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Andlergasse, 1070 Wien

Juli 30th, 2010 daniel

Mit Dank an Richard für das Foto.

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Louis Vuitton Schaufenster

Juli 7th, 2010 christoph

Quelle: http://live.holavalencia.net/post/48293583/cool-new-louis-vuitton-window-decoration

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Neuerscheinung: “Ermitteln, Fahnden und Strafen”

Juni 29th, 2010 stephan

Vor einigen Tagen ist der Sammelband Ermitteln, Fahnden und Strafen. Kriminalitätshistorische Studien vom 16. bis zum 19. Jahrhundert, herausgegeben von Andrea Griesebner und Georg Tschannett, im Löcker Verlag erschienen. Der Band enthält zehn Beiträge von jungen Absolventen und Absolventinnen der Studienrichtung Geschichte der Universität Wien, darunter auch zwei Aufsätze von uns:

  • DANIEL MESSNER: Erkennungsdienstliche Behandlung verdächtiger Personen. Über technisierte Identifizierung durch Fotografie, Anthropometrie und Daktyloskopie
  • STEPHAN GRUBER: Steckbrieflich gesucht. Behördliche Fahndung in der Habsburgermonarchie im 18. Jahrhundert

Zum Download: Ankündigungstext und Inhaltsverzeichnis

Andrea Griesebner, Georg Tschannett (Hg.):
Ermitteln, Fahnden und Strafen
Kriminalitätshistorische Studien vom 16. bis zum 19. Jahrhundert
Wien: Löcker 2010
12,5 x 10,5 cm
Broschur
282 Seiten
€ 22,–
ISBN 978-3-85409-553-8

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Vor der Überwachungskamera sind manche Menschen gleicher — Spreeblick-Interview mit Eleanor Saitta

Juni 28th, 2010 daniel

Ein Videointerview von Spreeblick zum Thema Überwachung mit der Künstlerin, Hackerin und Forscherin Eleanor Saitta. Hier gibt es auch eine  transkribierte Version des Interviews.

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Stockerau (Niederösterreich)

Juni 27th, 2010 stephan

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“Občan K.”: Identitätsfälschung in Tschechien

Juni 25th, 2010 stephan

In Tschechien sorgte kürzlich eine Kunstaktion mit dem Titel “Občan K.” (“Bürger K.”) für Aufsehen – und Ärger mit den Behörden: Mitglieder der künstlerischen Aktionsgruppe Ztohoven (bedeutet etwa “Rausvonhier”) ließen sich neue Personalausweise ausstellen. Das Besondere daran: Sie benutzten “gefälschte” Ausweisfotos, indem die Porträtfotos von jeweils zwei Personen so gemorpht wurden, dass beide Personen dasselbe Bild benutzen konnten. Somit konnte eine Zeit lang mit der Identität des jeweils Anderen gelebt werden, einschließlich Heirat und Wahlen. Ziel der Aktion war, auf den relativ einfachen Missbrauch persönlicher Daten von x-beliebigen Personen aufmerksam zu machen. Nach der (freiwilligen) Aufdeckung der Aktion folgte jedoch die polizeiliche Verfolgung …1

Občan K. / Citizen K. / Der Bürger K. from Občan K. on Vimeo.

Danke für den Hinweis an Pavel H.!

  1. Siehe auch “Czech Citizen K: Artist arrested for identity fraud”, http://aktualne.centrum.cz/czechnews/clanek.phtml?id=671259 sowie “Aktionskünstler von ‘ztohoven’ leben ein halbes Jahr unter falscher Identität”, http://www.radio.cz/de/artikel/129124 [↩]

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Schuhe machen Leute!

