion und Gesprächen bei Getränken und Buffet!

Präsentation und Diskussion mit:
Felix Wemheuer, Universität zu Köln
Eric Burton, Universität Wien
Julia Eder, JKU Linz

Moderation: Andrea Komlosy, Universität Wien

Wann: 30. Oktober 2017, 19:00-21:00. Wo: ÖGB Fachbuchhandlung, Rathausstraße 21, 1010 Wien.

Links:
JEP 3/2017 “Socialisms in Development” (Hg. Eric Burton): Zur Ausgabe
“Marx und der globale Süden” (Hg. Felix Wemheuer): Zum Verlag

Call for Papers: Workers beyond Socialist Glorification and Post-Socialist Disavowal: New Perspectives on Eastern European Labour History

The Conference is convened by Rory Archer (UCL School of Slavonic and East European Studies/CSEES University of Graz) and Goran Musić (Central European University/CSEES University of Graz) in the framework of a 2014-2018 research project supported by the Austrian Science Fund (FWF) Between Class and Nation: Working Class Communities in 1980s Serbia and Montenegro. It takes place from 24 to 27 May 2018 at the University of Vienna in cooperation with the Department of Economic and Social History.

Scholars are invited to to send abstracts (250-500 words) and a short biographical statement to EastLabour@gmail.com by 15 January 2018. Selected presenters will be informed by 10 February 2018. The working language of the conference is English. Please note that the organizers are unable to fund travel and accommodation costs other than a limited number of stipends for junior scholars.

For further information see PDF.

Conference: International Peripheries in International Comparison, 1500 – 2015

When: 20/21 October 2017. Where: University of Vienna, Universitätsring 1, 1010 Wien, Marietta-Blau-Saal.

Fur further information and the detailed program see poster and program.

Veranstaltung und Bilderausstellung: Schnittpunkt Afrika 2017. Vorkoloniale Gesellschaften Afrikas

Afrika ist kein „geschichtsloser“ Kontinent, sondern die historisch älteste Zone der Welt. Das Vorurteil, Afrika habe die Weltbühne erst durch den europäischen Kolonialismus betreten, ist durch die afrikawissenschaftliche Forschung längst entlarvt worden. Afrika ist jener Kontinent, auf dem sich bereits sehr früh komplexe Gesellschaften entwickelten, mit effizienten Formen der Landwirtschaft und Technologie, oft eingebunden in differenzierte regionale und überregionale Handelsnetzwerke. Diesem Thema widmet sich Schnittpunkt Afrika 2017 in Form einer Bilderausstellung und einer Veranstaltung.

Wann: 20. Oktober 2017, 16-18 Uhr. Wo: Institut für Afrikawissenschaften, Uni Campus Hof 5, Seminarraum 1.

Weitere Informationen entnehmen Sie dem Veranstaltungsprogramm.

Konferenz: “Planstädte zur Zeit der Aufklärung”

Am Institut für Osteuropäische Geschichte findet eine Konferenz statt, in der Planstädte des 17. und 18. Jahrhunderts in einer vergleichenden Perspektive untersucht werden. Auf der Konferenz werden Planstädte aus allen Teilen Europas, aber auch aus seinen kolonialen Erweiterungen vorgestellt und diskutiert. Wann: 26. bis 28. Oktober 2017. Wo: Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte, Universität Wien.

Das Programm und weitere Informationen finden sie hier und auf der Website des IOG.

Podiumsdiskussion: “Globale Umbrüche: Auf dem Weg zu einer multipolaren Weltordnung?” mit Samir Amin

Samir Amin, seit langem bekannt insbesondere für profunde globale politische Analysen aus linker Sicht, kommt nach Österreich. Dies ist eine Gelegenheit, Amins Einschätzungen zu den vielfach fundamentalen politischen und wirtschaftlichen Umbrüchen im  Weltsystem und in einzelnen Regionen näher kennenzulernen:  Zur US-Politik und ihren Folgen, zu Kriegsgefahren in Ostasien, zur „Neuen Seidenstraße”, zur Rolle Chinas, zu den BRICS, zu Flüchtlings- und Migrationsfragen, zur Zukunft des Nahen Ostens  uvam. In einer neuen Etappe der postkolonialen Entwicklung mit vielen neuen Elementen kann die globale Sicht Amins und seine Erfahrungen über Jahrzehnte die Orientierung erleichtern. KollegInnen aus unterschiedlichen Disziplinen setzen sich in dieser Veranstaltung mit Samir Amins Thesen auseinander.

Podiumsdiskussion unter Beteiligung von Samir Amin, mit Helmut Kramer (Einleitung und Moderation, Politikwissenschaftler), Andrea Komlosy (Uni Wien, Historikerin), Josef Baum (Transform Austria) und Adams Bodomo (Uni Wien, Afrikanist).

Wann: 12. Oktober 2017, 20h. Wo: Uni Wien, Neues Institutsgebäude (NIG), Hörsaal 2, Universitätsstraße 7, 1010 Wien.

Assistant Professor, International Studies @ University of California, Irvine

The International Studies Program at the University of California, Irvine invites applications from outstanding scholars involved in critical interdisciplinary global research with substantive foci in political, sociocultural, historical, legal, geographical and economic issues to apply for a tenure-track assistant professor position.

Next review date: October 23rd, 2017 (Apply by this date to ensure full consideration by the committee.) Final date: December 31st, 2017 (Applications will continue to be accepted until this date, but those received after the review date will only be considered if the position has not yet been filled.).

Fur further details see PDF and Link.

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