November 29th, 2011 Daniel Meßner
Bilder von Sicherheitsbeamten mit Pfefferpray machen derzeit die Runde und ich musste daran denken, als ich einen Polizeidirektionserlass vom 14. Juni 1886 gelesen habe, der eine Reaktion auf ein Popularitätsproblem der k.k. Sicherheitswache darstellt:
Es wurde mehrseitig darüber Beschwerde geführt, daß die Sicherheitsorgane nicht immer jenes rücksichtsvolle und urbane Benehmen im mündlichen Verkehre mit dem Publikum beobachten, welches dieses unter allen Umständen zu beanspruchen berechtigt ist und in welcher Richtung schon oftmals die nachdrücklichsten hierämtlichen Ermahnungen an alle Sicherheitsorgane ohne Unterschied ihrer Rangstellung und dienstlichen Verwendung ergangen sind.

Wayne Tilcock/Enterprise photo
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November 25th, 2011 Daniel Meßner
Publikationswege verändern sich nicht nur in der Musikindustrie: Mit der Open Access-Bewegung ist ein Paradigmenwechsel in der Wissenschaftskommunikation eingeläutet, mit dem Ziel, wissenschaftliche Literatur frei zur Verfügung zu stellen. Guido Blechl, Leiter der Arbeitsgruppe Open Access an der Uni Wien, erklärt in dieser SdK-Folge, wie Open Access – ob golden oder grün – die klassische Verlagsstruktur verändert und warum niemand der wissenschaftlich publiziert umhin kommt, sich mit Open Access zu beschäftigen.

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November 24th, 2011 Daniel Meßner
Ein interessanter Betrugsfall aus dem Jahr 1902, der stark an gegenwärtige Spam-Mails erinnert; sog. Vorschussbetrug (zum Beispiel 419 fraud).
Trotz aller Warnungen in der Presse gedeiht immer noch der Spanische Schatzschwindel. Ein Konsortium von internationalen Betrügern, welche teils in Madrid, teils in Barcelona ihren Wohnsitz haben, senden nach aller Herren Länder geheimnisvolle Schreiben, in welchen ein Bankier, ein gefangener Kriegszahlmeister, ein zum Tode verurteilter Offizier dem Adressaten mitteilt, dass er in der Nähe des Wohnortes des letzteren einen Schatz vergraben habe, den er mit Hilfe des Adressaten, der ein Drittel der ungeheuren Summe als Lohn bekommen solle, heben wolle. Zunächst müsste aber die Tochter des Bittstellers, welche sich im Auslande befände, zum Yater geschafft werden. Hierzu bedürfe es einiger hundert Mark, die Adressat einsenden möge.
[…] Tausende müssen auf diesen Schwindel hereingefallen sein, denn, wie der unlängst verstorbene deutsche Generalkonsul Lindau, dessen unermüdlicher Energie die Aufdeckung des Schwindels zu danken ist, mitteilte, sind für die Betrüger in einem Jahre über So ooo Francs eingegangen.
Aus: Klatt, Otto (1902): Die Körpermessung der Verbrecher nach Bertillon und die Photographie als die wichtigsten Hilfsmittel der gerichtlichen Polizei, sowie Anleitung zur Aufnahme von Fusspuren jeder Art. Berlin. S. 6-7.
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November 21st, 2011 Daniel Meßner
Ein kurzer Video-Beitrag von SPON über Spurensicherung und die Auswertung von Fingerabdrücken. Begleitet werden ein Beamter der Spurensicherung und eine Daktyloskopin.
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November 11th, 2011 Daniel Meßner
Die Zukunft von der theologischen Determination freischaufeln: Während Zukunft in der jüdisch-christlichen Vorstellung wie eine Wand ist, die auf einen zukommt und nicht gestaltbar ist, wandelt sich im 17. Jahrhundert der Umgang mit der Zeit und gewinnt gerade die Zukunft neue Bedeutung. Der Historiker Achim Landwehr erklärt in dieser SdK-Folge, warum die Seiten der Kalender immer weißer wurden und warum Astrologie vielfach als eine Alternative zur völligen Gestaltbarkeit und Offenheit von Zukunft angesehen wurde.

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