Dezember 5th, 2012 Daniel Meßner
Ich habe letzte Woche in Frankfurt beim “Workshop Control. Selbstkontrolle in einer überwachten Welt vorgetragen”. Was mir hier vor allem deutlich geworden ist: Technikzentrierte Ansätze brauchen ein Gegengewicht in Form kritischer Sozial- und Kulturwissenschaften. In meinem Vortrag “Die Erfindung biometrischer Identifizierungstechniken – Anwendungspraktiken zur Wiedererkennung von Personen” habe ich versucht herauszuarbeiten, wie biometrische Merkmale das Identifizieren von Personen verändert haben. Die grundlegende Idee bei biometrischer Identifizierung ist, dass körperliche Merkmale als Index für ein Archivsystem verwendet werden, um so über das körperliche Merkmal eine Person wiederzuerkennen und zwar auf objektivierbare Weise. Mit diesem Fokus untersuche ich die Einführung und Implementierung der Anthropometrie und Daktyloskopie Ende des 19. Jahrhunderts.
Nach mir hielt Alexander Nouak vom Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung in Darmstadt einen Vortrag mit dem Titel „Führen biometrische Verfahren zwangsläufig zur totalen Kontrolle?“ Ob die Frage beantwortet wurde im Laufe der Präsentation, kann ich nur schwer sagen, letztlich war die Botschaft der Präsentation, dass ein vollautomatisiertes Verfahren zur Wiedererkennung durch den Einsatz von Biometrie möglich ist. Interessant war aber der Einstieg, den Alexander Nouak für seinen Vortrag gewählt hat. Er wollte nämlich zeigen, dass das Argument meines Vortrags historisch falsch ist. Und wenn nicht falsch, dann zeige sich da zumindest eine spezielle “Wiener Sicht der Dinge“. Denn von einer Erfindung der Biometrie um 1900 könne nicht die Rede sein, schließlich seien biometrische Merkmale schon seit Jahrtausenden im Einsatz. Aber die Wiener hätten nunmal manchmal eine eigene Perspektive und er könne das sagen, denn er sei schließlich Wiener.
Der Einstieg war nicht nur unnötig, sondern auch Unsinn. Denn mein Argument ist ja nicht, dass um 1900 körperliche Merkmale zur Wiedererkennung erfunden wurden, sondern, dass biometrische Identifizierungstechniken wie die Anthropometrie und die Daktyloskopie erfunden wurden. Auch wenn auf einer antiken Steintafel ein Fingerabdruck entdeckt wurde, heißt das nicht, dass es das Fingerabdruckverfahren schon seit der Antike gibt. Ein entscheidender Unterschied. Das Verfahren beruht darauf, dass der Fingerabdruck nach einem bestimmten Muster klassifiziert wird und in ein Register abgelegt wird und aus diesem anschließend herausgesucht und mit einem anderen Abdruck verglichen werden kann. Auf diesem Prinzip beruhen ja auch die von Nouak vorgestellten biometrischen Identifizierungssysteme. Diese Klassifizierungssysteme gab es vorher schlichtweg nicht.