Juni 17th, 2010 christoph

Laut einem Beitrag des BMI Magazins Öffentliche Sicherheit Nr. 1-2/2010 ist seit diesem Jahr in allen österreichischen Bundesländern die sog. Schuhvergleichs-Technologie (SchuhVT) im Einsatz, mit welcher es möglich sein sollte automatisch Schuhsolenabdrücke zu vergleichen. Die Schuhspuren stellen ein unterstützendes Hilfsmittel zur Tatklärung dar:

“Schuhspuren haben sich für eine erste Abklärung als sehr effektiv erwiesen – muss doch jeder Täter zumindest die letzten Meter zum Tatort zu Fuß zurücklegen. Darüber hinaus sind die Schuhsohlenmuster aufgrund der im Spritzguss hergestellten Schuhsohlen mannigfaltig, bleiben über einige Zeit hinweg mehr oder minder unverändert und sind relativ rasch auswertbar.”

Hinweise für die Identifizierung einer Person werden also in der Schuhsole gesucht, die Identifizierung löst sich von einzelnen Körperbestandteilen (Fingerbadruck, Gesicht, DNA) und erweitert den Körper.

Schuhabdrücke werden ebenso wie Fingerabdrücke verdatet, klassifiziert und archiviert: Eine Gelatinefolie mit dem Schuhsolenabdruck wird mit einer hochauflösenden Kamera abfotografiert, anschließend wird der Abdruck anhand der in SchuVT vorgesehenen fünfzehn illustrierten Gruppen, die bis zu acht Untergruppen aufweisen, klassifiziert
und schließlich  gemeinsam mit den Tatdaten abgespeichert. Dadurch können verdächtige Schuhsolenabdrücke mit der in der Datenbank befindlichen Schubabdrücken automatisiert verglichen werden, eine Verifizierung erfolgt im Anschluss durch Sachverständige.

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Schwellenland

Juni 1st, 2010 anna

oe1.orf.at

Seit gestern habe ich eine neue Identität. Doch mehr als meinen neuen Namen, weiß ich ich bisher nicht über mich. Als Anna Masoner werde ich am 3. Juni ausgebürgert. Als Julia Sara Medina muss ich mich von da an für 10 Tage in Wien herumschlagen. Ohne Ausweis, Bankomatkarte und E-Card. Die werden an besagtem Tag in einem Plastiksackerl versiegelt.

Die Ausbürgerungs-Aktion habe ich mir nicht selber ausgedacht, sondern das Berliner Kollektiv matthaei & konsorten, die das sogennnte Tansmedia-Game Schwellenland gerade im Rahmen der Wiener Festwochen das veranstalten.

Laut Homepage werde ich in den nächsten Tagen per SMS von Verabredungen erfahren und an Orte gelotst, zu denen ich bisher noch keinen Zugang hatte.

“Begleitet werden Sie von Coaches und Referees, welche die üblichen Nationalgrenzen längst hinter sich gelassen haben und in Wien als Flüchtlinge oder ohne Papiere leben. Diese Spezialisten helfen Ihnen, die Herausforderungen von SCHWELLENLAND zu meistern. Aber sie haben auch die Macht, Sie auszuweisen, wenn Sie zu viele Fehler machen…”

Ich werd mich also in Zeug legen. Laut Kulturjournal-Bericht auf OE1 bin ich eine von 250 Ausbürgerungswilligen. Ich halte euch auf dem Laufenden…

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“Welt der Habsburger” online

Mai 29th, 2010 stephan

Seit einigen Tagen ist die multimediale Ausstellung “Welt der Habsburger“ im Internet frei zugänglich. Neben Hunderten von Bildern, Texten und Storys bietet die Website mittels einer Zeitleiste, einer Landkarte und eines Stammbaums die Möglichkeit, in die Geschichte des Adelsgeschlechts einzutauchen.

Ich habe in den letzten 2 Jahren als inhaltlicher Mitarbeiter – “Autor und Kurator”, wie das in den Projekt-Facts so schön heißt – am Entstehen dieser virtuellen Ausstellung mitgewirkt. Daher lade ich alle LeserInnen herzlich ein, nach Lust und Laune die Website zu besuchen, in der man aufgrund der Fülle des Ausstellungsmaterials sicher viel Zeit verbringen kann.

Nachdem die Ausstellung nun öffentlich zugänglich ist, lebt sie natürlich vom Zuspruch der BesucherInnen; das Ausstellungsteam freut sich über Rückmeldungen jeder Art. Besonders MedienvertreterInnen, LehrerInnen und StudentInnen, aber auch alle anderen seien daher eingeladen, die Online-Ausstellung weiterzuempfehlen, über sie zu berichten oder sie im Schulunterricht einzusetzen.

