SchülerInnen
Schülerin um 1900. Quelle: Rückriem, G., Wiese, K., & Zeuch, I. (Hrsg.). (1981). Hilfe Schule: Ein Bilder-Lese-Buch über Schule und Alltag. Von der Armenschule zur Gesamtschule 1827 bis heute. Berlin (West): Elefanten Press, S. 85.Einzelne Persönlichkeiten können einer Klasse oder Lerngruppe eine ganz besondere Note verleihen, ihren Stempel aufdrücken. Sie können eine Klasse dominieren, "zerstören", sie können den restlichen KlassenkameradInnen weit überlegen sein. Sie können hyperaktiv, vorlaut, aggressiv gegen das andere Geschlecht, ausländerfeindlich, rassistisch, behindert, "verhaltensoriginell" oder schlicht dumm sein. In jedem Fall wird das Ergebnis einer Adressatenanalyse auch solche SchülerInnen ins Kalkül ziehen müssen. Und das in zweierlei Hinsicht: Einerseits wird man beobachten müssen, welche Wirkung solche Einzelpersönlichkeiten auf den Rest der Klasse/Gruppe haben, andererseits sollte man als LehrerIn auch erkennen, wie man selbst auf sie reagiert.


Fragestellungen

  • Welche Rolle spielen für mich als Lehrperson generell einzelne SchülerInnen? Widme ich mich ihnen oder versuche ich eine grundsätzliche Distanz zu den SchülerInnen zu halten?
  • Es befindet sich ein/e Spezialist/in für Geschichte in der Klasse. Seit er/sie lesen kann, interessiert er/sie sich für Geschichte. Wie behandelt man so eine/n SchülerIn im Unterricht?
  • Ein/e SchülerIn weist eine körperliche Behinderung auf. Wie verhält sich die Klasse in diesem Fall? Helfen die MitschülerInnen? Ist Hilfe überhaupt erwünscht? Inwieweit muss sich ein/e LehrerIn in der Unterrichtsgestaltung an den besonderen Umständen orientieren?

Symbole
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