Während ich mich noch geärgert habe, ist mir eingefallen, woher ich diese Argumentation kenne – aus meinen Quellen. Robert Heindl, der Anfang der 1920er Jahre eine große Monographie über die Daktyloskopie schrieb, mit dem Titel “System und Praxis der Daktyloskopie“, verwendete die ersten 50 Seiten damit, die Geschichte des Fingerabdruckverfahrens derart darzulegen, dass er in so ziemlich allen Kulturen und Zeiten Hinweise auf die Verwendung von Fingerabdrücken fand. Als der Direktor des Wiener Erkennungsdienstes, Franz Eichberg, in den 1920er Jahren in einem Gerichtsverfahren mit dem Vorwurf konfrontiert wurde, dass ja gar nicht bewiesen werden könne, ob sich der Fingerabdruck im Laufe eines Lebens verändere, schließlich sei das Verfahren gerade einmal 20 Jahre in Verwendung, somit könne es dazu noch gar keine Studie geben, konterte er den Angriff mit den Worten:
„Ich hatte den billigen Erfolg, nachweisen zu können, daß die Daktylsokopie eine sehr alte Wissenschaft ist, die allerdings erst seit einigen Jahrzehnten in die moderne Kriminalistik Eingang gefunden hat.“ (1)
Genau diesen billigen Erfolg dachte wohl auch Nouak einfahren zu können. Das Stilmittel, das sowohl Nouak, Heindl und Eichberg anwenden, würde ich beschreiben mit: Legitimation des eigenen Verfahrens mit einem historischen Argument durch den Vergleich von Äpfeln mit Birnen. Beschrieben hat dieses Argumentsprinzip auch schon Ludwig Fleck 1935 bei seiner Untersuchung zur Entstehung wissenschaftlicher Tatsachen, wo er das Konzept von Urideen (Präideen) entwarf:
Viele wissenschaftliche, bestbewährte Tatsachen verbinden sich durch unleugbare Entwicklungszusammenhänge mit vorwissenschaftlichen, mehr oder weniger unklaren verwandten Urideen (Präideen), ohne daß inhaltlich dieser Zusammenhang legitimiert werden könnte. (2)

Beispiel aus Robert Heindls “System und Praxis der Daktyloskopie”. Es zeigt die seiner Meinung nach “früheste Kunde von der Daktyloskopie”.
Das wollte ich eigentlich bei der anschließenden Diskussion sagen, was ich dann nicht getan habe, weil ich bei der Diskussion den Fokus auf ein anderes Thema richten wollte, was mir zu dem Zeitpunkt wichtiger schien: Denn Nouak hatte deutlich gemacht, dass es sich bei dem von ihm präsentierten System um ein vollautomatisiertes, sicheres System zur Identifizierung von Personen durch Biometrie handelt. Ich habe dann nach der Rolle von Menschen in diesem System nachgefragt und die Antwort bekommen, dass dieses System keine Menschen brauche, weil es – so Nouak – ja schließlich vollautomatisiert arbeiten würde. Was ich verneint habe mit der Ergänzung, dass ein biometrischer Vergleich mit Wahrscheinlichkeiten operiert, was Nouak vorher auch dargestellt hatte mit der Erklärung von FRR und FAR, und dass mit so einem System erstens Menschen operieren und es zweitens von Menschen programmiert wurde. Nouak wollte darauf aber nicht eingehen. Stattdessen kam immer wieder der Verweis darauf, dass die Technik neutral sei – ja, ich kann mich da an ein Brotmesser-Beispiel erinnern, mit dem jemand erstochen werden kann oder eben Brot geschnitten werden kann – und biometrische Systeme bald flächendeckend in Verwendung sein werden, weil es letztlich alle haben wollen: Die Alten, weil es so bequem ist, und die Jungen, weil sowieso.
Diesen Positionen muss aus meiner Sicht deutlich widersprochen werden. Nicht aus Technikfeindlichkeit! Sondern, weil in dieser naiven Technikgläubigkeit Visionen verkauft werden und nicht reflektiert wird, dass Technik und Gesellschaft nicht getrennt voneinander funktionieren. Technik ist stabilisierte Gesellschaft (3), wie es bei Latour heißt:
„Niemand hat je reine Techniken gesehen – und niemand je reine Menschen.“ (4)
Wenn das die Wiener Sicht der Dinge ist, darauf unermüdlich hinzuweisen, dann soll das so sein.
(1) Eichberg, Franz (1922): Meine Erfahrungen als Gerichtssachverständiger für Daktyloskopie. In: Öffentliche Sicherheit. Polizei-Rundschau. 2 (19-20), S. 3–5.
(2) Fleck, Ludwig ([1935] 1981): Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv. Frankfurt am Main: Suhrkamp, S. 35.
(3) Latour, Bruno (2006a): Technik ist stabilisierte Gesellschaft, in: Andréa Belliger/David J. Krieger (Hg.): ANThology. Ein einführendes Handbuch zur Akteur-Netzwerk-Theorie, Bielefeld, S. 369-397, hier: S. 369.
