Über Zettelkästen und Datenbanken
published by Daniel MeßnerNachdem das Thema “Archivieren und ordnen” für unser Thema immer relevanter wird, bin ich vor kurzem bei einer Recherche über das Zettelkasten-Video von Niklas Luhmann auf Youtube gestolpert. Es ist ein kurzer Auszug aus der Dokumentation “Beobachter im Krähennest”.
Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie wir Wissen sortieren und ordnen. Schließlich wirkt die Ordnung und Organisation des Wissens auf unsere Erkenntnis zurück. Nicht umsonst konnte Luhmann behaupten, seine Bücher mit dem Zettelkasten geschrieben zu haben. Mit digitalen Datenbanken hätte Luhmann sicher seine Freude gehabt.
In dem Zusammenhang stellt sich aber auch die Frage, wie wir unseren Arbeitsalltag organisieren und Gedanken, Zitate oder Abstracts ordnen und kontextualisieren. Mittlerweile gibt es dutzende Freeware-Programme, einige davon basieren auf dem Luhmann-Zettelkasten. Interessant ist auch der hypertextuelle Zettelkasten “synapsen” von Markus Krajewski.
Ich selbst benutze Citavi für Literatur und Evernote für alle anderen Notizen. Evernote deshalb, weil ich durch die Web-Synchronisation immer eine Sichherheitskopie habe und ich von jedem Rechner mit Internetzugang auf meine Daten zugreifen kann. Der Evernote-Slogan “Remember EVERYTHING” wirkt dagegen eher beängstigend. Utopie oder Dystopie?

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