Städterinnen und Städter
Sabine Veits-Falk
Attribute
Städterinnen und Städter - Stadtkultur im 18. Jahrhundert

Mit „Städterinnen und Städtern“ sind Frauen und Männer des Adels, der Geistlichkeit, des Bürgertums, der „freien Berufe“, des Handwerks sowie der Unterschichten und randständigen Gruppen gemeint. Inhaltlich setzt sich das Proseminars mit konkreten Lebensbedingungen und den verschiedensten Bereichen von “Kultur“ dieser „Städterinnen und Städter“ auseinander (z. B. Wohnkultur, Kleidung und Mode, Körperkultur, Zeiteinteilung, Essen und Trinken, Geselligkeit und Spiel, Lesen, Theater, Musik, Bildende Kunst, Umgangsformen, usw.). Exemplarisch werden dazu im Stadtarchiv Salzburg Quellen gezeigt und deren Relevanz für die Thematik mit den TeilnehmerInnen diskutiert.

Als zeitlicher Rahmen wird primär „das 18. Jahrhundert“, jedoch mit Ausblick ins 19. Jahrhundert, angenommen. Dabei steht die Frage nach der Rolle, die einzelnen sozialen Gruppen in dem Modernisierungs- und Veränderungsprozess gespielt haben, der im 18. Jahrhundert zunächst im westlichen Europa und dann zunehmend auch Mittel- und Osteuropa erfasste, im Mittelpunkt. Zur Erörterung dieser Frage werden Städte, die einem Schema von sechs Städtetypen (Lothar Gall) zugeordnet werden können, ausgewählt: Handels- und Gewerbestädte älterer Tradition, Städte mit großgewerblicher Produktion, Industriestädte, Residenz- und Verwaltungsstädte, Universitätsstädte sowie Städte, deren Entwicklung seit dem 18. Jahrhundert von Stagnation und Rückständigkeit geprägt war.


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