(4) Latour, Bruno (1996): Der Berliner Schlüssel. Erkundungen eines Liebhabers der Wissenschaften, Berlin. S. 21.
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November 6th, 2012 Daniel Meßner
Am 29.11.2012 veranstaltet das Museum für Kommunikation in Frankfurt einen Workshop mit dem Titel: Control. Selbstbestimmung in einer überwachten Welt?
Überwachung im öffentlichen Raum und Sammeln von persönlichen Daten im Internet sind Themen der öffentlichen Diskussion. Nach ihrer Rechtmäßigkeit und ihrem Einfluss auf das individuelle Leben kann aber nur fragen, wer das Phänomen in einem breiteren kulturellen und historischen Rahmen bewertet: Informationen über Menschen zu sammeln, um sie dadurch in eine bestimmte Norm zu zwängen, ist eine essentielle Ordnungstechnik moderner Gesellschaften. Andererseits begründet die so verstandene Kontrolle eine Macht, die nur allzu leicht zum Missbrauch verleitet.
Das Museum für Kommunikation Frankfurt veranstaltet einen Workshop, auf dem Fachleute unterschiedlicher Disziplinen ihre Ansätze zur Diskussion stellen. Ziel ist es, als gemeinsamen Nenner das überwachte Individuum in den Blick zu nehmen. Es erscheint dabei nicht nur als Objekt der Kontrolle, sondern als aktives Element in einem komplexen System. Denn es übt soziale Kontrolle aus und nutzt zudem Techniken, die es selbst sichtbar machen, sei es weil sie Handlungsspielräume erweitern oder weil sie Aufmerksamkeit generieren.
Die Veranstaltung ist öffentlich zugänglich, um Anmeldung wird gebeten. Ich werde am Vormittag einen kurzen Vortrag über die Einführung biometrischer Identifizierungstechniken halten. Programm.
Update 3.12.: Präsentation meines Vortrages: Die Erfindung biometrischer Identifizierungstechniken – Anwendungspraktiken zur Wiedererkennung von Personen
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Oktober 4th, 2012 Daniel Meßner
A9.10.2012 startet die Lehrveranstaltung Close Reading als Methode der Cultural Studies, die ich gemeinsam mit Peter Becker halten werde.
Termin: DI 11.30-13.00
Ort: Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Anmeldung per E-Mail: email hidden; JavaScript is required
Die Veranstaltung kann im Rahmen des Erweiterungscurriculums besucht, oder als Freies Wahlfach belegt werden. Wir haben vor, einige Klassiker der Cultural Studies zu lesen – wie z.B. Lawrence Grossberg – und wollen sie mit prägenden Theorietexten diskutieren – darunter Texte zur Governmentality oder Akteur-Netzwerk-Theorie. Darüberhinaus wird es zwei Praxisworkshops geben, mit der Idee, die Theorien in einer Forschungspraxis anzuwenden.
Ein paar Plätze sind noch frei …
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Oktober 2nd, 2012 Christoph Musik
Am Donnerstag den 04. Oktober 2012 werden wir am Tag des SOWI-Doktorats teilnehmen und ein Poster präsentieren. Der „Tag des SOWI-Doktorats“, bei welchem die Forschung von rund 30 sozialwissenschaftlichen NachwuchswissenschafterInnen präsentiert wird, veranstaltet das Graduiertenzentrum der Fakultät für Sozialwissenschaften in Zusammenarbeit mit dem DoktorandInnenzentrum der Universität Wien. Darüber hinaus werden im Rahmen von Panels mit ExpertInnen die Themen “Karriereperspektiven in den Sozialwissenschaften” sowie “Wissenschaftskommunikation in Theorie und Praxis” (u.a. mit Armin Wolf und Klaus Taschwer) diskutiert. Die Veranstaltung findet in der Aula am Universitätscampus statt und beginnt um 14 Uhr.
