Übungen und Praktika
Überprüfungen und Anwendungen
Übung macht den Meister. Selten ist eine Erkenntnis durch ein einmaliges Ereignis gefestigt. Die Einbindung neuer Theorien oder neuer Fertigkeiten in die schon erworbenem Wissensstrukturen oder Handlungsmöglichkeiten nehmen oft viel Zeit in Anspruch.

Übungen und Praktika dienen im Lernprozess unterschiedlichen Lernzielen, etwa
  • der Sichtbarmachung bestimmter Problemstellungen bzw. Zusammenhänge (naturwissenschaftliches Experiment; Sezierkurs; historisches Rollenspiel)
  • dem Kompetenzaufbau (Sprachkompetenz, analytische Fähigkeiten, rhetorische, argumentative, logische Fähigkeiten, Quellenkritik)
  • dem Erwerb von Fertigkeiten (Technik des Interviews, Lesen von Urkunden,
Bei der Unterrichtsplanung bedarf ein Lernprozess, der durch eine Übung oder ein Praktikum unterstützt werden soll, immer einer genauen Vorbereitung.

Übungen haben unterschiedliche Grundstrukturen:
  • Die Simulierung oder das Nachvollziehen von Handlungsabläufen (Einüben von Regeln und Handlungsabläufen; Lernen durch Erfahrung)
  • Das Nachvollziehen von Forschungsprozessen (Imitation, Identifikation, Lernen durch Erfahrung; Nachvollziehen von Erkenntnissen)
  • Die Überprüfung von theoretischen Aussagen anhand praktischer Beispiele (theoriegeleitete Reflexion)
  • Die Reflexion von zwischenmenschlichen Beziehungen (Rollen- und Planspiele).

Für die Planung gilt es transparent zu machen, welchen Lernprozesse durch eine Übung/ ein Praktikum initiiert werden sollen. Der komplexe Aufbau eines solchen Lernprozesses bedarf einer ausführlichen Vorbereitung, in der auch das Zeitbudget der Übung und die Lernorganisation gut überlegt werden sollte.
Symbole
markiert den Inhalt einer Lerneinheit.
markiert die Dauer einer Lerneinheit.
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markiert eine Übung.

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