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Lancaster, UK

Juni 23rd, 2009 Stephan Gruber

dna-bus

Big Brother in the UK: Dieses Plakat ist in Bussen in Lancaster zu finden. Und damit nicht genug: An den Bahnhöfen werden die Namen von Schwarzfahrern veröffentlicht.

Danke für Bild und Hinweis an Anna M. M.!

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E-Learning: Eine Zwischenbilanz

Juni 18th, 2009 Daniel Meßner

Vor wenigen Tagen ist der Jubiläums-Sammelband der Reihe “Medien in der Wissenschaft” (herausgegeben von der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft) erschienen:

Dittler, Ullrich; Krameritsch, Jakob; Nistor, Nicolae, et al. (Hg.) (2009): E-Learning: Eine Zwischenbilanz. Kritischer Rückblick als Basis eines Aufbruchs. Münster, Westf: Waxmann.

Darin enthalten ist auch ein Aufsatz von mir über meine Erfahrungen mit E-Learning an der Uni Wien:

Messner, Daniel (2009): E-Learning – Vom Nutzen ohne direkten Nutzen: E-Medienkompetenz als Kulturtechnik. In: Dittler, Ullrich; Krameritsch, Jakob; Nistor, Nicolae; Schwarz, Christine; Thillosen, Anne (Hg.): E-Learning: Eine Zwischenbilanz. Kritischer Rückblick als Basis eines Aufbruchs. Münster, Westf: Waxmann, S. 233–243.

Den Sammelband gibt´s nicht nur zu kaufen, sondern er steht kostenlos im Volltext zum Download bereit.

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Nachträgliche Begleitforschung

Juni 17th, 2009 Daniel Meßner

Über ein interessantes Interview mit dem Wissenschaftsphilosophen Alfred Nordmann bin ich im Standard gestolpert: “Technik ohne Verlierer”. Nordmann betreibt Begleitforschung zum Thema “Nano”. Auf die Frage, warum das sinnvoll ist, antwortet er:

Der Nanokosmos ist ein Bild für ein schier grenzenloses, technisches Potenzial, für einen imaginierten Möglichkeitsraum, der vermeintlich allen offensteht. Die Nanowissenschaften werden zur Wunscherfüllungsmaschine. Dahinter steckt die Vorstellung, wenn wir alles richtig machen, kriegen wir eine Technik ohne Verlierer. Dabei wissen wir: Das kann eigentlich nicht stimmen.

Da ich den “imaginierten Möglichkeitsraum” bei der Technisierung der Polizeiarbeit um 1900 erarbeite, könnte ich mich also als nachträglichen Begleitforscher bezeichnen. Deutlich wurde beim Interview übrigens auch, mit welchen Verständnisschwierigkeiten sozial- und geisteswissenschaftliche Forschungen konfrontiert sind.

Nachdem Nordmann erklärt, dass es darum geht, die Wunscherfüllungsmaschine zu hinterfragen und sich an den Selbstverständigungsprozessen der Wissenschaft zu beteiligen, kommt die Frage:

Lenken Begleitforscher nicht von der eigentlichen Nanoforschung ab?

Gegenfrage: Was steckt da für ein Verständnis von Naturwissenschaft dahinter? Nordmann antwortet daher:

Diese Forschung braucht Öffentlichkeit und lebt davon, dass man sich ständig gegenseitig erklärt, woran man ist. [...] Keiner weiß, welchen Visionen man noch glauben darf.

So ist weiters der Titel “Technik ohne Verlierer” so vom Interviewten, meiner Ansicht nach, gar nicht intendiert. Suggeriert der Titel, dass Begleitforschung zu einer “Technik ohne Verlierer” führt, sagt Nordmann aber, dass genau die Vorstellung, die Technik könne zu einer “Technik ohne Verlierer” werden, kritikwürdig ist (siehe Zitat ganz oben).

Dass der Beitrag online fast nicht zu finden ist, weil er sehr weit unten verlinkt ist, obwohl er in der Printversion prominent im Schwerpunkt Nano-Technologie gedruckt wurde, passt irgendwie ganz gut ins Bild.

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Fingerabdrucksinn

Juni 17th, 2009 Daniel Meßner
Finger Print Reader

Finger Print Reader, Flickr: onkel_wart

Peter Warman und Roland Ennos von der Universität Manchester untersuchen Fingerabdrücke. Einige ihrer Forschungsergebnisse zur Frage “Wozu sind Fingerabdrücke gut?” veröffentlichten die Forscher im Journal of Experimental Biology (Bd. 212, S. 2016). Ausgegraben hab das natürlich nicht ich, sondern es war hier und da zu lesen.

Dass Fingerabdrücke dazu verwendet werden können, VerbrecherInnen zu jagen und Datenbanken aufzubauen, reicht also nicht. Es braucht schon was biologisch handfestes, ein natürlicher Existenz-Grund. Eine erhöhte Reibung durch die Rillen ist es offenbar nicht, wie Tests von Warman und Ennos gezeigt haben.

Die unebenen Fingerspitzen müssen also einen anderen Zweck erfüllen.

