Der digitale Tatort
published by Anna Masoner
Die „SpheroCam HDR“ zeichnet Räumlichkeiten vollsphärisch auf (Foto: polizei-nrw.de/lka)
In Deutschland verwenden PolizeiermittlerInnen bereits eine spezielle und natürlich teure 3D-Lasertechnik um Tatorte zu dokumentieren. Das erfuhr ich vor ein paar Tagen aus einem Pressetext.
Mithilfe der digitalen Spezialkamera ‘SpheroCam HDR’ werden beispielsweise Räumlichkeiten in alle Richtungen in einem Winkel von 360 Grad horizontal und 180 Grad vertikal für vollsphärische Bilder in Echtzeit aufgezeichnet. Auf diese Weise wird die Situation am Tatort messerscharf wiedergegeben. Der polizeilichen Sachbearbeitung, der Staatsanwaltschaft, den Gerichten und der Verteidigung könne so eine sachlich realistische Gesamtdarstellung eines Ortes geboten werden, ohne zeit- und kostenaufwendige Ortsbesichtigungen durchführen zu müssen.
Wie Pressetext.at vor ein paar Tagen meldete hat eine Neuseeländische Technologiefirma nun einen Scanner vorgestellt, der noch präziser arbeitet. Das Gerät kann man sich als eine Mischung aus Digitalkamera und Laser-Scanner vorstellen.
Derartige Scan-Systeme stellen eine wertvolle Ergänzung zur klassischen Aufnahme von Tat- und Ereignisorten dar. Neben der zweidimensionalen Fotografie und der Videografie ist es nun möglich, eine Örtlichkeit noch objektiver fotorealistisch darzustellen. So können hierdurch den Gesamteindruck beeinflussende Teilansichten vermieden werden, wie es zum Beispiel in der Foto- und Filmregie unter dramaturgischen Aspekten geschieht.
So der Pressesprecher des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen.
Finde ich nett. Die Polizei vergleicht ihre Methoden mit den dramaturgischen Regeln von Spielfilm und Fotografie.

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