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Regensburg, Maidult

Mai 28th, 2010 daniel

Videoüberwachung

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Claude-Nicolas Ledoux: Theater von Besançon

Mai 27th, 2010 daniel

Eine Radierung des französischen Architekten Claude-Nicolas Ledoux aus dem Jahr 1804. Im Spiegelbild des Auges zeigt sich der Innenraum des von ihm entworfenen Theaters in Besançon.

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Analoge Passfotoautomaten

Mai 26th, 2010 daniel

Bei dem FM4-Bericht “Einen Streifen Unikat zum Mitnehmen bitte” über analoge Passbildautomaten werden wir erwähnt, zitiert und verlinkt.

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London 2012: Wenlock und Mandeville

Mai 20th, 2010 daniel

Die offiziellen Maskottchen der olympischen Spiele in London 2012 künstlerisch umgesetzt für den Überwachungskontext:

via dnlplus (Twitter)

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Menschliche Überwachungskameras? Oder doch nur: aufmerksame Menschen?

Mai 14th, 2010 christoph

Am New Yorker Times Square ist am 1. Mai 2010 beinahe in einem Geländewagen eine Autobombe explodiert. Die Katastrophe konnte durch die wachsamen Augen von zwei Menschen (!) verhindert werden. Die ARD-Korrespondentinnen Anja Bröker und Lena Bodewein sprachen am Times Square mit dem T-Shirt Verkäufer Duane Jackson, der Alarm geschlagen hatte. Die Polizei setzt indes auf mehr Überwachungskameras, wie die beiden Journalistinnen in ihrem Videoblog berichten.

Im Beitrag ist von dem sog. ‘Ring of Steel’ die Rede, eine andere Bezeichnung für die ‘Lower Manhattan Security Initiative’, die sich London’s ‘Ring of Steel’, ein umfassendes Netzwerk aus Überwachungskameras und Straßensperren zur Erkennung und Verhinderung von terroristischen Akten zum Vorbild nimmt. New York’s Bürgermeister Bloomberg erkundete soeben das Londoner Vorbild. Die Pläne für den New Yorker ‘Ring of Steel’ gibt es schon seit mindestens 2007, damals wurden die Kosten auf $ 90 Mio. geschätzt. Letzte Woche war bereits die 2,2-fache Summe von $ 200.7 Mio. zu lesen.

Noch einmal zurück zum Videoblog: Ein Bombenattentat konnte durch einen aufmerksamen Menschen verhindert werden und um noch mehr Sicherheit zu schaffen sollen weitere Kameras installiert und deren Vernetzung  vorangetrieben werden. Was stimmt an diesem Satz nicht? 1. Es waren nicht die Kameras, die das Attentat verhindert haben, es war einfach ein aufmerksamer Mensch. Diese Tatsache als Begründung für noch mehr Überwachungskameras zu nehmen ist absolut irreführend und führt 2. zu der Annahme, dass ein Zusammenhang von (mehr) Sicherheit und Kameras besteht, welcher unhinterfragt stehen gelassen wird. Es bedarf scheinbar keiner Begründung, wieso mehr Kameras für mehr Sicherheit sorgen.

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U-Bahn-Technikgläubigkeit

Mai 12th, 2010 stephan

Ein schönes Zitat zum Thema Technikgläubigkeit – Stichwort “Ökonomie des Versprechens”, die wir bei der Entwicklung und Implementierung von Identifizierungstechniken untersuchen – findet sich in einem Kommentar von Tobias Müller im Standard vom 11. 5. 2010 unter dem Titel “Der menschliche Faktor“. Hintergrund ist ein U-Bahn-Unfall, bei dem ein Kind verletzt wurde, es geht nun um die Schuldfrage – Mensch oder Technik:

Menschen machen einfach öfter Fehler als Maschinen. Auch die Wiener Linien sollten mehr auf Technik als auf die U-Bahn-Fahrer vertrauen.

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