Werden Themen auf diese Weise aufbereitet, erinnern sie mich stellenweise an subtile Popularisierung von Intelligent Design.  Und das im Darwin-Jahr. Das Problem derartiger Interpretationsversuche ist der verkürzte Erklärungsansatz: “Es gibt Fingerabdrücke, weil … ”

Das klingt eben so, als hätte sich Gott/Natur/?? überlegt, Fingerabdrücke wären super, dann tun sich die Menschen leichter mit dem Angreifen von feuchten Gegenständen, weil das Wasser dann besser ablaufen kann. Ich gehe aber mal davon aus, dass das weder von den AutorInnen, noch von den Wissenschaftlern so gemeint ist.

Doch warum gibt es dann die Furchen überhaupt?

Die Formulierung “Warum und unter welchen Umständen könnten die Fingerabdrücke ein evolutionärer Vorteil (gewesen) sein?” würde auch nicht weh tun.

Aber wieso können wir immer von einem evolutionären Vorteil ausgehen, der in unseren Augen Sinn macht?

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Regensburg (D)

Juni 8th, 2009 Daniel Meßner

EU-Wahlplakat

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Messe Wien

Juni 7th, 2009 Stephan Gruber

messe

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Hofburg, Wien

Juni 6th, 2009 Stephan Gruber

hofburg

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“Tosca”, Bregenzer Festspiele 2007/08

Juni 4th, 2009 Stephan Gruber

tosca_pi

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WANTED: Wir suchen ein neues Teammitglied

Juni 3rd, 2009 Stephan Gruber

Unsere Kollegin Anna hat sich entschlossen, ab sofort nicht mehr aktiv an unserem Projekt teilzuhaben. Die Entscheidung ist ihr natürlich nicht leicht gefallen. Nichtsdestotrotz werden Daniel und ich weiterarbeiten: Vor allem wollen wir im Oktober 2009 neuerlich einen Antrag für das DOC-team-Stipendium der ÖAW stellen. Deshalb suchen wir nun eine/n Nachwuchswissenschaftler/in, der/die mit uns dieses Vorhaben umsetzen möchte. Bitte um Weiterleitung unserer Suchanzeige an mögliche Interessierte (PDF-Flyer).

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Flughafen Schwechat (NÖ)

Juni 3rd, 2009 Daniel Meßner

Flughafen Schwechat

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Vorschlag für eine Begriffsverbannung

Juni 1st, 2009 Daniel Meßner

Das Interview von Robert Misik in der Wochenendausgabe des Standard mit Charles Taylor hat wieder einmal gezeigt, dass es das Wort “Multikulturalismus” nicht braucht, zumindest dann nicht, wenn überhaupt nicht Multikulturalismus gemeint ist. Im Gegenteil: Den Leitkulturforderern und Einwanderungsgegnern legt man dadurch allzu leicht ein Argument zurecht. Schließlich spricht vor allem der rechte Flügel vom Multikulti-Scheitern. Misik bezeichnet Taylor in der ersten Frage als “Theoretiker des Multikulturalismus” und löst damit das gängige Missverständnis um den Begriff aus. Das zeigt sich dann in der späteren Frage Misiks:

Multikulturalismus – zu Multikulti verniedlicht – ist heute fast schon ein Unwort, verbunden mit Attributen wie <blauäugig> und <Gutmenschentum>. Ist Multikulturalismus tot?

Das “fast schon” ist meines Erachtens problemlos zu löschen und genau darin liegt das Missverständnis. Multikulti wurde zum Unwort, weil zwei verschiedene Integrationskonzepte damit verknüpft werden. Taylor gibt daher die Antwort:

Es hängt davon ab, was man unter Multikulturalismus versteht. Wenn man darunter versteht, dass alle in ihren Parallelgesellschaften tun sollen, was sie wollen, dann ist Multikulturalismus keine Antwort. Richtig verstandener Multikulturalismus setzt sich für mehr Integration ein, nicht für weniger. Multikulturalismus kann nicht bedeuten, dass wir bunt in unserer totalen Verschiedenheit nebeneinander her leben. … Für uns ist Multikulturalität eine Strategie der Integration.

Multikulturalismus steht für ein akzeptiertes nebeneinander von Parallelgesellschaften. Dahinter steht die Idee, dass Kultur etwas festes und definierbares ist. Was Taylor hier aber anspricht ist eher Transkulturalismus. Dahinter steht ein Konzept von Kultur, das Kultur als konstruiert und offen auffasst, dessen Enden ausgefranst sind, eben nicht klar definierbar, sondern durchlässig. In der Idee von Transkulturalismus kommt zum Ausdruck, dass sich durch die Migration BEIDE Kulturen verändern.

Multikulti konnte da leicht zum Schimpfwort werden, weil es ein schlechtes Konzept ist: Wenn MigrantInnen nach Österreich kommen, dann wird das nicht nur sie selbst verändern, sondern auch uns. Und genau das sollten diejenigen Einsehen, die Integration, Anpassung und Leitkultur fordern.

Bis dahin bin ich dafür den Begriff “Multikulturalismus” zu verbannen.

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Gasthaus, St. Leonhard am Hornerwald

Juni 1st, 2009 Stephan Gruber

signalement

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