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Gesichtserkennung erobert Überwachungskameras

Dezember 11th, 2009 Stephan Gruber

Eine steigende Zahl von Überwachungskameras wird still und heimlich mit Gesichtserkennungstechnologien ausgestattet. Im australischen Sydney etwa plant der Immobiliengigant Westfield ein Einkaufszentrum mit der entsprechenden Technologie auszustatten. Dabei sollen aufgenommene Gesichter mit einer Datenbank abgeglichen werden, um Kriminelle leichter identifizieren zu können. Derartige Technologien waren vorher bereits am Sydney Airport eingesetzt worden. [Weiterlesen]

Danke für den Hinweis an Christoph H.

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Fingerchirurgie

Dezember 9th, 2009 Anna Masoner

Wenn sich diese Meldung nicht als Ente entlarvt, wirds jetzt richtig gruselig: futurezone berichtet von einer Chinesin, die sich die Haut ihrer Fingerkuppen verpflanzen lies (Kostenpunkt angeblich 10.000 Euro), um mit einem gefälschten Pass  nach Japan einzureisen. Aufgeflogen ist sie, weil Beamten seltsame Narben an ihren Fingern aufgefallen waren.

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“Das Foto auf Ihrem Pass sieht Ihnen nicht ähnlich”

Dezember 7th, 2009 Stephan Gruber

Im Standard findet sich heute unter dieser Überschrift ein Artikel über den beschwerlichen Bürokratie-Weg aus der Türkei nach Österreich:

Türkische Unternehmer beschweren sich über die Visumspolitik mancher EU-Staaten – Österreich gilt als besonders bürokratieintensiv … [Weiterlesen]

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Vortrag: Von Mäusen und anderen Menschen, Peter Becker

Dezember 5th, 2009 Daniel Meßner

flickr.com_JoostJBIm Rahmen von Geschichte am Mittwoch hält Peter Becker, derzeit Gastprofessor für “Österreichische Geschichte mit Schwerpunkt im 19. und 20. Jahrhundert” am Institut für Geschichte an der Uni Wien, am 9.12.2009 um 18:00 Uhr im HS 45 einen Vortrag:

Von Mäusen und anderen Menschen. Neurowissenschaften und Kriminologie im Gespräch

Abstract: Seit den 1990er Jahren lässt sich ein nachhaltiges Vordringen von Neurowissenschaftern in gesellschaftspolitische Diskussionen verfolgen. Hirnforscher sind heute public intellectuals, die als Experten zu Fragen der Sicherheits- und Bildungspolitik gehört werden. Ich werde diesen Weg aus dem Labor in die politische Öffentlichkeit aus einer wissenssoziologischen Perspektive analysieren. Mich interessieren die Übersetzungsstrategien, die Erkenntnisse über aggressives Verhalten von genmanipulierten Mäusen für die Diskussion über menschliches Gewaltverhalten in einem gesellschaftlichen Kontext nutzbar machen.

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The Fingerprints of Fashion

Dezember 1st, 2009 Anna Masoner

vionnetIn den 1920 und 30 war sie stilprägend. Madame Vionnet, der großen Puristin und Innovatorin unter Frankreichs Kleidermachern ist derzeit eine  schöne Ausstellung im Pariser Musee des Arts decoratifs gewidmet. In der Schau erfährt man, dass Madame Vionnet nicht nur das Kleidermachen revolutionierte, weil sie anstatt wie bisher mit Schnittmustern zu arbeiten den Stoff direkt auf ihren Modellen drapierte. La Vionnet war auch eine der ersten Kämpferinnen gegen Produktfälscherei. In einem kurzen Filmauschnitt mit dem Titel “The Fingerprints of Fashion” aus dem Jahre 1922 sieht man wie Madeleine Vionnet assistiert von einem französischen Kriminologen auf einem Etikett ihrer Kleider ihren Fingerabdruck plaziert. Angeblich hat Frau Vionnet zurselben Zeit Prozesse gegen Fälscher sowie einen Verein gegen, heute würde man sagen, Produktpiraterie gegründet.