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September 14th, 2012 Christoph Musik
In diesem Wintersemester 2012/2013 werde ich am Institut für Wissenschaftsforschung der Universität Wien im Rahmen eines Erweiterungscurriculums den Universitätskurs (UK) Technologie und Gesellschaft lehren. Das Erweiterungscurriculum kann voraussetzungsfrei besucht werden.
Termin: montags 09.30-11.30 Uhr, ab 08.10.2012
Ort: Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Anmeldung zur LV über UNIVIS von 10. September 2012, 08:00 Uhr bis 25. September 2012, 23:59 Uhr
Inhalte: Technologische Entwicklungen und Innovationen prägen Gesellschaften und gesellschaftliche Ordnungen. Technologien wie das Internet, Smartphones oder Tablet-PCs werden zu einem integralen Bestandteil unseres alltäglichen Lebens. Sie gestalten und leiten gesellschaftliches Handeln und sind aus vielen Arbeitsbereichen nicht mehr wegzudenken.
Aber wie und warum entstehen neue Technologien eigentlich? Die Wissenschafts- und Technikforschung hat gezeigt, dass Technologien nicht von außen deterministisch auf unsere Gesellschaft einwirken, sondern vielmehr innerhalb von gesellschaftlichen Prozessen entstehen. Damit sind Technologien bzw. Artefakte wie Brücken, Sicherheitsgurte, Software, automatische Gesichtserkennung oder Google untrennbar verbunden mit sozialen und politischen Werten, Normen und Moralvorstellungen, die in sie ‘eingeschrieben’ und damit (auf Dauer) stabilisiert werden.
Der Universitätskurs setzt sich grundlegend mit dem Verhältnis und den Schnittstellen von Technologie und Gesellschaft auseinander. Die Studierenden lernen auf Basis gemeinsamer Lektüre die Perspektiven zentraler AutorInnen (Bijker, Winner, Latour etc.) aus dem Feld der Wissenschafts- und Technikforschung kennen und wenden die erworbenen Erkenntnisse auf konkrete Beispiele, insbesondere aus den Informations- und Kommunikationstechnologien (z.B. Suchmaschinen, Gesichtserkennung) an.
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Januar 11th, 2012 Stephan Gruber
Am Donnerstag, 26. Jänner 2012, findet in der Akademie der Wissenschaften die 5. DOC-team-Graduiertenkonferenz statt, bei der DOC-team-StipendiatInnen – unter anderen auch wir – erste Ergebnisse ihrer Forschungstätigkeit präsentieren. Ort: Clubraum der ÖAW, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien.
Programm (hier gibt’s auch ein PDF):
9:30 Uhr Eröffnung
9:45 Uhr
Silvia Dallinger, Judith Pfeifer, Johanna Witzeling
‘Die Türken vor (und in) Wien’ – Zur Vermittlung und Vergegenwärtigung von Geschichtsbildern über ‘die osmanische Bedrohung’ in Österreich
10:30 Uhr
Helene Dearing, Louise Kubelka, Julia Rudolph
Women at work – economic, legal and philosophical dimensions of parental leave
11:15 Pause
11:30 Uhr
Sema Colpan, Lydia Nsiah, Joachim Schätz
‘Sponsored Films’ und die Kultur der Modernisierung. Schnittstellen zwischen Ökonomie und Ästhetik im österreichischen Werbe- und Industriefilm
12:15 Uhr
Christoph Musik, Daniel Messner, Stephan Gruber
Verdaten. Klassifizieren. Archivieren. Identifizierungstechniken zwischen Praxis und Vision
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September 28th, 2011 Daniel Meßner
Von 15. bis 16. Oktober findet im sektor5 das erste Podcast BarCamp in Österreich statt.
Ein BarCamp ist eine Ad-hoc-Nicht-Konferenz, bei der die Talks und Präsentationen jeweils am Vormittag vereinbart werden. Ziel des Podcast BarCamps ist es, alle PodcasterInnen, angehende PodcasterInnen, PodcasthörerInnen und alle Interessierten zusammenzubringen und über alle Themen zu diskutieren, die wichtig sind, um einen Podcast zu produzieren und zu hören.
