Entwicklung von Nachrichten
16. Jahrhundert: Mit dem Aufkommen merkantilistisch-bürgerlicher Gesellschaften im 16. Jahrhundert suchten Kaufleute über BerichterstatterInnen aus europäischen Handelszentren Einkaufs- und Absatzmöglichkeiten zu optimieren. 1536 entstand in Venedig das wahrscheinlich erste kaufmännische Nachrichtenbüro in Europa.


18. Jahrhundert: Anfang des 18. Jahrhunderts verfügte die Londoner Tagespresse über ein weit verzweigtes KorrespondenInnennetz, dessen AgentInnen in Briefen - daher KorrespondentIn - den Londoner LeserInnen allerlei Klatsch und Geschehnisse berichteten.

19. Jahrhundert: Ende des 19. Jahrhunderts setzte - synchron zur funktionalen Differenzierung der Industriegesellschaften - ein rapider Trend zur massenhaften Verbreitung von Informationen ein. Mit der Emanzipierung des BürgerInnentums entwickelte sich eine über Nachrichtenverbreitung hergestellte "Öffentlichkeit" zum politischen Prinzip: Presse-, Meinungs- und Kommunikationsfreiheit wurden konstituierend für demokratische Staaten.

20. Jahrhundert: In einem funktionalen Zusammenhang mit der Genese von Massenmedien haben sich neue Aufgaben für die Nachrichten entwickelt. Heute geht es darum politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und soziale Nachrichten zu sammeln, sie verlässlich - und zwar nicht nur für eine Minderheit der Bevölkerung - auszuwerten, sie aufzuarbeiten, auch um politische Herrschaft zu beobachten und gegebenenfalls zu kritisieren.
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