Frau Vionnet war eine ziemliche Copyright Fetischistin. So bekam jede ihrer Kreationen eine Nummer zugewiesen und wurde in ihren Atelier in Verbrechermanier fotografiert (von vorne, von hinten und von der Seite). Auf jedes Kleidungsstück lies sie darufhin ein Copyright eintragen. Die insgesamt 20.000 Fotos archivierte sie in mehreren Alben in ihrem Atelier.

Zweierlei ist an der Sache interessant: erstens ob Madeleine Vionnet tatsächlich an die Wirksamkeit ihres Fingerabdruckes glaubte. Also ob sie davon ausging, dass potentielle Käuferinnen oder auch die Polizei- keine Ahnung wie damals Vergehen gegen das Copyright geahndet wurden- wirklich den Fingerabdruck auf einem Etikett analysieren würde. Aber vermutlich war der Akt sowieso nur symbolisch gedacht.

Und zweitens: Die Produktfälscherei und ihre Ahndung historisch zurückzuverfolgen. Ich weiß, dass es in Paris ein Musée de la contrefacon gibt, aber mehr auch nicht.

Freu mich über Hinweise welcher Art auch immer.

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Datenvorratsspeicherung: Jetzt wird’s ernst

Dezember 1st, 2009 Daniel Meßner

Heute findet um 18.30 Uhr der 21. Roundtable des Wiener Zentrum für Rechtsinformatik statt. Das Thema lautet “Vorratsdatenspeicherung: Jetzt wird´s ernst”.
Informationen zur Veranstaltung gibt es hier. Das Podium ist prominent besetzt:

  • Mag. Dr. Doris Liebwald (WZRI)
  • Mag. Ing. Christof Tschohl (Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte)
  • Dr. Eva Souhrada-Kirchmayer (Datenschutzexpertin)
  • Mag. René Tritscher, LL.M. (Geschäftsführer UBIT, WKÖ, Wien)
  • Dr. Andreas Wildberger (Generalsekretär ISPA, Wien)
  • Dr. Felix Daum (Rechtsanwalt, Wien)
  • Mag. Andreas Krisch (Obmann VIBE!AT, Präsident EDRi)
  • Diskussionsleitung: Erich Schweighofer & Thomas Strohmaier (WZRI)

Was bedeutet Vorratsdatenspeicherung?

Vorratsdatenspeicherung bezeichnet die Verpflichtung der Anbieter von Telekommunikationsdiensten zur Registrierung von elektronischen Kommunikationsvorgängen. Die EU-Kommission hat gegen Österreich bereits wegen Nichtumsetzung der am 3. Mai 2006 in Kraft getretenen „Richtlinie 2006/24/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. März 2006 über die Vorratsspeicherung von Daten, die bei der Bereitstellung öffentlich zugänglicher elektronischer Kommunikationsdienste oder öffentlicher Kommunikationsnetze erzeugt oder verarbeitet werden, und zur Änderung der Richtlinie 2002/58/EG“ Klage eingereicht.

Ministerin Bures hat daraufhin mit einer Novelle des Telekommunikationsgesetzes reagiert. Tritt das Gesetz in Kraft, werden in Zukunft sämtliche Kommunikationsdaten für sechs Monate gespeichert. Gespeichert werden dann bei Telefonaten, Namen und die Anschrift der anrufenden und der angerufenen Person sowie deren Telefonnummern, außerdem Datum, Uhrzeit, Dauer und Ort des Gesprächs. Erfasst werden auch die Daten von SMS und MMS. Bei der Internetkommunikation (inklusive Internettelefonie) werden IP-Adressen, Datum und Uhrzeit von An- und Abmeldungen bei E-Maildiensten, E-Mailadressen von Sendern und Empfängern sowie deren Name und Anschrift gespeichert.

Wer Informationen sucht zum Thema Vorratsdatenspeicherung, wird hier fündig:

Österreichische Initiativen gegen Vorratsdatenspeicherung:

  • http://www.freenet.at/ von ARGE Daten
  • Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung (Österreich)
  • Freiheit statt Angst Österreich – Initiative für den Erhalt der Privatssphäre in Österreich

Internationale Initiativen:

  • Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung
  • http://www.daten-speicherung.de
  • European Digital Rights

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