Twitter: @Podcastcamp | Hashtag: #pccvie
Anmeldung: http://www.barcamp.at/Podcast_BarCamp#Anmeldung

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September 26th, 2011 Daniel Meßner
3. Internationale Tagung zur Historischen Diskursanalyse Wien
Wann: 29. September bis 1. Oktober 2011
Wo: Universität Wien, Seminarraum 1 des Instituts für Kunstgeschichte (Universitätscampus Hof 9, Spitalgasse 2)
Aus der Ankündigung:
Texte und Bilder verweisen in historischen Quellen vielfach aufeinander. Dennoch hat die historische Diskursforschung diese Zusammenhänge bislang zu wenig berücksichtigt.
Warum werden Bilder zu bestimmten Zeitpunkten in Diskurse integriert und zu anderen wieder ausgegliedert? Wie wird die Bild-Text-Synthese im Diskurs erzeugt und worin besteht ihr Mehrwert? Werden durch Bilder innovative Prozesse in Gang gesetzt? Können Bilder Schnittstellen zwischen diskursiven und sozialen Praktiken herstellen?

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August 20th, 2011 Stephan Gruber
Internationaler Workshop DOC-team
Verdaten. Klassifizieren. Archivieren. Identifizierungstechniken zwischen Praxis und Vision
16. September 2011, Institut für die Wissenschaften vom Menschen (Spittelauer Lände 3, Wien, http://www.iwm.at)
Programm als PDF

Gefördert durch die Kulturabteilung der Stadt Wien.
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August 16th, 2011 Stephan Gruber

Cultures of Surveillance – An Interdisciplinary Conference
UCL (University College London)
29. September – 1. Oktober 2011
Angekündigt haben sich auch einige IdentiNet-Bekannte, unter anderen Jane Caplan, Edward Higgs, Simon Cole, David Lyon und Anton Tantner. Fixes Programm gibt’s zwar noch nicht, aber zumindest mal eine Liste der geplanten Beiträge.
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August 5th, 2011 Daniel Meßner

Kommendes Jahr (7. bis 9. Juni) findet wieder ein Kulturgeschichtetag statt. Nachdem die Konferenzen 2007 und 2009 in Linz stattfanden, gibt es für die kommende Veranstaltung einen Ortswechsel nach Innsbruck.
Aktuell läuft – noch bis 15. November 2011 – der Call for Papers.
Weitere Infos gibt es unter kulturgeschichtetag.net
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Juni 21st, 2011 Stephan Gruber
Fußballklubs im Nationalsozialismus : »Ostmark«, »Altreich« und »Protektorat Böhmen und Mähren« im Vergleich
Mittwoch, 22. Juni 2011, 10.00 – 21.00 Uhr
Gerhard-Hanappi-Stadion (Aula)
Keißlergasse 6
1140 Wien
Die Tagung »Fußball unterm Hakenkreuz. 70 Jahre ›Großdeutscher Meister‹ Sportklub Rapid« findet am 70. Jahrestag des Finales um die »Großdeutsche Meisterschaft« 1941 statt. Auf Basis der jüngst veröffentlichten Studie »Grün-Weiß unterm Hakenkreuz« und vergleichbarer Arbeiten zum FC Schalke 04 wird über die historische Einordnung des Finales diskutiert. Dabei soll geklärt werden, was aus Wiener und Gelsenkirchener Sicht heute von den Mythen rund um das Spiel übrig bleibt.
Ein zweites Ziel der Tagung ist es, die Geschichte des Sportklubs Rapid im Nationalsozialismus mit der anderer Fußballvereine in der »Ostmark« (ab 1939: »Alpen- und Donau-Reichsgaue«), dem »Altreich« und dem »Protektorat Böhmen und Mähren« zu vergleichen. Da der SK Rapid als bisher einziger österreichischer Bundesliga-Verein seine NS-Geschichte umfassend aufarbeiten ließ, bietet die Tagung die Möglichkeit, eine kritische Zwischenbilanz zum Forschungsstand bei anderen österreichischen Klubs zu ziehen und möglichen Bedarf an weiterer Forschung aufzuzeigen.
