Juli 4th, 2011 Daniel Meßner
Am 30. Juni fand die Konferenz “Why doing a good PhD is never a waste of time.” The Added Value of the Doctorate, veranstaltet vom DoktorandInnenzentrum der Uni Wien statt.
Ausgangspunkt für die Konferenz war der Economist-Artikel “The disposable academic. Why doing a PhD is often a waste of time”, bezug genommen wurde auch auf den Nature-Beitrag “Reform the PhD system or close it down” von Mark Taylor bzw. dessen Buch “Crisis on Campus: A Bold Plan for Reforming Our Colleges and Universities”.
Dann sei natürlich noch auf den STANDARD-Artikel von Klaus Taschwer, der als Diskussionsleiter an der Veranstaltung teilnahm, hingewiesen.
Für alle, die im Vortragssaal keinen Platz fanden, wurde in den Nebenraum gestreamt.

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März 22nd, 2011 Stephan Gruber
Wie ich soeben dem Adresscomptoir entnehme, plant das sogenannte Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung den nächsten Anschlag: Nach der angekündigten Eliminierung der Finanzierung von freier Wissenschaft und Forschung in Österreich (Protestplattform hier) ist es nun der ministerielle Wille, sämtliche Förderungen von Symposien und wissenschaftlichen Publikationen zu streichen. Heinz Dieter Pohl (Klagenfurt), dem dieses Vorhaben auf Nachfrage vom Ministerium bestätigt wurde, hat nun dankenswerterweise einen Protestbrief gegen diese Maßnahme verfasst, den man auf seiner Website unterschreiben kann.
[Nachtrag: Treffender Kommentar zu den neuesten Vorgängen in "Schildbürgistan" von einem neutralen Beobachter, Peter Haber (hist.net): "Österreich schafft sich ab!"]
Protestbrief im Wortlaut:
An das
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
Teinfaltstraße 8
1014 Wien
Betr.: Streichung der Förderungen von Symposien und Druckkosten
Sehr geehrte Damen und Herren!
Wir protestieren mit diesem Schreiben gegen das Einstellen der Förderung von Einzelpublikationen, Reihen, Zeitschriften und wissenschaftlichen Symposien, was nach Auskunft aus Ihrem Ministerium zwar erst mit 1. Jänner 2012 in Kraft treten soll, de facto aber bereits jetzt eingetreten ist.
Begründet wird dieses Einstellen mit Maßnahmen, die zur Budget-Konsolidierung notwendig wären. Wir geben jedoch zu bedenken, dass dieses Einstellen den Tod vieler wissenschaftlicher Publikationen und Veranstaltungen bedeuten würde. Diese Arbeiten machen die Forschung Österreichs der Öffentlichkeit zugänglich und befördern den internationalen wissenschaftlichen Austausch. Deren Auslöschung würde zu einer Austrocknung des intellektuellen Lebens Österreichs und zu einer Vernichtung des Wissenschaftsstandortes Österreichs im internationalen Zusammenhang führen.
Was also eine Ersparnis zu sein scheint, ist in Wirklichkeit ein ökonomischer und geistiger Kahlschlag in der österreichischen Wissenschaft.
Wir fordern daher das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung dringend auf, das Einstellen der Förderung von Einzelpublikationen, Reihen, Zeitschriften und Symposien rückgängig zu machen, damit die österreichische Wissenschaft weiterhin international präsent bleibt!
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November 7th, 2010 Daniel Meßner
Auch von unserer Seite sei auf die Unterschriftenliste gegen die Budgetkürzungen extra-universitärer Forschungsinstitute hingewiesen.
Der in der Loipersdorfer Regierungsklausur beschlossene Budgetentwurf eliminiert vollständig die Finanzierung der freien Wissenschaft und Forschung in Österreich. Alle Institute und Einrichtungen, die nicht im Eigentum von Bund oder Ländern stehen, werden ab 2011/12 budgetär auf NULL gesetzt! Hier geht es nicht um einen anteiligen Beitrag zum Sparen, sondern um eine Auslöschung von geistigem Kapital Österreichs und einer intellektuellen Infrastruktur, die über mehrere Jahrzehnte aufgebaut wurde.
Betroffen sind unter anderem das IFK und auch das IWM. Wer seinen Protest kundtun möchte, kann sich hier in die Unterschriftenliste eintragen.
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November 2nd, 2009 Stephan Gruber
Erklärung der Lehrendenversammlung österreichischer Universitäten vom 29. 10. 2009:
Wir erklären unsere volle Solidarität mit den derzeitig stattfindenden Protesten an verschiedenen österreichischen Bildungsinstitutionen. Wir rufen dazu auf, die Proteste aktiv zu unterstützen und auszuweiten.
Dank des Engagements der Studierenden ist der dringende Bedarf an einer bildungs- und gesellschaftspolitischen Debatte sichtbar geworden.
Die Solidarität von Lehrendenseite war vom ersten Moment an vorhanden, bislang aber eher vereinzelt und zumeist informell. Die letzten Jahre waren geprägt von einem rasanten Abbau universitärer Demokratie, einer sich verschärfenden Ausrichtung von Bildungspolitik an Marktlogiken bei gleichzeitig struktureller Verknappung der Ressourcen an Universitäten.
Lehrende und Forschende sind mit dem Zwang konfrontiert, unaufhörlich Forschungsanträge für Drittmittellukrierung zu formulieren sowie eine immer weiter ausufernde Bürokratisierung zu bedienen und werden durch intransparente Evaluierungsverfahren in der beruflichen Existenz bedroht. Die systematische Prekarisierung von Lehrenden, Forschenden und Studierenden hat Vereinzelung, Verunsicherung, Demotivierung und Konkurrenzdenken zur Folge.
Nicht zuletzt in Folge der Groß-Demonstration am 28. 10. 2009 erklären wir:
1. Wir Lehrende solidarisieren uns mit der Protestbewegung.
2. Wie fordern eine Demokratisierung der Universitäten, freien Zugang zu allen Bildungseinrichtungen und deren ausreichende finanzielle Ausstattung.
3. Wir fordern alle studierenden, forschenden und lehrenden KollegInnen aller Bildungseinrichtungen auf, der gegenwärtigen Situation Rechnung zu tragen und Lehrveranstaltungen für bildungs- und gesellschaftspolitische Fragen und Forderungen der Protestbewegung zu nutzen.
4. Wir fordern alle studierenden, forschenden und lehrenden KollegInnen aller Universitäten
dazu auf, die Einrichtung kollektiver Orte für die Debatte um die Gegenwart und Zukunft von
Bildung und Gesellschaft zu unterstützen und sich daran zu beteiligen.
Diese Erklärung wurde von etwa 150 Lehrenden und Forschenden der Akademie der bildenden Künste, der Uni Wien, der TU Wien und der BOKU Wien einstimmig angenommen.
Heute, Montag, 2. 11., 18 Uhr findet dazu das 3. Treffen für solidarische Lehrende und Forschende statt, und zwar im Großen Hörsaal 1 der Fakultät für Chemie, Währingerstraße 38-42.
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Oktober 28th, 2009 Daniel Meßner

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Januar 19th, 2009 Stephan Gruber
Von der österreichischen Universitätenkonferenz kam vor wenigen Tagen dieser Hilferuf:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen!
Keine zwei Monate nach Amtsantritt der neuen Regierung scheinen sich die Befürchtungen der Österreichischen Universitätenkonferenz drastisch zu bestätigen. Deshalb möchten wir uns heute an Sie wenden: Es besteht die Gefahr, dass die “Koalition neu” die aktuelle Finanzkrise als Vorwand nimmt, um sich vor einer hinreichenden Budgetierung der Universitäten zu drücken, obwohl gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten von Investitionen in Bildung und Forschung entscheidende Impulse ausgehen.
Sämtliche Versprechungen und Ankündigungen vor der Nationalratswahl betreffend einen Ausbau der Universitäten und die Beseitigung der massiven Unterfinanzierung der Hochschulen werden damit als leere Worthülsen entlarvt. Zwar findet sich im Koalitionspakt noch ein grundsätzliches Bekenntnis zum Budgetpfad, 2 Prozent des BIP für den tertiären Sektor aufzuwenden, ein Zeithorizont wird allerdings im Unterschied zu den Zusagen vor der Wahl nicht mehr genannt.
Die Universitäten brauchen zur Erfüllung ihrer wesentlichen Zukunftsaufgaben gerade jetzt ein adäquates Budgetwachstum, das über eine bloße Teuerungsabgeltung hinausgeht.