Gleichzeitig sollen mögliche Besonderheiten der Situation in Wien bzw. der »Ostmark« im Vergleich mit anderen Regionen des Deutschen Reichs sowie besetzten Gebieten herausgearbeitet werden.
Veranstalter:
Projektteam »Grün-Weiß unterm Hakenkreuz«
SK Rapid / Rapid museum
Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW)
Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien
Details zum Programm gibt’s im Folder (pdf).
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Februar 28th, 2011 Stephan Gruber
Nachdem wir schon einige Monate an unserem Forschungsprojekt gearbeitet haben, wurde uns vergangenen Freitag im Rahmen der Stipendienverleihung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften nun auch höchst offiziell unser Stipendium zuerkannt. Eine Liste aller im Jahr 2010 bewilligten StipendiatInnen ist übrigens hier abrufbar.
Um Einblicke in die Forschungsprojekte der StipendiatInnen – Doktorandinnen und Doktoranden der Stipendienprogramme DOC, DOC-fFORTE und DOC-team und die Post-docs der Programme APART und MAX KADE – zu geben, wurde gleichzeitig mit der Verleihung eine Posterausstellung installiert. Auch unser Poster ist dort in der Aula der ÖAW, Erdgeschoss, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien noch bis kommenden Donnerstag, 3. März 2011 (jeweils von 9 bis 17 Uhr öffentlich zugänglich) zu sehen.
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Januar 7th, 2011 Daniel Meßner
GESPRÄCHE ZU MEDIENGESCHICHTE UND HISTORIOGRAPHIE
EINE VERANSTALTUNGSREIHE DES FORSCHUNGSSCHWERPUNKTES HISTORISCH-KULTURWISSENSCHAFTLICHE E-FORSCHUNG UND -LEHRE
mit Dr. MARKUS KRAJEWSKI (Weimar)
ORT: MARIETTA-BLAU-SAAL, DR. KARL LUEGER RING 1
ZEITPUNKT: Freitag 21. JÄNNER 2011, 9:30-13:00
PROGRAMM:
Begrüßung durch den Dekan der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät: O. UNIV. PROF. DR. MICHAEL VIKTOR SCHWARZ
Einleitung durch den Sprecher des Forschungsschwerpunktes: O. UNIV. PROF. DR. WOLFGANG SCHMALE
Buchpräsentation: MARKUS KRAJEWSKI: DER DIENER. MEDIENGESCHICHTE EINER FIGUR ZWISCHEN KÖNIG UND KLIENT.
Kommentare und Fragen: WOLFGANG SCHMALE, ANTON TANTNER, NINA VERHEYEN, JOSEF KOESTLBAUER, DANIEL MESSNER, STEPHAN GRUBER, MARTIN GASTEINER
PAUSE
Grundgedanken und Impulsreferat: MARKUS KRAJEWSKI zu DIAGRAMMATIK IN QUELLEN UND NARRATIVA
Offene Diskussion geleitet von WOLFGANG SCHMALE
Infofolder zum Download
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September 24th, 2010 Daniel Meßner
Nachdem der Sammelband Ermitteln, Fahnden und Strafen. Kriminalitätshistorische Studien vom 16. bis zum 19. Jahrhundert, herausgegeben von Andrea Griesebner und Georg Tschannett, vor wenigen Monaten im Löcker Verlag erschienen ist, steht jetzt der Termin zur Buchpräsentation fest.
Zeit: Mittwoch, 20. Oktober 2010, 20 Uhr
Ort: Seminarraum 1, Institut für Geschichte
Geboten werden — neben den üblichen Danksagungen — auch Einblicke in die historisch-kulturwissenschaftlichen Arbeiten. Stephan Steiner liest Ausschnitte aus Quellen — z. B. Gerichtsprotokolle oder Selbstzeugnisse —, die von den AutorInnen kurz kommentiert werden.
Nähere Infos gibt´s auf der Einladung, die hier zum Download bereitsteht.
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