Die Universitätenkonferenz (uniko) erachtet es als ihre Pflicht, alle nahezu 300.000 Universitätsangehörigen, insbesondere die Studierenden, darauf hinzuweisen, dass real schrumpfende Budgets unweigerlich zu einer Verminderung des Leistungsangebots der Universitäten bzw. zum Abbau von Personal führen müssten. Wir brauchen aber das Gegenteil: Einen Ausbau der Universitäten sowohl hinsichtlich ihrer Lehrkapazitäten als auch hinsichtlich ihrer Möglichkeiten zur Forschung und zur Entwicklung der Künste.
Die uniko hat in den letzten Wochen und Monaten in den Medien mehrfach auf diese drohende Entwicklung hingewiesen und wird die Öffentlichkeit über diese, einer gedeihlichen Entwicklung der Universitäten zuwider laufende Haltung der Bundesregierung vorbehaltlos informieren. Wir fürchten aber, dass diese Information allein nicht ausreicht. Wir bitten Sie daher um Ihre aktive Unterstützung: Sprechen Sie auch selbst mit Politikern/innen, Entscheidungsträgern/innen und Journalisten/innen und zeigen Sie, dass die Finanzierung von Forschung und Lehre ein Anliegen aller Universitätsangehörigen ist, das überdies im Interesse der gesamten Volkswirtschaft, gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, liegt.
Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen
Peter Skalicky
Rektor TU Wien
Das Präsidium der Universitätenkonferenz:
Univ.Prof. Dr. Christoph Badelt
Dr. Gerald Bast
Dr. Ingela Bruner
Univ.Prof. Dr. Alfred Gutschelhofer
Univ.Prof. Dr. Heinrich Mayr
Univ.Prof. Dr. Heinrich Schmidinger
Univ.Prof. Dr. Wolfgang Schütz
Univ.Prof. Dr. Hans Sünkel
Univ.Prof. Dr. Georg Winckler
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Dezember 3rd, 2008 Stephan Gruber
Nach unserer Projektantrags-Einreichung haben wir nun von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften die erfreuliche Nachricht erhalten, die erste Hürde übersprungen zu haben: Das “Vergabekomitee für DOC-team” hat beschlossen, unseren “Stipendienantrag extern begutachten zu lassen” und uns im Februar 2009 zu einem Hearing einzuladen.
Das gespannte Warten kann also weitergehen …
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Oktober 31st, 2008 Stephan Gruber
… im doppelten Sinn. In den letzten Wochen haben wir unsere ganze Anstrengung darin gesetzt, unseren Antrag für das Förderungsprogramm DOC-team zu verfassen. Gestern haben wir den Antrag nun (endlich) eingereicht. Die Zeit des (an)gespannten Wartens auf einen Bescheid kann also beginnen. Auf diesen ersten Schritt haben wir angestoßen:

(Foto: Stephan Gruber)
Einige Anmerkungen zum Identifizierungsvorgang bei dieser Einreichung: Im Zuge der Antragstellung mussten wir einen “Online-Erfassungsbogen”(!) ausfüllen, auf dem wir unter anderem eine Klassifizierung unseres Projektes und unserer institutionellen Zugehörigkeiten zu treffen hatten. Die Einordnung in einen Fachbereich mittels Kennzahl erfolgt auf Basis der Klassifikationsdatenbank der Wissenschaftszweige, die von der Statistik Austria erstellt wird. Nach Übertragung unserer Daten sind diese nun in einer Datenbank der Stipendienabteilung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gespeichert.
Unser nächster Wegpunkt in diesem Antragsverfahren: Die erste Hürde ist Ende November; hier erfahren wir, ob unser Projekt in Begutachtung geht.
Stay tuned …
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Oktober 26th, 2008 Daniel Meßner
Die Protestaktionen und Demonstrationen in Italien werden von heimischen Medien nicht besonders thematisiert. Während es am Samstag zur ersten Großdemonstration in Rom kam, scheint fast unterzugehen, dass Studierende bereits seit Wochen gegen die geplante Bildungsreform protestieren und Universitäten und Schulen besetzen.
Berlusconi hat diese Woche angekündigt auch mit Polizeigewalt gegen rebelliernde Studierende vorzugehen und die Zeichen stehen nicht gerade auf Dialog. Die Bildungsreform würde massive Einschnitte bedeuten: Vorgesehen sind Kürzungen im öffentlichen Bildungssektor in einem Umfang von acht Milliarden Euro pro Jahr.
Ein Hauch von 1968 weht durch Italien … und irgendwie scheint das den meisten hier egal zu sein.
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